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#1 Am 17.09.2023 um 10.53 Uhr

Absynthgarde
Issek
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Issek
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Zwei verschiedene Fairies treffen sich als Kinder und wachsen zu ihren eigenen Regeln in einer Welt auf, die sie als Ausgestoßene sehen. Ein Band der Schwesternschaft verbindet sie mit einander und lässt sie viele Prüfungen bestehen, doch ist dieses Band stark genug? Wenn zwei verschiedene Herzen dasselbe wollen?

Kommt mit auf eine Reise geführt von Blue und ihrer Schwester Akira. Erlebt ihre herzzerreißende Geschichte, die gefüllt ist von Liebe, Angst und Verrat.

Wartet... Ihr wolltet mehr Informationen haben? Tja meine Lieben, dann müsst ihr fleißig lesen!
Viel Spaß mit dieser Geschichte, die auf einer kompletten Schnapsidee entstanden ist, die von BlueWolfFire und mir, Issek2411, zusammen geschrieben wurde!
Jegliche Schreibfehler sind unsere eigenen, jeder fängt mal irgendwo an.

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#2 Am 17.09.2023 um 10.56 Uhr

Absynthgarde
Issek
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Autor Notiz:
Hier noch ein paar Grundlegende Informationen zu dieser Story!
Wenn in einem Kapitel dies hier ---- auftaucht, ist dies ein Sichtwechsel. Bei neuen Kapiteln ist es eigentlich immer ein Sichtwechsel, außer es sind besondere Umstände.

Ebenso stelle ich euch in einer Kurzfassung unsere beiden Hauptcharaktere mal vor! Man kann sie auf dem Cover sehen.

Akira:
Rote Lange Haare, meistens als Pferdeschwanz geflochten
Augenfarbe gelb grün
Ihre rechte Brust wird von einer langen Narbe gezeichnet, die ihr bis zum Bauch reicht. Sowie einige kleinere auf ihrer Schulter sowie ihrem Oberschenkel. Schultern wie Oberschenkel.
Ist ein paar Monate älter als Blue
1,70 m groß

Blue:
Ist ein paar Monate jünger als Akira
Hellblaue Haare mit dunkelblauen Spitzen, extrem lang; sie gehen bis zu den Kniekehlen.
Linkes Auge ist hellblau(abhängig vom Lichteinfall Eisfarben), rechtes Auge rot
Körper mit kleineren Narben bestückt, einige größere Narben; zwei spezielle Narben auf den Schulterblättern und eine kleine am linken Mundwinkel, berührt ihn aber nicht. Rechte Wange unterm Auge runder Schönheitsfleck
1,61 m groß - "Ich sehe zwar süss aus, aber ich könnte dir genauso gut die Kehle durchbeißen."

Warte… Ihr wolltet mehr Informationen? Tja meine lieben, dann müsst ihr fleißig lesen!
Viel Spaß mit dieser Geschichte, die auf einer kompletten Schnapsidee entstanden ist!

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#3 Am 17.09.2023 um 10.59 Uhr

Absynthgarde
Issek
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Prolog:
Es ist Nacht, ich bin alleine, mein ganzer Körper schmerzt. Was habe ich getan?
Während meine Beine, die bereits schmerzen, mich immer weiter tragen, kullern mir dicke Tränen über meine Wangen. Sie jagten mich weg, beschimpften mich als Monster und wenn sie mich bekommen hätten, bin ich mir sicher sie hätten… sie hätten mich umgebracht, aber ich konnte ihnen gerade so entwischen.
Schwer atmend laufe ich durch den Wald, Sträucher und Äste schlagen mir ins Gesicht während ich versuche immer weiter und weiter zu gehen. Ich darf nicht aufhören zu laufen, viel zu groß ist meine Angst, was sie tun, wenn sie mich in ihre Finger bekommen.
Ich laufe ziellos durch den dichten und finsteren Wald mein Magen beginnt zu knurren. Ich weiß nicht, wie lange ich einfach nur renne ich muss hier weg. Die Sonne, die langsam den Tag einleitet versuche ich nicht wahr zu nehmen.

Immer wieder spielen sich die Ereignisse der letzten Stunden vor meinem inneren Auge ab.  Mit Schwertern rennen sie in meinen Unterschlupf, ich roch das Feuer. Die Dorfbewohner, welche ich einst mochte und meine Freunde nannte, beschimpften mich, bezeichneten mich als Monster und Kreatur der Hölle. Keine Ahnung wie weit und wie lange ich gerannt bin, denn als mein Blick sich durch die Tränen aufklarte erkannte ich, dass ich in einer Sackgasse war. Ich wollte mich umdrehen aber es war zu spät, denn zwei ausgewachsene Männer standen vor mir und lächelten mir auf eine Art zu, welche mir gar nicht gefiel. So fauchte ich sie an was sie nur noch zum lachen brachten. Ihr Blut das durch ihre Adern schoss, konnte ich deutlich hören und sofort meldete sich auch mein Hunger, aber ich versuchte ihn zu unterdrücken. Denn ich hasste ihn! Nur seinetwegen hatte ich die Kontrolle verloren. Nur seinetwegen wurde ich zum Monster.
Ich hasse mich, dass ich so schwach bin.  Aufgeben kommt für mich jedoch nicht in Frage. Niemals! Die Männer kamen näher, immer näher, sodass ich zurück wich und die kalten, rauen Steine der Mauer in meinem Rücken spürte, welche mir jede Fluchtmöglichkeit nahm. “Gib uns einfach dein Gold, dann lassen wir dich in Frieden kleiner Blutsauger”, brachte mir einer schon fast spöttisch entgegen, wovon ich nur bei der Vorstellung, was sie mit mir vorhatten, anfing zu zittern.
“Ich hab nichts, lasst mich in ruhe”, flüsterte ich mit zitternder Stimme. Mit einem spöttischen Lachen traten die beiden Angreifer auf mich zu. Ich musste an ihnen vorbei, ich wollte hier weg, sie durften mich nicht zu fassen bekommen. Einer jedoch packte mich am Arm, ich fauchte ihn an.
“Du kleines dreckiges Monster Versuch erst gar nicht zu fliehen”, schrie er mir entgegen, während er mich hart gegen die Wand warf. Mit einem dumpfen knall schlug ich auf und landete mit schmerzen auf dem Boden. Da kam auch schon der erste Schlag in mein Gesicht und ich schmeckte Augenblicklich Blut, das von meiner Nase über mein Gesicht floß. Hätte ich nicht schon unerträgliche Schmerzen im Bauch würde ich ihn jetzt an die Kehle springen, aber ich hatte keine Kraft. Ich war zu klein und zu schwach um es mit zwei erwachsenen Männern aufzunehmen.
Weitere Schläge folgten bis ich zusammengekrümmt auf dem Boden lag, aber sie traten immer wieder auf mich ein, beschimpfen mich als Monster und das ich kein Recht dazu hatte zu Leben und vielleicht hatten sie auch Recht. Mein Hunger ließ mich so einige Male rot sehen und verstoßen wurde ich egal wohin ich kam. So war ich, als es hinter meinem Auge schwarz wurde, bereit von dieser grausamen Welt zu gehen, die mich nicht mochte.

----
Es ist schon spät als ich durch die dunklen Gassen dieses heruntergekommenen Ortes schlendere. Einst musste dies ein wunderschöner Ort gewesen sein. Dies versicherten mir zumindest die Frauen des Dorfes, sobald sie sich am Brunnen trafen,. Sie lästerten meist oder versuchten mir, wann immer ich ihnen zu nah kam, an meinen Wangen zu ziehen. Sie verstehen es nicht! Auch nicht, wenn ich sie böse anknurre  oder sogar einmal nach ihren Fingern geschnappt habe.
Na ja… Sie sind die nettesten von allen bisher, ich bin schließlich eine Ausgestoßene, ohne Rudel, ohne Familie, allein in dieser Welt. Niemand würde so etwas wie mich vermissen, ich bin unbedeutend im Spektakel von allen. Daher bewundere ich immer diese Garde, ich erinnere mich noch daran wie sie einst mal hier vorbei kam auf einer Reise irgendwo hin. Ihre Gesichter sind noch frisch in meinem Gedächtnis, doch ist dies vergebens, ich werde niemals so sein wie sie. Ich, ein kleines Straßenkind, dass gerade nur auf der Suche nach weiterem Essen war, auf dem Weg zurück zu meinem Unterschlupf. Die Hausbewohner haben meinen kleinen Rückzugsort nie bemerkt und wenn stört es sie scheinbar nicht wirklich, sonst hätten sie mich schon längst weggejagt. Wie immer… Diese Welt wird nie einen Ort für mich haben, den ich mein Zuhause nennen kann. Nie, denn sie ist grausam und grau, nicht wie die alten Sagen es andeuten. Was war der Sinn und Zweck von einem Opfer, wenn unsere Welt eh ein Chaos war, ein Chaos was sie auf eine Spezies schieben die Angst hatte. Eine Spezies die selbst schon von Menschen gejagt wurden wo sie eigentlich wie Götter in ihren Geschichten dastehen, als Boten Gottes, dass ich nicht lache.
Meine Ohren zucken als ich ein kleines Geräusch höre welches aus einer der hinteren Straßen zu kommen scheint, zwei Männer kommen n gerade heraus und grinsen sich schief an. Bei dem Geruch, der von ihren Händen ausgeht, muss ich den Kopf schütteln um ihn wieder los zu werden. . Wahrscheinlich haben sie jemanden oder einen Gefährten aufgemischt. Es ist die Gasse zu meinem Unterschlupf, egal, ich könnte zumindest nachsehen ob es demjenigen gut geht und vielleicht etwas zu Essen zurücklassen. Ja! Meine gute Tat für heute, die irgendwann belohnt wird! Wie dieses Gesetz des Karmas der Menschen!
So nehme ich die vorsichtigen Schritte in die Dunkelheit hinein und nutze meine geschärften Sinne um alles auszumachen. Die kleinsten Gefährten wuselten umher, vielleicht waren es Musarose die rumtollen oder etwas kleineres was ich nicht kenne. Doch viel Zeit zum nachdenken blieb mir nicht, als ich eine Gestalt zusammengekauert am Boden liegen sehe.h. Vorsichtig nähere ich mich und schnuppere. Überall ist Blut. Es roch so schrecklich… Als ich meine kleine Hand auf die, zumindest dachte ich es, Schulter legte um daran zu rütteln gab es keine Antwort, so drehte ich den Körper auf den Rücken. Blut lief aus ihrer Nase und sammelte sich auf dem staubigen Boden. Ihr Gesicht wies starke Blessuren auf. Wie kann man sich nur an Kindern wie uns, die eh schon nichts hatten, vergreifen..? Wir sind doch auch nur Fairies, oder? Wir haben ein Recht zu existieren… Erinnere dich Blue, die Welt ist grausam und grau, niemand hält sich an Regeln oder Moral, außer ein paar Ausnahmen.
Der Körper regt sich nicht. Ich kann kein Lebenszeichen ausmachen. Ich befürchte ich verschwende meine Zeit mit einer Leiche. Plötzlich jedoch stöhnt sie leise auf und ich erkenne eine sanfte und flache Atmung.
. Meine Augen wandern zum Gasseneingang und dann zu meinem Versteckt Ohne viel darüber nachzudenken nehme  ich meinen Umhang ab und lege ihn auf den Boden.  Ich rolle das Mädchen darauf. Ein leiser schmerzenslaut verlässt ihre Lippen.
“Verzeih, aber ich muss dich von hier wegschaffen”, flüstere ich ihr zu.
Ein lauter Donner durchbricht die Stille der Nacht gefolgt von einem hellen aufleuchten eines grellen Blitzes. Na toll, jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Ich greife nach den beiden Enden meines Umhangs und ziehe daran. Langsam setzt sich meine improvisiertes Transportmittel in Bewegung.
Es dauert nicht lange bis  wir ankommen und sofort ziehe ich meine selbstgemachte Tür zu, die aus einem alten Stück Stoff besteht.
Mein kleines Heim aus weggeworfenen Möbelstücken und Stoff, Laub und Papier und einen kleinen Korb für das Essen, welches ich gesammelt hab. Ich rolle das verletzte Mädchen in die trockenste Ecke und holte alle Stoffreste, meine Decken, um sie darin einzuwickeln. “So, jetzt wird dir hoffentlich wieder warm, es tut mir leid, dass ich nicht mehr machen kann…” Dann nehme  ich eine der vielen Wurzel die ich außerhalb der Mauern gefunden habe, sie schmecken fürchterlich, aber sie stillen meinen Hunger. ,  Vielleicht konnte ich so auch meinem Gast helfen?
Ich brach die Wurzel in kleine Stücke, um sie ihr zu geben. Sie war jedoch noch immer ohne Bewusstsein und reagierte nicht. 
Dann fiel mein Blick auf ihre scharfen und spitzen Eckzähne. “Du bist… Ein Vampir..?” Meine Wolfsohren zucken, ich kenne  nur Geschichten. Ich habe noch nie einen echten Vampir gesehen. Aber sie sieht genauso aus wie ich! Na ja, vielleicht keine Ohren oder Schweif, wie soll man mit den kleinen Muscheln denn überhaupt was hören..?
Ich schüttel den Kopf, jetzt ist dafür keine Zeit! Ich muss ihr helfen! Meine Augen huschen zu meinem Arm als ich meinen Ärmel hoch streife, beiße ich, ohne zu zögern hinein. Sofort beginnt das Blut zu laufen. Ich halte ihr meine blutenden Unterarm vor ihr Gesicht und warte.
----
Ich weiß nicht, wo ich bin. . Ich rieche frisches Blut, sofort erwachen alle meine Sinne. Ich öffne schlagartig meine Augen und erblicke einen blutenden Arm. Sofort greife ich danach und versenke gierig meine spitzen Zähne darin. Das warme Blut läuft meine Kehle hinunter und sofort spüre ich seine heilsame Wirkung.  Gesättigt, lasse ich von dem Arm ab. Sofort übermannt mich die Müdigkeit erneut und ich gleite in einen erholsamen Schlaf.
----
Ich hielt meinen tauben Arm, ich fühlte mich so schlapp auf einmal… Mein Fell stand immer noch zu Berge von all diesen Gefühlen die in einer so kurzen Zeit durch meinen Körper geschossen sind… Furcht, Angst, Verzweiflung, Wut, Trauer und so vieles mehr.
Ich kaute auf den zerbrochenen Stücken Wurzel rum, mehr würde ich heute definitiv nicht essen können nach diesem Chaos im Kopf. Mein Körper zitterte leicht, war dies eine Folge von gerade eben..? Aber lieber ist mir zu kalt als ihr. Sie sieht so zerbrechlich aus, so klein und doch… Was denke ich bloß wieder? Ich sollte lieber jetzt schlafen, ich bin so schläfrig und… müde… müde… Ich lege mich neben den, in meine Decken eingerollten, Körper und kuschel mich an, bevor ich meine Augen schließe. Lass uns heute in Ruhe schlafen, o liebes Orakel, nur für eine Nacht.

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#4 Am 17.09.2023 um 11.02 Uhr

Absynthgarde
Issek
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Kapitel 1

Die ersten Lichtstrahlen kitzeln mich durch die Löcher in der Wand des kleinen Unterschlupfes, langsam müsste ich ihn vergrößern denn es wird doch ein wenig eng seit ich ihn mit meiner neuen Weggefährtin teile. Das Mädchen aus der stürmischen Nacht habe ich nie wieder aus den Augen gelassen. Ich brachte ihr bei  zu überleben. Akira jedoch, hat ein Talent/Vergnügen entwickelt, welches uns mehr als einmal in Schwierigkeiten gebracht hat. Wie oft wir gezwungen waren wegzurennen. Schmunzelnd schüttel ich bei dem Gedanken daran den Kopf. Aber mit der Zeit haben wir unsere diebischen Fähigkeiten verbessert, sodass wir nicht mehr so viel rennen mussten.  In unseren Straßen kannten wir uns aus. Hier waren wir wie Könige in unserem eigenen kleinen Reich.
Ich strecke mich mit einem sanften Heulen als ich kleine Schritte und ihren Geruch wahrnehme, gefolgt von dem Duft von etwas essbarem. Bald steckte sie ihren Kopf mit einem breiten Grinsen auf ihrem Gesicht durch die Tür, ihre Arme hielt sie hinter  dem Rücken.
“Was hast du da?”, fragte ich sofort und in ihren gelbgrünen Augen begannen zu funkeln.“Ich hab was zu Essen dabei!”
Meine Ohren zuckten sofort auf, aber ich entschied mich nichts zu sagen. Essen ist  Essen, auch wenn das Brot eindeutig nicht aus irgendeinem Abfall stammt. Den Geschmack der Erde, den die Wurzeln mit sich bringen, liegt mir noch immer auf der Zunge..
“Ich hab dir doch gesagt dass du nicht alleine was klauen solltest!”, tadel ich sie.
“Denk dran, wir sind zu zweit immer stärker.”
“Ich weiß, zu zweit sind wir einfach unschlagbar!”, grinst sie mich an. Ich nicke bestätigend, ehe wir gleichzeitig sagen: “Wir gegen die Welt!”
Auch wenn wir nichts besitzen, so haben wir einander und dies würde sich niemals ändern. Entweder hat mir Karma sie als meine Begleiterin gesendet,  oder das Orakel hat mich einmal nicht vergessen und uns mit dieser Freundschaft gesegnet. Ob Segen oder Fluch würden wir niemals sagen, denn dafür ist  es zu schön, es ist  unser kleiner Schatz in dieser Welt in der wir Ausgestoßene sind.

Meine Augen suchen nach Bewegungen als Akira hinter mir den Tresen hoch klettert, der Duft eines Geschäftes hatte uns angezogen und wir wollten etwas anderes haben, sie aber ich ließ mich überreden. Ich hätte nie gedacht, dass ich freiwillig stehlen würde, doch nun waren wir hier.
“Akira, wie lange noch, der Glatzkopf mit Hufen wird bald wieder hier sein.”
“Gib mir noch ne Sekunde! Hab es gleich.” war meine Antwort bevor ein kleiner Sack mir auf den Kopf fiel.
“Hey! Ne Warnung wäre auch schön gewesen!” darauf lachte sie nur. Es war schön sie so fröhlich zu hören, es hat lange gedauert bis sie ehrlich gelächelt hatte.
“Was macht ihr hier?!?” Wir zucken  zusammen bei der tiefen Stimme, mist jetzt habe ich nicht aufgepasst.
“LAUF!”, schreit einer von uns, als wir uns an dem Satyr vorbei drücken. Natürlich folgt der alte Griesgram uns, seine Hufe poltern so laut wie der Donner am Himmel. Er schreit und schnauzt uns an dass wir stehen bleiben sollen, als ob das schon mal fun-! Ein Blumentopf landet neben mir und ein stechender Schmerz in meinem rechten Auge lässt es mich schließen. Der Schmerz ist unerträglich, aber ich renne weiter, zusammen mit Akira Irgendwann hatten wir uns auf eins der Dächer gerettet und hielten unseren Atem an, als der Satyr an uns vorbei poltert. Als die Gefahr vorbei war, brachen wir in hysterisches Gelächter aus. Doch Akira stockt plötzlich, als sie mich ansieht.
“Blue, dein Auge…”, sagt sie panisch.
In der Hektik hatte ich es vergessen. “Dieser Dummkopf hat nen Topf geworfen, dann hat es es weh getan.” entgegnete ich ihr und sie lässt den Beutel zu Boden fallen
“Lass mich mal schauen.”
Mit einem leisen stöhnen öffne ich mein Auge. Stumm betrachtet Akira mich lange, bevor sie sagt:  “Dein Auge ist so rot wie Blut,  siehst du etwas?”Bestätigend nicke ich ihr zu. 
“Okay, lass uns nun was essen, ich sterbe vor Hunger”, meckert sie, als sie sich auf den Hintern plumpsen lässt. Ich setze mich daneben und nehme den Beutel, er ist randvoll mit Süßigkeiten. Bei den zuckrigen Leckereien läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Unter freiem Himmel verspeisten wir gemeinsame unsere Beute und genossen die wärmenden Strahlen der Sonne.

Letzte Änderung durch Issek (Am 17.09.2023 um 11.20 Uhr)

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#5 Am 17.09.2023 um 11.08 Uhr

Absynthgarde
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Kapitel 2


Schon wieder liege ich wach und betrachte die Sterne am Himmel, während Blue neben mir friedlich schläft, ihr Atem geht gleichmäßig wie die Nächte davor schon, als ich von einem Albtraum aus dem Schlaf gerissen wurde. Wie gerne würde ich einmal so friedlich wie sie schlafen, aber meine Nächte sind seit ein paar Tagen gefüllt von Albträumen, von Bildern die ich versuche zu verdrängen und am liebsten vergessen will. So betrachte ich die Sterne am Himmel während um uns der Wald, wo wir heute unser Lager aufgeschlagen haben, auch friedlich zu schlafen scheint. Nur ab und an war ein Knacken im Unterholz zuhören, was mich aber nicht weiter beunruhigt. Meine Gedanken driften zu den Ereignissen vor ein paar Jahren ab, wie unbesorgt wir als Kinder doch noch waren, wie viel Spaß wir hatten den alten Satyr zur Weißglut zu bringen, wenn wir ihm mal wieder was aus seinem Laden mit gehen ließen. Ein kleines Lächeln schlich sich bei dem Gedanken auf mein Gesicht, was meine Dämonen in mir langsam verdrängt. Das Leben hat mir damals eine zweite Chance geschenkt, als mir Blue über den Weg lief und mich rettete. Warum sie das tat, habe ich nie erfahren, aber ich bin ihr dankbar dafür. Ich drehe meinen Kopf zur Seite und betrachte ihre weichen Gesichtszüge. Der Brustkorb hebt und senkt sich in einem gleichmäßigen, langsamen Rhythmus. So langsam werden meine Augenlider schwer und ich versuche noch einmal zu schlafen.
Eine sanfte Berührung an meiner Schulter lässt mich langsam wieder zu mir kommen, ich grummel erst ein wenig und versuche mich nochmal auf die andere Seite zu drehen, aber natürlich habe ich die Rechnung ohne meine treue Gefährtin gemacht.
“Komm schon Schlafmütze wir müssen weiter, die Sonne geht schon auf.”
Ein Grummeln entweicht mir als ich mich strecke und langsam die Augen öffne, nur um eine schon fitte Blue zu sehen. Wie, bei dem Orakel, kann sie schon so früh fit sein? Ein Rätsel, dass ich wohl nie lösen werde.
“Wie weit ist es bis zum Dorf, ich brauch was zwischen die Zähne”, gebe ich weiter grummelnd von mir, während ich mich von dem Waldboden erhebe und mich noch einmal strecke, denn der Waldboden und ich werden nie Freunde werden.
“Zwei Stunden, in etwa. Kurz bevor die Sonne ganz oben steht, müssten wir ankommen.” Ich stöhne. So lange? Verdammt, nach dieser Nacht hätte ich gerne gleich was zwischen meinen Zähnen gehabt, aber dann heißt es wohl warten.
Stunden laufen wir einfach nur nebeneinander her, bis wir, nach meinem Ermessen, nach langer Zeit endlich das Dorf von weitem sehen und meine Laune sich ein wenig hob. Den wenn ich hungrig war, war ich kein angenehmer Weggefährte. Dies wissen Blue und ich auch schon lange. Nach einer weiteren Stunde sind wir auch endlich im Dorf Inneren. Die Häuser um uns sind  alle sehr karg gehalten und die meisten sind  aus Stein und Holzbalken konstruiert, die Dächer zieren rote Ziegel. Immerhin ist hier ein wenig Farbe, denke ich mir bei dem kahlen Anblick. Die Blicke der Dorfbewohner nehme ich so halb wahr, ich bin es gewohnt, egal wo wir hinkommen. Das man uns misstraut, aber es juckte uns nicht weiter. Wir würden, wie in den letzten Jahren, wo wir schon durch die Welt reisen, eh nicht lange hier bleiben. Das auch besser ist, denn meine Furcht ist doch zu groß, dass man uns am Ende nur wieder jagen würde und das kann ich Blue nicht antun. Sie soll so was, wie ich erlebt habe, nie erleben müssen. Blue lässt sich am Rand eines Brunnen nieder, welcher im Stadtkern steht, und ich seufze nur, ich habe Hunger und will keine Pause einlegen, aber ich komme ihrer Bitte nach und setze mich zu ihr.
“Und, weißt du jetzt wo wir ne Bleibe finden?”, frage ich sie genervt, doch schenkt sie mir, wie so oft, ein Lächeln. “Wir kümmern uns heute Abend darum. Du hast doch Hunger, oder?” Ich gebe nur ein Nicken von mir.
“Hier gibt es genug Seitengassen, dass wir ungesehn bleiben und nicht gleich wieder einen Aufruhr veranstalten.” Ich erhebe mich schon, denn dass es was zu Essen gibt, dies braucht man mir nicht zweimal sagen und so laufe ich schon voraus, in eine der dunklen Seitengassen und sie folgt mir auf dem Fuß. In die kleine Gasse kam nur wenig Sonnenlicht, da die Dachspitzen sich fast berühren. Es ist perfekt, um für keinen Aufruhr zu sorgen und ich genug Zeit habe. Wir sind schon fast am Stadtrand angekommen, als eine junge Frau, die vielleicht in unserem Alter ist, auf uns zukommt und ich lächel, sie hätte heute wohl lieber einen anderen Weg genommen. Mit zwei Schritten trat ich auf sie zu und sie schaut mich schon ängstlich an. “Sorry, ich brauch was zu essen.” Meine ich nur wärend ich sie an die nächste Hauswand drücke und sie nur noch einen kleinen Schrei von sich gab, als ich mein Zähne schon in ihrem Hals versenkte und der leckere Lebenssaft meine Kehle hinunter fließt. Ihr kleiner Körper entspannte sich immer mehr unter meinem Griff und sie gab sich meinem Durst hin. Nach einigen Minuten als ich gesättigt war, ließ ich von ihr ab und schaue ihr direkt in die Augen, den die Aktion muss unbemerkt bleiben. So flüstere ich ihrem Gehirn einfach nur zu, dass sie die Aktion, mich und Blue vergessen soll und wenn jemand fragt, was mit ihrem Hals ist, sie nur sagen soll, dass ihr Freund auf ausgefallenes steht, erst dann ließ ich von ihr ab. Ich ließ sie einfach alleine zurück, während ich mich zu Blue umdrehe und zu ihr lächel. “Lass uns ne Bleibe suchen, ich denke der hier wird uns helfen was zu finden.” meine ich, während ich den kleinen Beutel mit Goldmünzen aus meinem Dekoltee hole, worauf Blue nur wieder ihren Kopf schüttelt, aber ich konnte ihr genau ansehen, dass sie es wieder amüsiert, wo ich meine Münzen aufbewahre. Die paar Goldmünzen hatte ich in der letzten Stadt bekommen, als ich ein paar Schmuckteile, welche ich Damen abgenommen hatte, zu Gold machte.
Besser gelaunt und endlich satt treten wir wenig später wieder auf den Dorfplatz, wo wir uns aufmachen einen Unterschlupf zu suchen, welchen wir auch gegen Abend finden, in einer Pensionen die es hier gibt und Zuflucht finden.

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Ich sitze an einem der Tische in dem großem Raum. Ich hätte eher damit gerechnet dass wir die letzte Absteige dieses Ortes aufsuchen würden, doch schien als ob der Tag noch für ein paar Überraschungen bereit stand. Hoffentlich kommt sie gleich mit dem Schlüssel und nem Tablett, sonst beiß ich gleich noch in den Tisch. Wir hatten das meiste unserer gut geplanten Vorräte auf den Weg zu diesem Ort aufgebraucht, wir müssen uns dringend mit neuen Sachen aufstocken, sonst könnte der nächste Trip ein schwerer sein. Meine Karte ist auch futsch, danke dafür du verfluchtes Lapy. Die Karte hat nicht gefunkelt nur das Band um diese, aber nein das dumme Vieh hört ja nicht. Wie können sich manche Fairies diese Wesen als Gefährten halten? Dies wird wohl ein Mysterium sein, dass nie gelöst wird. Ich stupse meinen Beutel, mit all meinen Zeugs, mit dem Fuß an, als ein mürrisches Knurren in meinem Hals aufstieg. Die Tischplatte sieht doch langsam zum anbeissen aus…
Die Ohren auf meinem Kopf spitzen sich bei einem gewissen Paar von Schritten und eine Sekunde später steht auch was zum Essen vor meiner Nase. “Du sahst aus als ob du gleich in den Tisch beissen wolltest.” stichelt sie mich mit ihrem Grinsen “Um ehrlich zu sein, der Tisch sah mit jeder Sekunde immer besser aus.” entgegne ich ihr, worauf sie lacht “Das will ich sehen wie du den Tisch isst!” da konnte ich nur mit ihr lachen.

Ich esse in Stille, aber meine Ohren und Augen ließ nichts unbemerkt. Ich kann mir nichts entgehen lassen, niemals ist man allzu sicher irgendwo, dies habe ich früh genug gelernt. Der einzige Ort der vielleicht sicher sein könnte, ist dieses sagenumwobene Hauptquartier dieser Garde. Doch ob all diese Geschichten, die Reisende immer noch erzählen, wahr sind..? Nun dies will ich erst mit meinen eigenen Augen sehen und meine Meinung aufstellen.
Meine Nase zuckt plötzlich bei einem neuen Geruch in dem Raum, sofort huschen meine Augen durch diesen als meine Nase versucht mir zu sagen was das war. Es ist eine etwas mildere Note, begleitet von einem etwas salzigen Geruch und noch einer ganz zarten Note von… Ach wie hieß es nochmal… Es riecht wie Regen auf trockener Erde… Stimmt, Petrichor! Das habe ich in dieser interessanten Geschichte dieser menschlichen Frau gelesen, ist schön wenn ein bisschen Wissen im Abfall zu finden ist. Ich schüttel meinen Kopf nur, bestimmt nur irgendein Reisender oder Bewohner dieses Ortes. Bevor ich mich meinem Essen wieder zu wende kann ich zwischen der Menge nur einen Kopf mit rabenschwarzen Haar vorbeihuschen sehen, da hatte es wohl jemand eilig…
Akira wartet geduldig als ich meinen Teller leere und weg bringe, der alte Mann der in der Nähe steht schaut mich mit einem charmantischen Lächeln an… Boah ne keinen Bock alter Mann, mit dir versuche ich es nicht mal im schlimmsten Alptraum. Dann gehe ich zurück und hob meinen Beutel auf und schwing ihn wieder um die Schulter, es rappelt merklich und ein paar Augenpaare schießen in unsere Richtung, als ob ich die heilige Stille einer Zeremonie unterbrochen habe. Ja sorry, aber wenn man mit Waffen und sonst gefühlt nur seinem Leben und dem Kleidern am Leib herum wandert, hat man halt eben einen klapperten Rucksack. Wie abgesprochen schütteln wir die Köpfe als ich noch nach Akiras Bogen greife und ihn ihr reiche. Sie ist schon immer die Fernkämpferin gewesen von uns. Sie geht voran und ich schaue kurz zu ihrem Köcher um sicher zu gehen, dass a. keine Pfeile herausfielen und b. sie noch genug hat. Erst als die Tür sich hinter meinen Schultern schließt, wirft sie sich, mit einem doch undefinierbaren Geräusch, mit dem Gesicht voran ins Bett “Endlich! Ein weiches Bett!!” “Ich vergesse immer wieder dass du doch kein Werwolf bist, du weißt gar nicht was dir entgeht.” stichel ich sie, als ich meinen Beutel wieder absetze “Ach, wenn das so ist will ich beide Betten haben! Rüber damit!” trotz des sanften Augenrollen lege ich mich nun auch auf meine Betthälfte, man könnte sie zusammenschieben, aber das wird nicht ungehört bleiben und dem Holzboden will ich das jetzt auch nicht antun.
“Schlaf etwas, morgen sollten wir uns ein bisschen umschauen nach Vorräten und vielleicht einer Karte.” erinnere ich sie daran, als meine Schuhe vom Bett geschubst wurden. “Können wir morgen nicht einfach entspannen? Das hätten wir uns verdient.” kam ihre gedämpfte Stimme durchs Kissen. Mit einem sanften Seufzen erwidere ich “Na gut, wir haben uns eine Pause verdient.” wir sagen uns Gute Nacht und ich puste das Kerzenlicht aus, trotzdem blieb ich noch ein bisschen wach um aus dem Fenster zu schauen und auf Akira. Sie hat die Decke aus dem Bett gekickt… Ein geräuschloses Seufzen entkommt mir, als ich ihr diese überlege und mich endlich nochmal hinlege, um nun auch die Augen zu schließen.

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#6 Am 17.09.2023 um 11.11 Uhr

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Kapitel 3


Nachdem Blue mich den ganzen Tag durch die Stadt gescheucht hat, obwohl sie noch gestern Abend gemeint hat wir würden uns mal einen Tag lang ausruhen. Aber schon wieder Pech gehabt. Nicht bei dieser Person, aber böse konnte ich ihr darüber ja nicht sein, dafür mag ich sie zu sehr. Bevor es zu Dämmern anfing, habe ich die Idee. Denn wir waren schon viel zu lange nicht mehr aus, einfach in eine Taverne zu gehen für einen lustigen Abend mit ein paar Bier in der Hand. So lächle ich Blue schon verschwörerisch an, als wir in unserem Zimmer in der Pension stehen. “Was für Flöhe hast du jetzt schon wieder im Gehirn?” Fragt sie mich gleich und zieht dabei eine Augenbraue hoch. Ich muss jedes mal, wenn sie dieses Gesicht zieht, mir ein Lachen verkneifen, sie sah einfach zu amüsant aus dabei. “Du, ich, Taverne. Wir haben genug Gold noch für einen Abend.” Blue seufzte, “Vergiss es ich, bin zu erschöpft um heute noch auszugehen.” Ich seufze, aber weiß doch genau, dass sie nicht so ko war und ich sie jedes mal dazu nur überreden muss mit zu kommen. Denn, wenn sie erst mal in der Taverne ist, gefällt es ihr am Ende dann doch. Deshalb schaue ich sie an und mache wie so oft meinen Schachzug, der immer zieht. “Wenn du keine Lust, hast gehe ich halt alleine.” und zucke dabei gelangweilt mit den Schultern. Blue seufzte und ich muss mir ein Grinsen zurück halten, denn ich hatte sie damit wieder rum bekommen. “Ich komm mit, ich lass dich sicher nicht alleine dahin.“ Meint sie aber mit einem Ton der nicht gerade glücklich darüber war. So treten wir wenig später aus der Pension und steueren die Taverne an, welche ich heute am Marktplatz erspäht hatte.

Die Nacht war heute, wie die Nächte schon zuvor, klar und die Sterne erhellen uns den Weg, genauso wie die einzelnen Straßenlaternen, die ab und an, an einigen Ecken standen. Blue läuft einfach nur neben mir her und versucht Schritt zu halten, denn ich freue mich zu sehr auf den Abend, zu zweit, mit ihr. Man erkennt schon vor der Taverne, dass im Inneren so einiges los war und, als ich die große Tür mit einem Schwung auf reiße, strömt mir schon der Geruch von Alkohol und Schweiß entgegen, mit einem Hauch von einem Geruch der nur von den Zigarren kommen kann, die der ein oder andere rauchte. Während wir uns durch die Menge an Körpern quetschen, merke ich einige Blicke auf mir was mich lächeln ließ und ich mir nur denke, wenn ihr wüsstet dass der eine oder andere heute ohne seinen Schmuck oder mit weniger Gold nach Hause gehen würde, dann würden sie uns nicht so freundlich empfangen.
Im hintersten Bereich war noch ein Tisch frei, von wo man aber eine gute Sicht auf die ganze Taverne und die Eingangspunkt hat, also der perfekte Ort um hier Spaß zu haben aber trotzdem alles im Blick zu haben. Blue setzt sich mir gegenüber und scheint langsam von der Atmosphäre, die hier drin herrscht, sich anzupassen und lockerer zu werden.
Die Barmagd bringt uns kurze Zeit später zwei volle Krüge Bier, worauf ich ihr vier Goldmünzen zu schiebe und sie mit denen verschwindet. Ich hebe meinen Krug und Blue macht es mir gleich und so stießen wir gemeinsam an, “Auf ein schönen Abend’’, versuchen wir zu sagen, aber durch den Lärm um uns kommt nicht alles ganz bei meinen Ohren an. Der kühle und bittere, herbe Geschmack breitet sich in meinem Mund aus als ich davon trinke, ah… wie sehr ich den Geschmack doch vermisst habe. Die Minuten vergehen und wir lachen immer mehr, auch über einige der Gäste die bei ihrem Zustand versuchen noch einigermaßen zu tanzen, aber es meistens darin endet dass der Tisch im Weg steht. Blue schüttelt nur öfters den Kopf mit einem Grinsen auf den Lippen, der Schaum ihres Bieres bedeckt den unteren Teil ihres Gesicht bevor sie diesen weg wischt. Die Tür öffnet sich nochmal und als ich sehe, wer da reinkommt, muss ich sehr breit grinsen zu ihr “Schau mal wer da grad reingekommen ist.”

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Ich hebe auch meinen Blick und meine Nase zuckt wieder mal, keine Ahnung wie viel von diesem Bierschaum ich in meiner Nase habe weil Akira mich zum lachen bringt, wann immer ich nen Schluck nehmen will. Als ich mich etwas umdrehe, können meine Augen die Strähnen mit ihrer rabenschwarzen Farbe erkennen, bevor meine Erinnerung den Duft mit einer Person verbinden kann. Es muss der Fremde von gestern aus der Pension sein, der der es eilig hatte. Ob er wohl hier ist um Spaß zu haben? Erst dann beginnen meine Augen mal seine Kleidung in Augenschein zu nehmen. Sie sind hochwertiger als alles was ich bisher mal gesehen habe, die eng anliegende Tunika, welche keine Ärmeln hat, zeichnet seine gut definierbare Muskulatur darunter ab. Es hat einen stehenden Kragen der von einer Halskette geschmückt ist. Eine Art von Kosode hängt von seiner rechten Schulter runter, warum auch immer er es nicht auf beiden trägt ist mir ein Rätsel. Der Typ verschwindet ab da aus meinem Blickfeld und taucht erst wieder auf, als er an dem Tresen ankommt. Als er sich setzt, ließ er auch nochmal ganz schnell seinen Blick über alle huschen und doch halte ich den Blick, als unsere Augen sich kurz treffen. Seine Augenfarbe war sonderlich grau und doch hätte ich schwören können, dass es einen lila artigen Stich hat.
Meine Ohren schießen hoch, als ich nur einen leichten Rums auf dem Tisch höre. Ehe ich fragen kann was los war, stolziert Akira schon an mir vorbei, ein richtig breites Grinsen auf den Lippen, in Richtung des Tresen, genau auf den charmanten Unbekannten zu. Mein Griff wurde doch etwas fester um meinen Krug als ich nur zusehen kann, warum muss sie immer schneller sein als ich..? Ich nehme mir doch wohl wirklich zu viel Zeit die Kerle zu studieren und sie rennt einfach drauf los… Wie kann sie sich das bitte so schnell trauen..? Wer weiß was das für einer ist. Na ja von der Kleidung würde ich schätzen dass er von einer Familie mit besseren Stand ist oder er eine hohe Position hat. Aber er scheint nicht von hier zu sein, das sagt mir mein Bauchgefühl, dafür scheint er viel zu wachsam zu sein. Könnte er vielleicht Teil von… Ne Blue, das ist wohl ein bisschen viel Wunschdenken, die Garde würde wohl jemanden wie dich nie aufnehmen, geschweige denn Akira, wenn rauskommen sollte was wir alles getan haben. Auch wenn es um unser Überleben geht, würden die uns wohl hochkant rauswerfen. Fast verschütte ich mein Getränk, als mir eine wohlbekannte Hand auf die Schulter haut, Akira war wieder da, aber ohne einen Krug. “Was hast du gemacht..?” frage ich sie skeptisch, doch ließ sie sich nicht davon beirren “Sagen wir so, wir werden mit einer hohen Wahrscheinlichkeit gleich Besuch bekommen.” Ehe ich sie fragen konnte, was sie meint, zieht sie an meinem Arm und reißt mich mit zu all den tanzenden Fairies, dass kann doch nicht ihr Ernst sein! Sie weiß doch dass ich es hasse!!
Ein paar blaue Zehen später konnte ich mich aus dieser Menge befreien, doch zieht mich eine Hand an meinem Nacken wieder rein und ich sehe ins grinsende Gesicht meiner Vampirin. “Was soll dieses Theater..? Man kann sich auch Männer anders angeln…” kommt es nur müde aus mir raus “So hast du aber nicht vorhin gesabbert, als du ihn dir so ganz genau angeschaut hast.” röte steigt in meine Wangen bei ihrem Ton und ich murre sie nur an. “Aber egal, weißt du, ich habe was sehr interessantes bemerkt.” damit hat sie meine Aufmerksamkeit, just als sie mich umher schwingt und mich damit wirklich zum tanzen zwingt. “Sein Goldbeutel… Die Münzen darin sind nicht nur übliche Goldmünzen, es sind Maana Münzen dabei.” Meine Augen weiten sich, Maana ist die Währung die nur Mitglieder der Garde bei sich tragen und sind um einiges viel mehr wert als unsere normalen Goldmünzen. “Ich ahne was du vorhast und in anbetracht der Situation würde ich sagen, es könnte vielleicht nicht schaden,” ich spreche so leise und doch hämmert mein Herz, ob es aus Freude oder diesem verfluchten Tanz war weiß ich nicht, “doch wie willst du an sie rankommen, der wird die wohl gut hüten.” Akira zieht mich kurz näher und löse das Band, welches den Ausschnitt meines Oberteils zusammenhält, zwar nicht komplett doch ein gutes Stück. Ehe ich sie anknurren kann, bemerke ich wie eine gewisse Gestalt zu unserem Tisch geht und sich dazu setzt. “Ich ahne es jetzt immer mehr und du hast nicht gedacht es mir vielleicht vorher zu sagen, irgendwie… Bin ich ja stolz dass du auf so einen Plan kommst, aber nächstes Mal, einweihen. Verstanden?” Meine einzige Antwort ist ein typisches Grinsen, mit den Eckzähnen, und ein Nicken. Was habe ich auch anderes erwartet, sie war ein so großer Dickschädel wie ich.
Für noch ein paar Minuten tanzen wir und ich spüre seinen Blick auf uns ruhen, also seine Aufmerksamkeit haben wir und er wartet bestimmt nur darauf, dass wir uns wieder zu ihm setzen. Irgendwann stoße ich ihr sanft in die Seite und endlich lösen wir uns aus der Masse der sich bewegenden Körper und gehen zum Tisch zurück, mein Krug wurde in der Zwischenzeit auch wieder aufgefüllt. Sofort wendet sich sein Blick zu uns hin und seine Mundwinkel bewegen sich in ein interessantes Lächeln, doch mir wird ein wenig warm unter der Kleidung. So böse bin ich ihr jetzt nicht, dass sie mir den Ausschnitt aufgemacht hat. Mit einer geschickten, nun ja, geschickten Beinstellung seitens Akira ende ich dem Fremden gegenüber. Warum muss ich ihn ablenken… Warum?? “Ich hoffe es stört nicht, dass ich mich dazu geselle, aber nach der Einladung dieser charmanten Dame konnte ich nicht widerstehen.” Oh gütiges Orakel, was hat Akira ihm denn gesagt?! Konzentrier dich sonst vermasselst du es! “Ich habe nichts dazu einzuwenden.” dann spüre ich nur wie meine Freundin mir beide Hände auf je eine Schulter legt “Bei so einem schönen Anblick, kann man wohl schwer ablehnen.” Meine Wangen fingen wieder Feuer nachdem sie sich neben ihn gesetzt hat, so viel zum Thema ich gebe dir Rückendeckung.     

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Es ist einfach nur zu amüsant zuzusehen wie Blue auf der Stelle einer Erdazie Konkurrenz macht. Aber dies schien der Fremde nicht weiter zu kümmern, denn seine Augen liegen nun auf mir als ich mich neben ihn setzte und sein Blick, naja wie sollte es anders sein, sein Blick auf meinem Dekoltee heftet, was mich wieder zum schmunzeln bringt. “Ich wusste garnicht das meine Auge da angeheftet sind.” gebe ich schmunzelnd von mir so das er seinen Blick gleich wieder aufrichtet und ich ein Schmunzeln auf seinen schönen Lippen entdecken kann. “Kommt ihr zwei Hübschen den aus dem Dorf?” meint er mit einem Zwinkern in unsere Richtung. Ich kann mir ein Lachen nur verkneifen weil Blue sich halb verschluckt, als hätte sie noch nie von einem attraktiven Kerl gehört das sie hübsch sei. “Wir sind nur auf der Durchreise und du?” erwidere ich die Frage. “Falls ihr euch umschauen wollt ich gebe einen guten Stadtführer ab.” Bevor ich darauf etwas antworten kann, spricht schon Blue “Eine Stadtführung wäre schon nicht schlecht, würde uns das was kosten?” Ich reiße die Augen auf und schaue nur Blue an, dieser Satz trieft vor Naivität. Blue sieht man auf der Stelle an, dass sie den Satz den sie ausgesprochen hat, realisiert und ich bin mir sicher, dass sie sich gerade ein großes Erdloch wünscht. “Über die Kosten können wir ja später noch reden.” Meint er mit einem Zwinkern zu Blue, die sich gerade beruhigt hat und gleich wieder Rot wurde. Auch wenn sie mir gerade ein wenig leid tut, so finde ich das ständige Rauschen ihres Blutes amüsant. “Wann seit ihr hier angekommen, wenn ich das fragen darf?” Blue hat sich zumindest beruhigt und gleicht nicht mehr einer Erdarzie. “Erst gestern und du?” Ihre Ohren richten sich auf und weil ich Blue gut kenne, weiß ich dass sie Interesse an der Antwort hat. Während Blue und der schöne Unbekannte in einem kleinen Gespräch vertieft sind und ich immer mehr in den Hintergrund rücke, suchen meine Augen schon sein Gewand ab um den Goldbeutel ausfindig zu machen. Gerade als er sich ein wenig bewegt konnte ich ihn erblicken, aber gleich darauf auch Blue sagen hören. “Wir kennen uns schon lange, ich und Akira haben schon als Kind in dem selben Dorf gelebten.” So richte ich meinen Blick gleich wieder auf die Gesichter der Beiden, gerade rechtzeitig als der Fremde sich zu mir umdreht, aber seine Augen huschen kurz über meine Wurfpfeile was mich schmunzeln lässt. Den ja, ich und auch Blue, gehen nie unbewaffnet aus dem Haus, auch wenn ich sie eher offen bei mir trage. Er dreht sich dann wieder zu Blue zu. “Ich hoffe deine Freundin kann mit ihren Wurfpfeilen umgehen.” Ich muss mir ein Grinsen zurückhalten, er hat ja keine Ahnung wie geschickt ich mittlerweile damit umgehen kann, ich aber auch weiß das er wohl sich in dem Gebiet auch aus kennt, das er erkannte um was für eine Art von Pfeile es sich handelt. “Keine Sorge, sie ist sehr gut darin, genauso wie ich mit meinen Dolchen.” Meint Blue während sie ihre Dolche, die sie in der Jacke versteckt hat, ihm zeigt. Man erkennt bei dem Unbekannten das er erst verwundert war, das auch Blue Waffen bei sich trägt, aber auch kann ich eine kleine Spur von Interesse erkennen. “Könntest du mir vielleicht eine Privatvorstellung mit deinem Dolch geben?” Fragt er Blue worauf ich mir auf die Lippen beiße und Blue gleichzeitig gegen ihr Schienbein, unter dem Tisch, trete, dass sie es auch gleich hoffentlich richtig versteht. Blues Blut beginnt auf der Stelle wieder schneller zu rauschen und auf ihren Wangen legt sich ein leicht roter Schein. Ich bete für sie das sei eine richtige Antwort auf Lager hat. “Ich wüsste nicht was dagegen spricht.” haucht sie schon ihm entgegen mit einer süßlichen Stimmlage, die ich bisher ja auch noch nie bei ihr gehört habe. Keine Ahnung was mich dazu veranlasst hat, aber ich lege meine Hand auf seinen Oberschenkel was mir sofort seinen Blick sichert. “So einfach bekommst du meine Schwester aber nicht.” Ein breites Grinsen legt sich auf sein Gesicht, ich kann mir gut denken was für Gedanken ihm jetzt durch den Kopf gehen. Aber da er meine Hand nicht weg schiebt, sondern seine noch darauf legt, lächle ich ihn nun auch verführerisch an, wodurch mein einer Eckzahn hervor blitzt. Ich lehne mich ein wenig mehr zu ihm, so das es noch mehr ein Einblick in mein Dekolletee hat, während ich ihn mit einer verführerischen Stimme zu hauche. “Aber Blue hat keine Probleme jemanden zu teilen.” Während ich mein Gesicht wieder von ihm weg bewege streiche ich mit meiner Zungenspitze über meine Unterlippe, wo auch gleich sein Blick darauf ruhen bleibt. Blue lenkt unsere Aufmerksamkeit wieder auf sich, als sie ihren halbvollen Krug in einem Zug exst und ich mir den Spruch einfach nicht verkneifen konnte. “So viel hast du aber noch nie auf einmal geschluckt.” Blue hat reichlich Mühe sich nicht daran zu verschlucken und auf dem Gesicht des Unbekannten legt sich ein breites Grinsen. Während Blue noch um Fassung ringt, schaue ich sie mit einem eindeutigen Blick an, der ihr genau sagt was ich vorhabe und so nehme auch ich meinen nicht mehr ganz so vollen Bierkrug und setze ihn an meine Lippen und kippe mir das kühle Getränk nach hinten. Danach stelle ich ihn ein wenig schwungvoll auf dem Tisch ab und ich und Blue erheben uns gleichzeitig, nur das ich mich nochmal zu dem schönen Fremden umdrehe und mich ein Stück zu ihm lehne und einer seine schwarzen Haarsträhnen zwischen meine Finger nehme und ihm verführerisch entgegen hauche. “Wenn du immer noch eine Privatvorstellung willst, folge uns.” Meine ich zu ihm noch mit einem Zwinkern und entferne mich dann von ihm.

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Kaum war die Tür hinter uns zu gefallen, ich kann nichtmal einen vetsändnislosen Blick ihr entgegenwerfen, als ich und auch Akira eine Hand auf der Taille spüren und der Unbekannte zwischen uns steht. Wir ziehen das jetzt echt schon wieder durch, oder? Irgendwie bin ich noch nervöser als sonst, warum? Und wie, sie wird nicht einmal rot? Ich bin echt noch ne Erdazie in der Beziehung und… Jetzt drückt er ihr auch noch einen Kuss auf den Hals, der nimmt jetzt lieber die Zähne von ihrem Hals. Dann dreht er sein Gesicht zu mir und drückt seine Lippen an dem Rand meiner Lippen, meine Ohren plustern sich automatisch auf. Hey, Fell beruhige dich! Nicht der beste Zeitpunkt sich aufzustellen. Seine Lippen waren so warm und sanft, ich spüre noch wo sie auf meinem Gesicht gewesen waren. Wie kann sie immer noch so ruhig bleiben?! Sie beide hören bestimmt schon lange mein rauschendes Blut, so laut wie ich es in meinen eigenen Ohren höre.
Es dauert nicht lange bevor wir wieder vor der Pension stehen und wir hinein gehen. Jedoch führt er uns in die Richtung von seinem Zimmer, ich hoffe dass sein Bett groß genug ist. Von seinem Erscheinungsbild würde ich eher mal davon ausgehen. Akira wirft mir einen verheißungsvollen Blick zu, der mir irgendwie Gänsehaut bereitet, was hat sie nun vor? Solange wir heil aus dieser Situation rauskommen, bin ich mit allen einverstanden. Ein Schlüssel, welcher in ein Schlüsselloch gesteckt wurde, reißt mich aus meinen Gedanken heraus und ich realisiere dass wir vor einer Tür stehen, der Fremde mit dem Schlüssel in der Hand welchen er gerade nach links dreht um die letzte Barriere zu öffnen, nun gab es wahrlich keinen Weg zurück mehr.


Ab hier ist es eurer Fantasi überlassen, was passiert oder auch nicht  /static/img/forum/smilies/wink.png

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#7 Am 17.09.2023 um 11.14 Uhr

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Kapitel 4.


Eine angenehme Wärme ist in meinem Körper am schwimmen und diesem am einhüllen. Auch wenn ich mich eigentlich entspannt fühlen sollte, spüre ich nicht nur etwas um meine Hüfte, meine Muskeln fühlen sich an wie Blei… “Blue wach endlich auf.” irgendjemand rüttelt an meiner Schulter “Noch 5 Minuten…” murre ich in mein Kissen, zumindest fühlt es sich wie ein Kissen an. “Keine 5 Minuten! Komm wir müssen los, oder will die Prinzessin noch weiter schlafen und neben ihm bleiben bis er aufwacht?” Warte… Bis er aufwacht? Das war doch nur ein komischer Traum… Aber warum fühle ich mich so schwer aber auch so fröhlich? “Ich werf dich gleich raus und wenn er mit aufwacht ist es nicht meine Schuld.” Akira würde nie aufhören wenn ich jetzt nicht mal zumindest die Augen aufmache. Gegen alle Gefühle die mich anschreien einfach liegen zu bleiben und nichts zu tun, öffne ich meine zweifarbigen Augen und schaue mich blinzelnd um. Warte mal… Unser Zimmer sieht anders aus… Neben dem Bett steht Akira mit noch zerzausten Haaren die mich ungeduldig ansieht, ihr Körper war nur von Bissspuren und blauen Flecken übersät, eine besondere Bissstelle war an ihrer Schulter, der Abdruck sieht eindeutig nicht normal aus. “Ich bin wach, was ist los..?” Grummel ich ihr entgegen, mein Hals fühlt sich so ungewöhnlich kratzig an, was haben wir bitteschön gemacht..? Mit einer Kopfbewegung deutet sie nur neben mich und ich springe fast vor Schreck aus dem Bett bei dem Anblick, doch dann kommt alles wieder und Wärme suchen meine Wangen heim. Ich spüre dass sie sich das Lachen so hart am verkneifen ist, weil ich ein so blödes Gesicht mache. Aber ich verstehe warum wir gehen müssen und so lege ich vorsichtig den Arm vom Fremden von meiner Taille. Als meine Füße den Boden berühren, merke ich eindeutig was gestern geschehen war, die ganzen Male auf meinem Körper sprechen für sich und doch drücke ich mich vom Bett auf und nehme zögerliche Schritte. Wo zum Teufel sind jetzt meine ganzen Klamotten..?
Als ich meinen Slip nur vom Boden aufhebe ziehe ich eine leichte Grimasse, eine Seite war komplett abgerissen worden von ihm. Na ja, ich habe es heraufbeschwört und hätte ihn ausziehen können bevor ich ihn provoziert habe. Ich halte ihn nur meiner Schwester zu, die mit einem breiten Grinsen mir deutet ihn hier zu lassen, ich höre ihre Worte ohne dass sie diese aussprechen muss. Lass ihn dort als Trophäe. Meinen BH finde ich dafür intakt und praktischerweise neben dem Goldbeutel des Mannes, unser eigentliches Ziel für den Abend, wie sind wir bitteschön so eskaliert? Mal wieder? Ich stecke die Maana Münzen in meine Jacke, die ich vorher aufgehoben habe und begebe mich auf die Suche nach den Rest meiner Kleidung. Akira war schneller fertig mit dem Suchen und nun zwinge ich mich in meine Hose, mein Seitenblick landet auf meiner zerstörten Unterwäsche, die mich einsam vom Boden aus anlächelt. Okay, nur zu unserem Zimmer und dann hole ich mir einen Neuen zum anziehen. Meine Muskeln brennen ein letztes Mal auf mit der Erinnerung an diesen Abend, als ich meine Jacke über streife, ich kann nicht anders als zu dem Fremden zu schauen der friedlich auf seinem Rücken liegt. Ich schleiche mich zurück und kann nicht anders, als ihm einen sanften Kuss auf die Stirn zu drücken und flüstern “Danke für die schöne Nacht.” als ob er mich gehört hat, kommt ein leichter Anflug eines Schmunzeln auf seine Lippen. Dann drehe ich mich um und kann sehen wie Akira mir am liebsten den Kopf abgerissen hätte. Erst als wir ein paar Schritte von dem Zimmer weg sind, dreht sie sich zu mir um “Was wenn er dann aufgewacht wäre? Was wenn er wach geworden wäre, wenn du dich noch an ihn gekuschelt hast?” Habe ich das wirklich, ich dachte das wäre ein Kissen gewesen. “Ist er aber nicht, also alles in Ordnung,” ich halte ihr eine der Münzen hin, “und eh, wir haben das wofür gekommen sind.” Als ich die Münze wieder weg stecke hat sie immer noch das breite Grinsen auf dem Gesicht “Was hast du ausgeheckt… Komm, gib her was du noch eingesteckt hast.” Fordere ich sie auf mit einer ausgestreckten Hand. Ich habe mit allem gerechnet, aber nicht damit dass sie mir einen Dolch in die Hand drückt, welcher mit einem dunklen Griff der mit einem Großen Blutstein und ein paar kleineren verziert ist, die Klinge hat eine kleine Bucht am Griffende in dem Metall, es schien nicht aus Eisen gemacht zu sein, aber es glitzerte wie Silber. Sie ist immer noch extrem stabil für so eine kleine Klinge. Warte mal! Ich schüttel mich “Hast du ihm jetzt allen ernstes seine Waffe geklaut? Wie soll er sich denn bitte verteidigen?!” keife ich sie ein wenig an, sie nimmt es gelassen “Was denn? Er hat noch sein Schwert und eh, wenn er wieder zurück ist kann er sich einen neuen Dolch machen lassen. So gemein bin ich jetzt auch nicht.” “Den letzten Teil bezweifle ich.” antworte ich, als ich die Tür zum Zimmer auf schließe und mich sofort auf meinen Beutel stürze, ich brauche dringend neue Unterwäsche!
Wir hatten wohl zu viel Spaß. Ich könnte schwören dass die Narben selbst weh tun, wenn ich über meine Haut streiche. Darum entscheide ich mich eher dazu mich hinzulegen und lieber die Decke anzustarren als zu stehen. Hunger hatte ich erstaunlicherweise gerade nicht, doch ich ahne dass Akira bald wieder los muss und jemand an die Wand nageln muss, um ihre Vorräte wieder aufzufüllen. Wer weiß ob sie den Vampir im Akt gebissen hat, wahrscheinlich ja aber so hart gebissen dass sie von ihm getrunken hat? Wobei ist das gesund, wenn einer vom anderen trinkt? Probleme eines Vampirs und nicht eines Werwolfs. Ich lege die Arme verschränkt unter meinen Kopf, obwohl ich knurre wegen dem tauben Gefühl. “Schade dass ich nicht nach seinem Namen gefragt habe…” frage ich mich laut, als ich dann doch nochmal einen Arm von unter meinem Kopf hervor hole um dann den Dolch zu halten. Er war wunderschön. Wieso nimmt man so ein Kunststück mit sich auf Reisen..? Spätestens dies wird er merken, die paar Münzen werden wohl nicht auffallen. Ich seufze wieder als ich in Richtung von Akira sehe und ihr dabei zuschaue wie sie etwas am brauen ist, hab die Hälfte nicht mitbekommen was sie vorhat, aber ich kann es mir denken.
Lang muss ich nicht auf meine Antwort warten als mir eine Phiole mit einer blauen Flüssigkeit vor die Nase gehalten wird “Trink das, außer du willst in ein paar Monaten ne Überraschung haben.” Mit einem Augenrollen nehme ich die Phiole in die Hand und kippe den Inhalt in einem runter, danach verzieht sich mein Gesicht, egal wie oft, es schmeckt einfach nur scheußlich… “Musst du bald wieder raus zum Trinken?” frage ich sie, als sie ihr mobiles Labor weg räumt “Ich könnte auf jeden Fall was vertragen. Kannst du denn wieder stehen?” stichelt sie mir zu und aus Protest erhebe ich mich einfach aus dem Bett “Los, lass uns das schnell hinter uns bringen für heute.”
Wir müssen uns eine andere Seitengasse suchen als letztes Mal, auch wenn die Opfer sich nicht daran erinnern, will ich dass wir auf Nummer Sicher gehen. Ich kann den Gedanken nicht ab wenn auch nur einem von uns etwas passiert wegen diesem verfluchten Durst. Meine Augen huschen über den Platz außerhalb der Gasse und meine Ohren nehmen selbst den kleinsten Gefährten in unmittelbarer Nähe auf, diese hohe Konzentration ist zwar auf lange Zeit schädlich, doch so muss es sein. Sicherheit ist etwas was niemals geschenkt wird. Vor allem schienen viele Dorfbewohner einfach nur unruhig zu sein, irgendetwas großes schien in unmittelbarer Nähe sein, irgendetwas wird bald passieren. Wir sollten besser so schnell wie möglich von hier weg, nicht nur dass wir vielleicht auf den Fremden wieder treffen und das mit dem Dolch erklären müssen, sondern… Ich weiß einfach nicht was, aber etwas stinkt hier zum Himmel. Das heutige Opfer taumelt an mir vorbei und Akira steht neben mir “Spürst du das?” frage ich sie sanft und sie nickt nur. Sie spürt es auch, das ist gut. “Zwei Tage, mehr gebe ich uns nicht, dann müssen wir weg sein.”

Letzte Änderung durch Issek (Am 17.09.2023 um 11.21 Uhr)

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#8 Am 17.09.2023 um 11.16 Uhr

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Kapitel 5.
Wir beeilen uns an diesem Morgen aus der Pension zu kommen, denn die Lage hier hat sich nur in der kurzen Zeit erheblich zugespitzt. So stehen schon eine Menge auf dem Dorfplatz mit Waffen bei sich. Blue hat recht gehabt mit ihrem Gefühl, hier wird, wenn ich mein Blick so schweifen lasse, es heute noch eskalieren, also nichts wie weg hier. Auch wenn wir gut kämpfen können, brauche ich es nicht und auch Blue nicht, mit hinein gezogen zu werden, darauf habe ich auch gerade keinen Nerv dafür. Mit schnellen Schritten ziele ich den Dorfausgang an und Blue folgt mir auf dem Fuß. Wir sind beide bis ins Mark angespannt und meine Sinne sind auf Alarmbereitschaft, so das ich jederzeit meinen Bogen ziehen kann oder meine Wurfpfeile griffbereit habe. Die Wolken haben sich heute zu einer grauen Decke zusammen gezogen, als weiß das Wetter was heute passieren würde. Die ganze Atmosphäre in der Gegend ist besorgniserregend, denn die Luft um uns herum knistert schon förmlich vor Anspannung, dass meine Haare zu Berge stehen und ich mit mir zu kämpfen habe meine Kontrolle nicht zu verlieren. Auch wenn es schon Tag ist, liegt eine eigenartige Dunkelheit in der Gasse die wir entlang schreiten. Ich blicke kurz zu Blue die mich genauso mit einem besorgtem Blick ansieht, wir spüren es beide das wir hier weg müssen.
Der Bogen des Dorfes ist schon in Sichtweite, als wir von da aus aber Männer sehen, die mit gezogenen Schwertern in unsere Richtung laufen und ich einfach nur Blue schnell am Arm schnappe und mit reiße in eine kleine Nebengasse. Wir sind in der Falle, der einzige Weg heraus ist durch diesen Bogen, also was jetzt? Blue gibt nur ein kleines frustriertes Knurren von sich, klar mir passt die Situation gerade auch nicht. Aber viel Zeit zum nachdenken haben wir nicht, als die Soldaten nur ein Blick weit an uns durchgehen und wir beide den Schatten der Gasse nutzen und hoffen, dass uns keiner gesehen hat. Minuten vergehen wo ich in der Stille nur unseren schneller Atem höre, der sich in kleinen Dunst Nebel vor uns abbildet. Seit wann ist es jetzt hier auch noch kalt geworden? Ich weiß es nicht, nur ist das ein weiteres Zeichen, dass wir hier aus dem Dorf müssen. Als es um uns ruhig ist, nicke ich Blue kurz mit dem Kopf zu, sie soll mir vorsichtig folgen. So schleiche ich im Schutz der Dunkelheit der Hausmauer weiter, bis zu einer Ecke wo ich hinaus spähe. Vor dem Bogen stehen jetzt nur noch drei Soldaten, also unsere Chance hier raus zu kommen bevor wieder mehr auftauchen. Mit dem Kopf deute ich Blue an, dass wir ab da weiter am Rand vor schleichen sollen. So laufen wir immer weiter nach vorne, unser Fluchtpunkt schon im Auge als ich nur ein einzelnen unaufmerksamen Blick zu meiner Schwester werfe, dass ich nicht mitbekommen habe dass wir Besuch bekommen, von einer der Gassen die vor uns liegt. Erst als Blue vor mich springt realisiere ich, dass man uns entdeckt hat. Nun stehen vier ausgewachsene, kräftig gebaute Männer vor uns und sehen alles andere als freundlich aus. So merke ich nur das Blue mir ihr Schwert reicht, welches ich, ohne lang nachzudenken, an mich nehme, den mit meinem Boden oder auch Wurfpfeile habe ich im Nahkampf keine guten Chancen. Einer der Männer gibt ein grellen Pfiff von sich, wärend die anderen uns schon angreifen, und ich nur so aus dem Augenwinkel sehe wie sich die Wachen vom Eingang auf uns zu bewegen. Toll, als hätten die Vier nicht schon ausgereicht. Ich knurre ihnen bedrohlich entgegen und offenbare ihnen meine Fangzähne, während das Klingen von unseren Schwertern schon den Platz erfüllt. Wir kämpfen zusammen, bis aufs äußerste auch wenn uns beiden klar ist, dass wir hier in der Unterzahl gerade sind, aber lieber sterbe ich im Kampf als jetzt auf zu geben. Mit zwei Angreifern habe ich die Mühe klar zu kommen und so sehe ich auch zu spät, als das Schwert des einen mich an der Schulter trifft und ich jetzt erst recht noch aggressiver werde. Der pochende Schmerz, der sich in meiner rechten Schulter aus breitet, versuche ich zu ignorieren, was aber gar nicht so leicht ist, den durch das Blut das meine Kleidung jetzt tränkt und der Verletzung, bin ich auch geschwächt. Blue hinter mir knurrt immer wieder die Männer bedrohlich an und auch ich sehe immer mehr Rot. Es wird ein Kampf, der alles andere als fair ist und so kommt es auch, dass mich eine Schwertseite an meiner rechten Brust trifft und ich schreie entsetzlich auf, als er mit einem Lächeln sein Schwert senkt und ich durch den enormen Schmerz, den ich fühle, gleitet mir mein Schwert aus der Hand und kommt mit einem klirrenden Geräusch auf dem Boden auf, gleichzeitig als meine Beine unter mir weg brechen und es hinter meinem Auge schwarz wurde und ich nur noch höre, wie Blue erst ein lautes, verzweifeltes Jaulen aufstößt, was sich in eins voll mit Wut wandelt, dann war es Schwarz.

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Mein Blut wurde kalt in meinen Adern als ich das Klirren höre, mein einzigster Gedanke ist nur zu beten, dass es nicht mein Schwert war. Doch als ich das Blut rieche, flutet etwas ganz animalistisches mein System, was nur größer wird als ich ihren Körper sehe, wie er zu Boden fällt “AKIRA!!” mein eigentlicher Schrei geht in einem Jaulen unter. Es fühlt sich an, als ob die Erde unter meinen Füßen bebt als ihr Körper den Boden trifft. Mein Körper spannt sich so unmöglich stark an, dass meine Hände die Dolche fallen lassen. Die Soldaten denken sie hätten gewonnen und kommen immer näher. Das darf nicht wahr sein… Nein… Sie kann nicht… Das ist nicht möglich, sie… sie… Schwester… Diese Männer… Sie sollen bezahlen… Wie alle, die ihr was angetan haben… Niemand, niemand tut meiner Schwester was an und kommt mit dem Leben davon. Niemand…
Ich befehle meinen Augen sich wieder zu öffnen, auch als sie durch die Tränen brennen die ich vorher nicht realisiere, alles schien noch schärfer zu sein als normal, die Gerüche um ein vielfaches schärfer. Ihr Blut. Ein Gefühl an meiner rechten Hand zieht meinen Blick dahin, meine Nägel werden länger und schärfer, ich verstehe nun was passiert. Es war schon so lange her, seit ich meiner anderen Seite mal die Führung überlassen habe, meinen Instinkten. Endlich stürmt einer auf mich zu, mit seinem Schwert über seinen Kopf, er will mir wohl den Schädel spalten, doch drücke ich mich mit meinem rechten Fuß vom Boden ab und schlage mit meiner krallenbestückten Hand gegen seinen Hals, die linke Seite zeigt nur was meine Krallen übrig ließen. Fetzen und eine blutige Masse. Es fühlt sich so taub an, ich fühle nichts als dieser gurgelnde Körper vor meinen Füßen zusammenbricht. Seine Kameraden scheinen etwas verunsichert und erschrocken bei dem Anblick ihres Freundes, ihres sogenannten Waffenbruders. “Kommt, lasst mich euer Henker sein.” kommt es kalt über meine Lippen, als ich einen Dolch aufnehme und ihn mit der Klinge nach hinten halte.
Die zwei Nächsten konnten sich nicht einmal dazu entscheiden wohin sie wollen, als ich auf sie los stürme, meine Zähne sind sichtbar bei dem Heulen aus meiner Kehle. Der Dolch findet sein Ziel in der Brust des Mannes, ein paar Millimeter vom Herzen würde ich schätzen, dem anderen fehlte ein Teil des Halses, ich spucke es aus nachdem ich es aus seinem Hals riss, es war fade und metallisch. Zwei sind schlau und ergreifen die Flucht, einer ist wie paralysiert bei meinem Anblick. Meine Ohren nehmen noch mehr Schritte wahr die von Außerhalb auf uns zukommen, noch mehr die ich töten kann weil sie dumm sind und hierher kommen. Der Mutige stürmt auf mich zu als ich im Augenwinkel die Neuankömmlinge bereits sehe, erst ihn dann die anderen. Mit den Krallen schlage ich auf seine Schwerthand und dieses poltert zu Boden, als ich seinen Kragen ergreife graben sich meine Krallen in seine Schulter. Den Dolch ramme ich ihn mit voller Wucht in seinen Bauch, nochmals ehe ich viermal hintereinander zwischen seine Rippen die Klinge sinke, seine Beine geben nach und so ramme ich ein letztes Mal die rote Klinge in seinen Hals, dass sie auf der anderen Seite raus schaut. Sein rotes Lebenselixier veredelte die Umgebung und uns, dann lasse ich ihn zu Boden fallen.
Meine Augen huschen zu dem Tor, war ist unser Weg in die Freiheit, Freiheit so ein kleines Wort das so viele Gefühle mit sich trägt. So frei wie die Gefährten am Himmel, so wie die Drachen und Daemonen, nein Aengel, damals bevor alles grau wurde. Es ist eine Gruppe aus verschiedenen Fairies, sie alle sind aber bewaffnet, ihre Speerspitze sieht interessant aus. Ein Riese mit goldenen Augen und silbrigem Haar, seine Haut liebt die Sonne scheinbar und sein linker Arm ziert eine Art Rüstungsteil mit einem Symbol was an Flammen erinnern konnte. Mein Kopf legt sich schief als er seine Axt fester im Griff hält, will er mich nun auch angreifen? Sie haben doch gesehen was ich kann… Also warum rennt ihr nicht wenn ihr euer Leben schätzt? Was ist das? Die Männer hinter dem Axtträger tragen einheitliche Kleidung, selbst ihr Schulterteil ist gleich, dieses Symbol, ich kenne es wo her… Wo habe ich es schon mal gesehen..? Ein Metal farbiger Kreis mit einem roten Stein in der Mitte und zwei Äxten die über Kreuz sind. Es war ein Symbol einer kriegerischen Partei ohne Zweifel… Aber diese Einheit mit dem Kreis… Ist es..? Nein das kann nicht sein… Die Garde, ist das ein Teil der Garde?
Die Garde… Akira… Ich wollte uns zur Garde führen, dass wir vielleicht neu anfangen können… Akira, wo bist du..? Schwester? Mir fiel der Dolch aus meiner zittrigen Hand als meine Augen panisch den Platz ab suchen, als ich ihre Gestalt erkenne renne ich einfach und schreie ihren Namen immer wieder, wie ein Mantra was seinen Weg auf meine Lippen gefunden hat. Meine Knie schlagen gegen den Boden auf, der Schmerz ist mir egal als ich meine Schwester an mich halte und sie schüttelt “Mach deine Augen auf! Hör auf mit dem Scheiß! Bitte!!” der salzige Geruch in meiner Nase ist unausstehlich, aber die Tränen sind mir lieber als all das Blut. Ich lege meinen Kopf auf ihre Brust, o heiliges Orakel, ich habe noch nie um etwas gefleht oder gebettelt, aber jetzt lass sie einfach leben, am Leben sein und wenn es mich verdammen könnte. Lass sie leben… Bitte…
Die Geräusche der sich nähernden Schritte sind fast schon wie ein Gewitter, das den Boden beben lässt. Doch steigt mir ein neuer Geruch in die Nase als ich eine Frau sehe die sich, mit einem vorsichtigen Lächeln, vor mich hin kniet und zögerlich eine Hand auf meine Schulter legt “Wir wollen euch helfen, wir kommen aus der Garde von El.”

Letzte Änderung durch Issek (Am 17.09.2023 um 11.21 Uhr)

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#9 Am 18.09.2023 um 15.32 Uhr

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Kapitel 6.

Meine Augen können sich nicht von ihrem Körper abwenden, ich halte ihn weiterhin, aber die Frau neben mir hat recht und so lasse ich sie los, doch mit einem bitteren Beigeschmack, es fühlt sich an als ob ich sie im Stich lasse, als nun sich zwei aus den Reihen entfernen und Akira mit sich nehmen. Meine Beine fühlen sich schwer an, als ich versuche aufzustehen und hinterher zu gehen, doch bald sah ich eine Hand vor meinem Gesicht. Ich nehme sie und mit einem kräftigen Ruck werde ich vom Boden gezogen, es war der Axtträger der mir vom Boden geholfen hat. “Valkyon, ich lasse euch die anderen Beiden hier aber mit ihnen muss ich so schnell wie möglich zurück.” Valkyon, so heißt er also, nickt ihr zu und weist dann noch einen seiner Männer an den anderen Beiden zu folgen. Mir konnte es egal sein wer sie waren, im Moment war nur eine Sache wichtig. Ich greife nach meinem Schwert um es wieder an mich zu nehmen, doch bevor ich einen meiner Dolche mitnehmen kann, zieht mich die Frau mit den spitzen Ohren und den graublauen Haaren schon mit sich durch das Tor. War dies unsere Rettung? War dies was sie Erlösung nennen? Werden wir eine Art der Sicherheit endlich finden? Egal was, erst muss sie wieder die Augen öffnen und laufen können, erst dann plane ich weiter.
Meine Augen können einen Wagen sehen in dem Akira gerade geladen wird, irgendein großer Gefährte war vor diesem gespannt und der dritte Mann setzt sich auf den Sitz des Lenkers, die anderen Beiden beziehen ihre Positionen an den hinteren Stellen des Wagens. Mit einem beruhigenden Lächeln schritt die Frau in diesen und hält den Stoff, der das Innere vor der Außenwelt abschirmt, auf, damit ich mit rein kann. Sofort setzt ich mich bei Akira auf den Boden und ziehe meine Beine an meine Brust. Ich kann noch spüren wie sich der Wagen in Bewegung setzt und sie sich an die Arbeit macht, ich hoffe sie ist eine gute Heilerin.
Das ist alles meine Schuld… Ich habe die Gefahr nicht richtig eingeschätzt, warum musste ich auch sagen dass wir uns zwei Tage nehmen? Einer hätte gereicht und dann wären wir schon längst weg. Hat sich mein Gefühl so geirrt? Waren meine Sinne immer noch von der Nacht benebelt? So schlimm war es noch nie. Ich hätte auch an ihrer Seite bleiben sollen und nicht nur ihr mein Schwert in die Hand drücken sollen, sie ist diejenige die aus der Ferne kämpft doch hätte ich es nicht erlauben sollen in solch einer Situation! Was habe ich mir gedacht?!? Wie hätte ich hoffen können, dass sich alle auf mich konzentrieren und sie von der Ferne aus angreifen könnte, WIE DUMM BIN ICH?! Akira hätte mehr von mir lernen sollen im Nahkampf, ich habe sie nicht richtig ausgebildet, ich habe ihr nicht mal die Chance gegeben damit sie sich so verteidigen kann, es… Es ist einzig und allein meine Schuld… Ihr Blut ist an meinen Händen, nicht an denen von den Leichen auf dem Platz…
Eine Hand auf meiner Schulter und eine die neben meinem Ohr schnippt reißen mich so plötzlich aus meinen Gedanken, dass ich weg zucke. Ich sehe in das besorgte Gesicht der Ärztin “Hey, es ist nicht deine Schuld. Woher hättet ihr wissen können was passiert. Dies war nicht in deiner Hand.” ich weiß dass sie mich beruhigen will, doch werde ich erst ruhen wenn ich weiß dass sie überlebt, es kann nicht einer ohne den anderen… Sie hält einen kleinen Becher mit einer komischen Flüssigkeit dann vor mich “Trink dies, es wird dir helfen.” Wieso hilft sie mir? Sie soll sich um Akira kümmern! Widerwillig nehme ich den angebotenen Becher und inhaliere das Getränk, damit sie zufrieden ist. Je schneller sie ihren Fokus wechseln kann, desto besser. “Kannst du mir ein wenig über dich und deine Freundin erzählen?” fragt sie mich so plötzlich, dass ich sie überrascht anschaue, jetzt will sie auch noch unsere Lebensgeschichte haben, während sie da liegt?
“Ich möchte nur ein bisschen mehr wissen, wie es dazu gekommen ist dass ihr im Dorf gewesen seid. Aber wenn du nicht reden möchtest, dann ist mir das auch recht. Mein Name ist Ewelein.” ich habe zwar mein Gesicht von ihr abgewandt, doch zucken meine Ohren auf um zu zeigen dass ich sie gehört habe. “Deine Freundin ist ein Vampir und du bist ein Werwolf, richtig?” ich gebe ihr ein Nicken, doch dringt ein Wort über meine Lippen ohne es zu wollen “Schwestern…” ich sehe wie auch Ewelein nickt, sie schien über diese neue Information nachzudenken. “Ihr betrachtet euch also als Schwestern.” spricht sie aus, ehe sie eine Art Salbe um die Wunde auf Akiras Brust streicht, “Ihr seid schon lange unterwegs, oder?” ich nickt wieder einmal, mein Hals fühlt sich trotzdem so trocken an, dass das Schlucken weh tut. “Willst du vielleicht etwas essen?” fragt sie, als sie Akira noch etwas über die Wunde streicht und nach einem Verband greife. Ich schüttel den Kopf, mein Magen wird alles wieder hochschicken. “Kannst du mir helfen ihr die Brust zu bandagieren? Du musst sie nur stützen, in Ordnung?” Anstelle zu nicken, rutsche ich näher und hebe sanft ihren Oberkörper von dem Stoff auf und lasse sie den Verband befestigen, ehe ich sie wieder absetze, aber ich ergreife eine ihrer Hände anstelle mich wieder zurück zu ziehen. Es gab mir das Gefühl sie am Leben zu halten. “Sie ist soweit stabil, sie wird es schaffen, also hör auf dir die Schuld zu geben.” ich sehe in ihre blauen Augen die eine beruhigende Ausstrahlung besitzen und irgendwie beruhigt mich dies.
Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, in der mir Ewelein ja und nein Fragen stellt und ich sie auch so antworte, mit einzelnen Wörtern die mir so rausrutschen. So schafft sie es auch zu erfahren wie wir heißen, wo wir ungefähr herkommen. Doch kann sie mir nie den Sinn und Zweck unserer langen Reise heraus kitzeln. “Also hast du ihr Leben vor so langer Zeit gerettet?” fragt sie mich schließlich und dieses Mal mache ich meinen Mund auf um zu antworten “Ja, ich fand sie alleine und zusammengeschlagen in einer Gasse vor. Auch wenn ich weiß dass man niemanden trauen konnte, entschied ich zu helfen ohne zu wissen was folgen könnte. Ich nahm sie mit zu meinem Unterschlupf und…” ich stocke, aber weiß nicht wieso. Ewelein wartet auch geduldig ab, ob ich weiter sprechen würde und zwang mich nicht dazu meinen Satz zu beenden, bis ich nicht dazu bereit war. Ihre Anwesenheit beruhigt mich, als würde ich sie schon lange kennen und wissen dass ich sicher wäre. “Und…”, setze ich mit zittriger Stimme wieder an, “ließ sie von meinem Blut trinken. Sie war so schwach um irgendetwas anderes zu tun.” Die Frau nickt und schien zu überlegen, worüber konnte ich mir nicht denken. “Seitdem sind wir zusammen, wir gegen die Welt sagten wir immer.” Wieso ich den Satz noch am leben halte weiß ich nicht, doch scheint es die Ärztin zu freuen dass ich dies noch sage.
Ein Klopfen an einer Wand lässt mich zusammenzucken, doch legt sie wieder beruhigend eine Hand auf meine Schulter und legt mir noch ein nasses Tuch in die Hand. “Wir sind gleich da, du solltest noch das Blut aus deinem Gesicht waschen Blue.” sie hat Recht, sonst werde ich Probleme haben wenn ich so aussehe als ob ich gerade ein Massaker angestellt habe… Habe ich doch…
Als ich den nassen Lappen weg lege wurde das Tuch des Wagens hochgehoben und flutet mich im Licht, ob Sonne oder Laterne konnte ich nicht sagen, aber es war scheiße hell! Die zwei von vorhin heben Akrias Körper wieder auf und Ewelein legt mir eine Hand auf die Schulter und signalisiert mir mitzukommen. Mein Blick huscht über meine neue Umgebung und ich konnte erkennen dass wir innerhalb einer großen Mauer sind, hinter mir die verschiedensten Gebäude die ich mir nicht mal im Traum vorstellen konnte, aber es hatte den Charme eines Marktplatzes. Vor uns türmt sich aber ein größerer Komplex auf und mein Instinkt sagt mir sofort, dass dies das sogenannte Hauptquartier sein muss. Lange bestaunen konnte ich es nicht als mich Ewelein mit sich zieht. Vor uns gibt es eine Marmortreppe die in einen rundlichen Raum führt der einige Türen hat, links und rechts geht der Weg wie ein Ring und im Augenwinkel, zu beiden Seiten, kann ich eine Treppe erkennen, welche ich hochsteige als die Hand meine Schulter verlässt. Über der Tür die dort war, leuchtet mir das rote Kreuz entgegen, ein Zimmer für die Verwundeten. Ich halte die Tür auf als ich sehe dass Akira auf eine Liege gelegt wird und noch jemand neben Ewelein zu ihr kommt. Als mich die zwei bewaffneten Männer mit sich nehmen wollen, als sie das Krankenzimmer verlassen, stoße ich nur ein verärgertes Knurren aus und versuche mich los zu reißen. Die Frau, die mich begleitet hat, ruft ihnen nur etwas zu und somit lassen sie meine Arme los und so gehe ich schnellen Schrittes zu der Liege. “Es tut mir leid wegen gerade, normalerweise hätten sie dich jetzt zu unserer Anführerin gebracht damit sie von dir herausfinden kann was passiert ist, doch habe ich sie nur daran erinnert dass du in keiner Verfassung bist ausgefragt zu werden.” eigentlich war ich kaum bis zu gar nicht verletzt, doch schätze ich ihre Geste, da sie weiß wie viel mir Akira am Herzen liegt. Die Person, die sich dazu gesellt, stellt sich mir als Neriel vor und soll mich trotzdem untersuchen, ich willige ein, auch wenn ich nicht ganz zufrieden bin damit. Neriel führt mich zu einer anderen Liege, auf die ich mich setze und somit führt er eine Untersuchung durch. Ich bin gut bedacht meine Unterarme eher aus seinem Blick zu halten, habe da noch immer eine schöne Narbe von Zähnen die mir aber schöne Erinnerungen beschenkte.
Natürlich finden seine Augen noch Spuren vom Kampf und verbinden mir sogar meine rechte Hand, da ich mir wohl selbst mit meinen Krallen wieder Wunden zugefügt habe. Sowas war nichts, morgen werden wohl all diese Wunden verschwunden sein. Dann bittet er mich hier zu warten und verschwindet, will der mich verarschen? Ich stehe auf und folge ihm zu Akiras Bett, doch bevor ich was sehen kann zieht er mir einen Vorhang vor die Nase. Was erlaubt er sich mit mir?! Wie kann er es wagen uns zu trennen!? Das Knurren findet selbst seinen Weg aus meiner Kehle “Blue, bitte beruhige dich. Ich komme sofort zu dir wenn ich sicher bin dass es ihr gut geht.” Ihre Stimme lässt mir keinen Raum zum wiedersprechen und so muss ich mich wieder zurückziehen, warum trennen sie uns jetzt? Ist es so schlimm? Habe ich versagt? Geschlagen setze ich mich auf die Liege von vorhin und verstecke mein Gesicht in meinen Händen. Akira würde mich auslachen wenn ich jetzt weinen sollte. Ich darf nicht schwach sein, wie soll ich uns sonst beschützen? Ich darf mich nicht unterkriegen lassen. Sie braucht dich jetzt, Ewelein ist fähig und ihre Methoden scheinen fortgeschrittener zu sein als das was wir kennen. Dieser Fortschritt, lass ihn nicht das Ende dafür sein, sondern ihre Karte für das Land der Lebenden.
Ich höre zwei Paare von Schritten auf mich zu kommen, weswegen ich aufsehe. Meine Augen machen eine kleine Frau und einen Mann aus. Erste hat schwarze Haare mit blauen Spitzen und zwei Ohren zeichnen sich auf ihren Kopf ab, aber sie sind smaller und viel spitzer als meine. Ihre Kleidung besteht aus einer Art Anzug, ohne Beine aber mit einem Oberteil mit langen Ärmeln. Vier Schwänze mit denselben Farben wie ihr Haar bewegen sich unabhängig von ihr, in ihrer linken Hand hält sie ein Zepter mit einem Käfig am Ende, in diesem loderte scheinbar eine blaue Flamme. In ihren blauen Augen kann ich nicht nur rosa Akzente erkennen, sondern auch dass sie angespannt war. Der Mann neben ihr scheint von der Körpersprache zwar lockerer zu sein, aber selbst ich kann die Anspannung in seinem Gesicht, seinen smaragdgrünen Augen, sehen. Seine hauptsächlichen blonden Haare haben schwarze Akzente und zwei geflochtene Strähnen mit jeweils einer türkisfarbenen Glasperle geschmückt. Er trägt einen komischen Overall mit mehr Haut als ich sehen will und ein Mantel hängt von seinen Schultern herab. Sie scheinen eine ziemlich hohe Stellung hier zu besitzen. Die Kitsune tritt näher auf mich zu und öffnete ihren Mund “Ich bin Miiko, die Anführerin der Garde von El. Wer seid ihr?” ist das ihr Ernst? Jetzt stellt sie schon Fragen obwohl Ewelein den zwei Soldaten sagte dass mein Zustand es nicht zuließe. Als ich nicht antworte wiederholte sie ihre Frage “Ich rede erst mit euch, wenn ich weiß dass es meiner Schwester gut geht.” ich sage es mit mehr Wut als ich eigentlich wollte, aber erst müssen sie mir beweisen dass sie fähig sind auch nur ein Leben zu retten. Die Verärgerung steigt in Miiko auf, aber bevor sie mich in meine Schranken verweisen konnte, legt ihr der Blondschopf eine Hand auf die Schulter und kommt auf mich zu, meine Ohren legen sich sofort an, viel zu nah. “Wir verstehen dies. Keine Sorge, deiner Schwester wird es gut gehen. Wenn Ewelein fertig ist, seid ihr dann gewiligter mit uns zu sprechen?” Dieses Lächeln auf seinem Gesicht soll wohl Empathie zeigen, doch lässt es meine Nackenhaare sich aufstellen. “Na gut, aber erst dann.” Presse ich zwischen meinen Zähnen durch und so entfernt sich der blonde Mann mit einem Nicken und geht wieder mit der Kitsune. Ich stoße ein erschöpftes Seufzen aus, als sie weg waren, meine Hand findet ihren Weg in eine Jackentasche von mir und etwas stößt gegen meine Finger. Der Dolch des Fremden, den hatte ich in all der Hektik vergessen. Ob er es auch aus dem Dorf geschafft hat? In meinem Kopf hallt schon wie Akira wohl zu meiner Frage reagiert hätte, ihre Schultern gezuckt, und ich hätte sie wohl gefragt ob es ihr egal ist und ihre einzige Antwort wäre wohl ein “Ach, was sogst du dich? Der hat bestimmt schon irgendjemanden anderen im Arm und hat Spaß.” wahrscheinlich hast du recht damit Akira, was sorge ich mich um ihn?
Die Sekunden ticken und ich wurde rastlos, warum sind sie noch nicht fertig? Wie lange denn noch? Ist es schlimmer geworden? Eine Hand auf meiner Schulter lässt mich hochschrecken und ich habe fast Neriel ins Gesicht geschlagen vor Schock, man wieso schleicht der sich an?! “Ewelein wollte dass ich dich hole, sie ist fertig.” Mehr brauche ich nicht zu hören um meinen Beutel einfach zu schnappen, wann auch immer er dahin gekommen war, und renne zu ihrem Bett. Akira liegt unter einer Decke, ich kann die frischen Verbände an ihrer Schulter erkennen und auch das weiße Kleidungsstück dass sie nun trägt, oh weh… Sie wird nen Anfall bekommen! Warum gibt es keine dunklen Gewänder in diesem Zimmer? Ich streiche ihr sanft über die Stirn, sie ist noch ein wenig kalt, aber ich spüre ihren Atem an meinem Arm, sie lebt… Ich will heulen, schreien aus Freude, sie hat es irgendwie geschafft. Die Ärztin, die meiner Schwester das Leben gerettet hat, legt ihre Hand auf meine Schulter und drückt sie ermutigend und ich kann ihr unter einem Anflug von plötzlichen Tränen nur dankend zunicken. Sie reicht mir ein Tuch um die Tränen weg zu wischen “Nun, werden sie wohl mit dir reden wollen.” ein weiteres Nicken von mir, als ich mir die Zeit nehme ein paar Atemzüge ein und aus zu atmen, nun wollen sie die Geschichte haben. “Ich bringe dich zu ihnen, nur keine Angst.” ich bleibe noch kurz stehen, ehe ich meinen Beutel neben ihrem Bett niederlege und lege das Holster mit all ihren Wurfpfeilen neben ihr Kopfkissen und lege ihren Bogen mit seinen Köcher auf den Boden, ich weiß das Ewelein mich beobachtet, doch sagt sie nichts, ich denke sie versteht dies als eine Art Ritual zwischen uns, eine Angewohnheit. Erst dann erhebe ich mich und folge ihr aus der Krankenstation raus. Wir steigen die Treppenstufen hinab um auf dem runden Platz am Ende der Marmortreppe anzukommen, wo uns aus dem Gang rechts ein Mann entgegen kommt. Dieser hat kräftiges blaues Haar, dunkler als meine Strähnen, und unter diesen stechen seine spitzen Ohren hervor. Ein diebisches Grinsen zückt seine Lippen als er Ewelein entdeckt, die aber sich nichts anmerken lässt “Ezarel, wärst du so gut auf die neue Patientin in der Krankenstation zu achten, nachdem ich unseren Gast zum Kristallsaal gebracht habe muss ich noch ein paar Besorgungen erledigen.” “Eigentlich hätte ich keine Zeit dafür, aber weil es du bist, mache ich es doch gerne.” sein Grinsen wurde nur noch größer als er dann in die Richtung geht aus der wir kamen. Wir landen in einem Gang, wo an der rechten Seite ganz viele Türen mit verschiedenen Gravuren oder Dekor verziert sind, dann war links ein Durchgang der eine lange Treppe zeigt die nach oben führt. Wie viele Stufen sind das bitte?! Ich mache mir nicht die Mühe sie zu zählen und dass erste was ich sehe, lässt mich verstehen warum dies der Kristallsaal ist.                                       

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Ah, mein Körper… Warum fühle ich mich wie ein Schaschlik, nur ohne Spieß oder merke ich den nur nicht, weil mein Kopf dadurch kaputt ist? Und das nächste was ich wahrnehme das mein Körper auf irgendwas weichem betet. Oh Blue, wo hast du mich jetzt schon wieder drauf gelegt, so viel Gold haben wir nicht für so eine weiche Matratze, denke ich noch vor mich hin. Das nächste das ich wahrnehme war das Schlagen eines Herzens, dass sich in meiner Nähe zu befinden scheint, nur eins verwirrt mich, es war nicht Blues Herzschlag. Seltsam, wo bin ich den und die andere Frage, wo war Blue, wenn nicht bei mir? Der Geruch den mir in die Nase steigt ist stechend, so als würde ich in einem viel zu sauberen Raum sein. Oh Blue, wo hast du uns nur hin gebracht? Da ich spüre das ich Verbände wohl an mir habe versuche ich in meinem Kopf Ordnung zu suchen, was bitte ist passiert, oh Gedanken könnt ihr nicht einmal euch ordnen und nicht zu hunderte auf mich zu fliegen, denke ich mir nur. Erst nach einger Zeit dämmert es mir langsam wie wir in dem Dorf waren, angegriffen wurden und dann wie ich getroffen wurde. Bei diesem Gedanken, dass ich noch in mich zusammen sinke, reiße ich die Augen auf nur um sie gleich fluchend wieder zu schließen. “Scheiße, warum ist es hier so hell verdammt?” Fluche ich vor mich hin wodurch ich eine Bewegung wahrnehme, die sich zu mir bewegt aber es war nicht Blue, den sie riecht anders. Meine Nase zieht ich zusammen, verdammt ist bei dem die Parfümflasche explodiert oder hat er einfach einen scheiß Geruchsinn, den so viele Gerüche, die auf mich zu strömen kann ich nicht zuordnen, und so versuche ich aufs neue meine Augen zu öffnen, was mir auch als ich es deutlich langsamer versuche klappt. Aber nur um jetzt einen hellen Raum zu sehen, der für meinen Geschmack zu hell war und was ist das? “Verdammt, ich bin in der Hölle.” sage ich nicht begeistert mehr zu mir, aber als ich ein Lachen in meiner Nähe wahrnehme drehe ich mein Kopf und sehe gleich in ein Gesicht das umrundet mit blauen, langen Haaren ist und hinter seinen Haaren schauen spitze Ohren heraus. Als ich den Mann der mich weiter mit einem Grinsen anschaut, dass ich im am liebsten jetzt schon an die Kehle gegangen wäre, aber er stand dafür noch zu weit weg. Meine Augen fingen an, ihn weiter misstrauisch zu mustern und ich ziehe angewidert die Augenbraue hoch. Wer um Himmels Willen trägt freiwillig so viele Farben? Ich versuche mich leicht aufzurichten, aber ich zische als ich den Schmerz fühle und so gleich sich auch mein Hunger bemerkbar macht. Mmh, auch wenn er zu grell angezogen ist, vielleicht hat Blue mir ja Essen besorgt. Der Gedanke lässt mich in seine Richtung schmunzeln, dass er wohl als Einladung sieht näher zu kommen, aber meine Sinne sind auf Alarmbereitschaft, als er schneller sich mir nähert und so packe ich nur einen meiner Wurfpfeile, die ich im Augenwinkel sehe, und halte ihm diesen schon an die Kehle, als er sich zu mir runter beugt, um mich sicher noch besser in Augenschein zu nehmen. Er zuckt kurz vor Überraschung auf und ich höre ihn kräftig Schlucken, dass mich lächeln lässt. “Wo bin ich hier und was habt ihr mit Blue gemacht? Antworte!” Knurre ich ihm schon bedrohlich entgegen wobei ich ihm meine Fangzähne deutlich zeige. Aber bevor er mir antworten kann, höre ich nur wie eine Tür aufgeht und ich Blue gleich sehe die mich mit Entsetzen jetzt an sieht. “Beruhig dich Akira, ich werde dir alles erklären.” Ich linse kurz nochmal zu dem Mann rüber und schaue dann Blue an, die mich beruhigend an lächelt, so das ich widerwillig die Spitze meines Pfeiles von seiner Kehle nehme, aber ihn weiter im Auge habe. Den auch wenn Blue meint das er keine Gefahr darstellt, so will ich mir da lieber ein eigenes Bild davon machen. Der Blauhaarige macht sofort einen Schritt rückwärts und führt seine Hand zu seinem Hals, wo bis vor kurzem noch die Klinge des Wurfpeiles lag, dass mich grinsen lässt, den hätte ich ihn wirklich verletzen wollen dann hätte er ganz sicher nicht den Pfeil im Hals gehabt, sonder meine Zähne. Blue setzt sich vorsichtig neben mich, aber bevor sie ansetzen kann zu erzählen, hören wir nur wie der Blauhaarige grummelt. “Hierfür werde ich nicht genug bezahlt.” Ich beiße mir auf die Lippen um nicht zu lachen denn er hat wohl schon Respekt vor mir, aber anstatt den Raum zu verlassen, stellt er sich mit einigem Abstand zu mir an die Wand. So wende ich meinen Blick wieder zu Blue, die mir noch eine Erklärung schuldig ist. “Wir sind hier bei der Garde von El, sie haben uns oder eher dich gerettet, in letzter Sekunde. Du kannst ihnen dankbar sein, dass du noch am Leben bist.” Ich schaue Blue an, das alles war ja nett und ich war auch froh nicht schon wieder fast drauf gegangen zu sein, aber gleichzeitig nervt es mich, dass ich ihnen jetzt vertrauen oder ein Respekt entgegenbringen soll. Wenn Blue ihnen vertraut, soll sie das, aber ich werde für unsere Sicherheit mir einen eigenen Blick von dem Ganzen hier machen und ob ich jemanden hier vertraue, dass lass ich mal so stehen.
Blue schaut mich die ganze Zeit mit einem sorgenvollen Gesicht an, als hätte sie wirklich Angst um mich gehabt und ich wurde bei diesem Blick ein wenig weicher, ich konnte es mir nur vorstellen wie es ihr gehen musste als ich auf den Boden ging. Aber das wird nicht nochmal passieren, denn sobald ich wieder fit bin werde ich trainieren so das, wenn wir noch mal in so eine Situation geraten, ich uns verteidigen kann und ihr eine Hilfe sein kann. Aber da ich die Situation auflockern wollte, frage ich mit einem schelmischen Blick. “Seit wann bringst du mir eigentlich Essens ans Bett?” Meine ich mit einem Blick auf den Blauhaarigen, der sich kurz zu einem der anderen Person wendet, die hier reinkommt und irgendwas sagt was ich nicht ganz verstehe. Blue neben mir verzieht nur das Gesicht und schüttelt den Kopf. “Ich denke, wir bekommen hier was für dich und da denk ich nicht an seinen Hals.” Meint sie vorwurfsvoll als hät sie das zum ersten Mal gehört, dass ich mich von Blut ernähre. Die Tür geht mit einem krachenden, lauten Geräusch wieder auf, verdammt war das der Basar wo man mich hin gebracht hat, oder was? Ich erkenne eine junge Frau mit schwarz-pinken Haaren, verdammt hatte die Farbe bei ihr nicht mehr ausgereicht oder war ihr Spiegel kaputt um sicher so eine Farbe freiwillig an zu tun? Und dann ihr Outfit, ok es war in dunkel gehalten aber es wurde trotzdem mit golden Streifen an den Ärmeln verziert und als ich ihre Hose in Augenschein nehme, tun mir schon die Augen weh. Verdammt, warum um Orakles Willen, tut sich jemand freiwillig in so eine Farbe rein zwingen? “Ezreal, was willst du?” faucht sie dem Blauhaarigen an, der wohl den Namen trägt. “Du und dein Bruder habt doch Blutkonserven, bring mir eine davon.” “Was willst du jetzt schon wieder tun?” “Wir haben einen Gast und bevor sie mir doch an den Hals geht, wäre das vielleicht hilfreich.” Der Blauhaarige nickt mit einem Blick in meine Richtung, die junge Frau mit den schwarz-pinken Haaren schaut mich ein Moment an, bevor sie dem Blauhaarigen zu nickt und wieder aus der Tür verschwinde. So lehne ich meinen Kopf wieder zurück auf das weiche Kissen, denn ich fühle mich immer noch als wäre irgendwas schweres über mich gerollt. So schließe ich für einen Augenblick die Augen den Blue war ja an meiner Seite, so kann ich für einen kurzen Moment wieder die Augen schließen. Erst als die Tür wieder aufgeht und ich kurze Zeit ein Geruch von Blut wahrnehme, reiße ich wieder die Augen auf denn mein Hunger wurde bei diesem Geruch nur wieder stärker. Somit beobachte ich den Blauhaarigen nur mit Argusaugen, wie er langsam näher kommt und ein Behältnis in der Hand hält das eine rötliche Farbe durchschimmert. Er streckt mir das Behältnis entgegen, welches ich ihm sofort aus den Händen reiße, den Deckel sogleich entferne und es an meine Lippen führe, aber schon beim ersten Schluck verziehe ich das Gesicht. Scheiße, wenn ich keinen so großen Hunger hätte, würde ich dieses abgestanden, lauwarme Blut nie anrühren. Aber jetzt habe ich nichts anderes und ich will uns nicht in Schwierigkeiten bringen, weil ich ausversehen ihm doch meine Zähne in den Hals ramme. Erst als ich den letzte Tropfen getrunken habe, fühle ich mich besser und gebe ihm das leere Gefäß zurück, dass er mir abnimmt mit einem kleinen Schmunzeln auf seinem Gesicht. “Was den, ich hatte Hunger?” gebe ich gereizt von mir. “Das hat man gesehen, also ich lass euch mal alleine.” gibt er nun von sich und kurze Zeit später fällt auch die Tür hinter ihm ins Schloss. Da ich ja jetzt auch gesättigt war, schließe ich wieder die Augen. Jetzt kann ich noch mal Ruhe für einen Moment, aber kaum habe ich die Augen zu, gibt Blues Magen ein knurrendes Geräusch von sich, dass mich Schmunzeln lässt und wieder die Augen öffne und sie an blicke. “Hat der Wolf etwa auch Hunger?” sie verzieht nur das Gesicht, “Keine Sorge, das geht schon. Schlaf du ruhig, ich werde hier über dich wachen.” ich zucke nur mit den Schultern und schließe wieder die Augen, aber kurz bevor ich weg nicke, gibt ihr Magen wieder ein lautes Knurrgeräusch von sich, dass mich seufzen lässt, den so kann ich schlafen vergessen. “Geh was essen, so kann ich nicht schlafen.” gebe ich schon genervt von mir, weil ich kurz davor war einzuschlafen. Blue aber seufzt nur “Bist du dir sicher, dass ich dich alleine lassen soll?” “Ja, geh schon bevor du auf die Idee kommst mein Laken zu essen.” Blue gibt nur ein Grummeln von sich, dass sie mit der Situation wohl nicht einverstanden ist, aber erhebt sich dann doch und meint, dass sie gleich wieder zurück sei. Ich aber, zucke nur mit den Schultern, denn ich will nur schlafen. So verlässt Blue die Krankenstation, wo ich mich wahrscheinlich befinde, und kaum war Ruhe in den Raum eingekehrt, fallen mir die Augen zu.

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#10 Am 18.09.2023 um 15.35 Uhr

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Kapitel 7.

Es sind schon einige Tage vergangen seit wir in der Garde Schutz fanden. Tage seit dem Angriff, Tage seit sie fast gestorben war. Ich richte meinen Kopf auf, mein Arm lagert auf meinem rechten Knie da ich mein Bein angezogen habe. Jeden morgen bereue ich es, dass ich mich einfach neben ihr Bett auf den Boden pflanze und so wache, aber es war das Einzige was ich im Moment akzeptiere. Ewelein hat mir zwar angeboten, dass ich in einem anderen Bett schlafen könnte, doch lehne ich ab. Ich muss bei ihr bleiben, an ihrer Seite um alles was ihr weh tun könnte abzuwehren. Ich habe zwar etwas Vertrauen in die Fertigkeiten der Obsidiane die ich bisher gesehen habe, die Krieger der Garde, aber sie wissen nicht wie man meine Schwester beschützt. Ich aber war auch nicht perfekt und muss mich verbessern. So erhebe ich mich von meinen Platz. Akira schläft noch friedlich, und so gehe ich aus dem Quartier raus. Über dem Marktplatz, dort weichen mir alle aus aber schauen mich an, sie wissen scheinbar was passiert ist. Ob sie realisieren wie ich mich fühle? Nein, sie werden es niemals verstehen. Manche schließen sogar ihre Fenster wenn ich an ihren Häusern vorbei komme, als sei ich der Tod selbst und könnte sonst in ihr Heim schlüpfen. Nur ein paar Kinder scheinen keine Angst vor mir zu haben, sie sehen mich mit leuchtenden Augen an. Ob jemals unsere Augen so geleuchtet haben? Endlich komm ich bei diesem verfluchten Pavillon an, einige Blütenblätter des Kirschbaumes schweben sanft durch die Luft und an meinem Gesicht vorbei. Ich drehe mich ab um tiefer in den Gärten zu verschwinden. Meine eigentliche ruhige Ecke um zu trainieren. Ein alter Baumstumpf war mein Fokus, doch verletzte ich ihn niemals, er war nur der Schatten einer nicht realen Person. Ich streife meine Jacke ab und hänge sie über einen tief hängenden Ast. Die Sonne erfasst meine Haut und wärmt meine Muskeln. Ein Kontrast zu dem Massaker. Es war so kalt auf einmal gewesen, als ob die Welt wusste dass etwas nicht stimmt und erstarrt. Mein Schwert nehme ich in meine Hände, meine Füße verlagern sich um mein Gewicht zu unterstützen, mich agil zu machen. Meine Schweifspitze zuckt wie meine Ohren als ich zum ersten Schlag aus hole, dann zum nächsten, und zum nächsten.
Meine Geschwindigkeit wurde immer mehr, mein Atem wurde rauer mit jedem Schlag. Doch spuken in meinem Kopf die Geräusche von diesem Tag, das Klirren, die Schreie und die Stimmen. Es war ein Chaos, ein Wirrwarr aus Informationen die immer warten um wieder hervor zu kommen. Ich war nie gut genug und werde es auch nie sein. Mein Schwert fällt aus meiner Hand als ich versuche einen Heulkrampf zu unterbinden. “Was mache ich mir vor..? Ich werde nie stark genug sein… Es ist ein Wunder dass wir noch nicht tot sind… Es ist meine Schuld… Akira, vergib mir dass ich so schwach bin.” “Nein, du sein nicht schwach.” ich springe aus meiner Haut vor Schreck und wirbel automatisch mit dem Dolch in der Hand um. Hinter mir stand ein Berg! Ein Berg von einem Wesen! Wie habe ich ihn nicht gehört?! Seine Haut war ein sehr dunkles braun, wo seine roten Haare einen Kontrast bilden. Die Nase und die Stoßzähne an seinen unteren Mundwinkel sagen mir dass dies ein Oger sein muss. Was macht der hier? Mein Blick wandert zu dem riesigen Emblem auf seiner Brust, dies war das Zeichen der Lichtgrade. Die höchste der Garden hier, für kurze Zeit dachte ich dass er eher die Obsidiangarde leiten könnte, doch weiß ich dass dieser Anführer gerade außerhalb ist. Er sieht mich mit blauen Augen an, er scheint besorgt. “Ich habe doch gesagt dass ich mit niemanden trainieren will. Wie oft denn noch?” keife ich sofort. In den letzten Tagen hatten immer wieder Angehörige der Garde versucht mit mir zu trainieren, aber ich will nicht. Es war mein Problem.
“Du dir geben Schuld, für etwas das du nicht zu verantworten hast.” Meine Ohren zucken auf bei den Worten, doch drehe ich mich lieber um und hoffe dass ich keine Tränen habe, die meine Wangen runtergekullert waren, doch schmecke ich den bitteren Geschmack an meinen Mundwinkel “In dir sein Chaos. Ein Chaos von Gefühlen. Diese Gefühle seien nicht gut. Diese deinen Blick trüben. Die dich schreckliche Dinge denken lassen.” Der Schatten über mir, sagt mir aus dass er nicht vorhat zu gehen. Doch was er da sagt… Ich drehe mein Gesicht wieder zu ihm, nachdem ich mir die Tränen weggewischt hatte “Und was schlägst du vor, soll ich dagegen unternehmen, wenn diese Gefühle schlecht sind?” seine Miene hellt auf, nun ja es war das erste höfliche was ich bisher gesagt habe. “Du versuchen dich nicht leiten zu lassen von bösen Gedanken. Du lernen müssen, diese zu kontrollieren. Sonst werden diese dich eines Tages ersticken.” Kontrolle… So etwas habe ich nie gelernt, von wem denn auch? Niemand war da oder zumindest lang genug da um mich dies zu lehren. Alles was ich kann sind meine eigenen Kenntnisse, mein Wissen, dass nirgends in einem Buch steht. “Du verloren. Du nicht wissen wie. Jamon dir helfen kann.” Er reicht mir sogar langsam die Hand, als ob er einen scheuen Gefährten nicht verjagen will. Seine ganze Art, sie scheint sanft, vorsichtig und bedacht. Soll ich ihm vertrauen mir zu helfen? Würde es helfen? Es… Er hat Recht! Ich darf nicht nochmal so die Kontrolle verlieren. Wer weiß wann ich dann aufhöre, wenn ich dann bereits weh getan habe. So strecke ich meine Hand zu dem Berg aus um seine zu ergreifen, heilige… Der könnte nur mit zwei Fingern mir das Genick brechen…

Und so trainieren wir. Wobei ich doch etwas doof gucke als er nicht die Hellebarde, die er bei sich trägt, benutzt. Will er dass ich ihn schwer verletze? Aber zuerst bringt er mir bei zu… zu atmen? Er meint dass ich einmal durchatmen soll um mich auf diese Gefühle zu konzentrieren und ihm sagen was ich alles spüre. Zu jeder Emotion, die ich ihm sage, erklärt er mir was sie für eine Auswirkung auf mich haben kann. Es fasziniert mich irgendwie wie weise er sich anhört, dass er immer weiß was dies bedeuten könnte. Vielleicht ist er nicht nur wegen seiner Größe und Kraft in der Lichtgrade. Vielleicht auch weil er was diese Sachen angeht vieles weiß. Auf jeden Fall fühlt es sich an, als sei etwas verschwunden, von meiner Brust genommen. Es fühlt sich befreiend an. Danach, nachdem er sicher war dass ich wieder einen kühlen Kopf besitze, trainieren wir wie ich es eigentlich vorhatte. Erst ohne Waffen und dann will er sehen wie ich kämpfe. Er war still während er mich beobachtet, doch schmunzelt er als ich nach einem zweiten Dolch greifen will, der offensichtlich nicht da ist. Ich sehe nur verdutzt auf meine leere Hand, während ich sie um den imaginären Griff lege. Es war echt schade dass ich meine eigentlichen Dolche in dem Dorf verloren habe, aber das Leben von ihr war es dies wert. Eine Waffe kann man immer ersetzen, ein Leben nicht. Nach einiger Zeit unterbricht Jamon mich und sagt, dass er sehen kann, dass ich einiges über Waffen weiß und wie man sie effektiv nutzen kann. “Du dich ausruhen solltest. Morgen trainieren wir weiter.” ich sehe überrascht auf den Himmel, die Sonne war doch vorhin noch nicht am Zenit! “Aber so spät ist es noch nicht.” protestiere ich, doch schüttelt er den Kopf “Du nicht nur deinen Körper ruhen musst. Deinen Geist du auch ruhen musst.” er sagt dies mit einem Gewicht dass ich mich diesem Fakt beugen muss. So nehme ich meine Jacke vom Ast und bedanke mich mit einem Kopfnicken beim Oger. Ehe ich den Weg zurück gehe, zum Komplex der Garde, zu ihrem Zimmer.
Als ich die Treppe zum Eingang des Gebäudes passiere, traut ich meinen Augen kaum “AKIRA! Was machst du da?!? Du sollst im Bett bleiben!!” das kann doch nicht wahr sein! Ewelein hat ihr ausdrückliche Bettruhe vorgeschrieben! Ihre Nähte könnten wieder aufgehen, das muss sie doch realisieren! “Ich liege noch genug wenn ich tot bin.” meine Augen weiteten sich, wieso würde sie so etwas sagen… Hat sie ne Ahnung wie knapp sie dem Tod von der Schippe gesprungen ist?! Ich… Wieso… Ich verstehe es nicht, warum? Ich schaue sie mit einem geschockten und verwirrten Ausdruck an, ich kenne ihre Sticheleien doch das… Es brennt irgendwie höllisch in meiner Brust, doch zur selben Zeit fühlt es sich wie eine eisige Kralle an, die sich um mein Herz schließt. Bei meiner Stille scheint sie auch irritiert zu sein, doch realisiert sie nicht dass der Sturm wieder in mir ist.
“Na ja, ob es so einen großen Unterschied macht ob du jetzt lebst oder nicht, bist ja eh schon eine wandelnde Leiche.” Bei dem schadenfreudigen Kommentar von links, ließ mich meinen Kopf herum werfen. Da grinst er uns auch schon an. Dieser Ezarel weiß echt nicht wie man seinen Mund hält oder hat er etwa einen Todeswunsch!? Akira funkelt den Elfen böse an, wo ich schon längst ihm am liebsten die Kehle zerrissen hätte. Kontrolle, was soll das schon sein? Wie soll man sie halten bei so einem Idioten. “Zumindest bin ich nicht in einen Farbeimer gefallen.” faucht meine Freundin den Elfen an. Wie kann sie so ruhig bleiben dabei? Er hat sie quasi als wandelndes Stück Fleisch beschrieben das am schimmeln ist, bei mir wäre schon längst sein Kopf geflogen damit ich ihn an meine Wand hängen kann! Mein Kopf schüttel ich, konzentrier dich… “Akira, geh jetzt wieder in dein Zimmer, sofort.” ich kann diesen harschen Satz gerade so noch durch meine Zähne pressen. Ich erwarte Gegenwehr von ihr, doch überrascht es mich als der Elf an mir vorbeizieht “Ich bring sie lieber dahin bevor wir gleich doch noch wirklich eine Leiche hier liegen haben.” mein verständnisloser Blick bohrt sich in seinen Schädel als er zu Akira geht und sie zur Tür mitnimmt “Was soll ich denn bitteschön die ganze Zeit machen?” keift sie den blauhaarigen Elf an, der nur grinsend erwidert “Zähl die Punkte an der Wand.” “Witzig! Da sind keine!” dann war die Tür hinter den Beiden zu.   

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Ich seufze warum in der Welt wurde ich bestraft, dass mich auch noch dieser wandelnder Farbtopf zurück in mein Zimmer begleitet. So begleitet er mich bis zu meinem Krankenzimmer und wartet auch noch wirklich, bis ich mich wieder auf das Bett lege. Was ich mit einem genervten Seufzen und Augenrollen tue. “Toll und was soll ich hier machen Däumchen drehen?” Er aber schmunzelt nur, was es auch nicht besser macht. “Was hast du sonst als gemacht, wenn du längere Zeit dich ausruhen musstest?” Fragt er mich jetzt. Das kann doch nicht sein ernst sein, noch nie war ich mehr als drei Tage ans Bett gefesselt. “Entweder ich hatte Gesellschaft oder ich hatte was zum lesen, also nichts was ich hier gerade habe.” Aber als ich sein amüsiertes Schmunzeln sehe, verziehe ich angewidert das Gesicht. “Sprich es gar nicht erst aus! Ich habe nämlich nicht vor, meine Eingeweide raus zu kotzen.” Der Blauhaarige lacht nur bei meinem Kommentar. “Ich kann deiner Schwester sagen, dass sie dir was zum lesen bringen soll wenn das reicht.” Mein Blick hellt sich ein wenig auf. “Gerne, aber sie soll mir was richtiges bringen. Ich denke ihr habt hier genug Bücher das ich mein Wissen aufstocken kann.” Gebe ich von mir, dass ihn nur wieder schmunzeln lässt und aus dem Zimmer verschwindet, kommentarlos. Ich lasse den Kopf mit einem langen Seufzer in mein Kissen fallen und schaue die Decke an. Also, wie soll an einer weißen Decke Punkte sein, denke ich dabei. So starre ich die Decke Minuten lang verloren an und grübel nach. Was ich als erstes tun würde, wenn ich nicht mehr gezwungen wäre in der Waagerechten zu bleiben. Der erste Gedanke war jetzt schon eine Dusche, diese wäre nötig, ich rieche ja für meine Empfinden jetzt schon nicht mehr ganz gut. Aber ich seufze wieder genervt als ich auch gleich denke, dass ich das sicher jetzt auch ein paar Wochen vergessen kann und ziehe bei dem Gedanken schon meine Nase angewidert hoch.
Als nach, ach keine Ahnung, wie viel Zeit vergeht, wo ich mich nur zu Tode langweile, erneut die Tür aufgeht und ich eigentlich mit Blue rechne, die mir Lesestoff bringt. Aber als ich wieder den Blauhaarigen sehe, der durch meine Tür tritt, zehe ich fragend die Augenbraue hoch. “Was willst du schon wieder?” seufze ich genervt. “Ich war eben bei deiner Schwester und sie meinte ich soll dir Bücher über Alchemie bringen, da wollte ich dich selbst fragen, warum du dich dafür interessierst.” Ich setze mich leicht im Bett auf, so das ich ihn besser an sehen kann und ziehe einen meiner Giftpfeile heraus, aber noch in ihrer Sicherheits Lederhülle und reiche diesen ihm. “Na, weil ich mich damit auskenne, was den sonst?” Er nimmt vorsichtig den Wurfpfeil mit dem Gift heraus und betrachtet ihn erst ein Moment, bevor sein Blick wieder meinen trifft. “Wo hast du bisher gearbeitet, um das Gift her zu stellen und um welches handelt es sich?” Ich zucke nur gelangweilt mit den Schultern. “Überall wo ich ran kam um einige Stunden für mich zu haben, bevor mich jemand entdeckte. Auf dem Pfeil ist Neurotoxin, also Nervengift, ich würde dir abraten sich daran zu verletzen.” Er nickt nur wissend und schaut mich dann einen Moment an. “Wie weit ist dein Wissen und was hast du alles bei dir?” Ich deute auf die Ecke im Raum wo mein Waffenholster liegt und er folgt mit seinem Blick meiner Hand. “Schau es dir an wenn es dich interessiert, aber bring es mir wieder zurück. Woher kennst du dich so gut aus?” Jetzt sehe ich wie sich ein ehrliches Lächeln sich auf seinem Gesicht breit macht. “Weil ich der beste Alchemist in ganz Eldarya bin und zufällig der Chef der Absyntgarde.” sagt er mit so einer Begeisterung aus, dass ich kurz vor Überraschung die Augen aufreißt, was er bemerkt und über meine Reaktion schmunzeln muss. Ich stehe von meinem Bett auf, auch wenn ich es nicht soll. Ich hole aus meinem Waffenholster, den ich als Gürtel nutze, einige meiner Phiolen raus und stelle diese auf den Tisch. “Dann werden diese dich freuen und mir sicher auch Tipps geben, wie ich mein Halluzinogen verbessern kann.” Meine ich zu ihm gewandt, der jetzt neben mich trat und die Phiolen still untersuche. “Ich denke, ich schau sie mir erst mal an und dann können wir später noch mal darüber reden, aber anscheinend kannst du mehr als nur mit Waffen umgehen.” Ich schaue ihn jetzt wieder empört an, dass könnte mich ja schon fast kränken. Ich gehe nicht darauf ein, zucke nur mit den Schultern und gehe zurück an mein Bett wo ich mich auf die Kannte setze. Ich erwidere dann, als er die Phiolen wie die Pfeile mitnimmt “Dann zeig mal, ob du wirklich so gut bist wie du behauptest Farbtopf.” Er schmunzelt nur darüber und verlässt dann mit meinen Sachen das Zimmer.

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Nachdem mich dieser Elf nochmal aufgesucht hat mit der Frage was Akira für Bücher liest, war ich verwirrt und erwähnte ihr Wissen über Alchemie, er bekam ein komisches Leuchten in den Augen, ich habe das mal als Neugierde abgestempelt. Mir war der Hunger vergangen nach diesem Austausch, das Einzigste was ich tat war in die Richtung der Waschräume zu gehen. Ich wurde schief angeschaut von den anderen, ich weiß vorher dass ich nicht Teil von ihnen war, dies müssen sie mir nicht nochmal unter die Nase reiben. Das Wasser das auf mich prasselt löst meine Anspannung etwas, es tat gut einfach ohne groß nachzudenken unter dem Wasser zu stehen und es einen umhüllt. Ich werde diesen Raum in der nächsten Zeit öfter aufsuchen wenn der Oger mit mir trainieren will, er war ein Grobian aber das will er einen nur denken lassen, er ist sanft und kann vorsichtig sein. Ich verlasse den Prasselregen der Hitze und ziehe mich an, nachdem ich mit einem herrenlosen Tuch mich abgetrocknet hatte. Meine Füße schleppen mich dann zur Bibliothek hin, mir war jemand so freundlich mich dahin zu weisen. Ich trete hinein und wurde von dem Anblick überrascht, es gab Regale die bis unter die Decke gehen und gefüllt waren von Büchern, Schriftrollen und was weiß ich nicht. “Suchst du etwas bestimmtes?” Bei der hohen Stimme schmerzen meine Ohren und ich drehe nur langsam den Kopf dahin, eine Frau die ungefähr meine Größe hat, doch hat sie knall orangefarbene Haare und auf ihrem Kopf zwei Hasenohren sind, ah ein Brownie der Hasen Spezies, ob sie sich unwohl fühlt weil ich ein Werwolf bin? Doch schauen mich ihre grauen Augen eher interessiert an “Du bist bestimmt aus dem Dorf. Ich habe gehört was passiert ist, das muss ganz schreckliches gewesen sein.” OH ORAKEL!!! Sie redet zu schnell und viel zu hoch! Meine Ohren!! Diese legen sich an um sie vielleicht vor ihrer Stimme zu schützen “Ja, bin ich. Ich wollte nur fragen ob ich ein zwei Bücher für meine Freundin haben kann.” Sofort schien sie zu überlegen “Mh… Was mag sie denn, wir haben eine große Auswahl und ein zwei Bücher sind da nicht allzu einfach rauszusuchen. Hat sie Präferenzen, hat sie ein lieblings Genre, eine Zeit, gewisse Ereignisse? Sogar einfache Sachbücher über viele Themen-” ab da höre ich nicht mehr zu und ich spüre das Blut in meinen Ohren, nicht in meinen Adern sonder wie das Blut aus meinen Ohren läuft. Irgendwann sage ich einfach irgendein Thema und wurde wieder mit zichtausend Themen überhäuft, wie kann die noch sprechen?! Dieser verfluchte Elf hat das doch nur gewollt!!
Nachdem ich dieses Banshee Weib abgewimmelt habe, muss ich noch an die frische Luft, meine Ohren klingeln immer noch von ihrer Stimme… Wie zum Teufel hat die es in die Garde geschafft? Der kann man doch nicht folgen und es tut nur mehr weh. Wie hält man die aus?! Meine Sinne brauchen nach diesem Angriff eine Pause und so schlendere ich, noch mit den Büchern unterm Arm, im Garten umher. Ich stolpere über einen Teich mit klaren Wasser und ich betrachte mein Spiegelbild. Wie sehr ich mich verändert habe, die Augenringe unter meinen zweifarbigen Augen scheinen ein bisschen größer geworden zu sein, ich habe kaum geschlafen in den letzten Tagen, nur immer kurz ausgeruht. Wir müssen dringend was ändern, sonst werde ich bald zusammenklappen und das will ich mir nicht anhören. Als die Sonne doch den Himmel orange färbt bewege ich mich zurück, die Ruhe hat mir gut getan, irgendwie freue ich mich darauf morgen einen vernünftigen Trainingspartner zu haben, der weiß oder zumindest versteht was in mir vorgeht.
Als ich endlich bei der Tür der Krankenstation ankomme stocke ich kurz, wovor zögere ich? Ich schüttel den Kopf und kam rein und schlage die Richtung von ihr ein. Sie starrt die Decke an, bis sie meine Schritte wahrnimmt “Ich geb’ dir einen gut gemeinten Tipp… Wenn du eine Brownie mit Hasenohren und orangefarbenen Haaren siehst, lauf!” Dann reiche ich ihr die zwei Bücher die ich ergattern konnte, ich habe mir nichtmal angeschaut was das für Bücher waren. “Wusstest du dass dieser wandelnde Farbeimer der Chef der Abysnthgarde ist?” ich schaue sie überrascht an “Woher weißt du das auf einmal?” sie grinst mich an “Der kam auf nochmal vorbei und fragt mich über Alchemie aus.” stimmt, ihm hatte ich es ja gesagt und er war dann ab, zumindest hatte er sie beschäftigt während ich mich wieder ordnen musste. Ich lehne mich ans Fenster und schaue den Himmel entgegen der sich in warmen Farben mischt, noch ein Tag ist bald zu Ende und immer noch weiß ich nicht ob dies unser Ziel ist, oder ob wir jemals eins hatten. Alles ist immer noch so ungewiss, so nichtssagend. Was wird wohl die Garde machen wenn Akira gesund genug ist, werden sie uns rauswerfen oder werden sich die Geschichten als wahr entpuppen? Eins ist sicher, wenn sie nur mich wollen dann gehe ich wohin auch immer Akira gehen mag. Was soll sie bloß ohne mich in dieser Welt tun und ich ohne sie. Schwestern für immer, wir gegen die Welt.



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#11 Am 18.09.2023 um 19.21 Uhr

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Kapiel 8

Einige Tage sind nun vergangen und ich kann jede Unebenheit die, die Wände des Zimmers zieren in und auswendig. So bin ich auch froh als Ewelein heute Morgen mein Frühstück bringt und sagt, dass ich ab heute kleine Spaziergänge im Hauptquartier machen dürfte. Natürlich braucht man mir das nicht zweimal sagen. Den kaum war Blue von ihrem Frühstück, wo auch immer sie hier was zu essen fand, wieder durch die Tür meines Zimmers. Da springe ich schon eilig vom Bett. “Lass uns ein Spaziergang machen Schwester ich hab Freigang bekommen.” Lächel ich ihr entgegen, dass sie zum schmunzeln bringt. Weil ich seit Tagen endlich wieder bei guter Laune war. “Na dann lass uns in die Gärten gehen.” Meint Blue zu mir und ich dränge sie schon aus dem Zimmer, dass sie kurz lachen lässt. Außerhalb der Krankenstation stehe ich wie vor Tagen schon, als ich aufgehalten wurde, im Eingang der leicht bläulich schimmert. Aber meine Augen zielen die Tür ins Freie an endlich mal wieder frische Luft unter meine Nase zu bekommen. Blue hakt sich in meinem Arm ein und so laufen wir zusammen durch die Tür ins Freie. Nach ein paar Schritten laufen wir über ein Platz, der in meinen Augen wie ein Marktplatz aussieht. Da muss ich mal, wenn ich mehr Zeit habe, in Augenschein nehmen. Als wir den Marktplatz durchquert haben stehen wir auf einem Weg wo vor meinen Augen sich Häuser abbilden und es aussieht wie ein kleines Dorf in der Mitte von all dem. Ich lächel Blue jetzt schon begeistert an, den hier war die Umgebung schön in einem grün, was ich schon lange nicht mehr so gesehen habe. Aber als wir Minuten später in einem Garten stehen, staune ich erst recht. Den so eine Schönheit eines Gartens, haben meine Augen noch nie zu sehen bekommen. Da ich meine Verletzungen aber ein wenig merke und Blue das mir wohl an sieht, zieht sie mich weiter nach rechts. Bis zu einem kleinen Brunnen wo wir uns davor in das grüne Gras niederlassen und ich den klaren Himmel betrachte. Sie hat wirklich ein Ort gefunden wo ich gut zur Ruhe kommen kann, während meine Verletzungen heilen. So liegen wir hier eine ganze Weile und genießen die Stille, während der Wind ab und an mit einzelnen Haarsträhnen von mir spielt. Da ich vergessen habe meine Haare wieder zu einem Zopf zusammen zu binden. Nach einiger Zeit richtet sich Blue wieder auf und schaut mich an. “Lass uns wieder zurück gehen, ich denke fürs erst ist es genug.” Ich seufze und willige ein, aber nur weil ich noch ein paar neue Bücher heute Morgen bekommen habe, die Blue mir mitgebracht hat. So stehe ich langsam wieder auf, beiß aber die Zähne zusammen. Den so tief mich hin zu legen, war doch keine gute Idee. Denn ich denke, ich werde dies die nächste Zeit nicht mehr tun. Wir durchqueren gerade den Markplatz, als ich Ezreal entdecke. Welcher uns wohl auch gesehen hat und auf uns zukommt, worauf ich nur wieder genervt seufze. Was will denn der Farbtopf schon wieder von uns? Blue neben mir schmunzelt nur über meine Reaktion und bleibt aber zu meinem Übel stehen, als ich einfach weiter gehen will. So steht zu meinem Leidwesen er auch bei uns. “Na hast du Freigang bekommen?” Ich gebe ein genervtes Seufzen von mir. “Und du, immer noch kein Spiegel im Zimmer wie ich sehe.” Ein neckisches Schmunzeln hat er schon wieder auf seinem Gesicht und ich habe gerade keinen Nerv auf mehr dämliche Kommentare. So lasse ich die Beiden einfach stehen, mache mich auf den Weg zurück in die Krankenstation. Aber da habe ich die Rechnung ohne den Elf gemacht, der wohl auch den gleichen Weg zurück hat wie wir. “Ich hab die Sachen untersucht die du mir gegeben hast und bin positiv überrascht. Würde sie mit dir gerne durchgehen, wenn du jetzt Zeit hast.” Ich schaue Blue kurz an, die aber mir nur zu lächelt. “Klar, warum nicht?” meine ich einfach nur, dass sein Blick aufhellen lässt. So folgen wir im bis nach Innen, wo er vor uns die linke Treppe nach oben läuft. Ich mit einem Blick auf Blue, die mir folgt und gleich tat. So stehen wir wenig später vor einer Tür, die er aufschließt und hinein tritt. Das ich ihm gleich tue und meine Augen mir über gehen als ich sehe wo ich stehe. Verdammt ein riesiges Alchemielabor, ein verdammtes Labor, ich weiß garnicht wo ich als erstes hinschauen soll. Vor mir erstreckt sich ein Tisch, der in einem braun rötlichem Holz war und von der Decke hängt. Wo einige Sachen darauf verteilt sind und meine Augen ein Moment an dem Destillator hängen, in dem eine blaue Flüssigkeit blubbert. Meine Augen wandern nach links, wo sich ein Bücherregal erstreckt. An der schrägen Wand weiter nach hinten, in ein anderen Raum der noch hier dazu gehört. Meine Augen wandern jetzt auf die linke Seite, wo ein schmunzelnder Elf steht der mich angrinst. Was denn, er ist doch selbst schuld wenn er mir so ein Raum zeigt. “Von meinem kleinen Reich beeindruckt?” “Na ja, geht so.” Er verzieht darauf das Gesicht, als hätte ich sein Lieblingsspielzeug weggenommen. “Komm hier rüber, bevor ich es noch bereue dich in mein Reich gelassen zu haben.” Ich schaue kurz zu Blue rüber, die auch dabei war das Labor unter die Augen zunehmen. Bevor ich zu dem Elfen an den Tisch folge, wo meine Sachen liegen. “Ich hab auch bemerkt das du auch eine Heilsalbe bei dir hast. Wie genau hast du sie hergestellt?” Ich ziehe erst eine Augenbraue hoch. Glaubt er mir nicht das ich das Wissen habe, um das Ganze herzustellen oder will er mich nur Testen? Ok, das kann er haben! “Zauberwurz Rinde, purifiziertes Wasser, eine Stunde erwärmen, noch was?” gebe ich von mir und schaue ihn herausfordernd an. Den auch wenn ich mich kurz gefasst habe, sollte er es verstanden haben, was er mir auch zeigt in dem er grinst. Dann den Pfeil mit dem grün schimmernden Gift hoch hebt. “Die Blätter der Tropan-Alkaloide, das von Natur aus schon ein Neurotoxin beinhaltet, aber ich habe es ein wenig verfeinert. Wie du sicher bemerkt hast?” Ein leichtes zufriedenes Lächeln legt sich auf sein Gesicht, als er sich dann zu der Phiole zuwendet. Wo das Halluzinogen beinhaltet, worauf ich schon das Gesicht verzieht, weil ich weiß das es nicht perfekt war. Aber ich antworte ihm, bevor er nur was sagen kann. “Irgend eine Pflanze, von deren Abbild ich schon gelesen habe. Als ich sie bei unseren Reisen antraf die Früchte mitgenommen habe.” Sein Ausdruck ändert sich zu Überraschung, das mich wundert. “Du hast ohne zu wissen die Salvinorin Pflanze mitgenommen, aber es ist nicht stark wie du schon bemerkt hast. Du hast den Fehler gemacht, indem du die Früchte statt der Wurzel benutzt hast. Denn dort ist stärkere Gift.” ich gebe ein genervten Ton von mir, dass ihn mal wieder zum schmunzeln bringt. Oh, wie sehr würde ich dieses dämliche Grinsen gerne aus seinem Gesicht wischen. “Gut, wars das? Kann ich mein Zeugs dann wieder haben?” gab ich gereizt von mir.

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Boah ist das langweilig… Wie lange wollen die noch über diese Phiolen reden? Was gibt es denn da so lange zu bereden, es sind Gifte um des Orakels Willen. Man sagt doch nur was sie können und dann fertig! Ich bekomme Kopfschmerzen wegen all diesen Gerüchen. Wie kann man einen halben Tag, in diesem muffigen Raum verbringen? Ich reibe meine Schläfen ein bisschen und wollte fast einen Freudenschrei ausstoßen, als Akira ihre Phiolen vom Tisch aufhebt. Endlich raus aus diesen Muff! Akira gibt ihm ein letztes Grinsen und dreht sich zur Tür um, ich folge ihr sofort. Als die Tür hinter mir ins Schloss fällt, hole ich erstmal Luft. Ich höre nur Akira kichern, darauf funkel ich sie etwas böse an. “Halt die Luft an, wie kann man mit all diesen Gerüchen darin arbeiten?” Ihr Lachen wurde nur lauter “Du halt nicht!” “Mit dem arbeiten, da spring ich lieber vom Dach.” entgegne ich ihr genervt als wir in Richtung Krankenstation gehen. Wie kann ein simpler Spaziergang so mit Kopfschmerzen enden… Hat mir wer mit dem Hammer auf den Kopf geschlagen? “Akira… Hör auf zu grinsen…” worauf meine Antwort nur ein Lachen ist, weswegen ich meine Schläfen noch mehr reibe. Ach seien diese scharfen Sinne verflucht! Falls ich jemals der Garde beitrete, niemals in diese! Alles nur die nicht!! Wenn ja, spring ich wirklich vom Dach.
Akira lehnt sich gegen mich, als ich an einer Wand lehne mit nem Kissen auf dem Gesicht, um das Licht auszublenden. Sie nutzt meine Beine als Kissen und die Decke des Bettes war unter uns. Ich versuche mich auf das Geräusch der Seiten zu konzentrieren und ihre Atmung während es hinter meinen Augen drückt. “Du weißt, ich könnte dir bestimmt was zusammenmischen dafür.” “Nein, ich gehe nicht mehr in dieses Labor und dem Farbeimer geb ich nicht die Genugtuung mir was zu mischen dafür.” antwortete ich als eine weitere Seite umgeschlagen wurde. “Und Ewelein ist gerade nicht da, also ist die Dunkelheit und dieser Geruch meine Methode.” “Du meinst mein Kissen, was stinkt?” ich spüre ihre Augen auf mir “Na ja, riecht besser als diese Parfümfabrik, die er als Labor bezeichnet. Aber trotzdem, du solltest demnächst mal duschen.” Dafür bekomme ich nur einen doch etwas festen Klaps gegen meinen Oberschenkel “Okay, den habe ich verdient.” schmunzelte ich.
Erst so gegen Abend schwindet das Dröhnen in meinem Kopf und ich werfe das Kissen aufs Bett “Frische Luft.” dafür folgt der nächste Klaps, dieses Mal war dieser spielerischer und vergnügter. Meine Mischaugen schauen zum Fenster und sehen wieder die leuchtenden Farben. Aber eh, mit dem Gewicht auf meinen Beinen werde ich nirgendwo hingehen. Dafür vergnüge ich mich dann ihr über die Schulter zu schauen und mit zu lesen. Was für ein komisches Buch habe ich da mitgehen lassen? Ein Seefahrer, der aus einem komischen Land kommt und ein Schiff über ein eisiges Meer steuert… Muss ein Buch aus menschlicher Feder sein, so kann ich es mir nur erklären. Jetzt wird auch noch beschrieben wie die Crew einen… Was? Einen Shanty singen? Noch nie gehört. Nächstes Mal sollte ich doch vielleicht nachschauen was ich da nehme, aber das bevor dieses Hasenweib meine Ohren zum bluten bringt.
Ich zucke zusammen als ich nur merke wie Akira ihren Kopf von meinem Bein entfernt, ich muss wohl eingenickt sein. Durch das Fenster scheint der Mond, die silberne Sichel begrüßt uns, indem er das Zimmer in seinen Farben erleuchtet. Mein Rücken kracht, als ich endlich vom Boden aufstehe “Ich denke, für heute ist eindeutig schluss.” gebe ich mit einem Strecken von mir. Akira stimmt zu aber schleift schon längst die Decke wieder zum Bett und kuschelt sich in die Matratze. Wie viele Nächte ist es schon her seit sie dort schläft und ich auf den Boden? Das mein Rücken noch nicht komplett steif ist, wundert mich. Die Augen von mir sind am Fenster, während ich höre wie sie langsam einschläft. Ich entscheide mich noch dazu eine kleine Runde zu drehen unter dem silbernen Schein. Wenigstens kann mir keiner dumm kommen, weil die meisten schon am schlafen sind und um so eine unheilige Stunde wird ja wohl kaum noch einer hier- “Ich hätte nicht damit gerechnet euch hier zu sehen.” so viel dazu… Hinter mir steht die sogenannte rechte Hand von Miiko, der Blondschopf der mir beim ersten Treffen auf die Pelle rückt, Leiftan. “Warum nicht, es ist eine herrliche Nacht und der Mond scheint ohne Wolken prächtig. Aber ich wüsste nicht, was ihr noch um so eine späte Stunde hier macht.” sage ich und versuche meine Stimme höflich zu halten, ich mag ihn einfach nicht. “Werwölfe fühlen sich nicht als einziges wohl unter dem Mond,” mein Ohr zuckt und mein Kopf war schief bei diesem Kommentar, “Lorialeten auch. Uns bezeichnet man als die Kinder des Mondes, darum genieße ich jeden Spaziergang unter diesem.” Diese Rasse habe ich bisher vielleicht nur einmal gehört, aber ich habe sie mir anders vorgestellt. Da muss mehr dahinterstecken, Lorialet als ob. “Ich lass Euch dann mal in Ruhe weiter spazieren, gute Nacht Leiftan.” entgegne ich und drehe mich auf dem Absatz sofort um, in Richtung vom Gebäude der Garde. Irgendwas sagt mir dass etwas mit ihm nicht stimmt, etwas tief in meinem Inneren reagiert auf seine Anwesenheit und das macht mir Angst. Dieses Gefühl… Es löst vergangene Gefühle, Erinnerungen, in mir aus an die ich mich nicht erinnern will. Die Vergangenheit.
Ich schlich mich zurück ins Zimmer und atme beruhigt aus als sie noch schlief. So lasse ich mich wieder in meiner schon bekannten Position nieder, neben ihrem Kopf auf dem Boden, mit meinen Rücken gegen das Bett, Beine verkreuzt und Arme verschränkt vor der Brust. Ein letztes Mal schweifen meine Augen über den Raum, ehe ich sie schließe und versuche ins Land der Träume abzutauchen.

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#12 Am 18.09.2023 um 19.24 Uhr

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Kapitel 9.

Zwei Wochen später, als ich nun so langsam wieder fit war, klar habe ich meine Nähte noch, aber ich bin nicht mehr gezwungen den ganzen Tag in meinem Zimmer zu bleiben. So schlender ich, wie die letzten Tage schon, durch die Gärten und bin auf dem Weg zum Kirschbaum, um Blue und Jamon zu beobachten wie sie miteinander trainieren. Auch wenn meine Finger bei dem Anblick auch zu kribbeln anfangen und ich meinen geliebten Bogen mal wieder in der Hand halten will. So hat mich doch Ewelein deutlich gesagt, das ich ja noch warten sollte bevor ich den Bogen wieder Spannen darf. Ich seufze, denn sie hat recht. Das würde meine Nähte an meiner Brust und Bauch, wohl nicht gut tun und ich wollte ja wieder fit werden und sie nicht wieder aufreißen. So setze ich mich in den Schatten, auf eine der Bänke die hier rumstehen und beobachte die Zwei bei ihrem morgendlichen Training. Erst als wenig später sie das Training beendet haben, für heute, wendet sich Jamon zu uns beiden um. “Miiko euch sehen will, sie was besprechen will.” Ich und Blue schauen uns an und nicken uns zu. “Dann lass uns gleich gehen”, meint Blue zu mir gewand, worauf ich nur gelangweilt mit den Schultern zucke. Denn ich bin mir sicher dass sie uns sagt, dass wir demnächst gehen sollten. So stehe ich lustlos von meiner Bank auf und folge Blue ins Innere bis vor den Kristallsaal. Wo Jamon uns deutet, ihm ins Innere zu folgen. Blue ging ihm gleich hinterher und ich tat es ihr gleich, den vor der Tür wollte ich keine Wurzeln schlagen. Damit stehen wir kurz darauf im Saal, wo sich vor unserem Auge der Blaue Kristall erstreckt. Der beeindruckend ist und ich einen Moment brauche um meine Augen davon los zu bekommen. Erst dann merke ich, dass Miiko uns schon bemerkt hat und uns anschaut. Zu meinem Leidwesen auch der Farbtopf. Blue holt mich aus meinen Gedanken, als ich schon wieder am überlegen war was heute für ein Spruch ich ihm entgegenbringen kann. “Du wolltest uns sehen Miiko?” meint Blue worauf sich der Blick der Kitsune ein wenig erhellt. “Da ihr einige Zeit ja schon bei uns seit und wir euch beobachten konnten, sind wir zum Entschluss gekommen euch die Möglichkeit zugeben euch der Garde von El anzuschließen. Da ihr beide bemerkenswerte Fähigkeiten und Wissen schon bewiesen habt.” Ich lasse meinen Blick zu Blue wandern, deren Mine verwundert ist, dass mich erst überrascht. Hat ihr Gehirn gerade ein Aussetzer oder warum sieht ihr Gesicht aus wie eine Marmorstatue? Aber auf ihrem Gesicht schleicht sich auch gleich ein breites Lächeln und sie sich in meine Richtung dreht aber ich nur mit den Schultern zucke. “Meint ihr das ernst?” “Nein war ein Scherz, was denkt ihr denn?” meint nun der Elf und ich hätte ihm am liebsten mit meinem Blick erdolcht. Aber er bekommt schon von Miiko einen tadelnden Blick zugeworfen, so das ich mir ein Grinsen verkneifen muss. “Ich verstehe wenn…”, “Natürlich, es wäre uns eine Freude!” meint sie mit einer so hohen und begeisterten Stimme, dass meine armen Ohren weh tun. Miiko richtet ihren Blick jetzt auf mich, worauf ich nur seufze. “Klar, warum nicht.” Ich sehe, dass Miiko nicht mit meiner überschwänglichen Antwort gerechnet hat, aber natürlich hat der Elf mal wieder ein dämlichen Kommentar. “Zügel deine Begeisterung.” ich seufze “Warte, ich drehe mich ja gleich im Kreis vor Freude.” Ich sehe im Augenwinkel wie Miiko wegen unserem Wortgefecht kurz schmunzeln muss.

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Ein Klatschen von Miiko zieht unsere Aufmerksamkeit wieder zu ihr hin “Da dies nun geklärt ist, müsst ihr euch nun den Test unterziehen.” Damit sieht die Kitsune zu einem Einhorn, mit kurzen und sehr dunklen blauen Haaren, der seine Brille hoch schiebt. Oh nein, der Hasen Banshee! Wenn ich die bekomme, werde ich der die Kehle durchbeißen! Ich atme erleichtert auf, als der Mann auf mich zu kam und Ykhar auf Akira zu geht, hoffentlich kommt die mit ihrem Leben davon… “Du gehst bitte mit Ykhar und du folgt bitte mir. Meine Name ist übrigens Keroshane.” Kersoshane… Kero! Dieser Name geht gar nicht! Aber trotzdem folge ich ihm und ich sah das Augenrollen von Akira als sie der Banshee, verkleidet als Brownie, hinterher gehe. Er bringt mich in die Bibliothek und wir setzten uns an einen Tisch, auf welchem schon Blätter liegen die er ergreift. “Ich werde dir jetzt ein paar Fragen stellen und auf der Basis deiner Antworten wird dann berechnet in welche Garde du dann zugeteilt wirst.” Ich nicke ihm zu, als ich meine Arme vor der Brust verschränk. Was können ein paar Fragen schon feststellen? Er räuspert sich und seine Augen fallen auf das Blatt in seiner Hand, ehe er dies mir reicht “Nun, meine erste Frage an dich ist welche Tageszeit magst du am liebsten?” Warte, WAS?!? “Uh… Die Abenddämmerung?!” Das wird noch lustig.

Wer hat sich denn bitteschön diese Fragen und manche Antwortmöglichkeiten überlegt?! Vor allem diese sich wiederholende Möglichkeit mit Mut und Messer. Wofür brauche ich dass denn? Ich habe meine Dolche und Krallen. Oder wenn ich in diesen Wald gehe, nehme ich doch kein Kissen oder die anderen Optionen. Als ich auch mit was anderem antwortete, gibt er mir klar zu verstehen dass ich eine der Möglichkeiten wählen muss. Was für ein beschissener Test. Aus Frust sage ich das Kissen, weil ich hatte meine Waffen eh an meinem Körper. So geht dies noch für eine Weile und langsam wurde ich doch verrückt. Ich stoße fast ein triumphierendes Heulen aus, als ich die letzte Frage beantwortet habe. Endlich fertig!! Doch muss ich mich noch gedulden, als er nun die Antworten scheinbar analysiert. Das genervte Schnauben spare ich mir. Als er seine Feder niederlegt und sich wieder aufrichtet, schaue ich ihn auch wieder an. “Nun, durch die Antworten die du mir gegeben hast und dem was ich daraus erkennen kann, scheinst du am besten in der Schattengarde aufgehoben zu sein.” Meine Ohren spitzen sich, die Schatten waren diejenigen über die man eigentlich nicht viel weiß. Außer dass sie die Spione und so genannten Attentäter der Garde sind. Ihr Symbol war ein Vogel der Nacht, den die Menschen als einen… Raben war es glaub ich, bezeichnen. Damit deutet er, mir dass ich gehen kann. So nicke ich zu ihm und ging mit großen Schritten aus der Bibliothek. Meine Freude findet sofort einen Tiefpunkt, als ich einen blauen Schopf vor mir sehe. Muss der jetzt wirklich warten? “Und,” er fing an so blöd zu grinsen, “in welcher Garde bist du gelandet?” “Das Orakel hat mich heute scheinbar gesegnet, denn ich bin nicht bei dir. Ich bin bei den Schatten gelandet.” Darauf zuckt er nur mit den Schultern “Hättest eh keine gute Alchemistin abgegeben, wenn du dich nicht konzentrieren kannst wegen simplen Gerüchen.” Bevor ich was erwidern kann, geht die Tür hinter mir nochmal auf und Akira kommt raus. Ich habe nicht bemerkt dass wir Beide im selben Raum waren. Ihr Grinsen ist breit und doch wird es noch größer als sie den Elfen erblickt. “Du scheinst ja sehr zufrieden sein mit deinem Ergebnis.” ich rolle meine Augen bei dem Ton des Elfens und sofort weiß ich, dass sie was vor hat. Als ob ihr das Orakel etwas wundervolles geschenkt hat, ich ahne es. “Nun, es freut mich dass ich meinen neuen Chef noch weiter quälen darf. Denn ich bin bei dir gelandet Farbeimer.” Meine Augen wandern von einem zum anderen, das erklärt ihre gute Laune… Doch schien der Elf fast schon… Warte… Freut ihn das? Dieses Grinsen kann ich nicht deuten! Was geht dem durch den Kopf? Hat der ne Ahnung wozu Akira fähig ist? Wenn ich er wäre, würde ich alle explosiven Stoffe weg schließen.

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Sein Grinsen wird noch breiter und ich kann mir schon denken das er wieder an eine dämliche Idee denkt. Aber ich weiß auch, dass er keine leise Ahnung hat zu was ich fähig bin und so frage ich einfach mal. “Du hast doch sicher schon eine erste Aufgabe für mich.” Sein Grinsen wird noch breiter “Mein Zimmer gehört mal wieder aufgeräumt.” “Was? Ist das dein Ernst? Sehe ich aus als würde ich putzen?” “Oh, gleich die erste Verweigerung. Ob ich das durchgehen lassen kann?” Ich seufze, gleichzeitig aber muss ich mir ein Grinsen verkneifen, als mir eine Idee in den Kopf kommt. Oh das wirst du noch bereuen! Das weiß ich jetzt, er will wohl wissen zu was ich allem fähig bin. So meine ich nur leicht genervt. “Von mir aus. Wo ist es?” Der Blick der er mir zuwirft ist göttlich, denn damit hatte er ja nicht gerechnet. Wenn er wüsste, dass ich nicht ans putzen nur mit einem Zahn denke. Blue wirft mir auch schon einen Blick zu, sicher wusste sie dass ich da noch was in der Hinterhand habe. Denn ich habe einfach so zugestimmt. “Na dann komm mit, ich werde dich da hin bringen.” So werfe ich nur ein kurzen Blick zu Blue, die mir langsam auf dem Fuß folgt, sicher überlegt sie sich gerade was bei mir im Kopf vorgeht. Erst als wir vor einer rosa Tür ankommen, worauf ich mir überlege ob dir mir wirklich Augenkrebs zu fügen wollte. Immerhin war sein Emblem über der Tür hübsch, denn es stellt eine Blume da. Er schließt das Zimmer auf, tritt hinein und weist mir an ihm zu folgen. Naja, auch wenn ich nicht zum aufräumen hier bin, so unordentlich war sein Zimmer doch gar nicht. Sein Bett war aus einem dunklem Holz, das mich an eine Baumrinde erinnert. Vom Boden bis zur Decke sind grüne Lianen gesponnen und sein Bett war mit bläulichen Laken bezogen. Im hinteren Bereich war ein Fenster, so dass das Sonnenlicht nur das Zimmer flutet. Viel zu grell für meinen Geschmack, aber das kann man ja noch ändern, denke ich während ich mir schon ein neues Grinsen verkneifen muss. “Wenn du fertig bist, schließ einfach die Tür hinter dir.” so lässt er mich mit einem kleinen Blick in meine Richtung, als könnte er es nicht glauben das ich das freiwillig tun würde, alleine. Ich höre nur noch Blue draußen ihn fragen, was sie tun soll, und er nur irgendwas von einem Zimmerschlüssel sagt. Meine Gedanken, wie ich das Zimmer umgestalten kann, lässt mich den Rest schon nicht mehr hören.
Mmh, wie könnte ich aus diesem grellen Zimmer wohl was ansehnliches machen? Während ich in seinem Zimmer auf und ab gehe und auf dem Zettel, der hier rum liegt, aufzuschreiben was ich alles brauche. Klopft es schon wieder an der Tür und ich vernehme Blues Stimme, die ich auch gleich zu mir ins Zimmer lasse. “Wir haben keine Matratze. Keine. MATRATZE.” Ich schaue sie ein Moment an, weil ich nicht ganz verstand was sie meint. “In unserem Zimmer”, knirscht sie mir entgegen, worauf ich die Augenbraue hob, aber ich gleich eine Idee habe. “Doch haben wir, der Elf braucht sicher keine.” ”Wusste ich's doch, dass du nicht zum aufräumen hier bist!” ich schmunzel darüber nur. “Hilfst du mir oder muss ich sie alleine rüber tragen?” Blue seufzt nur “Das gibt Ärger, ich rieche es schon.” Ich aber zucke nur mit den Schultern, “Er hatte nicht gesagt wie ich aufräumen sollte, oder?” Blue verdreht die Augen, aber hilft mir dieses komische blaue Laken vom Bett zu ziehen. So dass wir nun wirklich nur die Matratze haben. Während Blue schaut ob die Luft rein ist, blieb ich in der Tür stehen und versuche die Matratze zu halten. Erst als die Luft rein ist, nimmt sie das andere Ende und wir rennen schon den Korridor entlang bis zu unserem Zimmer. Wo wir die Matratze aufs Bett fallen lassen und in Lachen ausbrechen. “Auch wenn ich weiß das es Ärger gibt, hätte ich nie geglaubt das wir mal ne Matratze klauen.” meint sie mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Wir schließen das Zimmer und machen uns wieder auf den Weg. Den ich hatte ja noch einiges vor, so reiche ich Blue vor dem Zimmer des Elfen den Zettel. Sie soll versuchen die Sachen darauf zu besorgen, sie aber schüttelt nur weiter mit dem Kopf und ging davon.
Stunden später hatte ich mein Werk vollendet und das farbenfrohe Zimmer das es davor mal eins war, naja sagen wir es ist auch Farbenfroh. Nur vielleicht mit einer anderen Note von Pink und das Fenster hat eine Schicht darauf, dass die Sonne nicht mehr ganz so grell hier hinein scheint. So betrachte ich mein Werk noch ein letztes Mal, bevor ich die Zimmertür hinter mir schließe. Mit einem breiten und zufriedenen Grinsen gehe ich in mein Zimmer in Sicherheit, denn es wurde schon langsam Abend. Blue wart schon in unserem Zimmer und fängt an zu Lachen, als ich so ziemlich alle Ketten an der Tür zu mache und verriegel. “Wie schlimm ist es?” Ich lache kurz auf “Na ja sagen wir, es hat eine Note pink bekommen.” Blue versucht ein Lachen zu unterdrücken, als ich mich neben sie aufs Bett lege. Während ich mich ausruhe, nach der ganzen schweren Arbeit, wuselt Blue weiterem Zimmer umher und versucht die Risse in der Wand zu beheben. Gerade als sie bei einem großen Riss in der Wand reparieren will mit Mörtel, erklingt ein verärgerter Schrei über den Korridor bis zu unserem Zimmer. So das Blue den Topf mit Mörtel vor Schreck fallen lässt und ich meine Hand vor den Mund pressen muss um nicht los zu lachen. Denn ich denke, er hat mein Werk gefunden. Was es mir kurz danach auch bestätigt, als er an unser Zimmertür hämmert und ich nur ein Blick zu Blue werfe. Das sie ja nicht auf den Gedanken kommt, die Tür nur ein Spalt zu öffnen. Wir beide schauen uns an und wir beide beißen auf unsere Lippen als wir die bunten und freundlichen Wörter hören.

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#13 Am 19.09.2023 um 15.16 Uhr

Absynthgarde
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...
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Kapitel 10.
Es war noch eine weitere Woche vergangen seitdem wir in die Garden eingeteilt wurden, ich Schatten und sie Absynth. Der Elf, der diese leitet, bereut es wohl jetzt mehr den je, ich wette er versucht herauszufinden wieso Akira in seine Garde eingeteilt wurde, versucht das Ergebnis des Testes zu verstehen. Was mir auch auffiel ist, wenn wir nur in der bloßen Nähe zu seinem Zimmer sind, dass sein Blick sich komplett ändert, ob er sich vorstellt wie er uns den Kopf einschlägt? Na ja, sie hatte Glück, immerhin konnte sie direkt anfangen zu lernen um sich in ihrer Garde einzuarbeiten. Ihr Chef war da, meiner war noch irgendwo am rumlungern, zusammen mit dem der Obsidiane. Zumindest habe ich damit genug Zeit mit Jamon weiter zu trainieren, er war ein wirklich guter Lehrer und es lässt mich einfach gut fühlen, als ob ich hier hingehöre. Ich war auch nun neutraler wenn andere uns zu schauen, oft höre ich ihre Verwunderung dass ich ein Schatten bin und kein Obsidian, nachdem sie mich mit dem Schwert oder den Dolchen gesehen haben. Eine Sache hat mich auch fast zum frustrierten Weinen gebracht, aber Jamon hat meine Laune sofort erkannt und mich an seine Lektionen erinnert, als mein treues Schwert in zwei brach. Ich kann mich nicht erinnern wann ich es das erste Mal in meinen Händen hielt, es war als wäre es schon für immer gewesen, die Klinge ein Teil von mir. Der Oger ließ mich im Schatten des Kirschbaumes zurück und ging geschwand zurück zum Quartier der Garde. Akira hatte mich dort auf den Boden sitzen gefunden und doch etwas gelacht als ich ihr grummelnd vom Vorfall berichtete, sie meinte ich erinnere sie an ein Kind dessen Lieblingsspielzeug kaputt gegangen war. Na ja… Mein Schwert war eins meiner Lieblinge. Sie saß neben mir und hatte die Nase in einem Alchemiebuch, sie musste es lesen, Anweisung von oben. Ich hatte erst den Blick wieder gehoben als ich hörte dass der Oger zurückkam, seine Hände hinterm rücken und mit einem Lächeln. Freude hatte sich in meiner Brust ausgebreitet als er eine Hand von hinter seinem Rücken hervor holte und mein Schwert, wieder in einem Stück und doch hatte es einen neuen Schein, als wäre es neugeboren worden. Und doch hatte er ein weiteres Geschenk gehabt, in der anderen Hand war ein neuer Dolch, er hat zu oft gesehen wie ich immer eine Hand um einen nicht existierenden Dolch schloss und, da ich ihn mit meinem Eifer und Fortschritt beeindruckt habe, wollte er mir dies schenken, er sagte was von “Gewohnheit es ist, zwei zu tragen. Also du tragen zwei, damit Hand sich nicht um Luft schließt.” Es war das erste Mal dass mir jemand, der nicht Akira war, etwas geschenkt hatte.
Außerdem, da ich keinen Chef habe der mir sagen kann was ich tun soll, hatte ich die Zeit unseren Raum fertig zu gestalten. Eine perfekte Harmonie zwischen meinem und ihrem Geschmack. Die Matratze, nun wir durften sie behalten, was erstaunlich war. Natürlich hatte uns der Elf dann zu Miiko und Leiftan geschleift und ihnen berichtet was wir getan hätten. Ich denke Miiko hat erstmal innerlich rumgeschrien, wenn ich so ihren Gesichtsausdruck mir ins Gedächtnis rufe. Akiras Aussage, dass er nicht genau gesagt hatte wie, wurde jedoch geschmunzelt als sich Leiftan, mit einem Seufzen, dann um die Angelegenheit gekümmert hat und ausdrücklich sagte, dass wir diesen kleinen Vorfall vergessen und beim nächsten Mal nicht ohne eine Bestrafung davon kämen. So schlafen wir beide im selben Bett, das Gestell wurde natürlich dann angepasst. Für Akira habe ich den Raum in dunklen Farben gehalten, aber das Fenster lässt eh genug Licht hinein, egal welche Tageszeit es ist. Jeder hat eine Seite um sich auszubreiten, mit einem breiten Tisch in der Mitte, wir brauchen keine zwei die unnötig Platz verschwenden. Ihre Seite hat eher den Eindruck eines Bücherwurms und die kleine Zielscheibe die nahe beim Tisch hängt und mindestens immer einen Pfeil in sich trägt, zeigt ihre Präzision. Meine Seite jedoch zeigt eher den Eindruck von einer naturbezogenen Person, mit verstreuten Blättern auf denen Eskapaden von Berichten, Träumen oder einfach auch Gedichten niedergeschrieben sind, auf den Ecken waren immer kleinere Zeichnungen vorhanden. Ein gewisses Blatt hatte ich in der Schublade des Tisches versteckt, ich kann ihren Kommentar jetzt schon in meinen Ohren hören… “Denkst du immer noch an den? Du bist echt hoffnungslos. Jetzt schreibst du auch noch ein kleines Gedicht? Und ist das eine kleine Version von im am Rand? Und ich dachte du liebst mich?” Sonst ist nur noch eine kleine Kommode mit einzelnen Gegenständen vorhanden, sprich kleinere Mitnehmsel über die Zeit, der Dolch des Fremdes wird auch in diese Kommode übergehen wenn ich einen passenden Ersatz gefunden hab, er liegt so verdammt gut in der Hand. Unseren Kleiderschrank, ich weiß nicht wie ich den Einhorn Mann überzeugt habe dass wir einen GROSSEN brauchen, aber ja, wir teilten uns den Schrank.
Meine Seite hat sich, wie die von Akira, gefüllt, vor allem nachdem ich wieder dieser anderen Vampirin über den Weg gelaufen bin und sie mich aufmerksam darauf machte dass an meiner Kleidung Mörtel noch war. Ich habe nur genervt auf gestöhnt und dann stehe ich schon vor einem Purreko welche die Boutique innerhalb den Mauern der Garde leitet. Dass sie mich nicht auf der Stelle mit ihren Krallen zerrissen hat war alles… Kurz darauf gehen wir, Karenn war ihr Name, zurück in das Zimmer und sie war sogar so nett mir beim einräumen zu helfen.
Gerade als ich fertig damit war einen neuen Look über meine Haut zu ziehen, kam Akira rein und nahm mich mit überraschten Augen unter die Lupe “Seit wann hast du mal einen ordentlichen Geschmack und Klamotten die zusammenpassen?” fragte sie mich ungläubig.
Aber nun zurück zu meinem aktuellen Plan, ein bisschen im Garten der Quellen, so wurde mir gesagt, zu entspannen, in einem der neuen Outfits. Dieses wird mich wohl noch auf viele Missionen begleiten, doch jetzt bedecke ich meine Nase unter meinen hohen Kragen und lege mich aufs weiche Gras. Meine Augen fallen automatisch zu um alles auszublenden.   

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Ich sitze mit Blue im Garten und liege auf dem Bauch im Gras, mit einem neuen Buch vor der Nase, wenn das so weitergeht dann müssen sie demnächst neue Bücher kaufen. Gerade als ich die Zusammensetzung von einem Trank lese, erregen Stimmen die wohl vom Pavillon kommen meine Aufmerksamkeit. Da Blue neben mir wohl tief und fest schläft und ich eh keine Lust mehr habe zu lesen, stehe ich langsam auf, mit dem Buch unter meinem Arm, laufe ich langsam auf die Stimmen. Viel zu neugierig bin ich, den die anderen zwei Stimmen die ich höre und es scheint das sie sich mit dem Elfen unterhielten. Wollte ich wissen, wer die anderen Personen sind zu den Stimmen. So stehe ich hinter einem der Büsche, die im Garten sind, und lausche erst ein wenig. Sie sprechen das sie wohl von gestern Nacht, von einer Mission zurückgekehrt sind. Naja nicht allzu spannend, denke ich mir gerade als der Elf einen Satz sagt, wo sie meine Aufmerksamkeit wieder haben. “Wir haben zwei neue Rekruten, die mir jetzt schon auf den Geist gehen.” ich muss schmunzeln, klar nach der Aktion von mir. “Wieso? Was haben die denn gemacht?” fragt der eine mit der kräftigen, tiefen Stimme. “Ich hätte es ahnen sollen, als sich die eine so freiwillig dazu bereit erklärt hat mein Zimmer aufzuräumen. Nun ich fand mein Zimmer mit Farben verziert und meine Matratze war verschwunden. Ach ja Nev, viel Spaß, eine der Beiden ist bei dir gelandet. Valk mein alter Kumpel, sei froh dass du verschont geblieben bist.” Das war wohl dann mein Auftritt, denke ich mir, den hatte er nicht ein ganz kleines Detail ausgelassen. Das sein Zimmer jetzt viel hübscher ist. So trete ich aus meinem Versteck raus. “Oh du hast wohl vergessen zu erwähnen, dass ich deinem Zimmer einen Hauch Pink gegeben habe. Du kannst nur nicht mein Talent anerkennen.” Meine ich, während ich auf sie auf schließe, und den Schwarzhaarigen kurz einen Blick schenke. Ich denke, oh ne er auch hier? Aber ich lasse mir nichts anmerken. Diese Genugtuung mache ich im ganz sicher nicht. “Spionierst du mir jetzt auch noch nach?! Hat es dir nicht schon gereicht, mein Zimmer zu verunstalten.” Ich schmunzel nur, aber übergehe die Frage als ich meinen zwei, noch nicht ganz, Unbekannten zu lächle. “Tut mir leid, mein Chef leidet ab und an an Alzheimer und vergisst seine Manieren. Also stell ich mich halt mal selbst vor, ich bin Akira und wem hab ich Ehre?” Bei diesem Schwarzhaarigen, noch Unbekannten, sehe ich ein Schmunzeln auf dem Gesicht. Sicher erkennt er mich auch wieder. “Schön das man dich mal wieder sieht, wir hatten leider nicht genug Zeit das ich mich vorstellen konnte. Du kannst mich Nevra nennen wenn du willst.” Oh man, war der schon immer so ein Schleimbeutel? Wenn der noch weiter redet kommt mir Frühstück hoch. Ich wende den Blick zu dem Weißhaarigen, der erst einen Moment mich ansieht, als ob er überlegen würde was er sagen könnte. “Schön zu sehen dass es dir besser geht. Ich bin Valkyon der Leiter der Obsidiangarde.” Ich muss mir ein Schmunzeln verkneifen, wenn ich dran denke, wenn ich gleich Blue sagen darf wer ihr werter Chef ist. “Wo ist denn deine Schwester abgeblieben?”, fragt jetzt wieder Nevra. War ja klar das er jetzt wissen wollte wo Blue ist, denn er konnte sich sicher denken wer von uns in seiner Garde gelandet ist. Wenn ich es nicht bin. “Ich war gerade auf dem Weg zu ihr, den mein Kopf raucht langsam von der ganzen Theorie die mir aufgebrummt wurde.” und schaue dabei den Elfen vorwurfsvoll an, dass ihn nur wieder sein dämliches Grinsen auf dem Gesicht hat. Ich hätte ihm mehr als nur sein Zimmer verunstalten sollen. “Nevra du hast noch genug Zeit mit deinem neuen Mitglied, zu sprechen wir müssen noch zu Miiko.” So verabschieden sich von mir und lassen mich hier im Garten alleine, aber ich wollte das auf jeden fall Blue gleich mitteilen.

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Meine Ruhe wurde durch eine laut giggelnde Stimme und aufgeregte Schritte die auf mich zukommen, unterbrochen. Warum immer ich eigentlich? Ich öffne somit meine Augen, als schon Akira sich neben mich aufs Gras fallen lässt “Du wirst nie erraten, was ich gerade herausgefunden habe!” dabei schaue ich auf das Alchemiebuch unter ihrem Arm “Etwas Neues um den Farbeimer, der dein Chef ist, zu quälen?” überraschenderweise schüttelt sie den Kopf, aber hatte noch immer ihr Grinsen auf den Lippen “Ich denke nicht, dass er mir solche Bücher freiwillig noch gibt. Aber du bist nah dran, nur hat es mit dem Elfen nichts zu tun.” nun runzle ich die Stirn, was sie noch mehr zum kichern bringt . Wieso habe ich ein schlechtes Gefühl dabei? “Soll ich es dir sagen?” worauf ich nur nicke und somit ihr Grinsen nun ihre Fangzähne zeigt. O heiliges Orakel, was habe ich getan? “Ich weiß wer dein werter Chef ist. Willst du es auch wissen?” Wo hat sie das denn aufgeschnappt? Aber es wäre schon toll mal endlich zu wissen wem ich unterstellt bin. Darum gebe ich doch ein leicht genervtes ja von mir. Sie hätte diese Farce mir auch ersparen können. “Erinnerst du dich an einen speziellen Abend, in der Taverne? An jemanden besonderes? Mit dem wir eine sehr interessante Nacht hatten?” Meine Augen wandern langsam vom Himmel zu ihrem Gesicht. Mein Hals fühlt sich an als ob ich einen großen Laib Brot geschluckt habe, ohne zu kauen. Das kann jetzt nicht ihr Ernst sein, oder? Die Ausschnitte dieses Abends ziehen, wie ein Lichtblitz, vor meinen Augen her und ich spüre wie heiß meine Wagen werden. Doch als sie nicht ein gewisses Funkeln in den Augen hat, das angedeutet dass sie mich verarscht, läuft ein komischer Schauer über meinen Rücken “Akira… Sag mir bitte, bitte dass du mich einfach gerade sehr gut auf den Arm nimmst!!” doch schüttelt sie sehr belustigt den Kopf. Das kann doch nicht wahr sein!! Das ist doch ein blöder Zufall! Das kann nur ein Streich sein, ja ein gut gedachter Scherz sein! Sofort stehe ich wieder auf und ging vor mich hin grummeln weg. Ich kann ihr unterdrücktes Lachen hören. In dem Wasser schaue mich mein Spiegelbild an, blasse Haut war durch einen roten Schein ersetzt worden. Ich geh mich jetzt wohl oder übel mal abregen, kann ich hier nen Baum als Zielscheibe missbrauchen? Ne… Dann sind diejenigen hinter mir her, die für den Garten zuständig sind. Boah… Warum… Warum habe ich mich dazu überreden lassen, mit in die Taverne zu gehen?! Es wurden Fehler gemacht, gravierende Fehler! Und dann bedanke ich mich auch noch für die Nacht, HALLO?!? Wo ist jetzt die Keule die mich weckt? Erdloch? Irgendwas? Wenn man mal Magie und Zauber braucht, sind sie nicht da…

Als der Mond den Himmel küsste und mein Magen mich fast am umbringen war, konnte ich mich nicht länger in unserem Zimmer verstecken. Er hat auch nicht in der Zwischenzeit an unserer Tür geklopft, heißt entweder weiß er nicht wo unser Zimmer ist oder er ist noch beschäftigt. Lass es das letztere sein, bitte, ich brauch was zu essen. Sonst ist es nicht mein Magen, der mich in der Nacht ermordet. Ich steckte den Kopf zur Tür raus und ließ meinen Blick erstmal nach links wandern, nichts. Dann nach rechts, da auch nichts zum Glück. Damit trat ich aus dem Schutz meiner vier Wände und ging mit einem schnelleren Gang in Richtung der Kantine. Soweit sind mir nur normale Mitglieder über die Füße gestolpert, scheint als ob ich Glück hatte. Just als ich noch ein paar Schritte von meinem Essen entfernt war, vernahm ich nur eine gewisse Stimme eines blauhaarigen Elfen “Weißt du was komisch ist? Ich habe den Test von dieser Akira ein paar Mal analysiert, es ist sehr selten dass jemand zur selben Zeit geeignet ist für die Schatten- und die Absynthgarde, Nevra.” Okay… Vielleicht überdramatisiere ich ja, es kann doch nicht so schlimm sein… Blue, einfach schnell rein, zum Satyr hin, Essen holen und weg! Das ist der Plan, so kompliziert ist der nicht. Atme nochmal tief durch, okay, wer nicht wagt, der bekommt nichts zu essen.
So trat ich in die Kantine hinein und sofort klebte mein Blick an einem Schopf, aus schwarzen Haaren, in welchen ich mich bereits schon mal festgehalten habe. Oh-oh… Sie hat mich nicht reingelegt, NEIN. Wieso immer ich? Rückzug! Ich trete den Rückzug an, scheiß aufs Essen! Doch bevor ich meinen taktischen Feldzug vollführen konnte, hob er seinen Blick und dieser landete auf mir. Das Orakel muss mich sowas von hassen!! Jetzt winkt der mich auch noch zu sich und, spar dir das Grinsen Elf! Moment warum starren mich jetzt alle an? Komm schon, so schwer wird das wohl nicht sein. Füße, bewegt euch zum Tisch, los! Nach ein paar Augenblicken stand ich nun bei ihnen, jetzt kam mir auch die dritte Person bekannt vor. Er war dort, im Dorf, die Männer mit dem Obsidian Abzeichen standen hinter ihm. “Du kannst dich ruhig mit deinem Essen zu uns setzen, Karuto kann es dir bringen, das ist der Vorteil wenn man bei uns sitzt.” als dies über die Lippen vom Einäugigen kam, wusste ich dass ich wohl nicht fliehen konnte. Wenn schon die Blicke sämtlicher Gruppenmitglieder auf mir ruhten, ist es klar dass es eine riesige Unverschämtheit wäre jetzt einfach zu gehen. Das hat er doch extra gemacht! Mit einem gezwungenen Lächeln setzte ich mich auf den leeren Stuhl und landete somit zwischen dem Riesen und dem Schwarzhaarigen. Während der Elf vor mir mit seinem doofen Grinsen saß. Dann hob der Grund meiner Pein nur den Arm und rief etwas zur Küche, sofort scharrten Hufe aus der Richtung. Ich schlucke um die Wüste aus meinem Hals zu bekommen. Was soll ich denn bitteschön jetzt sagen? Erst aber näherten sich die Hufe und der Mann mit dem interessanten Dialekt, stellt vor mich ein Tablett und nickte den Männern am Tisch freundlich zu. Ehe er wieder in der Küche verschwand. “Jamon hat mir zukommen lassen, dass du sehr geschickt mit deinen zwei Dolchen umgehen kannst. Er war voll mit Worten des Lobes. Er ist nicht einfach zu beeindrucken, weißt du?” ich hätte den Mann zu meiner rechten, fast schon mit einem verständnislosen Blick angeschaut. Aus tausenden Fragen, fängt er so an? Ich räuspere mich, als nun die Blicke der anderen Beiden auch auf mir ruhen. “Ich denke nicht, dass ich so gut bin wie Jamon meint. Er hat zwar mit mir trainiert doch ich hab noch einiges zu lernen.” hat Jamon so intensiv über mich geredet? Nun ja es macht Sinn, dass der Oger meinem Chef von meinen Fähigkeiten unterrichtet. “Ich habe gesehen wie du gekämpft hast, du bist eindeutig nicht unerfahren.” nun wanderte mein Blick zum Berg. Stimmt als ich in diesem Zustand war, stand er ja bereits im Tor. Wenn er einer der Chefs ist, wissen die anderen bestimmt auch schon lange davon was ich getan habe. “Wärt Ihr nicht gewesen, hätten es meine Schwester und ich niemals geschafft da raus zu kommen. Ich habe bloß versucht sie zu beschützen.” dann griff ich zur Gabel um eine Stille von Fragen für mich zu erzwingen. Lieber versuchen das Essen runterwürgen, als ihnen die Möglichkeit zu geben mir Fragen zu stellen. Zumindest ein paar weniger. Sie schienen es auch zu respektieren, als ich ein paar Bisse zu mir nahm. Wobei ich den Blick des schwarzhaarigen auf mir spüre, auch wenn er an einem Getränk nippte. “Wo hast du eigentlich so gute Waffen her?” kam vom Vampir zu meiner rechten. Das ist jetzt blöd, wie soll ich denn erklären woher ich die habe? Wenn ich sage gekauft, das werden die mir nicht abkaufen oder gefunden. Ich schieb das Problem woanders hin. “Meine Schwester, sie hat mir diese gegeben auf unserer Reise.” ein Nicken und ein Schmunzeln des Elfen sagen mir irgendwie, dass er das nicht glaubt. Ebenso wie ein gewisses Glitzern im Auge meines Cheffes. Wieso hat Akira auch seinen verfluchten Dolch mitgenommen… “Als Geschenk? Deine Schwester hat eindeutig einen interessanten Geschmack an Geschenken,” stieß der Weißhaarige links neben mir aus, “hast du ihn zufällig dabei?” Jetzt war ich froh, dass ich den gewissen Dolch nicht dabei habe, weshalb ich es verneinte “Aber ich hab den Dolch dabei den mir Jamon geschenkt hat, da ich meinen anderen verloren hab bei dem Kampf im Dorf.” Damit nickt er und sofort folgt die nächste Frage. Dieses Mal aber kam sie vom Alchemist “Wo habt ihr bitteschön das Gold her, um euch so etwas zu leisten? Gute Qualität hat eben seinen Preis.” dafür musste ich nicht lange überlegen “Akira ist eine vortreffliche Bogenschützin. Wann immer wir in Dörfern ankamen, hörten wir uns nach Aufträgen um, die wir dann erledigten. Es ist manchmal echt effektiv Früchte von Bäumen zu schießen oder Wettbewerbe die zufälligerweise stattgefunden haben und sie mitgemacht hat.” zumindest ist ein kleiner Funke Wahrheit in dieser Äußerung vorhanden. “Die Waffe die du neben ihr Bett gelegt hast? Ja, ich habe schon bemerkt dass deine Schwester ein außergewöhnliches Wissen an Alchemie besitzt.” da zuckte ich nur mit den Schultern und sagte “Bücher.” Als er schmunzelt, gab es mir ein komisches Gefühl. Hat Akira ihm alles gesagt was ihre Alchemie angeht?
Ich hatte ohne es zu bemerken, meinen Teller geleert und mein Magen schmerzt nicht mit dieser Zwangsaufnahme, genauso wenig gluggerte das Getränk. Es war doch nicht so schlimm wie ich anfangs gedacht habe. Man kann sich wirklich mit ihnen unterhalten, wobei ich sie trotzdem noch nicht verstehe. Doch als ich nur den nächsten Satz von rechts hörte, bereute ich meinen vorschnellen Gedanken “Nachdem ich von Valkyon gehört habe, was mit euch passiert ist, ist es schön zu sehen dass ihr überlebt habt. Schließlich haben wir uns ja gut in der Taverne verstanden, ich hab mich schon gewundert.” ich versuchte verzweifelt NICHT an das zu denken, was nach diesem Gespräch passiert ist. Er grinst bestimmt schon innerlich, weil er es genauso weiß… “Vielleicht solltest du mal auf die Krankenstation, du machst einer Erdazie Konkurrenz.” ich mach was?! Ich schaue den Elfen überrascht an. Er zeigt keine Sorge sondern schien amüsiert zu sein. “Stimmt, du wirst ziemlich rot im Gesicht. Hast du dein Training mit Jamon übertrieben?” dann legte er mir… WAAAAAS? S-s-s-seine Hand… Auf… me-me-m-meiner Stirn… d-d-d-d-das haaaaaat er jetzt nicht… Mein Kopf… ARGH… “Heiliges Orakel, du solltest dringend in die Krankenstation gehen, nicht nur dein Kopf ist rot.” B-bitte, was sagt dieser Elf? Mir ist viel zu warm… “Soll ich dich vielleicht auf die Krankenstation bringen?” fragt mich Valkyon besorgt, mit verschränkten Armen vor der Brust. Sofort sprang ich von meinem Stuhl auf und konnte ihn durch meinen Schweif stoppen ehe er auf den Boden knallte “Ne-nein, d-danke… Iiiiich finde… den Weg alleine. Danke für das… uh… Gespräch!” um nicht weiter wie ein stotterndes etwas dazustehen, renne ich zur Tür. Ich konnte noch hören wie der Elf in ein Lachen ausbricht. Ich stürme zu unserem Zimmer, an Fairies vorbei die mich verwundert anstarren. Doch war es mir egal, als ich die Tür aufschlage, mich sofort auf das Bett werfe, das Kissen an mein Gesicht presst und einfach schreie. Akira lag neben mir und legte vorsichtig eine Hand auf meine Schulter “Was ist denn bitte passiert? Du wolltest dir doch nur was zu Essen holen?” “Du musst herausfinden wie man zum Orakel ein Erdloch beschwören kann!!”

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Oh man, mein Hunger, es ist zu lange her das ich was zwischen den Zähnen hatte. Denke ich mir als ich Blue anschaue die friedlich neben mir jetzt schlief. Es war ja vorher als sie ins Zimmer gestürmt ist, schon amüsant zu sehen wie sie reagiert hat. Aber ich wollte sie nicht wecken, da sie jetzt schlief, immerhin einer von uns beiden kann gut schlafen. So erhebe ich mich, leise, und schlich zur Tür. Die ich mit einem letzten Blick in Richtung Blue hinter mir schließe und ich so mich auf dem Korridor der Garden wieder finde. Ich atme durch, eigentlich habe ich keinen Nerv um alleine los zu gehen und hier war ja die Gefahr noch höher erwischt zu werden. So laufe ich den Korridor entlang, als mir eine bekannte Gestalt entgegen kommt, was mich genervt seufzen lässt. Warum musste ich auch, von den Personen die hier untergebracht waren, gerade ihm über den Weg laufen. Aber na ja, vielleicht hat er ja ein Lösung für mein Problem oder kann mir sagen ob ich jemand hier einfach so beißen darf. Man weiß ja nie. “Na wohin des Weges zu so später Stunde?” Fragt er mich auch gleich, als wir auf einer höhe waren. “Das Gleiche könnte ich dich fragen.” gebe ich schon genervt von mir, was ihn nur mich seltsam mustern lässt. “Ich sollte wissen, wo du zu der späten Stunde noch hin möchtest.” So seufze ich einfach noch mal, wärend ich mit den Schultern zucke. “Ich brauch was zwischen die Zähne, du weißt nicht zufällig wo ich das noch so spät herbekomme?” Nevra, der mir immer noch gegenüber steht, schaut mich einen Moment verwirrt an, worauf ich mir mit der Zunge über einen meiner Fangzähne lecke. Das sein Blick sofort wissend erhellt. “Komm mit mir.” Schon dreht er sich um und läuft einfach in eine Richtung davon. Na toll, bin ich jetzt irgend einer seiner treuen Gefährten die im hinterherläuft oder was? Aber, da ich hunger habe und er ganz sicher sich hier besser auskennt als ich, folge ich ihm einfach mal. So schließe ich auch neben ihm kurz danach auf. “Wo hast du sonst deine Nahrung her?” Fragt er, während ich einen Moment überlege bevor ich es ihm sage. “Na, Dorfbewohner kann ich hier wohl schlecht anknabbern, oder?” Er schaut mich mahnend an, worauf ich nicht einging. Denn was weiß er schon, wie wir die Monaten und Jahre davor gelebt hatten. Wir hatten nicht so ein Luxus wie er hier. Wir betreten zusammen die Kantine, wo das Licht schon aus war, aber für unsere Sicht macht das keinen Unterschied. Ist eher angenehmer für meine Augen. Er verschwindet kurz hinter dem Tresen und kommt dann mit einem Gefäß mit Blut zurück, worauf ich das Gesicht verziehe. Den ich kannte es noch aus der Krankenstation, aber nehme es bereitwillig entgegen. Heute Abend ist mir auch das recht, alleine los zu gehen gerade, da ich es ihm auch gesagt habe wo ich es sonst mir beschaffen hatte. So nehme ich erst einen Schluck daraus und frage mich wieder, wie man dieses abgestandene halb warme Gesöff trinken konnte. “Ich habe gehört in welchem Zustand du hierher gekommen bist. Geht es dir wieder besser?” Ich zucke kurz mit meinen Schultern, “Geht schon, bin kein Schaschlik mehr.” Auf seinem Gesicht legt sich ein amüsiertes Lächeln. “Deine Definition habe ich auch noch nie so gehört.” Ich nehme einfach einen weiteren Schluck des Blutes, um darauf nicht einzugehen. Den ich weiß ja immer noch nicht, warum er jetzt einfach, da ich meine Ernährung habe, nicht wieder gegangen ist. So hält er endlich seinen Mund und ich kann den Rest des Blutes in Ruhe trinken. Bevor ich ihm das leere Gefäß wieder reicht, dass er in der Küche die in meinem Sichtfeld noch ist stellt und dann wieder zu mir auf schließt, als ich gerade am gehen bin. “Du kannst jeder Zeit in die Küche gehen und dich bedienen, an den Konserven. Ich werde Karuto bescheid sagen, dass er darüber informiert ist.” ich lächle ihn nur kurz dankend zu, als wir durch die Tür der Kantine wieder nach draußen laufen wo er den Weg zu den Zimmern einschlägt, aber ich will nicht sofort wieder in mein Zimmer. Den schlafen will ich nicht, auf die Bilder kann ich verzichten die mir vor Augen kommen sobald ich die Augen schließe, so drehe ich mich in Richtung Garten um. “Du gehst nicht in dein Zimmer?” fragt er jetzt wieder. Was will er den jetzt? Ganz sicher werde ich nicht zu lassen, dass er mich in die Gärten begleitet, ich brauche Ruhe. “Ich wollte nur noch ein wenig Luft schnappen bevor ich schlafen gehe.” “Dann, gute Nacht dir später.” ich wende mich um und, warum auch immer, ich ein leises “Danke.” hervor bringe, bevor ich dann schnell in Richtung Garten verschwinde. Ich laufe in den Garten, setze mich unter den Kirschbaum und schaue in die Sterne. Warum muss mir, nach all der Zeit, immer noch die Ereignisse von damals in den Kopf kommen? Warum kann ich sie nicht vergessen? Ich kann Blue es nicht sagen, dass ich davon immer noch träume und seit dem Unfall in dem Dorf sie noch schlimmer wurden. Warum kann ich die Bilder einfach nicht vergessen? So sitze ich noch einige Zeit unter dem klaren Sternenhimmel, bevor ich mich dann doch wieder aufmache zurück in unser Zimmer. Ich will nicht das Blue bemerkt, das ich solange weg war und das ohne sie. Die Zimmertür fällt hinter mir leise ins Schloss, bevor ich mich ins Bett lege und leicht an meine Schwester kuschel, auf die ich schon immer zählen konnte.

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#14 Am 20.09.2023 um 13.03 Uhr

Absynthgarde
Issek
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Kapitel 11.
Es ist ein paar Tage erst her seitdem Akiras Fäden gezogen wurden, sie hat von Ewelein grünes Licht bekommen dass sie wieder anfangen kann zu trainieren. Ab und an kann ich irgendwo im Hintergrund Karenn und Chrome hören, beide sind Teil der Schattengarde wie ich und in den letzten Tagen, seit ich meine erste Begegnung mit meinem Chef hatte, komme ich mit den Mitgliedern meiner Garde mehr in Kontakt. So kam ich dazu die Tratschtante Karenn und den Werwolf Chrome kennen zu lernen. Es tut gut endlich mal auf einen Artgenossen zu treffen, auch wenn ich runter schauen muss. Endlich jemand auf den mal ICH runter schauen muss! Na ja, er findet es weniger witzig aber was solls? Doch hüte ich mich vor Karenns Ohren, wenn man bedenkt wer ihr großer Bruder ist… Ich werde mir wohl nie das Ende anhören können, wenn sie herausfindet dass ich mit meiner Schwester und ihrem Bruder in der Kiste gewesen bin und ich auch noch einen Dolch von ihm habe… Eindeutig wird das nicht gut enden für mich. Meine Ohren zucken auf als ich das Zischen des Pfeils höre der sein Ziel verfehlt, mal wieder. Ich habe aufgehört zu zählen wie oft das passiert ist und wie oft die Pfeilspitze sich irgendwo in der Zielscheibe versenkt hat. “Das kann doch nicht wahr sein!! SCHON WIEDER!!” ich bleibe ruhig als ich zuschaue wie sie ihren Bogen böse an funkelt. Diesen habe ich überprüft und selbst gespannt um die Sehne zu testen, bevor ich ihn ihr geben habe, also liegt es wohl nicht daran “Du hast lange deinen Bogen nicht mehr gespannt und du warst verletzt, es ist klar dass du nicht sofort wieder deine normale Stärke besitzt. Lass dir Zeit und konzentriere dich.” “Du brauchst mir nicht sagen wie ich meinen Bogen spannen muss!” darauf seufze ich ohne ein Geräusch, wie immer… Sie ist so stur wie immer und hört nicht… Ich wünsche sie würde diesen ablegen, doch das wäre zu viel verlangt. Ein Geräusch von rechts zieht meine Aufmerksamkeit von meiner Schwester als ein Gefährte vor mir steht und ich nur seufze, es war Shaïtan der Black Gallytrot von Nevra. Ihr Blick sagt mir sofort dass ihr Besitzer mich sprechen will, das war es wohl vorerst, die Pflicht ruft nach mir. “Akira,” sie sieht zu mir, “ich muss leider gehen, mein Chef hat schon seinen Gefährten nach mir geschickt und wenn ich nicht bald komme holt der mich selbst ab.” sie nickt dazu. Ich habe es zwar geschafft bei den notwendigen Treffen soweit mich ruhig zu halten, doch wenn wenige Personen da sind wird es schwerer und alleine… Das will ich mir nicht ausdenken was dann passiert. Damit drücke ich mich vom Baum weg und folge dem Black Gallytrot zu Nevra.     

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Puh endlich alleine! Endlich sieht sie meine missratenen Versuche diesen Pfeil in die Mitte, nur in die Mitte in diesen scheiß roten Kreises, zu bekommen nicht. So schwer ist das doch auch nie gewesen. So fluche ich weiter und spanne den nächsten und den nächsten und immer wieder treffe ich zwar die Zielscheibe, aber nie in der Mitte. “SCHEISS BOGEN!” Fluche ich während ich den nächsten spanne. Durch eine Bewegung werde ich kurz abgelenkt und lasse den Pfeil aus versehen los. Nur das er jetzt nicht in die gewünschte Richtung fliegt und ich mich schon schnell entschuldigend umdrehe und hoffe das ich keinen getroffen habe. Aber als ich den Elfen sehe, naja so schlimm ist es ja nicht, ich habe ihn ja nicht getroffen den er bückt sich gerade nach dem Pfeil, der ihn wohl gestreift hat. “Hast du gerade allen Ernstes, einen Pfeil nach mir geschossen?”, fragt er genervt “Würde ich nie tun, auf was für Gedanken du mal wieder kommst.” meine ich halb schmunzelnd. “Und ich dachte du bist gut darin.” Das hat er nicht gesagt! Ich zeige ihm, dass ich gut darin bin! So spanne ich den nächsten Pfeil und lasse ihn ohne viel nachzudenken einfach los und er schießt durch die Luft, gerade in den roten Kreis in die Mitte. Will mein Bogen mich jetzt verarschen oder was? Warum nicht schon davor? Aber, als ich mich zu dem Elfen um wende, reicht er mir nur breit grinsend meinen Pfeil zurück. “Und mit deinen Wurfpfeilen? Nur Deko die du mit trägst?” Ich knurre ihn schon an. Deko, als würde ich unnötigen Ballast mit schleifen. So ziehe ich breit grinsend den Wurfpfeil aus meinem Waffenholster, was um meine Brust liegt und lege ihn in meine Hand. Wie gut es tut das kühle Metall und die scharfen Kanten mal wieder in meiner Hand zu spüren, bis ich ihn mit einem gezielten Wurf auf die Zielscheibe werfe und wieder voll in die Mitte treffe. Zum Glück, denke ich nur, ich kann mir gut denken das er mich damit nur auch wieder mit auf ziehen würde. “Siehst du? Ich bin gut darin, zufrieden?” meine ich zu ihm gewandt, aber er dreht sich schon zum gehen, bevor er noch was sagt. “Versuch nicht zu viel nach zu denken, dann klappt es wie du gesehen hast.” ich schaue ihm nach. Hat er mir gerade freundlich einen Rat erteilt? Ich glaube ich träume gerade. Ich schüttle mit dem Kopf und konzentriere mich weiter auf das Training und komischerweise treffe ich jedes mal jetzt ins Schwarze. Warum erst jetzt und nicht die Stunden davor, denke ich mir als ich nach ein paar weiteren Versuchen die Pfeile einsammel und mich in Richtung Dusche und Zimmer aufmache.
Nachdem ich geduscht bin setze ich mich in eine Ecke des Zimmers und vergrabe mein Gesicht hinter einem der Alchemie Bücher, die ich ja noch lesen soll. Bevor ich nach, ach keine Ahnung, wie langer Zeit ich da sitze, auf schrecke als Blue ins Zimmer kommt. “Kommst du mit in die Kantine, nachdem ich Duschen war?” “Klar, warum nicht?” meine ich zu ihr und so verschwindet sie mit frischen Sachen wieder aus der Tür.
Wenig später sitzen wir mit unserem Essen in der Kantine während wir über unseren Tag reden, aber Blue mehr am sprechen ist und ich ihr nur zu höre. “Dieses Gespräch war voll unnötig, ich hätte dir beim Training helfen können anstelle meine Zeit zu verschwenden und dann wollt er auch noch mit mir alleine reden. Was ich aber dank Chrome umgehen konnte, da er mit mir noch Trainingstipps geben wollte.” Ich lausche ihr einfach nur, auch wenn ich meine das ich am Ende doch wieder ins Schwarze getroffen habe, was natürlich Blue auch demnächst noch selbst sehen will. Nach einem langen Abend zusammen in der Kantine und einem gemeinsamen Essen, gehen wir später zusammen in unser Zimmer und legen uns nichts ahnend schlafen. Bevor ich am nächsten Morgen aufstehe um mich frisch zu machen und meine Haare zu kämmen, sie wie jeden Tag zu einem Zopf nach hinten zu flechten, aber als ich mein Blick in den Spiegel werfe, schreie ich vor Schreck und Entsetzen schrill auf. Was um des Orakels Willen, hat ein Schnurrbart in meinem Gesicht zu suchen und ich ahne wer dahinter steckt. “DU MIESER KLEINER ELF!! Das wirst du mir bereuen das verspreche ich dir!” knurre ich zwischen meinen Zähen raus. Blue wurde wohl durch meinen Schrei geweckt. “Was ist denn los bitte?” Ich drehe mich zu ihr um und kann sehen wie sie sich aller ernstes ein Lachen unterdrücken muss, aber als es dann noch an unserer Tür klopft, hoffe ich für den Elfen das er es nicht ist sonst würde er den morgen nicht mehr überleben. “Alles ok bei euch?”, fragt glaub ich Leiftan, soweit ich es mit der Stimme ausmachen kann. “Alles ok bei uns.” gebe ich von mir und versuche nicht wütend zu klingen.

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Als ich durch diesen schrillen Schrei aus meinem schönen Schlaf geholt wurde habe ich mit allen gerechnet, mit Banditen die in unserem Zimmer stehen oder ein ausgewachsener… Keine Ahnung. ABER damit habe ich nicht gerechnet! Meine Schwester steht vorm Spiegel und murmelt nur was von Rache, als sie sich umdreht weiß ich warum. Unter ihrer Nase hat sich ein Schnurrbart gebildet. Sofort beiße ich auf meine Lippe um mich ruhig zu halten und nicht zu lachen. Wenn ich lache überlebe ich diesen Morgen nicht!
Es hilft auch dass ich nicht frustriert auf stöhne bei Leiftans Stimme an unserer Tür, ich habe es bisher geschafft ihn großräumig aus dem Weg zu gehen, das macht der mir nicht kaputt!! Kurz darauf steht Akira vor mir und haut mir fast mit einer Liste ins Gesicht “Du. Alchemielabor. Sofort.” “Aber ich muss mich-” “BLUE BEWEG DEINEN ARSCH!!!” meine Ohren klingeln für einige Sekunden da sie vor mir steht. So schlüpfe ich schnell in meine Hose und ein akzeptables Oberteil werfe ich mir über. So gehe ich mit wuscheliger Mähne, einem losen Oberteil, ohne BH, Hose und keinen Schuhen aus der Tür und mache mich in Richtung Labor auf. Die Blicke die ich bekomme sind nicht zu übersehen, doch Karenn löst sich aus der Menge um mit mir zu gehen “Was war das denn? Ich habe noch nie einen so markerschütternden Schrei gehört.” “Ach, das ist normal bei Akira, wenn du schon dein Leben lang mit ihr reist wirst du dich daran gewöhnen.” sie schaut mich belustigt an und beäugt die Liste in meiner Hand “Ich frage lieber erst wenn wir da sind.” “Besser so…” erwidere ich als wir endlich den Korridor der Garden hinter uns gelassen haben. Im Eingangsraum begegnen wir Ewelein und Miiko die mir verwirrt hinterher schauen bei meinem Anblick. Ich halte die Nase zu als ich die Tür zum Labor aufmache und nur einen verdächtig grinsenden Elfen gefunden habe, na großartig… “Ich lasse euch zwei mal, aber räumt alles wieder dahin wo es hingehört!” sagt er noch und entschwindet dem Raum mit seinem typischen breiten Grinsen. Die Augen von Karenn schauen von der Tür zu mir “Was hat Ezarel Akira angetan?” und erstmal muss ich loslachen auch wenn mein Kopf schon weh tat. Als ich mich beruhigt habe und es ihr erkläre fängt sie auch an zu lachen “Einen Schnurrbart? Wirklich?” ich nicke als ich zum Tisch gehe, was soll ich denn bitteschön mischen? “Komm ich helf dir, sonst wird Akira noch mit dem Bart rumlaufen müssen.”
Durch die Hilfe von der Vampirin schaffe ich es das Mittel zu brauen “Weißt du eigentlich was bei Ezarels Zimmer passiert ist?” fragt sie mich plötzlich und ich antworte ihr “Nun, Akira hat seinen Raum persönlich umdekoriert und wir haben ihm die Matratze geklaut weil wir keine hatten. Nie wieder wird er sie wohl darum bitten sein Zimmer aufzuräumen.” Das Kichern von Karenn erfüllt den Raum und ist wenigstens nicht so schädlich für meine Ohren und die Kopfschmerzen. Als wir den Raum hinter uns lassen atme ich erleichtert auf und meinen Rückweg anzutreten, ich bedanke mich noch bei Karenn und verspreche ihr sie am laufenden zu halten bei diesem geheimen Krieg.
Ich klopfe an der Tür “Ich bin es, alles safe.” und so öffne sie mir die Tür einen Spalt weit auf und ich schlüpfe wieder hinein. Gut dass ich vorher gelacht habe und reiche ihr das was sie bestellt hat. “Weißt du an was mich die Konsistenz erinnert?” merkt sie an und ich schaue das Fläschlein genauer an, es hat eine goldene Farbe und war dickflüssig “Honig.” realisiere ich plötzlich und das Grinsen auf ihrem Gesicht lässt mich erahnen dass sie dasselbe denkt. “Ich lass dich jetzt erstmal machen und ich geh duschen, ich will diesen Parfumduft abhaben.” “Du warst doch gestern erst.” sagt sie, doch ich zucke nur mit den Schultern. Als ich aus dem Zimmer trete erblicke ich den Übeltäter und kann nicht anders als auf ihn zuzugehen. “Diesen Streich, wirst du noch bereuen Elf. Also, an deiner Stelle wäre ich vorsichtig oder würde gehen.” ich gebe ihm nicht die Chance zu antworten und gehe weiter zu den Duschen.

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#15 Am 21.09.2023 um 18.11 Uhr

Absynthgarde
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Kapitel 12.   

     
Ein Geruch lässt mich aufschrecken, ein Geruch den meine Sinne auf Alarmbereitschaft stehen lassen und dann sehe ich schon wie die Flammen die Holztür meines Unterschlupf gefangen nehmen. Ich will hier raus, einfach nur raus, aber es gibt keinen Ausweg außer diesem kleinen Fenster. Ich habe Angst, Angst vor den Flammen. Aber das ist nicht das Schlimmste, sonder die gesichtslosen Gestalten die vor mir stehen und mich als Monster und Abschaum der Hölle bezeichnen. Schweißgebadet wache ich auf. Wieder einer dieser Albträume, nur werden sie immer deutlicher, bildlicher hinter meinem inneren Auge. Mein Atem geht abgehackt und dieser kleine Raum, der unsere Zimmer ist, fühlt sich an als würden die Wände immer näher kommen. Ich muss hier raus egal wie, einfach nur hier raus! So spring ich aus dem Bett, als wäre ich auf einer Flucht vor meinen Bildern. Mit wackligen Beinen, die wohl auch nicht mehr ihren Dienst mir verweigeren, werfe ich mir nur noch ein paar Kleider über, als ich dann aus dem Zimmer schon renne. Raus durch den Korridor, hinein in den Garten wo ich erst wieder von der kühlen Nachtluft mein Atem sich allmählich beruhigt. Ich sinke mit dem Rücken an dem Stamm des Kirschbaumes hinunter und halte einen Moment mein Gesicht in meinen Händen. Warum wollen diese verdammten Bilder nicht aus meinem Kopf raus? Ich bin doch schon lange nicht mehr eins dieser Monster! Ich habe mich doch unter Kontrolle, was meinen Blutdurst angeht, oder bilde ich mir das nur ein? Nein, das kann ich mir nicht nur einbilden, sonst würde ich doch nicht in der Garde gelandet sein. So lege ich mein Kopf zurück an die harte Rinde des Kirschbaumes und schaue durch seine Äste hoch zum Himmel. Wie die Nächte davor schaue ich die Sterne an, wo sie da oben so ruhig über uns wachen. Meine Atmung beruhigt sich um so länger ich hier sitze und in den Himmel schaue. Wie die Nächte davor vergesse ich das Zeitgefühl und erst, als ich die ersten Sonnenstrahlen bemerke, mich erhebe und zurück ins Zimmer gehe. Zum Glück treffe ich nie jemand auf meinem Weg, ich weiß nicht was ich ihnen antworten sollte. Die Zimmertür fällt hinter mir leise ins Schloss, so das Blue auch ja nicht berwerkt das ich schon draußen war und das schon wieder ohne sie. Ich lege mich, nachdem ich mich versichert habe das Blue noch schläft, neben sie auf die Laken des Bettes und versuche noch ein wenig Schlaf zu bekommen, wenn das überhaupt noch möglich ist.

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Durch eine Bewegung in der Matratze wache ich auf und öffne meine Augen ein wenig, ich sehe wie Akira sich neben mich ins Bett legt. Wie spät ist es denn bitteschön? Noch komplett dunkel? Wo sie wohl noch war, wahrscheinlich im Bad. Also ist alles okay und eh, wäre was hätte sie mich vorher schon geweckt und mit mir geredet. So schließe ich wieder wohlig meine Augen und jage einem Traum hinterher.

Das nächste Mal, als ich meine Augen öffne, steht die Sonne etwas höher aber noch lange nicht am Zenit, also es ist weit vor Mittag. Ich strecke mich und gähne auf, Akira liegt noch und ich bemühe mich langsam und leise auf zustehen. Meine Haarbürste in der Hand, um endlich mal eine Ordnung in diesem Nest zu haben, und dann zieh ich wieder meine Arbeitskleidung an, schnappe meine Dolche und das Schwert. So schnell einen Happen bei Karuto holen und dann ein kleines Morgentraining, denke ich als ich eine kleine Notiz für sie schreibe, damit sie weiß wo ich bin. Als ich die Tür leise schließe, sehe ich noch in den Raum um zu sehen ob sie noch aufgewacht ist, scheinbar nicht. Auch wenn es noch ein wenig früh ist laufen mir schon ein paar über die Füße, wahrscheinlich diejenigen die Nachtwache hatten. Manche sehen aber aus als seien sie auch gerade erst aufgewacht. Mein Plan wurde vereitelt als ich sehe wie Leiftan in die Kantine geht, okay, heute kein Frühstück für mich und gehe sofort raus um meinen Trainingsplatz aufzusuchen.
Das Schwert ist in meinen Händen und ich kontrolliere wie weit ich meine Hiebe gehen ließ, als ich damit zufrieden bin nehme ich beide Dolche in die Hand. Kurz schaue ich auf den von Nevra und kann gerade so den Anflug von Wärme stoppen. Es ist nur eine verdammte Waffe! “Hab nicht gedacht dich hier zu sehen.” Bei der plötzlichen Stimme werfe ich den Dolch fast in die Luft, Karenn steht hinter mir “Morgen! Musst du dich immer an schleichen?” sie lächelt dazu, doch bevor sie ihre Antwort aussprechen kann fällt ihr Blick auf meinen Dolch, sie scheint nachdenklich zu werden “Komisch, mein Bruder hatte auch genau so einen.” Oh verdammter Mist, ich bin geliefert!! “Echt? Das ist ein interessanter Zufall.” komm lass es mich überspielen! “Ja, nur hat er ihn verloren, wie will er mir nicht sagen, egal wie sehr ich es versuche.” daraufhin fängt sie weiter von ihren Methoden zu erzählen. Klar, ich würde jetzt auch nicht meiner Schwester, die liebend gern tratscht, von so einem Vorfall erzählen, aber dass es bisher niemand wirklich weiß, verwundert mich doch schon etwas. Warum auch immer er es für sich behält… Ein Windzug an meinem Gesicht reißt mich aus meinen Gedanken und ich sehe überrascht zu Karenn “Wenn du träumst macht das keinen Spaß.” in ihrer Hand hält sie nun auch einen Dolch “So spielen wir heute also? Na gut, ich nehme an.” und so fangen wir an zu trainieren und können erstaunlicherweise gut reden während all diesen Hieben. Wir geben uns gegenseitig Tipps und Kritik, wenn einem was ins Auge fiel, irgendwie war diese Art von einem Übungskampf nicht ganz so schlecht. Es fühlt sich an, als seien wir schon eine Ewigkeit hier im Hauptquartier. Die dunklen Tage des stetigen Wanderns und der Unsicherheit scheinen so weit weg, als sei es ein anderes Leben komplett und die Blue eine andere und nicht ich. Ich gib ein Zischgeräusch von mir, als Karenn mich mit dem Griffende an dem Schulterblatt erwischt, ein kalter Schauer überkommt mich. Sie hat eine Narbe getroffen, eine meiner speziellen Narben. Sie sind alt und doch schmerzen sie, als seien sie gerade frisch. Natürlich bemerkt sie den Wechsel in meinem Verhalten und ist besorgt, ich kann es ihr unmöglich sagen, also lüge ich wo mein Magen mir seine Unterstützung anbietet, als er knurrt “Es ist nur, ich habe ganz vergessen was zu essen bevor ich hierher kam.” darauf zieht sie mich vom Boden “Dann lass uns was essen, geht auf mich.”   

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Dunkelheit, alles nur dunkel, und der Wunsch hier weg zu kommen. Weg von den Stimmen, die mir zuflüstern wollen, dass ich kein Anrecht habe auf dieser Erde zu verweilen. Kein Anrecht zu leben, weil ich eine Kreatur der Unterwelt sein soll. Aber um so mehr ich mich gegen sie wehre, umso mehr ich sie anschreie, dass ich nicht so bin, umso lauter werden die Stimmen. Die Stimmen die ich nicht mehr hören will und dann das Feuer, dass die Stimmen legen, und es langsam auf mich zu kriecht, ich mich aber nicht bewegen kann, obwohl ich es will.
Ich schrecke hoch und brauche ein Moment zu erkennen wo ich mich befinde. Erst als meine Sicht sich aufklart und mein Atem sich langsam beruhigt, dann erkenne ich das ich in unserem Zimmer bin und Blue, wie die Nächte davor, ruhig an meiner Seite schläft. Ich habe wieder einen der Alpträume, wie in den letzten Tagen schon. Da ich weiß, dass an Schlaf jetzt nicht mehr zu denken ist und ich Luft brauche, den das Zimmer fühlt sich schon wieder an als würdest mir die Luft zum Atmen nehmen. So stehe ich leise vom Bett auf, werfe mir ein paar meiner Kleider über und schließe die Tür hinter mir leise. Ich hoffe, dass ich sie nicht wecke oder jemanden der Anderen mich bemerkt. Mein Weg führt, wie die Nächte zuvor schon, raus an die frische Luft und an den Kirschbaum. Wo ich mich ins Gras lege und einfach den Sternen zu schaue, wie sie so friedlich am Himmel über uns wachen und genau wissen was für Grausamkeiten auf dieser Welt passieren. Wie oft ein Kind verstoßen wird, weil es anders ist und alleine. Ist es wirklich so schlimm, anders zu sein? Ich weiß es in diesem Moment nicht genau, so wie in den letzten Tagen schon, als ich hier im weichen, leicht nassen Gras, einfach nur da liege und in den Himmel schaue. Erst als die ersten Sonnenstrahlen den Tag ankündigen, zwinge ich mich wieder auf zu stehen und zurück in unser Zimmer zu gehen, bevor Blue oder jemand der Anderen aufwacht.
So lege ich mich kurz danach wieder zurück in die nun kühlen Laken und kuschelt mich an meine Schwester die noch ruhig schläft, zumindest einer von uns kann ruhig schlafen.
Ich muss wohl eingenickt sein, denn als ich wieder die Augen öffne war die andere Seite im Bett leer und die Sonne steht schon fast ganz am Himmel. So das es kurz vor Mittag sein müsste, als ich mich ein neues Mal aus dem Bett schleppe. Ich brauche irgendwas um wach zu werden. Egal was, es muss nur mir genug Energie liefern um über den Tag zu kommen. Umgezogen und meine Augenringe, die sich mittlerweile gebildet haben, verdeckt habe, gehe ich direkten Weges in das Alchemielabor und hoffe heute nicht den Elfen da anzutreffen. Denn ich habe für ihn so gar keinen Nerv, aber das Glück scheint wohl heute doch auf meiner Seite zu sein. Denn als ich durch die Tür das Labor betrete, ist kein Elfen weit und breit in Sicht. Immerhin habe ich jetzt ein paar Minuten Ruhe für mich, denke ich mir als ich die Zutaten für einen Energietrank zusammen suche. So stehen kurz danach einige Büschel Kaffeebohnen, Ginko und etwas Wasser in einem Gefäß auf dem Arbeitstisch und ich fange an sie zubereiten. Die Kaffeebohnen abpflücken und so einem Pulver hacken, dann die Ginko Blätter klein zupfen und das Wasser mit den Zutaten zum kochen bringen für einige Zeit. So lehne ich mich gegen eine Wand, während der Energietrank seine Zeit köcheln muss.
So bin ich wieder mal in Gedanken versunken und versuche die Bilder vor meinem inneren Auge los zu bekommen, dass ich gar nicht gemerkt habe dass ich nicht mehr alleine in dem Raum bin. Erst als ein blauer Haarschopf sich in mein Blickfeld stellt, schrecke ich leicht auf. “Verdammt! Musst du dich anschleichen?” Gib ich genervt von mir. “Da scheint wohl jemand eine lange Nacht gehabt zu haben, nach dem was du da gerade zubereitet.” Ich gib nur einen genervten Ton von mir und gehe zu dem Behältnis, wo mein Energietrank langsam fertig sein sollte und riech erst danach, bevor ich in durch ein Sieb schütte, während der Farbtopf mich weiter aufmerksam mustert. “Gibst du mir davon auch was ab, wenn du mein Labor schon besetzt?” Ich seufze wieder genervt und schütte eine kleine Menge in ein anderes, kleines Gefäß. “Denke zwar nicht das es Elfen tauglich ist, aber wenn du willst.” Gebe ich genervt von mir, während ich mein Gefäß mit dem Energietrank zu meinen Lippen führe und einen kräftigen Schluck davon nehme, bevor es der Elf nach macht aber mich dann entsetzt anschaut. “Wie kannst du das trinken? Das ist ja viel zu stark! Wieviel hast du da rein getan?” “Hab ja gesagt, ist nicht Elfen tauglich.” Ich kippe mir den Rest nach hinten, während ich die ganzen Gefäße zusammen sammle um sie sauber zu machen, den auf seinen Vortrag von Ordnung kann ich heute verzichten. “Wie weit bist du mit den Büchern, die ich dir gegeben habe?” Fragt er mich allen Ernsten, als ich gerade beim Abwasch bin. “Ein paar Seiten hab ich noch, dann bin ich durch.”, gib ich ermüdend von mir. Ich veräume alles, dass ich benutzt habe, wieder und will eigentlich gerade wieder gehen, als er noch meint. “Wenn du die Seiten gelesen hast, komm morgen früh zu mir hier ins Labor. Dann lass ich dich assistieren.” Ich schaue ihn erst ein Moment an. Warte, er will das ich ihm helfe? Ok, mal was anderes und immerhin besser als nur Theorie. “Ok.” gib ich trocken von mir, während ich ihn alleine lasse und Richtung meines Zimmers gehe, um meinen Bogen und Wurfpfeile zu holen. Vielleicht hilft einfach ein wenig Training um die Bilder aus meinem Kopf zu bekommen, denke ich mir.

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Ich wollte eigentlich wieder zu meinem speziellen Punkt, um wieder meine Fähigkeiten noch zu verfeinern, doch werde ich wieder von dem Black Gallytrot abgefangen. Sie muss mich doch auch langsam nicht mehr sehen können, so oft wie sie mich schon suchen musste, aber trotzdem begegnet sie mir mit einer gewissen Freundlichkeit. Nun, wenn sie es nicht ist muss auf jeden Fall ihr Herr genervt davon sein. Als ich ankomme, wo wir uns normalerweise versammeln, bemerke ich dass nicht mehr viele da sind. Habe ich es verpasst? Nur noch Chrome und jemanden mit dem ich kaum zu tun habe stehen bei ihm. Als er mich sieht seufzt er nur, aber scheint nichts dagegen zu sagen, also habe ich vielleicht doch nichts verpasst?
“Endlich… Du bist immer irgendwie unauffindbar, machst du das extra?” neckt Chrome mich als ich neben ihm stehe und ich ihm nur sanft mit dem Ellenbogen in die Seite haue. “Ich habe eine Mission für euch. Im Wald wurden von ein paar Bewohnern des Refugiums etwas gesichtet. Wir sind noch nicht sicher was es sein könnte, daher sollt ihr das Gelände auskundschaften. Wenn ihr etwas verdächtiges sieht, greift es nicht an sondern kommt sofort zurück und erstattet Bericht. Habe ich mich klar ausgedrückt?” sein Blick ruht auf mir bei seiner letzten Anweisung, als ob er sichergehen will dass ich es auch genau verstanden habe. Ich bin nicht dumm und greife nicht unüberlegt an. “Blue, Akira soll euch auf dieser Mission begleiten. Ich denke dass du sie von uns schneller findest, danach sammelt ihr euch sofort beim Tor um los zu gehen.” meine Ohren zucken vor Freude, Akiras erste Mission! Endlich! Doch… Ich hab das Gefühl dass da mehr dahinter steckt, dass ausgerechnet sie uns zugeteilt wurde. Dennoch nicke ich und mache mich auf sie zu suchen.
Als ich einen Pfeil höre, wie er durch die Luft segelt, vermute ich dass es meine Schwester ist und ich wurde bestätigt, als ich sie auf dem Trainings Schießstand finde. “Hey, ich hab Neuigkeiten.” spreche ich als sie mich anschaut, denselben Fehler mache ich nicht nochmal dass ich einfach so anfange zu reden und sie einen gespannten Bogen in der Hand hat. “Was denn für Neuigkeiten? Ist was mit dem Farbeimer passiert oder hast du..?” bevor sie weiter irgendwelche Andeutungen spinnen kann, räuspere ich mich “Nein, deine erste Mission. Du, ich, Chrome und noch jemand aus der Schattengarde haben den Auftrag den Wald nach verdächtigen Aktivitäten zu untersuchen. Fühlst du dich dazu bereit?” ich weiß zwar was sie kann, aber wenn ich mir in Erinnerung rufe wie sie geschossen hat, als ich sie beobachtet habe, nein hab Vertrauen. Kurz scheint sie zu überlegen, aber grinst mich dann doch an “Natürlich! Dann wollen wir?” als sie bei mir steht hakt sie sich in meinem Arm ein und ich ziehe sie mit zum Tor, wo die beiden Herrschaften schon auf uns warten.

Wir nicken einander zu und machen uns auf in den Wald. Ich hatte bisher nur kurz das Vergnügen mich in diesem umzusehen, doch jedes Mal war ich erstaunt um seine Varietät, wie das Laub mit all den Leben raschelt. “Wir sollten uns aufteilen, so können wir mehr Fläche abdecken.” merke ich an und zu meiner Überraschung nicken die anderen zwei Schatten, vielleicht wissen sie dass ich mich besser auskenne was sowas angeht. Ich lege meinen Blick auf Chrome, ich kenne ihn gut und vertraue ihm auch “Chrome, du und Akira übernimmt die Hälfte,” dann seh ich zum anderen, er hatte Katzenohren; also ein Brownie, “du kommst mit mir.” Mit einem weiteren Blick sehe ich zu Akira, um sicher zu gehen dass sie dies akzeptiert, aber sie scheint keine spürbaren Einwände dagegen zu haben. So ziehen wir dann los.
Der Brownie neben mir versucht die ganze Zeit Smalltalk zu halten, kann der nicht ruhig bleiben? Sonst alarmiert er gleich noch den ganzen Wald, aber so konnte ich wissen dass sein Name Vegard ist. Bei einem Rascheln appelliere ich ihn zur Ruhe und er folgt diesem zum Glück, einmal kann man auf Befehle hören. Wir gehen in Deckung und schleichen näher auf das Geräusch zu, es kommt von einer Lichtung. Es verwirrt mich, doch erkenne ich wer das Geräusch macht als ich ein paar Blätter mit der Hand weg räume. Jemand hat einen falschen Boden mit Stöcken und Blättern gebaut, wohl eher Dach, was ein Loch im Boden versteckt. Aus diesem Loch kommt das Rascheln und, da ich nun näher bin, kann ich ein Winseln hören. Ich schaue hinab und bemerke dass zwei weiße Augen mir entgegen scheinen, erst nach ein paar Sekunden kann ich die Form des Besitzers der Augen erkennen. “Ein Minaloo?” kommt es geschockt über meine Lippen, Blut steigt in meine Nase “Es ist verletzt.” ohne groß weiter nachzudenken stehe ich auf und schaue mich um, Vegard beobachtet mich mit einer Mischung aus Verwirrung und Erwartung, während er sich neben das Loch kniet. Irgendjemand muss eine Falle aufgestellt haben, das Minaloo ist durch den falschen Boden gekracht und eine weitere Fälschung muss das Loch wieder zu gemacht haben. Also irgendwo muss ein Seil sein, dass das zweite Konstrukt gehalten hat. Aha, hab dich! Meine Füße tragen mich zu dem Baum, um den das Seil der Falle festgemacht wurde und ich hole es vom Baum runter, nun wird es mir helfen den Gefährten zu retten. Das Seil wickle ich um einen Stein und dann um meine Hüfte “Vegard, du musst mir jetzt hiermit helfen. Du musst das Seil gespannt halten falls ich abrutsche und ziehen wenn ich das Minaloo habe, verstanden?” meine Antwort ist ein Nicken und so setze ich mich an den Rand der Fallgrube und kletter runter “Alles ist gut, ich will dir nur helfen.” flüstere ich als ich das Winseln höre. Nach kurzer Zeit berühren meine Füße die Blätter durch welches das arme Geschöpf gekracht war und hocke mich langsam hin “Schau, ich bin ein Freund.” und strecke meine Hand aus, ich wusste dass Minaloos schon vom ersten Tag an einen ausgezeichneten Geruchssinn besitzen, daher soll er mich zuerst mit diesem Sinn kennen. Erst nachdem ich vorsichtig einen Finger auf seinen Kopf lege komme ich näher und, nach weiteren Sekunden in dem es ruhig bleib, schlang ich einen Arm um seinen Körper und halte den Gefährten fest, in der anderen das Seil “Vegard, du musst uns hochziehen!” rufe ich und schon fühle ich wie dieses an meinem Körper zehrt.
Mit vereinter Kraft erblicke ich wieder das Licht und auch das Minaloo musste seine weißen Augen schließen, erst als ich ein paar Schritte weiter weg war lasse ich mich auf meinen Hintern fallen und löse den Griff um den Körper des Vierbeiners. Es überrascht mich als es auf meinem Schoß liegen bleibt, zögerlich lege ich meine Hand auf seinen Rücken und streiche durch seine blätterverzierte Mähne. “Wer kann Gefährten nur so etwas antun.” fragt mich der Schatten als er sich zu mir kniet, doch kann ich nur mit den Schultern zucken “Egal, wir müssen dies erstmal melden damit sicher gemacht wird dass solche Fallen zerstört werden.” er nickt wieder und steht auf. “Ich suche nach den anderen Beiden, geh du schon mal zurück.” Ehe ich antworten konnte entschwindet der Brownie in der Vegetation. Ich verbringe noch ein paar Augenblicke mit dem Minaloo und streichle über seinen Rücken “Nun, lass uns zurückgehen damit sichergestellt werden kann dass dir nichts passiert ist.” es leckt meine Hand ab als ich, mit Mühe, aufstehe und sicherheitshalber das MInaloo auf den Arm nehme, wieso muss es schon ausgewachsen sein?

Ich werde im ersten Moment etwas belustigt angelächelt als ich mit dem Gefährten, der fast so groß ist wie ich, im Arm ankomme, doch schwindet dies schnell als sie meinen Ausdruck sehen. Einer geht auch nach irgendwohin als ich nicht stoppe um mich zu erklären, die Torwächter wissen bestimmt von unserer Mission, doch ließ mich dies nicht beirren als ich zielstrebig auf die Krankenstation zusteuer. “Ewelein, ich brauch deine Hilfe.” sage ich als ich die Tür endlich mit meinem Schweif aufbekommen hab. Ihr Kopf lugt hinter einem Regal hervor “Was ist passiert? Wo hast du den Gefährten gefunden?” fragt sie als ich diesen auf einer Liege hinlege und so erkläre ich ihr alles. Sie nickt dazu nur während sie voller Konzentration das Minaloo untersucht, welches jedoch mich die ganze Zeit anstarrt. “Blue, das musst du sofort melden. Keine Sorge, ich kümmere mich um ihn.” sie hat Recht, das muss schnell berichtet werden somit weitere Fälle verhindert werden können. Daher nicke ich und will gehen, doch jault der Vierbeiner auf, so streichle ich wieder seinen Kopf “Keine Angst, ich bin sofort wieder bei dir.” damit gibt er sich zufrieden und ich stürme zur Tür, an allen vorbei direkt zum Kristallsaal und hoffe zum ersten Mal dass auch mein Chef sofort da ist.
Das Orakel hat mich heute wohl gern denn er ist mit Miiko noch was am besprechen, weswegen ich noch gerade so anhalten kann, trotzdem hatten sie mich gesehen. So unterbrechen sie ihr Gespräch und Miiko winkt mich rein “Blue, seid ihr schon zurück? Wo sind die anderen?” fragt die Kitsune. Ich hole kurz Luft “Sie sind noch im Wald, ich bin jetzt schon wieder zurückgekommen da wir einen Gefährten gefunden haben, der in einer Fallgrube gefangen war. Jemand hat noch einen Mechanismus aufgebaut damit das Loch bedeckt war. Ewelein untersucht das Minaloo dass wir gerettet haben.” mein Herz hämmert aus irgendeinen Grund weiter und dieses Mal war nicht Nevra der Auslöser. “Gut, danke für deinen schnellen Bericht. Wir werden noch auf die anderen Drei warten um ihre Beobachtungen zu hören. Warte solange draußen.” ich nicke damit und drehe mich auf dem Absatz um und gehe die Treppe wieder runter um mich auf die letzte Stufe zu setzen.   

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Blue schaut in meine Richtung und meint das wir uns aufteilen sollen wo ich ihr recht gebe und mit Chrome so in die andere Richtung von ihr gehe. Meine Sinne sind hellwach, ich weiß weder was wir suchen müssen, noch was uns erwarten würde und da ich meinen Begleiter ja noch nicht kenne, nur ab und an Blue ihm erwähnt hat, weiß ich nur das sie in einer und derselben Garde sind. “Wie kann das sein, das ihr Schwestern seid? Ihr seid ja nicht die gleiche Art.” Ich seufze schon, eigentlich wollte ich keine Konversation mit ihm führen oder heute überhaupt viel reden. ’’Wir sind zusammen aufgewachsen und ich sehe sie als meine Schwester. Ein Problem damit?” gib ich gereizt von mir, aber er bleibt einfach ruhig “Du hast ja gut Laune.” ich lege einen Schritt zu und hoffe das ich ihn so los bekommen würde. “Wenn du ein Problem hast, kannst du gerne zu den anderen zurück gehen, ich komm auch alleine klar.” Gib ich ihm nochmal zu verstehen und ich denke er wollte gerade ansetzen noch was zu sagen, da hören wir beide wohl ein Geräusch über unseren Köpfen in dem Geäst des Baumes. Als ich dann hoch schaue erkenne ich, dass ein kleines schwarzes Etwas versucht sich aus dem Netz, das da gespannt ist, zu befreien. Dieser Anblick macht mich wütend, wie bitte kann man Gefährten einfangen? Ok ja, ich hatte da auch einmal als Auftrag mitgeholfen, bereute es aber sofort. “Wir müssen es befreien.” Meine ich gewand an Chrome der nur nickt und zu dem Baum geht. Was tut er da, versucht der Werwolf aller ernstes den Baum hoch zu klettern? Ich schüttel nur den Kopf. “Darf ich wissen was das wird, wenn es fertig wird?” “Na das Netz herunter holen, was sonst?” ich gebe wieder einen genervten Ton von mir, während ich meinen Bogen, der um mich liegt, in die Hand nehme. “Glaubst du, ich habe den zur Deko dabei, oder was? Komm da runter, ich mach das schon.” “Das kannst du vergessen. Du triffst niemals das Seil, wo das Netz dran befestigt ist.” Gibt er jetzt von sich, dass mich schon fast lachen lässt und ich, ohne eine weitere Antwort abzuwarten, den Bogen spanne und das Seil in den Bäumen anvisiere und, als ich mir sicher bin dass ich mein Ziel anvisiert habe, loslasse. Der Pfeil saust erst durch die Luft bevor es das kleine Seil trifft und ich mich nur zu meinem Begleiter spöttisch umdrehe, der mich sprachlos und bewundernd anschaut. Aber da ich ja noch zwei andere Seile hatte, bevor das Netz zu uns herunter kommt, ziele ich auch die an und so hatten wir kurz danach das Netz, das zu uns herunter hing. Ich verliere keine Zeit, gehe auf das arme Geschöpf zu und versuche es zu befreien, aber das Pterocorvus versucht erst mit seinem Schnabel auf meine Finger ein zu hacken. “Hey, ich versuche dir gerade zu helfen, aber ich kann auch wieder gehen und dich deinem Schicksal überlassen, hast du verstanden?” schnauze ich den noch kleinen Gefährte an, der mich erst einen Moment mit seinen schwarzen Augen fixiert und dann ein Laut von sich gibt, was fast ein Seufzen sein könnte was mich lächeln lässt. So konnte ich ihn auch endlich befreien, ohne das ich attackiert werde. Ich begutachte ihn, nachdem ich ihn bereit hatte, aber scheint nicht großartig verletzt zu sein, somit nehme ich meine zweite Hand weg. “So, du kannst wieder in die Freiheit davon ziehen.” Er betrachtet mich erst ein Moment bevor er seine Flügel ausbreitet und kurz abhebt. Ich drehe mich zu meinem Begleiter gerade um, als etwas auf meiner Schulter landet und ich überrascht auf meine rechte Schulter schaue, nur um zu erkennen dass der Pterocorvus nun auf meiner Schulter sitzt, dass mich nur kurz schmunzeln lässt. “Na, du willst wohl nicht wieder in die Freiheit, so wie es aussieht?” Meine ich zu dem Gefährten mit glänzenden schwarzen Federn der das einfach so hinnimmt. Ich schüttel einfach nur, über meinen wohl neuen Begleiter, den Kopf. “Ich denke, wir sollten das Netz noch ganz abschneiden und mitnehmen, ich will nicht das sich, bis wir wieder zurückkommen, ein neuer Gefährte wieder darin verfängt.” Meine ich zu Chrome, der gleich sein Messer zieht, Richtung des Netzes marschiert, um es so nun ganz zu zerstört, und wieder damit zurückkommt. “Lass uns sehen was die anderen gefunden haben.” Sage ich zu ihm während ich in eine Richtung davon gehe und nicht auf seine Antwort warte. Kurz vor der Lichtung zum Hauptquartier kommt uns der entgegen, der mit Blue mitgegangen ist. Aber da er alleine ist, stellen sich mir die Haare auf und komischerweise auch mein Begleiter, der auf meiner Schulter ist, richtet sich auf auf. “Wo hast du meine Schwester gelassen?” keife ich ihn an. “Sie ist schon mit dem Minaloo, den wir gefunden haben, zurück ins Hauptquartier gegangen.” ich entspanne mich auf der Stelle. Ok, er hat gerade so überlebt, denn wenn er sie alleine gelassen hätte, dann hätte ich für nichts garantieren können. “Wir haben den hier in einer Netzfalle gefunden.” meine ich während ich auf meine rechte Schulter deute, dass er nur mit einem Blick wahrnimmt. “Dann lasst uns auch zurück gehen und Bericht erstatten.” ich nicke einfach nur und so gehen wir zurück ins Hauptquartier, wo uns ein Mitglied der Garde entgegen kommt und meint das uns Miko schon erwartet. Ich schaute zu meinen beiden Begleitern und gemeinsam gehen wir gleich in den Kristallsaal, wo uns vor der Treppe Blue erwartet die wohl auf uns, oder eher mich, wartet. “Gut das ihr auch wieder zurück seid.” meint sie zu uns, aber mustert mich schon von Kopf bis Fuß bevor sie meinen Begleiter auf meiner rechten Schulter bemerkt und ich deutlich ein Schmunzeln auf ihrem Gesicht wahrnehme. “Lass uns später reden, ich denke Miiko wartet auf uns.” Sage ich zu ihr, dass sie nur nicken lässt und wir so die Treppe zum Kristallsaal hoch steigen. Miiko steht inmitten des Raumes und unterhält sich gerade mit Nevra, die auch gleich das Gespräch beenden und zu uns hoch schauen. “Gut ihr seit auch zurück, wir haben schon von Blue erfahren. Was habt ihr gefunden?” Ich übernehme einfach mal das Wort für uns drei. ”Denn hier haben wir in einem Netz gefunden.” ich deute auf meine rechte Schulter und Chrome übergibt das mitgebrachte Netz Nevra, des es kurz in Augenschein nimmt. “Wer von euch hat das Netz herunter geholt?” Fragt jetzt Nevra in die Runde, was mich lächeln lässt als Chrome mich an schaut. Jetzt hatte ich die Blicke auf mir ruhen. “Sie hat einfach, ohne zu zögern, es herunter geschossen.” “Also bist du wirklich so eine gute Schützin, wie ich gehört habe. Interessant.” Ich weiß nicht wirklich was ich darauf sagen sollte. “Da Blue uns berichtet hat, dass sie ein Minaloo auch in einer Falle gefunden hat und ihr einen Pterocorvus, was ist eure Meinung zu der Lage?” Ich brauche mich nicht zu meinen Begleitern umzudrehen um die Situation zu analysieren, so warte ich erst gar nicht auf ihre Antworten. “Ich denke, jemand versucht im Wald gezielt mit Fallen für Gefährten sie zu fangen und eventuell sie weiter zu verkaufen oder zu einem anderen Zweck nutzen. Die Fallen sollten so schnell wie möglich entfernt werden, dass keine anderen Gefährten dadurch verletzt werden und Wachen im Wald aufzustellen, da man den Fallensteller, wenn er zurückkommt, auch erwischen kann.” So fasse ich einfach mal die Situation, aus meinen Augen, zusammen und ich nur sehe wie Miko nachdenklich nickt.
Sie setzt gerade an was zu sagen, da hören wir ein aufgeregtes Fiepen und schnelles Trampeln, dass näher kommt und wir alle waren wie erstarrt, als ein ausgewachsenes Minaloo auf Blue zu rennt und sie gleich danach unter diesem Gefährten liegt. Es bringt mich, wie die Anderen im Raum, zum lachen, als Blue versucht sich von unter diesem zu befreien. “Also waschen brauchst du dich auch nicht mehr, so wie es aussieht.” stichel ich zu Blue. Ich musste einfach diesen Kommentar bringen bei diesem Anblick, den uns die beiden offenbaren. “So wie es aussieht, hast du deinen Gefährten gefunden.” Kommt von Nevra mit einem amüsierten Grinsen auf dem Gesicht. “Kann mir vielleicht jemand helfen?” fragt eine fast schon hilflose Blue. Ich gehe zu ihr rüber und weise mit einer Handbewegung Richtung Minaloo an, das es meine Schwester befreien soll. Was es komischerweise auch tut und ich meiner Schwester die Hand reichen kann, um ihr beim Aufstehen zu helfen.
Nachdem Miiko Blue angewiesen hat mit ihrem nun neuen Gefährten wieder auf die Krankenstation zu gehen, wechseln sie noch ein paar Worte mit uns und entlassen uns dann. Nur um mir zu sagen das ich zu Ezreal gehen soll, um ihm auch noch Bericht zu erstatten. Ich seufze zwar innerlich, aber komme der Aufforderung nach. “Na dann lass uns mal den Farbtopf suchen.” meine ich zu meinem, nun wie es aussieht, neuen Gefährten, der nur den Kopf schräg legt. Doch mache ich mich auf den Weg zum Alchemielabor und, wie erwartet, treffe ich ihn dort auch an. Er hebt sofort den Kopf von irgendeinem Buch, dass er studiert, als er mich rein kommen sieht und bleibt aber mit seinem Blick auf meinem Gefährten hängen. “Du weißt das man Gefährten anderer nicht einfach klauen darf?” Mein Gefährte gibt ein aufgebrachtes Krächzen von sich, als würde er sich darüber auch beschweren wollen. “So wie es aussieht verstehen wir uns und nein, ich hab ihn nicht geklaut. Deswegen bin ich ja auch hier, weil Miiko mich gebeten hatte, dass ich dich auch in Kenntnis setzen soll, da ich gerade von meiner ersten Mission zurück bin, wo ich den hier befreit habe und er sich dazu entschlossen hatte mir zu folgen.” erkläre ich mit einem monotonen Ton zu ihm, dass er mich zweifelnd erst ein Moment an schaut. “Dir ist aber klar, was du dir da für ein Gefährten angelacht hast?” Fragt er worauf ich meinen gefiederten Freund beruhigen musst, weil er schon fast dabei war auf ihn los zu gehen. “Also ich würde sagen er passt zu mir, oder nicht Monti?” Er legt wieder bei diesem Namen den Kopf schief und war wohl mit dem Namen einverstanden, während der Elf nur ein Seufzen erklingen lässt, was mich zum Schmunzeln bringt. “Warst das oder hast du noch was für mich?” fragt er mich “Das war es für heute eigentlich, außer du hast noch was für uns?” Ezarel schüttelt nur mit dem Kopf, sicher muss er sich jetzt eine andere Strategie einfallen lassen um mich weiter zu necken. Somit entscheide ich mich umzudrehen und zu gehen, wer weiß was ihm sonst noch für Ideen einfallen, wenn er länger darüber nachdenkt.

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Feedbacks sind gerne gesehen und auch gewollt, denn ohne Feedback weis der Autor nicht, ob er was für die Papiertonne geschrieben hat.
Also, nur keine Scheu, schreibt gerne, wie es euch gefällt und was eure Gedanken und Gefühle beim Lesen bis jetzt sind. /static/img/forum/smilies/smile.png

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#16 Am 23.09.2023 um 20.49 Uhr

Absynthgarde
Issek
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Kapitel 13.
Nach diesem Vorfall habe ich ein aufmerksamen und treudoofen Gefährten, ein Minaloo mit dem Namen Jade. Er weicht mir nicht mehr von der Seite, egal wo ich bin ist er neben mir. Ich habe mich schon so daran gewöhnt, dass ich einmal es vergessen hatte und er sich um meine Füße gewickelt hatte, na ja ich war in der Kantine gewesen und wollte aufstehen… Endresultat war dass ich mit Anlauf auf den Boden donnerte, das Lachen der anderen klingelt noch in meinen Ohren und wie Jade angefangen hat die gesamte Kantine zusammen zu knurren. Immerhin war seine Herrin verletzt, zwar durch ihn aber na ja, und wurde ausgelacht. Was mich verwundert hat war, dass er nicht mehr geknurrt hatte als mir ein gewisser Vampir beim aufstehen helfen wollte. Er scheint Nevra auch großteilig zu akzeptieren in meiner Nähe, warum auch immer! Das Einzigste was ich ihm mal NICHT abgewöhnen musste ist, dass er mit im Bett schlafen wollte. Er hat sofort das Eckchen, dass ich für ihn gemacht habe, angenommen und schläft ganz brav dort, danke Orakel! Akira hätte ihn spätestens dann durch die Tür geworfen dass er auf dem Gang schlafen müsste. Erkläre dann mal der Lichtgarde warum da ein Minaloo großes Loch in der Tür ist und ein Gefährte vor eben dieser heult. Seine Verletzung ist auch gut verheilt und sofort hat er angefangen mir Sachen zu bringen wann immer ich mal keine Zeit hatte, ich bin froh dass er noch nichts von gewissen Personen angeschleppt hat… Einem Vampir zu erklären warum ich was von ihm hatte, nein da will ich nicht mal dran denken.
Eine Bewegung im Bett lässt mich aus dem Traum entschwinden und ich öffne vorsichtig meine Augen um zu sehen dass Akira aus dem Bett steigt und zur Tür geht, Monti war ihr direkt auf den Fersen. Das ist jetzt schon das 3 mal in folge, dass sie nachts aufsteht und geht. Vielleicht hat sie eine spezielle Verabredung? Ne… Das hätte sie mir wohl gesagt wenn sie jemanden sehen würde. Geht sie ins Refugium um zu jagen, wenn dann wird das nicht gut gehen, wir haben es immer zu zweit gemacht! Nein, das würde sie auch nicht, sie würde mich mitnehmen und die Garde hat bestimmt eine Lösung zu dem Blut Problem, immerhin gibt es hier noch mindestens zwei andere Vampire. Vielleicht überdramatisiert du und sie geht nur spazieren und schaut sich die Sterne an? Bestimmt ist das die Lösung… Oder sie geht ins Labor um etwas für den Elfen vorzubereiten..? Meine Sinne werden wieder taub und ich spüre wie der Schlaf mich wieder haben will, ich gebe diesem nach.

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Die Tür schließe ich hinter mir gerade, als Monti sich wieder auf meiner Schulter bequem macht. Das ist wohl jetzt eine Angewohnheit von ihm, sich von mir auf der Schulter herum getragen zu werden, aber es macht mir nichts aus. Im Gegenteil, heute tut es mir auch ein wenig gut, dass ich nicht ganz alleine bin und er einfach nur da ist und keine Fragen stellt, wenn er es könnte so wie andere, wenn ich ihnen begegnen würde. Wie so oft in den Tagen, oder naja Wochen, lege ich mich am Kirschbaum in das weiche Gras und beobachte die Sterne, während Monti in ein Paar der Äste fliegt und mich von da aus beobachtet. Die Bilder meiner Träume kommen wir wieder vor die Augen und ich versuche immer mehr dahinter zu kommen, was Wirklichkeit mal war und was mein Gehirn vielleicht mir zusammen reimt, aber in meinem Kopf ist einfach nur eine Leere. Ich habe einige Fragen die ich nicht beantworten kann. Wie die, wer waren meine Eltern? Ich kann mich daran nie erinnern, nur das ich als Kind alleine war, bis ich Blue getroffen hatte. Ach Blue, würdest du dir nicht so viele Sorgen als eh schon um mich machen, würde ich ja gerne die Sorgen sagen, aber ich will dir nicht noch mehr auf deine Schultern laden, als du eh schon hast. Ein Seufzen entweicht mir, als ich daran denke wie unbeschwert wir doch eins waren, als wir noch Kinder waren und wie wir so einige Dorfbewohner damals zur Weißglut gebracht haben, als wir vor irgendjemanden mal wieder davon rannten mit unserer Beute. Ein Lächeln legt sich auf mein Gesicht, als ich an die Zeiten denke wo alles noch leichter war oder wir einfach dachten es wäre so. Ich blicke zu Monti hoch, der mich mit seinen schwarzen Augen beobachtet und muss auch wieder leicht lächeln. Den der Kleine hat sich ja, nachdem er versucht hatte meine Finger zu attackieren, sich einfach so mir angeschlossen, als hätte er auf mich gewartet. Es könnte schon sein, denn von seiner Art passt er ein klein wenig zu mir, denke ich noch während mein Hunger sich meldet, wie ab und an in den Nächten zuvor auch schon. So erhebe ich mich wieder vom Boden, denn mit leeren Magen komme ich ja eh nicht zur Ruhe und so stehe ich auf. “Komm mein kleiner Freund, ich brauch was zwisch die Zähne.” mit einem kleinen Krächzen, als würde er mir zustimmen wieder zurückzugehen, erhebt er sich wieder in die Luft um kurz danach auf meiner Schulter wieder zu landen. So gehe ich mit meinem gefiederten Freund zurück und in die Kantine, wo es noch dunkel ist wie in den Nächten zuvor. So greife ich gerade nach einem meiner Blutrationen, als mich eine Stimme zusammen zucken lässt “Reich mir auch gleich eins mit.” Wann bitte ist Nevra hier reingekommen? Aber da ich es nicht weiß und er wohl auch Hunger hat, nehme ich auch ein Gefäß mit Blut aus seinem Fach und reiche sie ihm, als ich neben ihm stehe. Monti juckt es wohl nicht was ich da trinke, den er sitzt einfach weiter auf meiner Schulter und beobachtet das Geschehen. “Warum du schon wach um die Zeit?” Ich nehme ein Schluck des Blutes erst bevor ich ihm antworte. “Konnte nicht mehr schlafen und du?” “Komm gerade von der Nachtwache.” Ich zucke einfach nur mit meinen Schultern, während wir einfach nur unser Blut trinken. Was seltsam für mich ist, jemandem gegenüber zu stehen der es mir gleich tut. Bisher bin ich ja nie anderen meiner Art begegnet, außer ihm und hier auch seiner Schwester. “Ich habe gehört, dass du laut dem Test für beide Garden geeignet warst. Warum dann Absynt, wenn deine Schwester in meiner ist?” “Weil ich, bevor ich hierher kam, schon das eine oder andere Wissen hatte auf dem Gebiet und weil es mich schon immer angesprochen hat. Irgendwie musste ich ja meine Gifte für meine Pfeile hergestellt haben.” “Es ist Schade. Ich hätte eine gute Schützin und Langfinger in meiner Garde gebrauchen können.” Ich muss versuchen nicht zu schmunzeln, als er das meint. “Wie kommst du auf die Idee, dass ich ein Dieb bin? Hast du dafür genügend Beweise, um sowas zu behaupten zu können?” “Naja, mir fehlten ein paar Sachen nach dieser Nacht.” Ich merke ganz genau dass er mich aus der Reserve locken will, so auch als er mir näher kommt um den Satz mit ‘der Nacht’ mehr Wirkung zu verleihen. Aber ich bin nicht Blue die er hier vor sich stehen hat. Somit schiebe ich ihn mit einer Hand von mir weg, dass wir wieder Abstand zu uns herstellen. “Ach das. Naja, hatte ich fast vergessen, so spektakulär war sie ja nicht.” Ich konnte dabei zusehen wie ich sein übergroßes Ego getroffen habe, was ich innerlich feiere. “Weißt du, ich denke du kannst dich nur nicht mehr richtig daran erinnern.” Meint er wieder, während er einen Schritt weiter auf mich zukommt und ich einfach mal stehen bleibe. Mal schauen wann ich ihn bremsen werde und da ich nicht wieder zurück zucke, zeichnet sich nur noch ein größeres Lächeln auf seinem Gesicht ab. “Ich denke, ich will mich nicht wieder dran erinnern, sonst wird mir nur wieder übel.” Er beugt sich zu mir weiter vor und haucht mir schon fast entgegen “Weißt du, ich weiß noch genau wie du unter mir gestöhnt hast und deine spitzen Zähne dabei in meinem Hals vergraben hast.”, ich ziehe nur spöttisch eine Augenbraue nach oben, “Ich kann deinem Gedächtnis auch wieder auf die Sprünge helfen.” kommt noch von ihm während er mir kokett zu zwinkert, wobei ich den Reiz verspüre meine soeben konsumierte Nahrung wieder nach oben kommen zu lassen. “Danke, ich verzichte. Ich wollte eigentlich meine soeben zu mir genommene Nahrung nicht wieder auskotzen.” Während ich ihm bestimmt von mir wieder weg drücke. Er legt sich theatralisch schon fast seine Hand auf sein Herz. “Du verletzt mich, wie soll ich darüber wieder weg kommen?” “Ach weißt du, ich denke das überlebst du schon. Ich denke nicht, dass es dein erster Korb ist, den du einstecken musstest.” Ich drehe mich einfach auf dem Absatz um und lasse ihn alleine. Ich denke er hat es gemerkt, dass er es bei mir nicht so leicht hat und der Anreiz war ja eh weg, denn seinen Dolch hatten wir ja schon.

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Mein Ohr zuckt bei dem Geräusch unserer Tür, es reißt mich wieder aus dem Traum, aber wieder einmal ist meine Neugierde zu groß und lässt mich das Auge öffnen. Akira kommt gerade rein und lässt sehr vorsichtig die Tür hinter sich zufallen. Monti fliegt direkt zu seinem kleinen Nest, als sie sich die überschüssige Kleidung auszieht und neben mich legt. Ich entscheide mich weiter schlafend zu stellen und, als Reaktion im Schlaf, einen Arm um sie zu legen. Ich spüre wie ihr Körper sich kurzzeitig verkrampft und sie den Kopf zu mir dreht. Doch schließe ich schnell das Auge, damit sie nicht sieht dass ich nicht schlafe. Für ein paar Herzschläge warte ich ab, bis sie sich wieder umdreht und ich wieder meine Augenlider etwas öffne um wieder ihre Form zu sehen. Warum stehst du die Nächte so oft auf? Ist der Hunger schlimmer geworden? Ist irgendwas passiert, etwas vorgefallen? Aber… Warum sagst du bloß nichts..? Du weißt dass ich jedem Problem zuhöre und versuche einen Rat zu finden, eine Lösung zu suchen. Wir gegen die Welt, was ist daraus geworden? Zeit dem auf die Spur zu kommen, egal wie…

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#17 Am 23.09.2023 um 20.54 Uhr

Absynthgarde
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Kapitel 14.
Wieder einmal stehe ich hier mit meinem Bogen in der Hand und versuche Blue, die mir zuschaut endlich zu beweisen, dass ich es immer noch drauf habe. Aber jedes Mal, wenn ich hier stehe und trainieren will, treffe ich einfach nicht ins Schwarze. Ach verdammt, im Wald konnte ich es doch auch! Also warum nicht hier, wo nur die Augen meiner Schwester auf mich gerichtet waren? Und, umso länger ich hier stehe, und ein Pfeil nach dem anderen aus meinem Köcher auf dem Rücken ziehe und spanne, um so mehr wurde ich aggressiver. “Warum jetzt nicht mehr, das ist doch nicht so schwer?!” Fluche ich vor mich hin und drehe mich zu Blue um, die mich nur mit einem Blick anblickt den ich hasse, nämlich dass sie sich Sorgen macht. “Was? Spucks einfach aus, ich sehe es dir an!” keife ich sei an, während ich los gehe um meine Pfeile wieder aus den Zielscheiben zu holen. “Ich hab mich nur gefragt, wo du in den letzten zwei Tagen Nachts über warst, dass du erst morgens zurück ins Zimmer kommst.” fragt sie mich einfach gerade aus, was mich zu ihr umdrehen lässt. Ich war wohl doch nicht mehr so leise, dann muss ich noch vorsichtiger sein. “Mach dir keine Sorgen, ich war vermutlich nur auf der Toilette.” meine ich zu ihr. Sagen kann und will ich es ihr nicht, es reicht ja das sie es bemerkt hat und sich jetzt Sorgen um mich macht. Sie aber seufzt nur und steht auf, als ich den letzten Pfeil gerade aus der Zielscheibe ziehe. “Ich bin dann mal bei meinem Training.” meint sie während ich einfach nur mit den Schultern zucke. Ich hatte gerade eh andere Probleme und das heißt, diese scheiß Pfeile ins Schwarze abzuschießen. So spanne ich den ersten, schieße ihn ab, aber wieder nichts. “So ein scheiß aber auch!! Warum im Wald, aber hier nicht?!” Fluche ich vor mich hin und war kurz davor meinen Bogen auf den Boden zu werfen, als eine Person auftaucht die jetzt so gar nicht gebrauchen kann. “Wenn du so aufgebracht bist, kein Wunder das du nicht triffst. Du musst wieder ruhiger werden, dass es funktioniert.” meint der Elf aller Ernstes zu mir. Als wüsste ich das nicht auch, aber mit all den Bildern im Kopf und die Stimmen des Alptraums, wie bitte soll ich da meine Nerven bei mir behalten? “Danke weiß ich, bringt aber nichts.” Er schaut mich einen Moment an. “Vielleicht bist du einfach doch nicht so gut wie angenommen.” Ich knirsche mit den Zähnen und schieße noch mal einen Pfeil in Richtung Zielscheibe ab und, als würde ich hier nicht schon Stunden stehen und verzweifeln weil er nichts ins Schwarze traf, trifft er jetzt wieder die Mitte. Irgendjemand spielt mir doch sicher einen fiesen Streich! “Ich bin über den Tag weg, wollte ich dir nur sagen. Lass mein Labor stehen.” Ich grinse ihn schon an. Den ja, ich weiß das es im heilig ist. “Keine Sorge, ich hab nicht vor es in die Luft zu jagen.” Er übergeht glaub ich den Kommentar, ist vielleicht auch sicher für ihn. So stehe ich hier noch eine halbe Stunde  und schieße einen Pfeil nach dem anderen ab und, wie als wäre ein Wunder passiert, treffe ich. So macht das keinen Spaß und, da der Elf außer Haus, bzw. außer Labor, ist, entscheide ich mich dazu eine andere Aufgabe zu erledigen.
So stehe ich kurz danach frisch geduscht im Labor und bin gerade dabei die Sachen für ein Sugaring zusammen zu mischen, der schöne Zusatz für unseren Elfen welcher aus dem Gemisch entstanden ist um meinen Bart zu entfernen, als Karenn in der Tür auftaucht mit einem breitem Lächeln. “Was hast du vor zu machen?” Fragt sie erst mal, worauf ich ihr nur ein spöttisches Grinsen zu werfe. “Nichts was dich angeht.” meine ich zu ihr und hoffe dass sie es dabei belässt, aber da kenne ich Karenn schlecht. “Meine Sinne sagen mir, dass du irgendwas vor hast das den Elfen betrifft.” Ok, sie weiß es eh. Schon deswegen lächle ich ihr breit zu, den sein Gesicht heute Abend wird sicher zum zerreißen sein! Hoffentlich ist auch die Kantine schön voll, wenn er meine Kreation zu schmecken bekommt. “Komm her wenn du es schon weißt, ich denke du willst mir helfen oder?” Das muss ich ihr kein zweites Mal sagen, da steht sie schon neben mir und grinst mich breit an. “Also, was hast du vor zu machen?” ich gebe ihr den Zettel wo ich alles notiert hatte um a. zu schauen ob sie Ahnung hat und  b. um zu schauen ob sie es erkennt. Aber als sie ein leises Kichern erklingen lässt, kann ich mir denken, dass sie weiß was ich vorhabe zu zubereiten. So stehen wir nebeneinander und mischen das Wasser mit Zucker, während wir es zum köcheln bringen presse ich die Feuerzitrone aus und lasse sie langsam hinzu fließen. So haben wir nach einer Stunde eine zähflüssige Masse, die schon nach Honig aussieht, aber die gewisse goldgelbe Farbe noch nicht hat. Deswegen füge ich einige Tropfen Curcumin dazu und versuche es unter die zähe Masse zu rühren, damit sieht es doch nach Honig aus. So nehme ich den Löffel, den ich zum umrühren gebraucht habe, und halte ihn Karenn hin. “Willst du mal von unserer neuen Sorte Honig kosten?” Sie verzieht das Gesicht. “Danke, ich überlasse das lieber Ezarel.” Ich lache kurz auf. So das hätten wir, aber wie überzeugen wir jetzt Karuto? “Du hast nicht zufällig eine Idee, wie wir Karuto überzeugen das heute Abend Ezarel zu servieren?” “Ich denke so schwer ist das nicht, den für so Späße, die gerad um einen gewissen Elfen gehen, ist er dabei.” Mein Lächeln wird noch breiter, das ist ja dann einfach als gedacht. “Komm mit mir, wir weihen ihn mal in deinen Plan ein.” meint sie während sie schon dabei ist zu gehen und ich ihr einfach in die Kantine folge, welche um die Zeit leer ist. Mit dem Gefäß in der Hand gehen wir zur Theke hinter welcher Karuto sich befindet. “Was hälst du davon, einen kleinen Scherz mit einem gewissen Elfen zu machen?” “Was genau habt ihr euch schon wieder ausgedacht?” Karenn schaut nur mich mit einem Lächeln an und ich hole das Glas, was ich bis eben noch hinter meinem Rücken versteckt hatte, und stelle es vor Karuto auf den Tressen. “Ich dachte mal, so ein Honigersatz würde ihm sicher gut tun.” Karuo schaut erst ein Moment in das Gefäß, bevor er mich wieder an schaut. “Um was genau handelt es sich denn, bevor ich es ihm auftische?” “Sugaring.” antworte ich ihm und bei dem Küchenchef sah man, wie er sich ein Lachen verkneifen muss. “Ah ich verstehe, ich denk das geht klar.” Ich schaue Karenn grinsend an und wir verlassen zusammen wieder die Kantine, wo uns Blue gerade vom Training entgegenkommt und uns wohl ansieht, dass wir was ausgeheckt haben. Somit ziehe ich sie gefolgt mit Karenn in unser Zimmer, den das braucht vor heute Abend noch keiner wissen.

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“Okay, was habt ihr ausgecket, ich will es wissen!” kommt es sofort über meine Lippen als die Beiden mich ins Zimmer ziehen. “Du erinnerst dich ja noch daran wie wir das Mittelchen gebraut haben, oder Blue?” fragt Karenn mich und sofort weiß ich was sie getan haben “Ah, bekommt der Elf von uns neuen Honig?” und sofort erfüllt sich das Zimmer mit Lachen, welches von uns kommt. “Wie habt ihr Karuto dazu überzeugt dass er uns hilft?” worauf ich nur ein Schulterzucken von Beiden bekomme. Nun heißt es warten und so verbringen wir die Zeit, auf unserem Bett am hocken und über verschiedenes zu reden, ich gehe sicher so gewisse Themen zu umgehen und bete dass Akira es mir gleich tut.
Der Abend ist schneller gekommen als wir dachten und so gehen wir höchst vergnügt in Richtung der Kantine, wo wir schon an einem Tisch Valkyon und Nevra erkennen. Wir lassen uns an einem Tisch in der Nähe nieder, zumindest die beiden Vampir Damen, denn ich ziehe los um uns Essen zu besorgen, wohlwissend dass ich einen Blick auf mir habe. Karuto begrüßt mich wie immer freundlich, immerhin helfe ich gerne ab und an und er war doch schon etwas beeindruckt gewesen als ich so ein paar Säcke in nur wenigen Zügen von einem zum anderen Ort getragen habe. Er zwinkert mir unauffällig zu und ich grinse ihn an, um ihm zu sagen dass ich Bescheid weiß, dann steuere ich wieder auf unseren Tisch zu. Gerade rechtzeitig, denn ein gewisser Elf kommt gerade an mir vorbei, jetzt wird es witzig! Sofort sitze ich auf meinen Hintern und drehe meinen Stuhl zum Tisch der Gardenleiter, zumindest unauffällig genug dass niemand es hinterfragt. Nur einer schaut zu uns mit einer hochgezogenen Augenbraue, doch kommentiert er dies nicht. So versuchen wir uns auf ein Gespräch zu fokussieren und dabei versuchen zu essen, während nun Ezarel Platz nimmt,  Karuto mit unserem speziellem Honigglas ankommt und es vor ihn stellt. Der Elf ist zwar kurz angebunden, denkt sich aber dann wohl seinen Teil und schraubt das Glas auf. Zur Sicherheit legen wir Besteck und Gläser aus den Händen und schlucken das was wir gerade im Mund haben flott runter. Wir drei beißen uns unabhängig voneinander auf die Lippe, als er den Löffel darin tunkt und ihn dann auf sein Brot schmiert. Die Konsistenz ist perfekt und es lässt sich wie Honig schmieren, neben mir hat Akira fast auf den Tisch gehauen vor Vorfreude. Und dann beißt er in sein Essen und verzieht sofort das Gesicht! Wir versuchen an uns zu halten, aber bei den Lauten die er dann von sich gibt, können wir nicht mehr und brüllen los vor Lachen. Sofort schießt sein Kopf zu uns rüber, sein Gesicht verzogen vor Zorn. Er will uns irgendwas an den Kopf werfen aber es geht nicht, weil sein Mund am Brot hängt. So stürzt er aus der Kantine und nimmt das Glas mit. Akira liegt mit dem Kopf auf dem Tisch und hämmert drauf, Karenn hält sich den Bauch und schafft es nicht vom Stuhl zu fallen und ich muss mich an der Tischplatte festkrallen und habe zur Sicherung meinen Schweif um meinen Stuhl gewickelt. Wir lachen für einige Minuten, ohne uns zügeln zu können. Das wird so eine Retoure mit sich bringen, ABER es war es so WERT!!
Nachdem wir drei uns etwas beruhigt haben, realisieren wir dass Nevra neben unserem Tisch steht, ihm kann man eindeutig an sehen dass er sich auch beherrschen muss “Was, im Orakels Namen, habt ihm gegeben?” fragt er, versucht dabei einen strengen Ton aufzusetzen, aber das kaufe ich ihm nicht ab, vor allem da ich ein ersticktes Lachen in dem Ton höre. Da Akira noch nicht reden konnte, Nevras Frage hat sie wieder zum ausbrechen gebracht und keiner kann in so einem Zustand ihre Worte verstehen, so sehe ich, immer noch mit rotem Kopf vor Lachen, zu ihm und schaffe es zu sagen “Wir haben ihm etwas gemischt, womit man eigentlich Haare entfernt weil es so klebt. Es ist seine Schuld, wir haben uns nur revanchiert!” Ich schaffe es noch den Grund geheim zu halten, denn sonst würde ich dem Elfen folgen, nur dann NOCH schlimmer! Im Augenwinkel kann ich noch sehen wie nun auch er sich auf die Lippe beißen muss um nicht los zu lachen, während ein Valkyon im Hintergrund sitzt und die Welt nicht mehr versteht.

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#18 Am 26.09.2023 um 19.10 Uhr

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Kapitel 15.
Ich schlafe wie jeden Tag ruhig in meinem Bett, die Nacht ist kalt und der Wind zieht durch meine dünnen Wände und die kleine Wolldecke wärmt mich auch nicht gerade, so friere ich ein wenig, aber ich war es gewöhnt. Ein Murmeln vor meiner kleinen Hütte lässt mich wach werden, aber ich war noch im Halbschlaf um es richtig zu verstehen. Erst als ich sehe wie eine brennende Fackel durch mein kaputtes Fenster fliegt, genau in die Nähe meines Bettes, bin ich auf einem Schlag wach. Jedoch ist es schon zu spät, die Flammen fressen sich durch das dünne Holz und Papier, was hier rumliegt. Ich renne zur Tür und rüttel an ihr, aber sie ist zu, ich kann sie nicht öffnen. Meine Panik wächst immer mehr und ich lasse mit einem Schrei entsetzt die Tür los, als ich auch unter der Tür Flammen sehe welche sich durch das Holz fressen. Mein Fenster ist viel zu klein und doch versuche ich durch die Flammen zu kommen, die in meinem Zuhause immer größer werden und meine wenige Kleidung, die ich an mir hatte, verbrennt an manchen Stellen. Ich zische vor Schmerz auf, wenn ich auf Stellen mit Feuer trete. Ich versuche die eh schon kaputten Scherben mit meiner bloßen Hand einzuschlagen, das wäre meine Rettung. Das Blut dass über meine Hand fließt ignoriere ich. Ich sehe dann Personen außerhalb der Hütte stehen, die einfach nur da sind und grinsen, mir zusehen wie ich in Panik versuche mich zu befreien. Es gibt keinen Ausweg für mich als ich versuche durch die kleine Öffnung des Fensters zu kriechen, meine Haut wird von den spitzen Scherben zerschnitten.
Die Schmerzen von meiner Haut werden nur noch unerträglicher, als die Flammen meine Beine erreichen und ich aus voller Kehle schreie. Ein Rütteln nehme ich von irgendwo wahr, als die Personen mir Wörter an den Kopf werfen, wie Monster und Abschaum und das ich kein Recht habe zu leben. Ein weiteres Rüttel reißt mich davon weg und ich reiße die Augen auf. Mein Atem ist abgehackt und mein Herz rast, als würde es jeden Moment aus der Brust springen wollen. Irgendein Arm wurde um mich gelegt, welchen ich aber weg schlage und dabei einen weiteren Schrei ausstoße. Erst dann erkenne ich langsam dass ich meinem und Blues Zimmer bin und sie neben mir sitzt mit sorgenvollen Blick. Sie versucht mich nochmal in ihre Arme zu ziehen, aber ich wehre es weiter ab und springe vom Bett, ich muss hier raus! Ich bekomme keine Luft mehr, meine Lungen fühlen sich an als würden sie jeden Moment ihre Dienste verweigern und die Wände kommen immer näher. So reiße ich die Tür auf und stürze hinaus ins Freie, ich erkenne irgendeine Gestalt noch im Korridor stehen, nur habe ich gerade andere Probleme um sie zu erkennen. Der Wind in den Gärten peitscht mir ins Gesicht und meine Lungen fühlen sich langsam wieder an, als würde ich endlich wieder richtig atmen können. So setzte ich mich unter dem Kirschbaum in den Schatten und ziehe meine Knie an mein Körper welcher zittert, den Kopf lege ich auf meine Knie und so sitze ich einfach nur da und kämpfe mit meinen Tränen, die nach oben kommen wollen, aber ich versuche sie zu unterdrücken. Ich bin nicht schwach und werde es nie wieder sein.

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Meine Füße bleiben wie festgefroren am Boden kleben. Was ist gerade passiert..? Ich bin wach geworden da Akira sich im Schlaf hin und her gewälzt hatte und plötzlich fing sie an zu schreien. Sofort hatte ich ihre Schultern ergriffen und sie geschüttelt, ihr gesagt dass alles in Ordnung ist. Als sie hoch geschreckt war drückte ich sie an mich, aber sie schlug mich weg und hatte mich fast vom Bett gestoßen. Ihre Augen waren anders und klarten dann auf, sie hat mich mit so viel Angst und Schmerz angeschaut, es hat mir so weh getan in der Seele. Aber einen weiteren Versuch, sie in meine Arme zu nehmen und ihr Wörter zu zuflüstern wurde verneint als sie mich wieder weg stieß und dann aus dem Zimmer rannte. Nun stand ich hier im Gang, nur in meiner Schlafkleidung und kann mich nicht mehr bewegen. “Akira..?” Kommt es heiser über meine Lippen. Ich verstehe nicht was los ist, was hat sie geträumt? War das der Grund warum sie verschwand? Wieso habe ich nicht mehr gefragt, ihr nicht mehr auf den Zahn gefühlt oder mal hinterher gegangen?
Schritte, die auf mich zukommen lassen mich auf sehen, mein Chef steht vor mir mit einem ebenso besorgtem Gesicht “Was ist passiert? Ich habe nur den Schrei gehört und gerade ist Akira an mir vorbei gestürmt.” “Ich… Ich weiß es nicht… Sie hat auf einmal im Schlaf angefangen zu schreien und dann…” Ich bin so durcheinander, ich verstehe es einfach nicht. Sie hatte bisher noch nie so eine heftige Reaktion im Schlaf gezeigt, nie! Nevra legt mir eine Hand auf die Schulter “Hey, atme du auch erstmal durch. Wenn ihr Beide zur selben Zeit so durcheinander seid, wird das euch nicht helfen.” er hat recht, wie soll ich ihr bitte helfen wenn ich nicht klar denken konnte. Ich brauche Ordnung um dann sie aufzufangen und zu hören was passiert ist, Lösungen zu diesem Problem zu finden. “Ich weiß nicht wieso, aber in letzter Zeit ist sie immer verschwunden in der Nacht und kam erst kurz vor Sonnenaufgang wieder. Ich hätte ihr hinterher gehen sollen und sie fragen, aber nun ist dass was in ihrem Traum passiert ist, wohl so schlimm geworden dass sie nicht mal mich an sich gelassen hat.” Seine Hand ruht weiterhin auf meiner Schulter und er führt mich zurück zum Zimmer “Seit wann hast du bemerkt dass sie immer wieder verschwindet?” “Seit ein paar Tagen, irgendwann bin ich aufgewacht und habe entschieden wach zu bleiben um eine Regelmäßigkeit zu finden.” ich habe es viel zu spät bemerkt… “Sind dir sonst Sachen aufgefallen die nicht typisch für sie sind?” ich muss überlegen, sortieren, analysieren. “Sie… In letzter Zeit ist sie schneller gereizt und ihr Talent beim Bogenschießen, wann immer ich sie beobachtet habe konnte sie nie die Mitte treffen, aber wenn ich nicht dabei bin war sie wie früher. Hab ich irgendwas falsch gemacht? Habe ich was getan ohne es zu bemerken?” Ich spüre wie mein Hals sich zuschnürt und meine Augen anfangen zu stechen, als ich ihn ins Gesicht sehe. Kurz scheint er zu überlegen, will er die Worte verpacken? Ich muss etwas getan haben, oder? “Das ist nicht deine Schuld Blue, es muss einen anderen Grund geben weshalb sie so war. Aber du ruhst dich jetzt aus, ich werde ein Auge auf sie haben.” Meine Ohren spitzen sich “Aber ich muss sie suchen! Wer weiß was, wo sie gerade ist!” Ich wollte an ihm vorbei, doch hält er mich zurück “Im Moment wissen wir nicht genau was diese Reaktion ausgelöst hat und du bist auch ganz durcheinander, das wird keinem von euch Beiden helfen. Also ruh dich aus, ich pass schon auf, verstanden?” er hat auch den Kopf auf meine Höhe gesenkt um mir ins Gesicht zu sehen “Und eh, so wird du mir nicht rausgehen.” erst dann wurde ich mir wieder bewusst was ich nur anhabe und gebe ein kurzes Nicken von mir. Damit lässt er meine Schulter los und geht in die Richtung in die Akira gerannt ist. Ich öffne wieder die Tür und sehe Monti an, er hat seine Federn aufgeplustert. So nehme ich ihn aus seinem Nest raus und streichle beruhigend mit einem Finger seinen Rücken herab “Alles wird wieder gut werden Monti, aber kannst du mir einen Gefallen tun?” Die schwarzen Augen sehen zu mir auf, bereit seine Herrin zu finden “Kannst du ihr die Jacke bringen? Wenn du es kannst?” er legt nur den Kopf schief und ich seufze nur, so wende ich mich zu Jade um, der mich wachsam mit seinen weißen Augen anstarrt “Kannst du ihr die Jacke bringen?” somit steht der Vierbeiner auf, packt sie im Maul und sprintet los. Damit setze ich mich auf das Bett, noch immer ihren Gefährten am halten.

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Ich sitze immer noch unter dem Kirschbaum und versuche mit meinen Emotionen zu kämpfen und mein Körper zu ignorieren, der langsam anfängt vor Kälte zu zittern. Denn ich bin ja, ohne nachzudenken was ich anhabe, raus gerannt und so sitze ich nur mit einem Shirt und einer kurzen Hose, welche nicht mal meine Beine richtig bedecken, im kühlen Gras und versuche meinen Traum aus dem Kopf zu bekommen. Bis eine sanfte Schnauze mich leicht anstupst am Oberarm, ich schaue hoch und Jade sehe, der meine Jacke in der Schnauze hat, welche ich ihm abnehme und kurz durch sein Fell streiche. “Danke dir, aber geh wieder zu ihr zurück.” Er schaut mich einen Moment noch an, bevor er davon trottet und ich wieder alleine bin. Meinen Kopf lasse ich auf die harte und rauhe Rinde des Kirschbaumes zurückfallen und schließe für einen Moment die Augen, nur um es gleich drauf zu bereuen, denn sofort habe ich die Bilder und Stimmen wieder im Kopf. So zwinge ich mich die Augen offen zu halten und einfach in den Himmel, durch das Blätterdach, zu schauen. Wie in den Nächten zuvor auch schon, nur das kann mich ein wenig beruhigen. Die Jacke, die Jade mir gebracht hat, ziehe ich mir nach einiger Zeit doch an, den ich fröstel ein wenig, was für mich auch ungewohnt ist, denn schnell friere ich eigentlich nicht. Bei mir ist wohl alles kaputt, denke ich mir. Erst als die ersten Sonnenstrahlen bis zu mir kommen stehe ich langsam auf und gehe mit wackeligen Schritten zurück, aber nicht bevor ich der Kantine einen Besuch abgestattet habe. Bin ich jetzt froh, doch die Jacke zu haben, als ich ein paar Mitgliedern der Garde entgegen komme, die mich eh schon seltsam anschauen. Was noch nie eine scheiß Nacht gehabt, denke ich mir während ich ihre Blicke sehe. Mein Blut bereue ich heute zu trinken, ich will nicht noch mehr Blicken ausgesetzt werden, als eh schon. Deswegen gehe ich zurück über den Korridor zu unserem Zimmer und bete dass Blue dies vergessen hat.

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Mein Kopf schießt hoch als ich das Klicken der Klinke vernehme, ich hatte mich zwar angezogen um mich dann doch auf die Suche zu machen, doch dann erblicke ich Akira im Türrahmen. Monti hat sich von meiner Schulter in die Lüfte begeben, aber geht nicht sofort zu ihr und auch Jade nimmt Abstand, sie wissen etwas dass ich nicht weiß. “Akira, alles in Ordnung? Was war los?” versuche ich sanft doch sehe ich eine Härte in ihren Zügen “Alles in Ordnung, was soll schon sein?” das ist nicht ihr Ernst… Ich… “Du weißt dass du mit mir reden kannst.” ein Lächeln versuche ich ihr entgegen zu bringen, doch erwidert sie nichts “Ich hab gesagt dass alles okay ist!” faucht sie mich schon fast an. “Bitte, wir beide wissen dass nichts okay ist. Also sag mir doch bitte was nicht stimmt.” doch anstelle zu antworten dreht sie sich auf dem Absatz um, oh so schnell kommst du mir jetzt nicht davon, und so rase ich hinterher und knalle leider die Tür gegen die Wand um hinterher zu kommen “Akira, so bleib doch stehen! Rede endlich mit mir! Ich weiß dass dich etwas belastet!!” “Kannst du mich nicht für einen Moment in Ruhe lassen?!” ihre Stimme ist beraubt von all ihrer feurigen Persönlichkeit “Was erwartest du? Ich sorge mich um dich!! Du musst nicht alles alleine tragen! Du weißt dass dies nicht gesund ist!” “Als ob du weißt was gut für mich ist!! Du hast doch keine Ahnung!” meine Hände fangen an zu zittern und meine Beine halten inne, Abstand, ich darf keinen Abstand entstehen lassen. Ich kann sie auf diesem Pfad nicht alleine lassen! Das kann ich nicht! So muss ich schnelle Schritte nehmen um sie einzuholen “Bitte, wir sind durch allen möglichen Scheiß gegangen und dies zu zweit! Wir haben dies schon immer zu zweit gemeistert! Das schaffen wir auch!!” Ihre Augen werfen mir ein so feindseliges Funkeln zu dass ich dachte meine Herz stoppt für eine Sekunde. “Hat es etwas mit mir zu tun?!? Hab ich etwas gemacht? AKIRA, WAS?!” ich will nicht schreien, doch bricht meine Stimme. Nein, erinnere dich an das was Jamon dir beigebracht hat, versuche… die… Kontrolle… NEIN Sie geht weiter weg! Ich kann sie nicht alleine lassen! Wir passieren die Räume der Lichtgarde und enden im Eingangsbereich “Akira, NUN BLEIB STEHEN! Bleib stehen um Himmels Willen!!” und das tut sie, aber irgendwie wünsche ich es mir, bei ihrem Blick, nicht mehr “WAS MISCHT DU DICH IN MEIN LEBEN EIGENTLICH EIN?!? LASS MICH IN RUHE!! DU BIST SOWAS VON ÄTZEND!!” ein so urplötzlicher kalter Stich trifft mich an der Brust, es fühlt sich an als ob meine Lungen zu Eis gefroren sind. Ihre Stimme raubt mir Kraft zu atmen. “Wir sind Schwestern, bitte… Was ist passiert? Sag es mir!! Ich flehe dich an!” Ich bemerke nicht die Tränen die sich bilden, erst als sie meine Wangen runter fließen, was habe ich getan… O Orakel, sag es mir. “Was ist aus unserem Versprechen geworden? Das wir uns alles sagen? Dass wir unseren Schmerz teilen… Hast du das vergessen? Wir gegen die Welt, wir zusammen-” “HALT DEIN VERDAMMTES MAUL!! DU BIST NICHT MEINE SCHWESTER!! DU BIST EINFACH NUR EIN NERVTÖTENDER KÖTER!!” Ich… Hat ihre Stimme was zum zerbersten gebracht, es hat sich wie Glas angehört das zerbrach… Oder war es etwas in mir..? “UND WENN DU MIR JETZT WEITER AUF DIE NERVEN GEHST, KANNST DU WAS ERLEBEN!!” Meine Ohren vernehmen mehr Geräusche, von überall, aber ich weiß nicht mal mehr wo wir sind, sind wir noch im Dorf? Die Bilder… Ihr Blut… Ich schüttel den Kopf “NEIN, ich gehe nicht!! EGAL WAS, ICH BLEIBE BEI DIR!!” Ich weiß nicht wo ich die Kraft hernehme zu schreien, doch lässt es ihre Augen nur enger werden “WER DENKST DU ZU GLAUBEN, WAS DU BIST?!” sie nimmt ein paar Schritte auf mich zu, doch bleibe ich stehen. Ich kann nicht zurück! Ich WERDE nicht zurück gehen. Nicht in die Einsamkeit. Nicht in die Dunkelheit. Nicht in ein Leben ohne sie. Ihre Mundwinkel ziehen sich nach oben und ich kann ihre Zähne sehen “Ach… Verstehst du nicht? VERSTEHST DU EINFACH NICHT?!? FÜR MICH BIST DU GESTORBEN!! DU BIST NUR EIN LÄSTIGES ANHÄNGSEL!! DU BIST EIN FLOH, DER AN EINEM KLEBT, SO NERVIG UND UNNÖTIG!! WEISST DU WAS?!? WIESO HABE ICH ALL MEINE ZEIT MIT EINER VERSAGERIN, EINEM NICHTS, WIE DIR VERBRACHT?!? DIR WÜNSCHE ICH KALTE EINSAMKEIT AN DER DU ELENDIG VERRECKST!! WEGEN DIR BIN ICH FAST GESTORBEN! ALSO VERSCHWINDE AUS MEINEM LEBEN, FÜR IMMER!!” wieso rast mein Herz, mein Atem..? Mir wird so schwindelig… Warum fühlt der Boden sich so… Nein… Ich… Es ist meine Schuld… Sie hatten Recht… Sie hatten richtig gehandelt, mich zu verlassen… “HÖRST DU SCHLECHT?!? HAU AB!!!” ich schrecke zurück als ich sehe dass sie noch einen Schritt auf mich zukommt und ich, ich nehme einen zurück… Irgendetwas blitzt in ihren Augen auf, es war so animalistisch… 
   
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Ich verstehe nicht warum sie nicht einfach abhaut, geht, dass was sie doch auch so gut kann Mich einfach alleine lassen, aber so dämlich wie sie ist versteht sie es nun halt nicht. “HÖRST DU SCHLECHT?!? HAU AB!!! Sie schreckt endlich zusammen, sie macht einen Schritt zurück und irgendwas in mir legt sich in dem Moment um. Ich will nach vorne schnellen und meinem Drang nach ihrem pulsierenden Blut nachgehen, aber gerade als ich auf sie zu rennen will, legen sich zwei Arme um mich und ziehen mich zurück. Wer auch immer dieser Idiot ist, er wird es bereuen mich aufgehalten zu haben! So gib ich ein Fauchen von mir, was ihn hoffentlich zu verstehen gibt dass er mich sofort loslassen soll Doch da werde ich in eine andere Richtung schon gezerrt und sehe nur noch im Augenwinkel wie auch Blue sich entfernt Ich will ihr aber nach, einfach nur noch nach und ihr zu verstehen zu geben dass man sich nicht mit mir anlegen soll, so hole ich mit meinem Ellenbogen aus und treffe wohl die Rippe, den ich höre ein Zischen. “Beruhig dich gefälligst.” höre ich Nevras Stimme. Oh der hat mir gerade noch gefehlt, so versuche ich ein erneutes Mal mich mit einem Tritt nach hinten auf sein Schienbein befreien. Jedoch hält er mich immer noch fest und schleift mich irgendwo hin mit sich, womit ich nicht einverstanden bin. “Beruhig dich oder ich bin gezwungen dich aus zu knocken.” knirscht er mir entgegen. Das soll er doch nur mal versuchen, dann hat er ein richtiges Problem mit mir! Wir kommen in einem Raum an, welcher nicht gerade hell ist was aber gerade eine angenehme Wirkung auf mich hat, den meine Augen brennen hier nicht mehr. “Wenn ich dich jetzt los lasse, beruhigst du dich, verstanden?” meint er mit einer Stimme die keine Widerworte zulässt, so knirsche ich einfach und endlich bin ich aus seinem Griff und drehte mich um. Denn ich will ja immer noch Blue hinterher, aber er steht mit dem Rücken zur geschlossen Tür, was mich wieder genervt grummeln lässt und ich auf und ab gehe Ich will mich nicht beruhigen! Warum ich? Bin ja nicht Schuld an der Situation, aber da er vor der Tür steht und eine Stimme mich doch davor warnt meine Wut nicht an ihm aus zu lassen, suchen meine Augen den Raum ab und finden eine Trainingssäule die gerade für meine Wut ausreichend ist So renne ich auf sie zu und lasse meine Wut mit gezielten Hand- und Fußschläge raus, was sie schon gehörig zum taumeln bringt.
Bis meine Wut nach und nach sich in Luft auflöst und mein Blick sich langsam aufklart und mir bewusst wird, was ich fast getan hätte und lasse von der Tranigssäule ab. Ich sinke auf die Knie. Warum hätte ich fast die Kontrolle verloren und das wieder, nur wäre dieses mal Blue mein Opfer gewesen. Die Stimmen kommen mir sofort in den Kopf, vielleicht bin ich doch ein Monster und haben recht.

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Ich nehme Bewegung hinter Akira wahr, es ist Nevra der seine Arme um sie legt und fest hält. Was hat er vor mit ihr? Ich will zu ihr rennen, Bilder des Kampfes ziehen an meinen Augen vorbei, doch nun spüre auch ich zwei Arme die mich vom Boden heben, sie sind um meine Schultern geschlungen. Ich kreische zu dem Besitzer “Loslassen!! Ich muss ihr helfen!! Runterlassen!!” ich versuche auch auszutreten, etwas zu erwischen. “Bleib ruhig, ihr wird nichts passieren.” die Stimme von Valkyon dringt an meine Ohren, doch glaube ich ihm nicht “NEIN LASS MICH LOS!! ICH MUSS IHR HELFEN!!” ein Geräusch entweicht seiner Kehle was ich nicht verstehen kann, irgendetwas rauscht hier so schrecklich laut… Doch windet sich nun der Arm um meine Hüfte und wirft mich, eine harte Oberfläche drückt sich in meinen Bauch und raubt mir den Atem. Als ich so langsam wieder atmen kann, bemerke ich wie meine Umgebung sich bewegt, meine Augen suchen fieberhaft nach meiner Schwester und ich sehe wie Nevra sie in Richtung des Trainingsraum der Schatten zerrt. Ich schreie, ich zappel und schlage auf den Rücken von Valkyon ein, nachdem ich verstehe dass er mich über seine Schulter geworfen hat. Meine Tränen rennen und ich strecke meine Hand nach ihr aus, als so langsam die Tür zum Raum zu geht “AKIRA!!!” doch schenkt sie mir nicht einmal einen Blick, als sei ich nicht da…
Der Obsidian trägt mich weiter so durch die Gegend bis wir an einem Trainingsfeld ankommen und er nur etwas ruft. Viele verschiedene Schritte verlassen mit Eile das Feld, erst dann setzt er mich ab. Ich schlag sofort und treffe seine Brust “Was sollte das?!” kreische ich ihn an, doch der Riese vor mir zeigt sich unverändert. “Du hattest Glück dass ihr so laut gestritten habt und wir in der Nähe waren.” versucht er ruhig “GLÜCK?!? Wir hätten uns ausgesprochen! Irgendwie, wie immer!!” worauf er seufzt und mir eine Hand auf die Schulter legt “Blue… Akira war nicht sie selbst, hätten Nevra und ich nicht eingegriffen hätte sie dich angegriffen.” WAS?!? Ich schlage augenblicklich die Hand weg “Meine Schwester MICH angreifen? Du träumst wohl!! Sie würde mich nie verletzten.” oder…? Würde sie mich nie verletzten..? Ihr Blick… So kalt und fremd… “Na gut,” raunt er, bevor er seine Handflächen zu mir dreht, “du wirst jetzt, bis ich stopp sage, in meine Handflächen schlagen.” ich schaue zu ihm hoch ob er blöd wäre, was soll das bezwecken?! Aber trotzdem schlage ich, rechts, links, rechts, links. Was soll dieses Schauspiel? Was soll das? Es ist Zeit verschwenden, ICH verschwende meine Zeit! Akira braucht mich! Wir sind wie eins, wir sind wie Zwillinge, wir sind… Unzerbrechlich? Sind wir unzerbrechlich? Nein wir sind unantastbar! JA, das ist es! Es gibt nichts was uns aufhalten kann, NICHTS!! Es… Wir… Ich sorge für meine Schwester, wie schon immer. Sie ist der Grund dass ich noch nicht aufgegeben habe. Mein Grund voran zu gehen, sie würde dasselbe für mich tun… Das stimmt doch oder, Akira? Du würdest auch für mich… Oder..? Meine Hände kribbeln, wie… Es fühlt sich an als ob mir meine Waffe runterfällt, auf den harten Steinboden. Den Boden im Dorf. Der Stahl, er klirrt in protest. Das Tropfgeräusch. Es… Der Geruch… Die Umgebung, alles voller Blut… Meine Hände legen sich über meine Ohren, ich sehe nur noch kurz das besorgte Gesicht des Obsidians bevor alles schwarz wurde. Wo war ich? Was ist passiert? Die Dunkelheit… Ich will weg… Was… Bitte… Was habe ich getan? Was habe ich Akira angetan?! Alles schmerzt, mein Herz, meine Lungen, einfach alles. Wieso passiert das mit mir..? Sie haben recht… Akira hat recht… Ich, was will man von mir? Bin ich es überhaupt wert? Will man jemanden wie mich als Freundin, als Schwester, haben? Ein Schrei durchzuckt mich und ich spüre nur den harten Boden unter meinen Beinen. MEIN RÜCKEN, ES BRENNT!! Die Narben!! Die Sicheln an meinen Schulterblättern, meine Kleidung klebt an mir, sie ist bordeaux, die Farbe meines Blutes. Ich sehe zwei Gestalten oder vier, sie sind ohne Merkmale doch ist ihre Abneigung, ihr Hass, spürbar. Sie gehen von mir und ich kann nicht hinterher, etwas hält mich zurück. Ein Schrei, der Schrei eines Kindes, zurückgelassen in der Kälte.
“BLUE?!” mein Kopf schießt hoch und haut gegen ein Kinn “AUA!!!” Meine Hände schlagen sich an der Stelle zusammen, meine Tränen rennen immer noch meine Wangen herab. Der weißhaarige vor mir reibt sein Kinn mit verzogener Miene “Was zum-, alles okay? Du warst von einem auf den anderen weg. Was ist passiert? Für eine Sekunde dachte ich dass dir deine Seele gestohlen wurde.” Wie lange war ich? Ich kauer am Boden, er kniet vor mir. Was war gerade passiert?

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Ich sacke auf den Boden zusammen, meine Beine wollen nicht mehr, ich halte mein Gesicht in den Händen. Warum habe ich die kontrolle verloren? Was wäre passiert wenn er mich nicht aufgehalten hätte? Nein, daran will ich gar nicht erst denken! Meine Stimmen in meinem Kopf werden lauter und ich halte mir meine Ohren zu. Ich will die Bilder und die Stimmen nicht hören! Warum jetzt, nach all der Zeit, jetzt wo wir hier ankamen und ein Zuhause gefunden hatten? Wobei ich mir dabei nicht mehr sicher bin, denn wer will einen Vampir der sich nicht unter Kontrolle hat? Wenn ich jetzt alles kaputt gemacht hatte, nur wegen meinen scheiß Trieben, dann würde ich es akzeptieren. Ich bin es gewöhnt dass man mich nicht haben will. Ich merke wie wohl Nevra sich mir langsam nähert und, als ich merke wie er neben mich in die Hocke geht um mich wohl besser ansehen zu können, zuckt mein Körper kurz auf, als hätte ich Angst was jetzt folgen würde. So hebe ich meinen Kopf und schaue ihn an, ich weiß nicht was ich gerade aus seinem Blick ablesen kann. “Hast du dich beruhigt? Ich denke wir müssen reden, was da gerade passiert ist.” Ich seufze, eigentlich ist mir gerade nicht nach reden aber ich kann mir auch denken, dass ich ihn nicht so schnell nach dem gerade los bekomme. So lasse ich mich ganz auf den Boden fallen in dem, wie ich jetzt erst erkenne, Trainingsraum und er setzt sich vor mich hin. “Was willst du wissen? Ob ich nie gelernt habe meine Triebe zu kontrollieren? Wer den, ich war eh immer allein.” Gebe ich einfach mal zu, sicher ist eh das seine Frage. “Und wie hast du es bis jetzt, in so einer Situation, gemacht?” ich seufze innerlich, denn dies ist ja der Auslöser, der meine ganze Flucht erst veranlasst hat. So schaue ich erst einen Moment zur Decke hoch “Keine Ahnung, war ich schon lange nicht mehr.” geb ich mit einem kleinen Seufzen von mir, denn ich habe das eine Bild noch klar im Kopf, wodurch mein Delirium erst anfing. “Hat dich Blue dabei unterstützt?” Mein Kopf schießt zu ihm, wieder dieser Name! Hätte er mal lieber nicht erwähnen sollen. “Blue kann gerne da bleiben wo der Pfeffer wächst.” “Gut, wir vergessen sie mal, aber hier sind genug Leute die dir gerne zuhören würden und helfen.” Ich seufze wieder. Für was? Bis jetzt interessiert es ja auch keinen und ich bin alleine zurecht gekommen, also werde ich das jetzt auch schaffen. “Ich komm allein zurecht ich brauche keine Hilfe.” “Bis jetzt.” Ich schnaube einfach nur. Wenn er es ja eh nicht versteht, warum soll ich dann überhaupt mit jemandem anderen reden?
“Du bist nicht die Einzige, die keine schöne Vergangenheit hat.” Ich schaue ihn zwar kurz an, aber was soll mir seine Leier bringen? “Ich komm aus dem Dorf Yaqut, ich weiß nicht ob du davon gehört hast.” Ich blicke ihn wieder an, worauf will er hinaus? “Noch nie gehört.” meine ich mit einem gelangweilten Schulterzucken, hoffentlich ist er mit seiner Geschichtsstunde demnächst fertig. “In diesem Ort gibt es einen sehr alten Vampir Clan. Ich und Karenn waren Teil davon, er war unsere Familie. Mein Vater ist das Oberhaupt und ich hätte übernehmen sollen nach seinem Ableben, doch konnte ich es nicht.” Ich wundere mich zwar aber weiß auch nicht was er damit bezwecken will, deswegen meine ich gelangweilt. “Immerhin hattest du Eltern.” Er zuckt nur kurz mit den Schultern, als würde das Detail ihn nicht interessieren. “Hättest du meine Eltern gehabt wärst du auch abgehauen, selbst du hättest bei all der Brutalität nicht lange durchgehalten. Meine einzige Option war weg zu gehen, Karenn ist mir auch gefolgt da sie dasselbe erkannt hat. Egal ob ich die Geschäfte übernommen hätte, ich hätte nichts ändern können.” ich seufze wieder “Geschichtsstunde langsam zu Ende, kann ich jetzt gehen?” Da er keine Reaktion zeigt stehe ich auf und drehe mich zum gehen um, als ich noch von ihm höre. “Denk dran, du bist nicht alleine.” Ich gehe einfach durch die Tür und lasse ihn darin alleine und gehe in Richtung Zimmer. Denn ich habe ja immer noch unter der Jacke meine Schlafsachen an, die ich so langsam mal tauschen will und, kaum hatte ich die Tür einen Spalt offen, stürmt mir Jade entgegen und ist so schnell in eine Richtung verschwunden, so schnell kann ich gar nicht reagieren, aber das soll mir recht sein so haben zumindest ich und Monti Ruhe.

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Valkyon zwingt mich dazu auf der Bank, die in der Nähe des Platzes war, niederzulassen und signalisiert jemanden, der wohl gerade einfach trainieren will, etwas zu, ehe er sich neben mich setzt, zu meiner Linken. Er schaut mich an, ich denke er weiß nicht wie er mich darauf ansprechen soll, nachdem ich ihm mit Stille geantwortet habe. Wenn ich ehrlich sein will, ich wüsste es auch nicht. Alles fühlt sich so taub an, meiner Finger zittern immer noch auch wenn ich versuche nicht daran zu denken… Seine Hand umschließen meine zittrigen Gliedmaßen, der Kontakt lenkt meine Sinne auf das Gefühl. Er muss wohl wissen dass wir Werwölfe auch viel über so etwas sagen und kommunizieren, beruhigen ohne Worte wenn es keine gibt. Mein Fokus liegt darauf und wie seine andere mir beruhigend über den Rücken streicht, es fühlt sich fast schon an als sei er mein großer Bruder. Einen großen Bruder habe ich mir schon mein ganzen Leben lang gewünscht. Als die Hand meinen Rücken verlässt öffne ich die Augen und sehe wie er mir ein Glas Wasser hinhält, ich nehme es und schlucke gierig die kühle Flüssigkeit die meine Kehle hinab fließt. Als es leer ist nimmt er es von meinen Händen und stellt es neben sich ab. “Besser?” und ich nicke nur etwas. “Willst du darüber reden?” ich stocke. Ich kann unmöglichen mit jemanden über das sprechen was meine Vergangenheit betrifft, niemand wird es verstehen, nichtmal Akira… So versuche ich meine Gedanken auf das gerade passierte zu lenken und doch lässt es mich erschaudern. “Ich weiß nicht wieso, aber meine Schwester war plötzlich so… Anders, so fremd, feindselig obwohl ich mich nur sorge… Hab ich etwas getan um sie zu verletzen Valkyon? Habe ich ihr weh getan weil ich ihr beim Training nicht helfen konnte, oder bin ich der Grund warum sie nicht mehr trifft, oder-” der Obsidan stoppt mich mit einer Hand auf meiner Schulter “Würdest du jemals etwas tun was sie verletzten würde, willentlich?” sofort schüttel ich den Kopf, “Also, sag nicht dass es deine Schuld ist. Geschwister ändern sich manchmal ohne dass man es bemerkt, ohne zu wissen was los ist.” meine Ohren zucken, seine Stimme enthält einen kleinen Funken Trauer “Hast du jemanden verloren der wie ein Geschwisterkind war?” ich sehe dass es ihn etwas Kraft kostet auszuatmen, sofort will ich mich entschuldigen gefragt zu haben, aber er spricht vor mir “Ja, ich habe meinen Bruder verloren. Er war vor mir der Chef der Obsidiangarde und mein Vorbild. Als ich euch sah, wie ihr miteinander umgeht, erinnerte es mich an uns,” die Ohren legen sich an, haben wir ihm verletzt ohne es zu wissen, weil wir ihn an seinen Bruder erinnern, “darum kann ich verstehen was in dir vorgeht.” nun ruht wieder sein Blick auf mir “Es tut mir leid das zu hören Valkyon, ich wusste nicht…” doch hebt er eine Hand um mich zu unterbrechen “Akiras Veränderung muss wohl auch schon länger passiert sein…” beende ich dann doch diesen komischen Satz. “Ihr habt eure Pflichten in zwei verschiedenen Garden, auch wenn ihr in einer wärt hättet ihr eure zugeteilten Aufgaben. Du realisierst wahrscheinlich nicht, wie sehr sich alles geändert hat, wie sehr du dich verändert hast. Du bist offener und hast Freunde hier, die Aktion erst letztens hat es gesagt, trotzdem seid ihr noch Schwestern. Du bist noch an dass sie gewöhnt von eurer Reise, wie nahe ihr euch dort wart. Immerhin habt ihr bedingungslos aufeinander vertraut um zu überleben.” während er erklärt und versucht eine Ordnung zu schaffen, kann ich nur nicken, vielleicht hat er Recht. Seit wir hier sind ist vieles anders für uns beide, wir haben uns angepasst und ein gelebt, sind Teil eines Größeren, aber dennoch haben wir einander. “Versuch euch Zeit zu geben, sie beruhigen zu lassen und dich klarer sehen zu lassen. Ihr werdet schon wieder zueinander finden, dem bin ich sicher.” “Und was wenn nicht?” kommt es über meine Lippen, die leichte Verzweiflung die sich an diese Worte klammert ist klar spürbar. So sehr dass er eine Hand zwischen meine Ohren legt und meinen Kopf streichelt “Das ist möglich dass ihr euch vielleicht nie wieder so versteht wie früher, doch ist es einen Versuch wert. Ihr habt bestimmt vorher schon Auseinandersetzungen gehabt, es ist schwer, das weiß ich. Doch würdet ihr für einander Dinge tun, die jemand anderes sich niemals trauen würde, dies hast du mir gezeigt als ich im Dorf eingetroffen bin. Wenn ich jetzt daran zurückdenke macht es mehr Sinn als damals.” anstelle zu antworten lehne ich mich an seine Seite mit meinen Beinen an meine Brust gezogen, einfach brauche ich gerade Trost in der Form von Stimulation meines Tastsinnes, Kontakt wie Werwölfe ihn suchen. Der Krieger neben mir scheint zu verstehen, auch wenn er kurzzeitig wie versteinert ist als das Gewicht gegen seine Seite fällt, aber sein Arm legt sich behutsam um meine kauernde Form. “Kann ich…” ich verschlucke mich an meinen Worten, doch lässt er mir die Zeit sie zu ordnen, “heute dich als großen Bruder ansehen? Als einen tröstlichen Kontakt?” ich brauche nicht seine Reaktion zu sehen, an der Art wie sich seine Hand auf meinem Oberarm ablegt und mich kurz an ihn zieht, weiß ich dass er in Ordnung damit ist.
Ein paar gehen natürlich an uns vorbei, doch kommentieren sie es nicht, vielleicht gibt ihnen Valkyon nur einen Blick der sie zum Schweigen bringt, aber mir kann es egal sein, als ich spüren kann wie mein Herz sich langsam beruhigt und seinen normalen Rhythmus findet. Mein Blut nicht mehr rauscht und durch meinen Körper jagt, einen Zustand von Entspannung zu finden, für so lange ich es brauche um mich auf den Sturm zu wappnen. Ab und an krault er mir auch hinter einem meiner Ohren, er scheint bemerkt zu haben, dass er eine gewisse Stelle erwischt hat, was ein sanftes Schweifwedeln und ein entspanntes Schnauben von mir entweichen lässt. Doch zucken meine Ohren auf als ich ein bekanntes Paar von Pfoten vernehme, so öffne ich meine Augen und kann mein Minaloo erkennen, dass auf uns zukommt. Er scheint etwas gestresst doch beruhigt er sich allmählich als er mich entdeckt und wieder treudoof wird. “Jade, was machst du hier? Eigentlich schläft du jetzt in deinem Bettchen.” weiter spreche ich meinen Gedanken nicht aus, Akira wird ihn doch nicht rausgeworfen haben, oder? Dann wendet sich mein Fokus auf etwas, dass zwischen seiner Blättermähne sich bewegt, kurz darauf schaut mit einem winzigen und knuffigen Piepsen eine Musarose aus dieser raus. “Floppy, da hast du dich also versteckt.” kommt es vom Riesen und ich verstehe sofort dass dies wohl sein Gefährte ist, nun ja, ich persönlich habe mit was anderem gerechnet. “Aww, sie ist so süß, ich habe noch nie eine Musarose von so nah gesehen.” kaum habe ich es ausgesprochen hält er die Hand, auf welcher sie gerade Platz genommen hat, vor mich. Sie kommt auf meine Hände als ich sie aushalte und schaut mich aus ihren grünen Augen an, sie hat eine Note Mitleid in diesen, als ob sie weiß was vorgefallen war. “Nun weiß ich wo ich nachsehen sollte wenn sie mal wieder verschwindet,” sagt er während er Jade anschaut, der nur fröhlich hechelt, “sie scheint ihn zu mögen und er sie, also pass mir ja auf die Kleine auf, verstanden?” seine Antwort war ein Heulen des Minaloos.
Ich verbringe noch ein bisschen so in der stillen Zweisamkeit, doch irgendwann muss ich doch gehen, irgendwas zieht mich in die Richtung meines Raumes. Valkyon hat zwar geraten erstmal zu warten, doch steigt wieder Sorge in mir auf. So stehe ich kurzerhand vor der Tür zu unseren Zimmer und hebe die Hand, aber meine Knöcheln machen nie Kontakt mit dem Holz, sondern sackt wieder an meine Seite runter. Ich weiß dass sie darin ist, ich höre sie, aber… Ich kann einfach nicht… Wieder fühle ich mich taub, wieder das Gefühl von Druck hinter den Augen und das Stechen, Stille und Dunkelheit. Ein Echo ihrer Wut, ihrer Worte, sie kreischen und meine Ohren legen sich reflexartig an - DU BIST ÄTZEND - NERVTÖTENDER KÖTER -  LÄSTIGES ANHÄNGSEL - VERSAGERIN - bitte hör auf… - EIN NICHTS - VERSCHWINDE, WER DENKST DU ZU GLAUBEN, WAS DU BIST - Sie soll ruhig sein… - DU BIST EIN FLOH, DER AN EINEM KLEBT, SO NERVIG UND UNNÖTIG - Ich… Ich will doch nur helfen… -  BIST DU GESTORBEN FÜR MICH - Sei nicht so wie sie, bitte… Du bist meine Schwester… - ICH WÜNSCHE DIR KALTE EINSAMKEIT AN DER DU ELENDIG VERRECKST - Nein… Sie… Ich muss hier raus! Es… Dunkelheit, alleine… Warum? Endlich kann ich meinen Füßen befehligen zu rennen, wohin das weiß ich nicht, einfach nur weg von dieser Tür und der Dunkelheit auf der anderen Seite…
Das nächste was ich spüre ist kühle Luft, ich bin draußen und brauche einige Momente um zu verstehen dass ich im Garten der Musik gestrandet bin und meinen unsicheren Atem zu suchen, als sei ich gerade mindestens zehnmal um das gesamte Quartier gerannt. Was will ich hier noch? Was gibt es überhaupt für mich? Es ist wahr, ich muss verflucht sein, von anfang an… Ist dies mein Schicksal? Von allen verlassen zu werden und-- wie sie es sich wünscht -- elendig an meinem einsamen Schicksal zu sterben. Die Tränen landen auf meinem Handrücken, seit wann knie ich und kralle mich in der Erde fest? Bei dem Schmerz der von meinen Schulterblättern ausgeht verstehe ich warum. Was hat Er damals geflüstert? Er mit seinem Runen verzierten Dolch? Gerade so kann ich ein Schniefen ersticken, aber krümme mich als ob ich gleich meinen Mageninhalt ausstoßen will. Was war los mit mir? Wieso konnte ich damals nicht einfach ein einfaches Kind sein? Ohne Eltern, aber normal… Wieso Orakel? Hasst du mich so?
Bei Schritten auf dem Gras schießt mein Oberkörper so schnell hoch, dass mir speiübel wird. Meine Augen erfassen eine dunkle Gestalt die mein Herz zum rasen bringt. Ist er wieder gekommen um zu beenden was er begonnen hat? Doch als der Schatten näher kommt erkenne ich nur das sorgenvolle Gesicht meines Chefs, was macht er hier? Wie lange war er schon hier? Bevor er jedoch bei mir steht kämpfte ich mich auf meine Beine, doch bereue ich es als ich ein Schwindelgefühl entwickel. Ich dachte ich muss auf die Schnauze fliegen, doch packen mich zwei Hände an meinen Unterarmen und stabilisieren mich “Was ist los?” seine Stimme scheint wie durch einen Schleier zu kommen, mein Schädel fühlt sich an als ob ich etwas zu viel getrunken hätte. Somit zieht er mich scheinbar von dem Gras runter und zu einer Bank die in unserer Nähe ist, platziert mich dort und setzt sich neben mich, mit einer Hand auf meiner Schulter. Erst dann nehme ich Pfoten wahr, die gegen meinen Bauch drücken, Jade, ihn hatte ich ganz vergessen und auch er schaute mich voller Sorge an. “Soll ich dich auf die Krankenstation bringen? Du siehst nicht gut aus.” Warum ist er jetzt so sanft mit mir, mein Kopf dreht sich irgendwie “Nein… Ich brauch nur frische Luft… Ja, das brauche ich.” der Ausdruck auf seinem Gesicht verrät mir dass er mir dies nicht glaubt, doch scheint er mich nicht zwingen wollen “Na gut, darf ich wenigstens dann sicher gehen dass du mir hier nicht zusammenbrichst?” ich nicke ihm vorsichtig zu um eine weitere Überstimulation für meine Sinne zu vermeiden. So sitzen wir für einige Zeit in absoluter Stille nebeneinander, selbst Jade ist ruhig und lässt mich nicht aus seinen Augen, während meine Finger durch sein Fell streichen. Die Luft tut gut, auch wenn es sich anfühlt als würde sie mein Inneres kitzeln, es bringt mich auf andere Gedanken, weg von all den Zweifeln und diesem… Ich unterbinde mein Kopfschütteln für meinen Kopf. Nach weiteren Sekunden dreht sich sein Blick vom Himmel nun auf mich, ich spüre dass ihm ein paar Fragen auf der Zunge liegen, doch war er rücksichtsvoll gegenüber meinem Zustand. Und erst als ich langsam meinen Kopf zu ihm drehe, gebe ich ihm zu verstehen dass ich mich etwas erholt habe und bereit bin zu antworten. “Alles wieder gut bei dir?” seine Stimme hat wieder diesen besorgten Ton in sich, den ich öfter höre als es ihm wohl lieb ist “Ja… Mir geht es wieder besser.” auch wenn mein Hals sich immer noch so anfühlt als wäre ein Stück Brot stecken geblieben. “Soll ich dir irgendetwas bringen? Brauchst du etwas?” doch verneine ich die Frage auch wenn ich unter meiner Kleidung eine Gänsehaut fühlen kann. Lieber soll er nicht nochmal auf… Ja… Doch scheint er zu spüren dass etwas nicht ganz so richtig ist, aber er belässt es erstmals. “Blue, willst du mir erzählen was gerade passiert ist?” seine Arme verschränken sich aus Gewohnheit vor seiner Brust, es soll nichts weiteres bedeuten. Ich kann es ihm auch nicht sagen, nicht alles, spätestens dann ist alles vorbei. Darum suche ich nach der einfachsten Lösung, nun in Anbetracht zu dem was ich gerade fühle. “Ich war gerade dabei an unserer Tür zu klopfen, doch… Ich konnte es einfach nicht… Der Streit, er kam wieder, all das was sie gesagt hat… Wie ein Echo das einfach nicht aus einem Höhlensystem entschwinden will, sich an seiner Existenz festkrallen.” ich lasse meine Augen zum Himmel wandern, nun sind wohl unsere Rollen vertauscht, nur der Himmel ist der Gleiche geblieben und lacht mich nun an oder aus, weil ich so schwach bin. “Ich verstehe… Alles ist nochmal über dich eingebrochen?” fragt er vorsichtig und ich kann nur nicken, es ist zum Haare ausreissen! Valkyon hat mir doch schon so gut er konnte geholfen und doch, bricht es wieder wie ein Wasserfall über mich bei dem kleinsten Auslöser… Wieso..? So lange ist es nicht hochgekommen, ich hab es schon fast vergessen und nun, zeigt es seine Fratze. Nur dieses Mal, ist das verzogene Gesicht meiner Schwester Teil dieser Schatten… Nicht mehr 4, sondern 5 Schatten. Werden es eines Tages unzählige sein die mich wie eine Welle überrollen? “Du hast zwar schon mit Valkyon darüber gesprochen, aber willst du auch mit mir darüber sprechen?” er löst einen Arm aus seiner Haltung und legt die Hand auf meine Schulter, der Kontakt erinnert mich kurz an das brüderliche Band zu Valkyon, weswegen ich nicke “Ich fühle mich einfach, als hätte ich auf langer Strecke versagt. Das sie mich nicht braucht und ich sie einfach nur in ein Loch zerre, welches nur für mich bestimmt ist. Akira hat Recht mich abzuweisen, sie hat einfach damit recht mich aus ihrem Leben haben zu wollen. Ohnehin wäre sie wohl besser ohne mich dran, ich bin nur eine Last! Wie sie sagte, ein Floh der nicht weiß wann er loslassen soll.” es treibt wieder die Tränen in meine Augen hervor und lässt auch Jade auf winseln, er will mich nicht so sehen. “Blue, das waren Worte die im Eifer eines Streites gesagt wurden, Akira meint sie nicht so und dies weißt du. Schließlich kennst du sie besser als wir alle zusammen.” “Wenn du versuchst mich damit aufzuheitern, bitte hör auf.” ich reiße sofort meinen Blick von ihm ab, diese Lügen muss ich nicht hören, es stimmt, es war die Wahrheit! Wer braucht so etwas wie mich? Ich hätte schon vor langer Zeit aufhören sollen… Auch wenn ich ihn praktisch angeknurrt hatte bleibt er neben mir, mit seiner Hand auf meiner Schulter. “Sie würde es nicht zugeben und ich weiß dass du dies genau weißt.” in meinen Augenwinkel sehe ich zu ihm, doch woher soll er schon alles wissen was mir widerfahren ist? “Kannst du mir einen Gefallen tun? Und das sage ich jetzt nicht als dein Gardenleiter,” auch wenn seine Stimme in dem Modus fällt, aber unbeabsichtigt, “Denk nicht so viel über diese Worte nach, es wird dir nicht helfen und ihr auch nicht. Du bist immer noch diejenige die sie am besten kennt und ihr helfen kann.” Sein Blick hatte eine gewisse Intensität als das Licht des Mondes es nun erfasst mit seinem silbrigen Licht. Ich nicke vorsichtig, einfach damit er zufrieden ist. “War Akira schon immer so offen, wenn man ihr eine Geschichte erzählt?” meint er schon fast sarkastisch, worauf ein Ohr meinerseits zuckt. “Nun… Es hängt von ihrer Laune ab und ob sie gerade darauf Lust hat. Wenn sie überhaupt keinen Bock auf etwas hat, dann würde sie nichtmal aus dem Bett steigen um was zu essen, egal wie viel Hunger sie hat.” meine Andeutung scheint er zu bemerken da er nickt. “Hatte sie schon mal Probleme damit, ihre Kontrolle verloren zu haben?” es überrascht mich dass er mich sowas fragt und so muss ich nachdenken “Nein, ich denke nicht. Seitdem wir zusammen unterwegs sind, ist mir so etwas nie aufgefallen. Klar hat sie die Leute komisch angeschaut wenn sie richtig Hunger bekam, weil wir bis da keine Möglichkeit gefunden haben den zu stillen oder…” meine Augen werden groß für einen Moment, fast ist es mir rausgerutscht dass sie auch oft genug von mir Blut bekommen hat und, weil ich mich oft genug so lange schlapp fühlte, wir es nicht immer tun konnten. Entgegen meiner Erwartungen versucht er nicht herauszufinden wie mein Satz eigentlich geendet wäre. “Was ich mich auch wundere ist, es ist extrem selten dass Vampire ihre Nachkommen verstoßen, weißt du zufällig etwas über ihre Eltern oder wo sie genau herkommt?” jetzt schaue ich ihn irritiert an “Eltern? Sie hat nie über so etwas gesprochen, seit ich mich daran erinnern kann. Als ich sie fand, war sie fast tot in einer Seitengasse. Sie war grad erst verprügelt worden und sie sah einfach nur schrecklich aus, als sei sie so lange vor etwas weggerannt. So voller Angst, Furcht, Ungewissheit und Trauer. Es hat einige Wochen gedauert bis sie überhaupt ein Wort mit mir gewechselt hatte, nachdem ich sie in mein kleines Zuhause gebracht hab. Sie ließ sich zwar Essen und Trinken geben, aber sonst hat sie sich verschlossen gehalten und zurückgezogen. Das was mir auch präsent in Erinnerung geblieben ist, sind all ihre Verletzungen, so viele alt und doch genau so viele neu, manche bluten sogar noch obwohl sie einige Stunden alt waren.” er hört mir so intensiv zu auch als ich ein Klappern meiner Zähne verhindere und meine Arme um mich schlinge als ein plötzlicher Wind unter meiner Kleidung eindringen konnte. Trotzdem hebt er eine Augenbraue dabei “Sicher dass ich dir nichts bringen soll? So wie du gerade frierst.” jetzt kam ein kleiner spielerischer Ton mit in seine Stimme, doch schüttel ich den Kopf nochmal. Ein Seufzen lässt mich zu ihm schauen und dann ist meine Sicht plötzlich von irgendetwas schwarzem bedeckt. “Nevra?” kommt es doch etwas bestürzt aus meinem Mund, als dann etwas von meinem Gesicht weggezogen wird. Er hat keinen Schal mehr an, sondern ist der Stoff um meine Schultern gewickelt. Meine Wangen werden wieder wärmer, als ich den weichen Stoff ergreife. Seine Körperwärme ist noch in dem Schal vorhanden, ebenso wie sein Geruch, es lässt mich an vergangenes denken, was eine weitere rote Note in mein Gesicht zaubert. Er schmunzelt, als ob er wüsste was mir grad durch das Chaos in meinem Kopf querdurch geschossen ist. “Nun dann,” er erhebt sich und bleibt noch vor mir stehen, bedacht nicht irgendwie Jade zu erwischen, “gute Nacht.” und drückt seine Lippen auf die Krone meines Kopfes, genau zwischen den Ohren. Ich bin wieder eine Erdazie, ich weiß es!! “Dein Schal?” “Behalt ihn für heute Nacht, ich hole ihn mir schon wieder, keine Sorge.” entgegnet er als er wieder in der Nacht verschwindet. Meine Augen sind dort wo ich ihn als letztes gesehen hatte. Wieso, wieso ist er so nett zu mir? Mit jedem Atemzug strömt sein Geruch in meine Nase. “Komm Jade, wir schlafen wohl hier draußen dann. Es tut mir leid, aber ich kann im Moment nicht zu ihr zurück.” er legt seinen Kopf von links nach rechts mit seinem typischen Blick und ich streichle über seinen Kopf “Danke dass du es verstehst mein kleiner Jadestein.” so erhebe ich mich und schaue nach einem gewissen Baum, ich weiß dass das Gras zu seinen Wurzeln extrem weich ist. Nach kurzer Suche finde ich ihn auch und ich lasse mich im Schutz seiner Wurzeln nieder mit Jade der sich an mich kuschelt, aber sich dann so positioniert dass mein Kopf auf seiner Flanke ruht. “Gute Nacht Jade… Hoffentlich wird die Welt morgen besser aussehen, hoffentlich ohne Streit und ohne Hass…” er leckt mir noch über die Wange und ich schließe die Augen.

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#19 Am 27.09.2023 um 20.06 Uhr

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Kapitel 16.                           
Ich wache auf und, wie die Nächte zuvor, brauche ich einen Moment, dass ich weiß wo ich bin. Nur bin ich dieses Mal alleine, naja zu meinem Glück, ich hätte ihre Fragen nicht ertragen können. So stehe ich auf, den ich brauche frische Luft, meine Lungen fühlen sich, wie in den letzten Wochen an, als würden sie in dem kleinen Zimmer keine Luft zum atmen mehr haben. So schaue ich nur kurz zu Monti, welcher mich mit halb verschlafenen Augen anschaut. “Schlaf du ruhig weiter, ich geh nur Luft schnappen.” Meine ich zu meinem gefiederten Freund, der darauf gleich wieder die Augen schließt und ich ihn somit im Zimmer alleine lasse, als ich die Tür hinter mir schließe und mich nach draußen in die Gärten begebe. Der Wind der mir draußen durch die Haare weht lassen meine Lungen nicht mehr brennen und ich habe wieder zu Atem zu kommen. So gehe ich, wie schon zur Gewohnheit, zum Kirschbaum. Nur als ich da ankomme zu stocken, den Blue liegt da unter einem Baum. Ich gib ein genervtes Seufzen von mir, nicht mal hier habe ich meine Ruhe von ihr. So betrachte ich sie einen Moment, während ich Jade bemerke der mich mit offenen Augen anschaut und leise anfängt zu knurren. Ja ok, hier bin ich nicht erwünscht, aber bleiben will ich ja eh nicht. So drehe ich mich auf dem Absatz um und überlege einen Moment wo ich jetzt meine Ruhe find und, nach kurzem Überlegen, gehe ich in Richtung Park der Quellen wo ich mich im Garten der Musik ins Gras sinken lasse. Ein Moment erst das Wasser, was spielerisch aus dem Brunnen hinab in den Teich fließt, beobachte, bevor ich mich zurück auf mein Rücken lege, die Hände hinter meinem Kopf gestütz und in die Sterne schaue Dabei versuche ich meine Bilder und Stimmen, die in meinem Gedächtnis sich langsam immer mehr ein brannen, zu verscheuchen, aber ich merke auch wie es von Nacht zu Nacht für mich schwerer wird, aber ich werde das schon schaffen. Ich habe bis jetzt alles in meinem Leben alleine geschafft, ich brauche niemanden der mich am Ende doch wieder als Monster bezeichnet und jagd. So liege ich hier unzählige Stunden und mache mich erst im Morgengrauen zurück in mein Zimmer, aber nicht ohne der Kantine ein Besuch abzustatten.
Stunden später, kurz vor Mittag, stehe ich im Alchemielabor und versuche den Anweisungen des Elfen zu folgen dem ich heute mal wieder assistieren darf, auch wenn ich heute alles andere als bei der Arbeit gerade bin. So versuche ich gerade heute meine Stimmen in meinem Kopf zu verjagen die mir zu flüstern wollen, was ich eine Kreatur der Unterwelt bin. Den anschreien kann ich sie schlecht, so höre ich zwar was er zu mir sagt und gehe zu einem der Regale, hole ein Gefäß heraus und reiche es ihm, dass mir nur einen geschockten Blick von im sichert. “Dies ist nicht das was du mitbringen solltest.” Ich schaue nur in das Gefäß und zucke mit den Schultern, ok das würde vermutlich den Trank blau werden lassen und in einen Schleim verwandeln, was überkochen würde. Also nicht das was wir wollen. So stelle ich es wieder ins Regal und greife nach dem Richtigen, oder zumindest hoffe ich es, denn in meinem Kopf kann ich den genauen Namen nicht mehr finden.
So bringe ich Ezreal nach einander was er braucht und erklärt mir auch genau auf was ich achten soll, aber mein Kopf füllt sich nur so voll an und so schickt er mich nach eine Stunde aus dem Labor, weil er meint so unkonzentriert, wie ich heute bin, kann er mich nicht gebrauchen. So seufze ich, den in meinen Armen liegen, als ich das Labor verlasse, weitere Bücher welche er mir gab. Naja vielleicht lässt das meine Stimmen in meinem Kopf schweigen? So gehe ich in Richtung meines Zimmers um Monti mit zu nehmen, denn ich will raus an die frische Luft. Aber kaum habe ich die Zimmertür auf, ist Blue drin die ich einfach nicht beachte, sie scheint sich wohl von einem Training wieder umzuziehen. “Monti komm mit, wir gehen in den Garten. Hier bekomm ich schlechte Luft.” Ich brauche ihm das nicht zweimal sagen, so erhebt er sich in die Luft, nur kurz danach auf meiner Schulter zu landen und ein Kreischen ertönen lässt, als wir an Blue nach draußen gehen, bewaffnet mit Büchern unter meinen Armen. Am Kirschbaum angekommen lehne ich mich gegen den harten und rauhen Stamm und lege die Bücher neben mir ins Gras. Schlage das Erste, welches auf meinen Beinen liegt, auf während Monti nicht von meiner Schulter weicht und nur interessiert beobachtet was ich da gerade lese.

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Ich wurde vorzeitig vom Training entlassen. Die Blicke die ich darauf bekam hätte ich echt gerne vermieden, dass wusste er auch aber trotzdem lässt er mich gehen. Vielleicht wusste er das Ezarel noch jemanden beschäftigte und mir Zeit geben wollte ins Zimmer zu gehen. Ich will unters Wasser… Damit renne ich schnellen Schrittes zu unserer Tür, vielleicht wird nie ein Türemblem jemals hier hängen. Ich lausche und bin froh als ich nur Monti hören kann, na ja zumindest nur. Kaum ist die Tür offen, flattert er mit seinen Flügeln “Ich weiß Monti, ich will eh nicht lange bleiben.” der Gefährte krätzt natürlich weiter mit seiner nun schrillen Stimme, er wird immer mehr wie sie. Deswegen schnappe ich schnell ein frisches Paar an Klamotten und gehe zu den Waschräumen, Jade ist natürlich bei mir, wie ich auch meine getragene Kleidung zum waschen gebe und dann in einer Dusche landet, er sitzt vor dieser und bewacht auch meine Klamotten. Die prasselten Wassertropfen entspannen meine Haut, meine Muskeln, aber nicht meinen Geist. Es hat mich fast einen Schwertgriff im Gesicht gekostet… Denk einfach an nichts, einen Moment Ruhe, nur einen einzigen Moment…
Ich beende die Dusche so schnell ich sie begann und mich ab trockne, Jade ist so lieb und bringt mir ein Tuch. Als ich den Stoff in den Händen halte muss ich an das denken was mich durch die Nacht gebracht hat, der weiche Stoff, der Geruch. Er hat es extra gemacht, aber doch… Meine Wangen werden rot, eine so liebevolle Geste. ACH, das hat einen anderen Grund, niemand wird mich eh lieben, niemand! Frustriert ziehe ich schnell die Klamotten an und gehe um auf meine gewaschene Uniform zu warten. Wie stolz ich mich gefühlt habe als ich das Emblem der Schattengarde auf meine Kleidung befestigt habe, dann die Enthüllung meines Chefs und… Mein Kopf sinkt wieder und Jade legt eine Pfote auf meinen Oberschenkel. Ich kratze ihn hinter seinem Ohr, als gerade diejenige wieder kommt die meine Klamotten gewaschen hat. So gehe ich wieder zurück und sende ein Stoßgebet aus. Nur Monti, der wieder extrem verärgert wird “Bitte… Ich wohne hier auch und ich hab freiwillig den Raum abgetreten damit sie ihn benutzt…” versuche ich verzweifelt, doch hört er auf mich? Jade bleibt auch ruhig als er Monti zu beobachten scheint, als ob dieser kleine Gefährte eine Gefahr darstellen würde. Ein taubes Gefühl begleitet mich als ich wieder meine Rüstung über streife. Meine Panzerung an meinem Arm ist mir fast aus der Hand gefallen als die Tür hinter mir aufgeht sofort brennen ihre Augen Löcher in meinen Rücken. Blicke die erdolchen und keine Liebe mehr inne hielten, Blicke des puren Hasses und Widers. Keine Möglichkeit zu fliehen oder sich zu verstecken als sie etwas macht Ich habe den Blick zu Boden gesenkt, ich weiß nicht was passieren könnte, wenn wir uns in die Augen sahen. “Monti komm mit, wir gehen in den Garten. Hier bekomm ich schlechte Luft.” Ohren zucken als der Vogel an meinem Kopf vorbeifliegt, absichtlich sehr nahe und dann wohl auf ihrer Schulter landet. Erst als die Tür zu ist atme ich aus, mein Atem ist zittrig und ich muss mich mit kribbelnden Händen am Bett festhalten. Keine Luft. Sie bekommt keine Luft in diesem Raum. Nein, nur wegen meiner Anwesenheit. Ich bin der Grund dass sie nicht atmen kann, ich erdrücke sie… Dieses Mal kann ich meine Tränen zurückhalten als ich langsam und vorsichtig mich auf meinen Stuhl setze, mit meinen Kopf in den Händen. Also stimmt es doch, ich bin der Grund dass es ihr so schlecht geht, ich bin der Auslöser all ihrer Probleme. Ich… Ich… Monster… Abschaum… Abfall… Mischblut… Last. Ungewollt. Nervtötend. Ich hätte wahrlich nie existieren dürfen… Ein herzzerreißendes Winseln zieht mich zurück und ich sehe in Jades Augen, sie sehen mich mit großer Trauer an. Kurz tue ich nichts, dann greift meine Hand nach einem leeren Pergament und einer Feder,  ich schreibe und schreibe und schreibe. “... Bitte pass auf Jade auf, dass ist das einzigste worum ich dich bitte.” dann fällt mir fast die Feder aus der Hand als ich erkenne was ich überhaupt geschrieben habe… Einen Abschiedsbrief, falls mir was passiert. Es wird mir etwas passieren, das weiß ich. Der Tod ist schon immer mein Begleiter und ich seiner, oder sind wir eine Person?
“Aua! Jade!!” ich schaue verdutzt zum Minaloo, was mir in den Unterarm beißt, ich bin nicht mal wütend, ich verstehe viel mehr. Er weiß um all das was ich schreibe und denke, was ich fühle und sehe. Doch gebe ich ihm einen Kuss auf die Stirn “Es tut mir leid wenn es jemals soweit kommen mag, doch will ich auch nur dein bestes Jade. Versprichst du mir, wenn mir was passiert, auf sie aufzupassen?” Sein treudoofer Blick begegnet mir und ich sitze wieder auf, erstmal nach Luft am schnappen. Erst dann öffne ich die Schublade und lege den gerollten Brief mit einer speziellen Markierung in die hintere Ecke, so dass er hervor rollt, wenn jemand diese ruckartig öffnen sollte und schließe sie. Mein Fell hatte schon angefangen anders auszusehen und sich auch anders anzufühlen. Ich erhebe mich vom Stuhl und gehe zur Tür, Pfoten an meiner Seite.
Kaum gehe ich ein paar Schritte in Richtung Ausgang, kommt schon Chrome mir entgegen. Er schaut mich mit einer Besorgnis an, doch versucht er diese zu maskieren mit einem seiner typischen Grinsen “Du siehst ja aus! Wusste nicht dass der Fellwechsel so schnell bei dir einsetzte.” ich rolle nur mit meinen Augen “Nicht witzig Chrome...” und will eigentlich weiter, doch hält er mich am Arm zurück “Blue, was ist los? Du siehst echt nicht gut aus.” “Alles ist in Ordnung Chrome, hab einfach nur schlecht geschlafen und schlechte Laune.” diese grauenhafte Lüge hört er sofort “Ich kann aber auch ganz deutlich deinen Magen hören der zu mir spricht.” “Dann hast du was mit den Ohren! Ich habe keinen Hunger.” aber er lässt meinen Arm immer noch nicht los und schaut in eine andere Richtung “Karenn! Komm mal bitte!” Will der mich verarschen? Aber als nun auch Jade sich an meinem Oberteil fest beißt  weiß ich, dass ich unmöglich entkommen kann. “Chrome, was ist los. Blue, du siehst aus als ob du mit Margygr gekämpft hast!” Och nö, du nicht auch noch! “Nein Karenn, alles in Ordnung.” nun packt sie mich am anderen Arm und alle drei ziehen und schieben mich in Richtung Kantine, egal wie sehr ich mich wehrt.
So sitze ich dann auf einem Stuhl in der Kantine unter dem strengen Blick der Schwester meines Chefes, während Chrome zu Karuto geht und mit ihm redet, Jade lässt mich auch nicht aus den Augen. Alle verschwören sie sich hier! Doch zu meinem Erstaunen kommt Chrome ohne was zu Essen zurück. Ich will gerade wieder aufstehen, als ich nun die Hufe des Satyrs vernehme. Aber er serviert doch nur den Gardenleitern! Liegt es daran dass die Kantine so gut wie ausgestorben ist um die Uhrzeit und Chrome ihm irgendetwas gesagt hat. Meine Ohren legen sich meinem Kopf an als mir ein Stück Gebäck dass mit Früchten verziert war, die aussahen wie Erdazien und eine cremige Sahne aus Mooglizmilch hat. Irritiert sehe ich von einem zum anderen und verstehe einfach nichts, auch nicht als Karuto wieder geht und den beiden Schatten die Sache überlässt. “Blue, wir gehen hier nicht weg bist du dieses Stück Torte gegessen hast, verstanden,” gibt mir Chrome zu verstehen, “egal ob wir hier bis Mitternacht sitzen.” Und somit beginnt ein anstarr Wettbewerb zwischen uns beiden. Karenn tippt mir auf die Schulter und es lässt mich blinzeln, so drehe ich den Kopf zu ihr und bekomme ein Stück davon einfach so in den Mund geschoben. Meine Überraschung geht in dem Stück Gebäck unter, aber ist noch hörbar. Als Karenn das nächste Stück auf piekst mache ich den Mund zu, fast schon wie ein bockiges Kind. Das werde ich nicht über mich ergehen lassen! Ich werde nicht auch noch vorgeführt, die anderen warten doch nur bestimmt darauf aus Verstecken rauszukommen und sich darüber zu amüsieren! Als Karenn wohl sah dass ich nicht mit ihr kooperieren werde wank sie Chrome zurück zu Karuto, dass er mir etwas zu trinken holen sollte und lehnte sich näher “Wenn du jetzt nicht isst, werde ich meinem Bruder all dies berichten, deine Sturheit und… Wo sein Dolch abgeblieben ist den er seit einer Mission suchte.” meine Augen weiteten sich automatisch dabei, sie hat den Dolch erkannt?! Auch wenn er es weiß, höchstwahrscheinlich, er wartet doch nur darauf um es dann bei vielen anderen anzusprechen oder auch alleine, aber… Die Nacht… Die Schmach spar ich mir lieber anstelle diesem Spiel ausgesetzt zu sein! So griff ich nach der Gabel in Karenns Hand und stopfte das Stück in den Mund, dann sah ich zu ihr nachdem ich es runtergeschluckt hatte “Blue, das ganze Stück.” meine Mischaugen huschten zum Teller, alles..?
Als Chrome wieder zu uns zurückkam, mit etwas dass einen fruchtigen Geruch hatte, war sein Gesicht von erstaunen besetzt, da ich selbst nun das Essen zu mir nahm. “Was hast du gemacht?” fragte er als er das Glas hin stellte und sie ihm nur verschwörerisch an funkelte “Das, brauchst du nicht zu wissen, mein kleiner Wolf.” Wenn er das auch nur ansatzweise mitbekommen würde, wäre es das…
Die Beiden entließen mich dann als ich den Teller und dann auch das Glas geleert hab und nun Karenn es zu Karuto brachte mit einem siegreichen Lächeln auf den Mundwinkeln. Meine Füße wagen es nicht mich überhaupt in die Nähe des Zimmers zu schleppen, sie tragen mich wieder zu meinem Baum, an dem ich die vorherige Nacht geschlafen hatte. Ich lasse mich sofort auf das Gras fallen und schließe augenblicklich meine Augen. Ich will dem allen entfliehen… Wo ist das weiche Gras hin? Meine Augen öffnen sich und ich liege in einem richtigen Wald, es ist kalt und der Boden fühlt sich schon fast rau an. Meine Augen können nichts erkennen, rein gar nichts! Sonst sehe ich alles. Aber sofort wünsche ich dass ich nichts sehen kann, als sich unzählige blutrote Augenpaare zwischen all den Geäst tummeln, Worte die ich nicht verstehe kommen an meine Ohren. Auch wenn ich sie kaum verstehe lösen sie zur selben Zeit ein Gefühl in mir aus. Angst, Furcht, Schrecken, Terror, Tod. Ein Augenpaar scheint dominanter zu sein und ich starre es an. Es scheint rein gar nichts zu passieren, aber dann verschwindet es plötzlich und mein Kopf wird so hart auf den Boden gepresst, dass ich dachte er bricht gleich. Ich schreie, ich zappel, ich schlag, ich trete. Doch nichts, als sie alle zu sehen was passiert, zu sehen wie nun meine Kehle einen holen Schrei ausstößt der antike Worte übertönt. Dann ist alles sofort wieder kalt und stumm, aber der Schmerz bleibt. Er ist so schrecklich, dass ich meine Gedärme heraus kotzen will. “Ach du armes Ding! Komm wir helfen dir.” bei der Frauenstimme versuche ich meinen Kopf zu heben, doch fühlt er sich schwer an, nicht mal meine Finger spüre ich. Ein neuer Anfall von Panik erschaudert meinen Körper als ich zwei Paare von Händen auf mir fühle. Erst freundlich und dann mit böser Absicht, als zwei Hände mein rechtes Bein nehmen und-KNACK. Meine Ohren bluten bei dem Schrei, der aus meiner Kehle kommt.
Ich sitze aufrecht und habe die Augen aufgerissen. Jade hebt sofort den Kopf erschrocken, da ich so plötzlich hochgeschreckt bin. Einen Arm schlinge ich um meinen Bauch, die andere Hand drücke ich mir auf den Mund als ich nur spüre wie etwas versucht hoch zu kommen, meine Tränen, ob aus Schmerz oder Trauer, strömen mir über den Handrücken. Jade ist aufgesprungen und kommt mit einem leeren Eimer, von wo auch immer, zurück gerannt und ich kralle mir diesen und lasse es aus meinem System. Hustend klappe ich zu Boden, neben dem Eimer, mein Atem flacher, aber mein Herz rast und meine Augen sind weit. Für mich gibt es keinen Zweifel mehr, die Dunkelheit hat mich eingeholt nach all der Zeit.

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#20 Am 27.09.2023 um 20.08 Uhr

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Kapitel 17.                   
Von erneuten Alpträumen geplagt sitze ich unter dem Kirschbaum, der heute mal leer ist, und sehe zu den Sternen hoch. Wie auch die letzten Tage schon liege ich im Garten, wann immer sie nicht da liegt und meinen Platz beansprucht. So sitze ich hier, lausche dem Wind der durch die Zweige des Kirschbaum pfeift, während die Sterne vom Himmel zu mir herunter scheinen. Ich bin mal wieder in Gedanken als ein roter Blitz am Himmel vorbei schießt, was mich schon verwundert, und als es kurz danach einen lauten Knall gibt, als würde etwas explodiert sein, springe ich auf die Beine. Jedoch ist das nicht leicht, denn die Erde, die davor noch so ruhig war, bebt. Ich muss zurück ins Innere und die Anderen warnen, den mein Instinkt schreit das etwas so gar nicht hier stimmt. So renne ich so schnell ich kann ins Innere des Hauptquartiers, wo Valkyon und Nevra mir schon entgegen kommen. “Ich saß am Kirschbaum und schaute in den Himmel, als ein roter Blitz über den Himmel flog, gefolgt von einer Explosion und dem Beben der Erde.” äußere ich ohne überhaupt gefragt zu werden. Ich denke die Zeit können wir anderswo weit aus besser gebrauchen, als wenn unnötige Fragen gestellt werden. Gerade als Ezarel aus dem Korridor der Garden kommt, vernehme ich nur wie die Tür zur Bibliothek geöffnet wird Ich sehe dahin und erblicke die Werwölfin, die mir einst so nahe stand, wie sie aus dieser kommt. Ihre Augen schauen kurz zu mir doch wendet sie sich schnell ab und kommt zu uns. “Gut wir gehen raus und sehen was los ist.” meint Valkyon zu uns gerade, als auch die Tür von Miiko auf geht, die mit eiligen Schritten zu uns läuft. Ich lasse die Anderen stehen und renne kurz in mein Zimmer, denn dort sind all meine Waffen und Ausrüstung. Ich bin nicht dumm genug ohne ordentlich ausgerüstet zu sein in einen Kampf zu laufen. Meine Kampfmontur ist schnell angelegt, so wie meine beiden Waffenholstern. So greife ich nur noch nach meinem Bogen, als ich auch schon zur Tür nach draußen gehe. So renne ich den Anderen hinterher nach draußen in die Gärten, bis ich, kurz bevor ich durch das Tor der Mauer gehen konnte, von Nevra zurückgehalten wurde. Blue kann ich in meinem Augenwinkel sehen, wie sie abseits steht, als ob ich die Pest hätte.
“Wir werden angegriffen, bringt euch in Sicherheit.” ich schüttel nur den Kopf als ich ihn spöttisch anschaue, ich werde mich nicht vor einem Kampf zurückziehen “Vergiss es, ich werde mit euch da raus gehen.” “Ich gehe auch, ich kann auch kämpfen wie ihr.” kann ich ein Knurren hören, als sie das sagt. Er schaut uns nur mit einem fast geschlagenem Blick an, er würde uns lieber in Sicherheit wissen, aber er hat keine Zeit auch nur mit einer von uns zu diskutieren.
So laufen wir mit Nevra gemeinsam durch das Tor und wir erblicken unsere Freunde schon wie sie gegen eine Frau kämpfen, oder ist es eher eine Kreatur die so aussieht. Ihre lila-schwarzen, geflochtenen Haare, gefolgt von den zwei Hörnern welche aus ihrem Kopf kommen. Die giftgrünen Augen stechen wie ein giftiger Stachel durch die Nacht. Ihr Outfit ist auch gerade nicht besser, auch wenn es neben dem Lila auch noch schwarze Farbe hat. Aber was mein Blick auf sich zieht, während ich mich in Stellung bringe um ihnen den Rücken frei zu halten, ist ihr Stab, an dem was hängt was ähnlich aussieht wie bei Miiko. Nur ist dies im Inneren schwarz, während giftgrüne Blitze es umzingeln. An ihrer Seite sind zwei Black Dogs und auch einer der seltensten Gefährten, von denen ich je gehört habe, ein Fenrisulfr. Sie alle haben eine Art Halsband, ihre Farbe wie die der Blitze, die aus ihrem Zepter kommen. Die Gefährten sind sich schon auf die Mitglieder der Garden am stürzen. Das Nächste was ich sehe ist das keiner gegen sie an kommt. Klar können sie ihre Angriffe abblocken, aber nie zum Schlag ausholen, als ob ihre Angriffe an etwas abprallen. Irgendwas in meinem Inneren flüstert mir zu, dass das kein fairer Kampf ist und so spanne ich meinen Bogen mit einem Pfeil und ziele genau ihren Kopf an. Während ich in Stellung gehe achte ich auf meine Atmung, dass sie gleichmäßig ist, erst dann lasse ich den Pfeil los, welcher mit einem pfeifenden Geräusch durch die Luft schießt und kurz, bevor er die Person treffen kann, abprallt und zu Boden fällt. “Scheiße, eine Barriere!” Ich weiß, das Einzige was ich noch austesten will, ist herauszufinden ob sie eine komplette Barriere um sich herum erschaffen hat. So renne ich um das Kampffeld und versuche so gut es geht von ihr unbemerkt zu bleiben, den auf einen Nahkampf mit ihr habe ich keine sonderliche Lust, solange sie diese Barriere noch aufrecht um sich hat. So schieße ich mehrere Pfeile ab, bevor ich ein genaues Bild im Kopf habe und so wieder nach Innen durch die Tore renne. Ich muss was finden, während die Garde draußen weiter kämpft. Ich sehe auch aus dem Augenwinkel wie die Wölfin ihren Kopf zu mir dreht, ich kann zwar ihren Ausdruck nicht deuten, aber ein altes Gefühl versucht in meinem Inneren halt zu finden. Das Gefühl, dass sie sich auf mich verlassen kann. Ich schüttel mich, jetzt kann ich mich nicht ablenken lassen.

Kaum habe ich die Tür des Alchemielabor durchquert, werfe ich meinen Bogen auf einen der Tisch, bevor ich zu den Regalen renn, wo die Bücher stehen mit höherem Wissen. So greife ich ein Buch nach dem anderen aus dem Regal, alles was mit Barrieren und Schutzschildern zu tun hat oder wie man eines erschafft.
Keine Ahnung wie viel Zeit und Bücher ich schon fluchend beiseite geschoben habe, als Ezarel durch die Tür kommt und mich nicht gerade begeistert an schaut. “Ich dachte nicht, dass du dich vor einem echten Kampf verdrückst.” Ich funkle ihn böse an, ich bin alles andere als ein Angsthase. “Während ihr da draußen einen aussichtslosen Kampf geführt habt, versuche ich hier eine Lösung für die scheiß Barriere, welche sie um sich hat, zu finden. Also beweg deinen Arsch hierher und hilf mir gefälligst!” meine ich nicht gerade freundlich aber das war mir egal, wir haben gerade andere Probleme und aus irgendeinem Grund übergeht er es, wie ich mit ihm rede, und nimmt ein Buch und fängt an es zu lesen. “Deswegen bist du vorhin wie eine Verrückte um sie herum gerannt, weil du die Barriere untersuchen wolltest. Was weißt du bis jetzt?” “So viel weiß ich nicht, ich hab noch keinerlei praktische Erfahrung gemacht, nur dass sie eine umhüllt und dieser Stab gefällt mir so gar nicht.” Er nickt einfach nur mir zu und so stehen wir nebeneinander und blättern ein Buch nach dem Nächsten durch.
Während ich noch konzentriert die Seiten lese rieche ich Blut, sodass ich sofort den Kopf von der Zeile hebe. Gerade kommen die anderen Gardenchefs auch ins Labor, wobei Nevra Blue stützt, die rein gar nicht begeistert aussieht. Einer ihrer vielen Gürtel ihr linkes Bein ab drückt, die Hose sieht aus als hätte nicht das Minaloo damit gespielt. Ich runzel die Stirn und, nach langer Zeit, schaue ich sie besorgt an, doch erwidert sie meinen Blick nicht. “Ich kann auch selbst stehen, danke Nevra.” gibt sie genervt von sich und er lässt ihren Arm, den er um seine Schultern hat, los, worauf sie sofort das Gesicht verzieht aber es sofort überspielt, als sei nichts passiert. Aber ich konnte noch immer den Duft ihres Blutes wahrnehmen, Nevra bestimmt auch! Wieso zwingt er sie nicht auf die Krankenstation zu gehen, er ist ihr Chef immerhin. Schließlich kommt auch Miiko in den Raum und sagt dass diese Frau, mit dem Namen Naytili, sich zurückgezogen hat fürs erste. Während Miiko noch spricht, was ich aber ausblende, da mein Blick auf Blue ruht, die gerade eine Diskussion mit Nevra führt, der etwas genervt aussieht weil sie nicht auf die Krankenstation will. Ausnahmsweise bin ihr Chef und ich mal einer Meinung, da das Blut immer prägnanter wird und ich will nicht wissen wie viel sie schon verloren haben könnte. “Hör einmal, verdammt nochmal, auf deinen Chef!” beide drehen überrascht den Kopf in meine Richtung und jetzt bemerke ich auch dass Miiko aufgehört hat zu sprechen und mich anschaut. “Was denn? Ich bin nicht die einzigste die ihre Verletzung riechen kann?” Die Kitsune wendet sich an den Schattenleiter “Nevra, bring sie auf die Krankenstation, Ewelein soll sich ihre Verletzung anschauen.” Er nickt seiner Anführerin zu und dreht sich um, mit einer Hand die um Blues Arm geschlossen ist, doch bleibt sie stehen als er einen Schritt in Richtung der Tür macht. Sofort seufzt er genervt auf als sie ihm einfach nicht folgt. “Muss ich dich zu Ewelein tragen, oder kommst du freiwillig mit?” er schaut über seine Schulter in das Gesicht des Sturkopfes, doch schüttelt die Idiotin ihren Kopf. Während er sich umdreht, damit er sie über seine Schulter werfen kann, ringe ich mit mir und spreche es dann doch aus “Blue, lass deine Wunde versorgen, dann reden wir wenn du willst, okay?” sämtliche Blicke liegen verwundert auf mir, auch der von Blue, die mir aber nach einem kurzen Moment der Stille zu nickt und dann bereitwillig Nevra zur Krankenstation folgt. Er muss sie nicht mal festhalten, damit sie versorgt werden kann.     
Weitere Stunden vergehen so das wir es erst bemerken, dass wir die Nacht durchgearbeitet haben, als es draußen schon wieder hell wird. Mein Kopf fühlt sich langsam an, als würde oben Rauch raus kommen. Aber an aufgeben denken wir beide nicht. So ist es Mittag als Ezarel endlich meint. “Ich denke ich hab’s.” Ich trete hinter ihm um zu sehen was er gefunden hat und es könnte wirklich klappen. “Lass uns dafür Pfeile herstellen.” Er schaut mich kurz an, als wir schon in Richtung des anderen Tisches gehen, wo wir es zusammen brauen können. “Warum für Pfeile? Was schwebt dir vor?” “Wenn die Barriere an unterschiedlichen Stellen gleichzeitig getroffen wird, denke ich wird sie schneller zusammenbrechen, oder nicht?” Ein Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus “Gut, dass könnte auch von mir kommen. Dafür werden wir später noch mehr Schützen brauchen.” Ich nicke ihm nur zu als wir uns an die Arbeit machen. Auch wenn ich ihm schon öfters habe assistieren dürfen, fühlt es sich jetzt zum ersten Mal an, als würden wir mal nicht gegeneinander sondern zusammen arbeiten.

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Als ich mich dann auf die Liege setzte, schaut mich mein Chef nochmal kritisch an “Bleibst du jetzt auch schön brav auf deinem Hintern sitzen, oder muss ich dich anbinden?” damit nicke ich nur um mein Glück nicht zu überstrapazieren. Nevra geht zur Tür, aber schaut nochmals über seine Schulter bevor die Tür ins Schloss fällt. Mein Blick wandert nach rechts und ich kann eine Elfin sehen die große Mühe hatte ihr Schmunzeln zu verstecken, doch dann kommt sie wieder, mit voller Ernstigkeit, auf mich zu. “Was ist passiert? Von dem Anblick deiner Hose würde ich vermuten es hatte spitze Zähne?” sie muss nicht noch grinsen dabei “Ja… Eine Frau erschien plötzlich mit zwei Black Dogs und einem Fenrisulfr an ihrer Seite im Hauptquartier. Ich kämpfte an der Seite der Gardenleiter gegen diese und, als sie einen Blitz aus ihrem Zepter feuerte stieß ich gerade Ezarel zu Seite. Dieser Blitz traf mich am Oberschenkel und ließ mich komplett verkrampfen, einer ihrer Black Dogs ergriff die Chance und senkte seine Zähne in mein Bein. Dieses Wesen riss mich so einfach von den Füßen. Valkyon traf ihn und, als er mich dann erschrocken los ließ, zerrte mich Nevra erstmal weg.” ich beende meine Erzählung während Ewelein schon meine Wunde untersucht und, als ob das Orakel Mitleid hätte, muss der Stoff nicht zerschnitten oder zerrissen. “Du hattest Glück, die Zähne hätten mehr Schaden anrichten können und die Beißkraft ist eine bemerkenswerte.” ich fühle die kühle Salbe die sie über meine Haut streicht und wie sie in meine Haut einsinkt, es ist komisch aber beruhigend zur selben Zeit. “Trotzdem wirst du dich in nächster Zeit schonen müssen.” “Wie lange? So schlimm ist es nicht!” versuche ich sie zu überzeugen, doch schüttelt sie den Kopf “Ich persönlich würde dich mindestens 1 bis 2 Wochen vom aktiven Dienst nehmen um komplett sicher zu sein. Ob Nevra meinem Urteil so zustimmt ist fraglich.” grinst sie mich an und ich ahne wieso, nach der Blamage wird der mich doch sicherlich einen Monat oder länger zurückziehen! “Bitte Ewe, überzeuge ihn dass es nicht so schlimm ist!” “Lass mich erst mal schauen wie viel ich tun kann bevor ich das Tourniquet entfernen muss.” damit lasse ich mich rückwärts auf die Liege plumpsen und die Elfe ihre Arbeit machen. Gerade muss ich eh an anderes denken. Akira… Nach so langer Stille ist sie diejenige die mit mir als erstes spricht, nicht anders herum. Aber eh, ich wüsste nicht was ich ihr sagen soll oder ob ich gerade die passenden Worte hätte. Der Schmerz ist noch spürbar, der bittere Beigeschmack verweilt immer noch in meinem Mund. Aber will sie Frieden schließen? Will sie dass wir wieder Freunde werden? Wieder Schwestern werden? Ich seufze auf, Wunschdenken doch bin ich gewillt zuzuhören und sie ist mir ein paar Antworten schul-”AH!!!” stechender Schmerz schießt durch mein Bein als Ewelein den Gürtel entfernt und somit den Druck auflöst. Das aufgestaute Blut durfte wieder fließen und es fühlt sich wie heißes Eisen an. “HEILIGE SCHEISSE!! NE WARNUNG WÄRE NETT GEWESEN!!!” bei meinem Gesicht muss sie sich auf die Lippe beißen “Tut mir leid, du warst so tief in Gedanken verloren, dass du selbst das Winken meiner Hand nicht gesehen hast.” Hab ich echt?
Ich muss weiterhin auf der Liege still halten als Ewe dann einem besorgten Vampir erklärt wie schlimm meine Verletzung ist und was ihre Empfehlung ist, ich bete inständig dass es nur eine oder zwei Wochen Entzug vom aktiven Dienst ist “Okay, danke Ewelein. Ich werde mich darum kümmern dass Blue für mindestens einen Monat von Missionen und Training freigesprochen ist.” WARTE WAS?!?! Er scheint meinen höchst empörten Blick zu spüren als er der Elfin über die Schulter grinst, du mieses kleines… “Außerdem soll sie jetzt Ruhe bekommen, also werde ich für die Zeit keinen Besuch durchlassen, zumindest nicht bis sich die Lage mit unserem aktuellen Problem geregelt hat.” Das ist jetzt nicht ihr Ernst!? Was soll ich denn sonst machen? Löcher in die Luft starren?!?

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Erst als die Sonne schon fast ganz am Himmel steht und so es kurz vor Mittag war, ist der Trank endlich fertig, atmen wir das erste Mal tief durch. Ich weiß nicht wann ich je so einen komplizierten Trank brauen musste, aber Gott sei dank bin ich mit der Aufgabe nicht alleine und habe Ezarel an meiner Seite, der trotz der Situation ruhig bleibt und einen genaueren Blick für die Details habe. So strecken wir uns wohl fast gleichzeitig und auch mein Kopf fühlt sich so langsam an, als könnte er etwas Ruhe vertragen. Aber nicht jetzt dafür muss ich ja noch um eine andere Angelegenheit kümmern, denn ich hatte Blue ja versprochen dass ich mit ihr reden würde und das wird keine leichte Sache für mich werden. Jedoch hat die aktuelle Situation hat mir doch ein wenig die Augen geöffnet und ich soll wohl, auch wenn ich das nicht gerne zugebe, den ersten Schritt auf sie zugehen und mich vielleicht entschuldigen. .. “Sind wir hier fertig, ich würde gerne Blue sehen”, meine ich zu den Elfen der auch erschöpft aussieht und nur leicht nicke, das ich entlassen bin, zumindest für jetzt. So warte ich nicht lange, gehe zur Krankenstation und klopfe an der Tür, weil sie heute mal zu ist und warte ein Moment bis Ewelein die Tür aufmacht und mich anblickt. “Wenn du zu deiner Schwester willst, musst du warten bis die aktuelle Situation vorbei ist und sie braucht jetzt gerade Ruhe um zu heilen.” ich seufze, das war nicht dass was ich eigentlich hören will. “Ich hab aber versprochen mit ihr zu reden.” “Nicht jetzt und du siehst auch aus, als würde dir Ruhe gut tun. Also leg dich ein bisschen schlafen, ich werde auf sie schon aufpassen, keine Sorge.” Ich seufze wieder, aber ich bin wirklich zu Ko und auch sehe ich aus dem Augenwinkel, wie Jade in meine Richtung schaut, was mich noch ein wenig mehr beruhigt dass er bei ihr ist. “Ok, dann komm ich später, aber sag ihr dass ich da war.” Ewelein lächelt mir nur beruhigend zu. “Ich werde es ihr ausrichten und du gehst ins Bett.” Ich nicke ihr nur zu und drehe mich um, als sie die Tür wieder hinter sich schließt, also bleibt mir wirklich nur mein Zimmer und ich soll vielleicht auch mal nach Monti schauen. Nicht das er schon einen Anfall bekommen hat, wegen der ganzen Situation. So betrete ich gerade mein Zimmer als er auf mich zugeschossen kommt und sich zitternd in meine Haare an meinem Hals kuschelt. Das es mir leid tut ihn mit der Situation alleine gelassen zu haben, so setze ich mich mit ihm aufs Bett, kicke meine Stiefel auf den Boden, während ich ihn von meiner Schulter hebe und in meine Handfläche setze. “Alles ist gut, dir passiert nichts. Ich bin doch dafür da, dass dir nichts passiert.” spreche ich ihm mit beruhigenden Worten zu, während ich mit einem Finger über seine schwarzes Federkleid streiche und er sich allmählich langsam beruhigt und sich in meine Handfläche kuschelt, was mich sanft lächeln lässt. So hole ich sein Nest, was auf meinem Schrank steht, und stelle es neben mich, wo ich ihn auch gleich rein setzte, wo er mich nur noch mal mit seinen kleinen schwarzen Augen anschaut. Bis er die Augen schließt und ich versuche es ihm gleich zu tun, als ich mich in das Kissen sinken lasse. Aber ich habe nicht viel Zeit mich auszuruhen, den von einem Hämmern an meiner Tür werde ich wieder brutal aus dem Schlaf gerissen und muss erstmal Monti wieder beruhigen. “Ich bin schon auf dem Weg.” Ich streiche einmal kurz über das schwarze Federkleid meines Gefährten. “Ich komm gleich wieder, hab keine Sorge.” Er schaut mich zwar beunruhigend an, aber ich hoffe das er nicht einen Anfall bekommt, wenn ich aus dem Zimmer gehe. In meine Stiefel geschlüpft, nehme ich nur mein Bogen und bin schon durch die Tür wieder raus, wo Ezarel davor auf mich wartet, der zu meiner Überraschung auch einen Bogen dabei hat. “Wir müssen, sie ist in der Nähe des Hauptquartiers gesichtet worden.” ich nicke ihm einfach nur zu und wir gehen zusammen in die Halle der Pforten, wo Nevra ,Valkyon und ein paar andere Gardenmitglieder schon warten und Nevra mich zweifelnd an schaut. “Wag es ja nicht dass ich dich auch noch auf die Krankenstation bringen muss.” Ich schmunzel darüber, “Keine Sorge, die ersten Reihen gehören euch.” und hebe ihm fast schon meinen Bogen unter die Nase, was Ezarel die Augen verdrehen lässt, aber ich sehe deutlich das er auch darüber Schmunzeln muss. “Es war Akiras Idee, wie wir die Barriere beseitigen können. Deswegen ist sie auch zurück gerannt.” Auf Nevras Gesicht legt sich eine Mimik, die ich nicht deuten kann War er stolz und verärgert zugleich? Nein das bilde ich mir sicher ein. “Da wir jetzt vollzählig sind, lass uns rausgehen.” Gerade als wir rausgehen wollen, gibt es von etwas weiter oben einen lauten Knall und ich schaue direkt dorthin und kann es nicht wirklich glauben. Denn Blue steht da, war sie nicht verletzt? “Wenn du deinen Arsch nicht wieder in die Krankenstation bewegst, verdoppel ich deine deine trainingsfreie Zeit!” gibt Nevra genervt von sich, das ich ein Lachen unterdrücken muss, denn ich kenne den Dickschädel meiner Schwester. Sie zieht merklich den Kopf ein und geht grummelt in die Krankenstation zurück, was Nevra laut seufzen lässt. “Lass uns gehen bevor ich sie doch noch an ihr Krankenbett fesseln muss.” Ich beiß mir auf die Lippen, um nicht doch noch Lachen zu müssen und sehe Ezarels tadelnden Blick, was mir nicht gerade hilft Aber da wir dann doch in Richtung der Gärten los gehen, schaffe ich es irgendwie meine Gedanken wieder auf das zu konzentrieren was vor uns liegt.
Vor dem Tor, was uns nach draußen führt, sind die Pfeile, die wohl jetzt präpariert sind,  da, so das sich jeder der anwesenden Schützen seine Pfeile an sich nehmen kann. Der Plan ist,  wir uns aufteilen sollen erklärt uns Valkyon, als alle versammelt sind vor dem Tor. Wir Schützen sollen auf der Lichtung, vor den Tor, in Deckung gehen und abwarten, bis das Zeichen kommt. Laut dem wie er es erklärt, sollen wir uns im Kreis um die Lichtung positionieren, während sie und ein paar andere Gardenmitglieder sie direkt konfrontieren sollen. So treten wir durch das Tor und ich weiß nicht was es für ein Gefühl ist, dass mich erfasst, aber es ist berauschend, auch noch als wir in Deckung der Bäume und Büsche gehen. Ich blicke um mich und überall stehen Personen, die nur auf das Signal warten, auch als ich Ezarel an blicke, der wenige Schritte von mir weg steht und meinen Blick bemerkt, und mir ein beruhigendes lächeln schenkt So dass ich wieder auf das Mittelfeld vor uns blicke und tief Luft hole. Ich achte, während der nächsten Minuten, auf meine Atmung. Ich brauche eine ruhige Atmung, wenn ich mich nicht gleich blamieren will. Die Sonne steigt, während wir warte, ein Stück höher was ich nicht wirklich wahrnehme, bevor ein Gelächter ertönt und Naytili vor unseren Augen aus dem Nichts auftaucht. Gleich danach Valkyon und Nevra, gefolgt von einigen anderen Gardenmitgliedern, durch das Tor des Schutzwalls zu ihr hinaus treten und gleich ihr Gelächter ertönt. “Na, ich sehe ihr seid alleine. Hat der Wolf es etwa nicht geschafft? Na so schwach wie sie war kein Wunder.” Ich schließe für einen Moment die Augen, jetzt ist nicht der Moment die Fassung zu verlieren, wenn meine Idee aufgehen soll. So atme ich tief durch. Die Genugtuung habe ich, wenn sie erst mal überwältigt ist,  so öffne ich auch wieder die Augen. Während vor meinem Auge der ersten Angriff stattfinden muss ich hier aus haren und abwarten. “Eure mickrigen Angriffe sind einfach lächerlich, ihr habt nie eine Chance gegen mich. Ich werde euer aller Tod sein.” Ich schmunzel nur, wenn sie wüsste wer hinter ihrem Rücken steht Während ein weiteres echt schreckliches Lachen ihrerseits ertönt, merke ich wie Ezarel seinen Bogen spannt, was ich, wie die Anderen, gleich machen und verharre bis er seinen Pfeil los lässt. Ich zähle schon die Sekunden, in denen ich mein Bogen voll durch gespannt halte und nur noch Augen für mein Ziel habe. Erst als ich in meinem Kopf auf zwanzig zähle, schießt sein Pfeil durch die Luft, was ich und unzählige ihm gleich tun. Die Pfeile treffen einzeln auf die Barriere, die darauf anfängt seltsame Risse zu bilden das Naytili anfängt wütend zu schreien. “Ihr kleinen Winzlinge dachtet es wäre so leicht mich zu besiegen?” ihre Stimme die zu uns durch tritt ist noch mehr von Wut getränkt, als sie auf die nun vor ihnen stehenden Gardenmitglieder losgeht und einen Kampf beginnt. Wir ein zweites Mal die Pfeile spannen und fast gleichzeitig los lassen, was die Barriere ganz zum einbrechen bringt, gleichzeitig reißen sich die Gefährten, die bei ihr waren, los. Da jetzt weitere Pfeile fliegen, während vor uns der Kampf tobt, spanne ich immer und immer wieder aufs neue meinen Bogen und ziele auf ihren Arm, in dem sie ihren Stab hält. So wie unzählige andere Pfeile, die auf sie zufliegen und kurz danach den Stab los lässt und er auf die Erde fällt, wodurch man ihr ansieht wie sie schwächer wird und es ein leichtes jetzt ist für Valkyon und Nevra sie zu überwältigen. Erst als sie Naytilli auf dem Boden fixiert haben, nicken sie in unsere Richtung, so das ich, nachdem ich Ezarel einen Seitenblick zu warf, mit ihm und den Anderen auf die Mitte der Lichtung trete. Ein Gefühl des Stolzes übermannt mich, ich hatte ja schon oft mit meinem Bogen gekämpft, nie mit anderen zusammen, was ein ganz anderes und neues Gefühl ist. Valkyon und Nevra tragen sie davon und ich kann mir denken, dass sie auf den Weg in den Kerker sind, wo auch immer er hier ist. So folge ich den anderen bis nach Innen, wo ich in der Hall der Pforten kurz inne halte und zur Krankenstation schaue. Wo Blue ja ist, aber besinne mich dann anders, denn wenn sie Ruhe braucht, wie Ewelein meint, dann soll ich noch auf morgen warten. So will ich gerade Richtung Korridor der Garde gehen, als ich Nevra auf mich zukommen sehe, der mich stolz an schaut. Was ich nicht weiß, wie ich mit seinem Blick umgehen soll. Er schließt zu mir auf, worauf ich ihn einen irritierten Blick zu werfe. “Du hast da draußen deine Kontrolle bewahrt, obwohl Naytili uns provoziert hat, darauf kannst du Stolz sein.” Ich sehe ihn verwirrt an, den mit sowas habe ich nicht gerechnet. So schaue ich ihn hinterher, als er auch schon wieder in entgegengesetzte Richtung davon geht. Hat er mich gerade gelobt? Aber warum, ich hatte doch nur das gemacht wie jeder andere. Ich schüttelte kurz den Kopf, das war seltsam und ich soll jetzt mal nach Monti schauen wie es ihm geht.

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#21 Am 01.10.2023 um 00.12 Uhr

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Kapitel 18.
oah... Wie lange ist es her dass ich vorhin rausgegangen war und mit wollte? 5 Minuten? 10? 15?! Da ich keine Uhr habe, von der ich irgendwie die Zeit ablesen könnte, versuche ich die meiste Zeit einfach an Sachen zu denken. Irgendwann habe ich aus einer Rolle Verband, wo eh nicht mehr viel drauf ist, einen Ball gemacht und warf ihn umher so dass Jade ihn immer wieder zurückbringt. Sicherlich würde Ewe dies mit einem Kopfschütteln beobachten, ja was soll ich den sonst tun? Die Wände haben auch keine Löcher bekommen nachdem ich sie angestarrt hab...
Meine Gedanken wandern dann zu Akira, ich seufze auf, wie soll das ablaufen..? Werden wir ansatzweise uns unterhalten können und ein normales Gespräch führen können? Oder wird sie sich wieder verschließen und abwenden? Na ja, ich war nicht besser, da ich ihr niemals sagte dass ich mich gut an das was ich einst Eltern nannte erinnern kann. Aber sie hat schon genug erlebt, irgendwie wusste ich es damals, und entschied nie ein Wort darüber zu verlieren und einfach zu sagen dass ich mich nicht erinnern kann. So wenig Wahrheit ist da jetzt nicht, meine Eltern sind für mich tot und so hab ich halt keinen den ich so sehe, nicht mehr. So soll es besser bleiben, das wird ein Geheimnis bleiben, meins und nicht ihres, meine Last und nicht ihre. Aber... Würde dies den ersten Schritt, falls es einen gibt, erleichtern? Ich weiß einfach nicht... Wann war ich das letzte Mal so verloren und wusste nicht wohin? Ja... Nachdem sie mich mit dem gebrochenen Bein zurück ließen... Wenigstens gibt es ein schönes Ende, wer wusste dass ein Black Dog auch lieb sein kann, zu einer Missgestalt wie mir?

Meine Ohren zucken zur Tür als ich höre wie jemand an dieser klopft, mein Herz schlägt ein wenig schneller dabei, und diejenige die mir ein Gespräch versprochen hat, bekommt grade von Ewelein die Tür geöffnet. Akira erzählt der Elfin was passiert ist und ich knirsche die Zähne. Ich hätte es dieser Hexe gezeigt und sie bereuen lassen, was sie diesen armen Black Dogs angetan hat und auch dem Fenrisulfr. Der Blick wandert wieder zu meinem linken Bein, der Verband ist fest um die Stelle gewickelt und ich könnte schwören immer noch die Zähne zu spüren, die sich hinein gruben. Es geht mir nicht aus dem Kopf, als ich den Blick des Wesens traf, es sah schon fast aus als würde es ihm leid tun und er es nicht wollte, Trauer und Schmerz. Ich versteh dich, mehr als du jemals denken kannst. Als Jade stehen bleibt und zur Tür starrt, schaue auch ich auf und muss feststellen, dass das Minaloo noch nicht weiß wie es mit Akira umgehen soll. "Jade, alles ist in Ordnung. Ruh dich ein wenig aus, okay?" seine weißen Augen sehen in meine und ohne Widerworte rollt er sich am Boden zusammen, aber ich weiß dass er sie immer noch fest im Blick hat. Langsam lasse ich meinen Blick zu ihrem Gesicht gleiten. Ungewiss was nun passieren wird, weise ich aber mit dem Kopf zu einem Stuhl in der Nähe meines Bettes. Ohne ein Wort zu sagen nimmt sie sich diesen und stellt ihn neben mich und pflanzt sich darauf. In Stille schauen wir uns an, als ob all dies was wir sagen wollen, uns soeben verlassen hat. "Blue... Ich..." es erstaunt mich, dass sie die Erste ist die was sagt und nicht erwartet dass ich irgendetwas sagen würde. Doch nicke ich um sie zu ermutigen weiter zu sprechen, ihr zu zeigen dass ich zuhöre. "Ich muss mich bei dir entschuldigen, dass was ich gesagt hab... Es war dir nicht fair gegenüber." Ein Zugeständnis eines Fehlers? Was ist den heute los? Ich entscheide vorerst noch ruhig zu bleiben, ich weiß nicht wie viel sie von sich aus sagt und ich wollte nichts erzwingen. "Es ist nur... Ich wollte dir keine Sorgen bereiten mit allen und bei mir ist wohl was durchgegangen als du so versessen darauf warst es mir aus der Nase zu ziehen." es war mir irgendwie klar, dass sie wohl so schnell nicht über das reden wird, WARUM das ganze eskaliert ist, was der Auslöser überhaupt ist. Dann schließt sie ihren Mund und schaut mich an, weiter wird sie nicht von sich aus zu mir kommen. So räuspere ich mich kurz und versuche mich zu entspannen "Ich weiß, du willst nicht wissen wie oft mir gesagt wurde, dass ich mir nichts davon zu Herzen nehmen soll, doch..." kann ich es jetzt schon so sagen? Würde das es noch mehr behindern? Zu früh sein? Ich weiß nicht, doch wann war je der richtige Zeitpunkt. "Du kannst deiner Schwester alles anvertrauen, solange du es teilen willst. Ich mach mir nur sorgen um dich, weil es so untypisch war... Aber, ich bin immer für dich da auch wenn ich ein Arschloch bin, der extrem dickköpfig ist und nicht weiß wann Schluss ist." Nun schleicht sich ein kleines Schmunzeln auf ihre Lippen, es ist klar dass sie die Anspielung auf vorhin versteht. Der Typ wird noch graue Haare bekommen wenn das so weitergeht, aber auch mir hat er viel geholfen und wahrscheinlich auch ihr. Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich das schleichende Gefühl dass er mehr über ihre Veränderung mitbekommen hat und sie als erster erkannt hat. Ich muss mich auf jeden Fall noch bedanken. "Ich weiß dass ich anstrengend sein kann, aber das hat uns über die Runden bekommen, oder nicht?" versucht sie zu scherzen und ich kann mir ein spielerisches Augenrollen nicht verkneifen "Erinnere mich bloß nicht an so manche Scheiße die wir hatten, weil du irgendetwas wolltest und dich durchgesetzt hast." entgegne ich ihr nur. Ich weiß nicht warum, doch fühlt es sich gerade wärmer an. Ein Licht in der immerwährenden Dunkelheit die existiert. Die Erinnerung, als das erste Licht mein Leben betrat, kommt wieder in meinen Sinn und lässt mich sie ansehen, sie hat sich soviel verändert über all die Zeit. Die Kindheitstage fühlen sich so weit entfernt an, so fern und verblasst, werden wir sie eines Tages vergessen und nur ein Gefühl von Leere zurücklassen? Ich schüttel mich aus dem Gedanken als ich merke dass sie mich etwas angespannt anstarrt, als würde sie auf etwas warten. Ich hatte ihr noch nicht auf eine unausgesprochene Frage geantwortet, von der ich weiß, dass sie wohl so schnell nie über ihre Lippen kommt 'Vergibst du mir dass ich dir so weh getan habe?' Mit einem tiefen Atemzug spreche ich aus, was sie noch nicht konnte "Ja, ich vergebe dir." -doch werde ich es wohl so schnell nicht vergessen... Ich wage es mich nicht den Rest des Satzes auszusprechen, das würde nur das Licht kleiner werden lassen. Meine Hand finden ihren Weg auf ihre Schulter und ruht dort ohne von Wörtern begleitet zu werden und sie ergreift diese und drückt sie fest. Unsere Augen trefen sich und sprechen Bände, ohne uns wirklich einzubinden, aber instinktiv kennen wir alle Wörter dieser unbekannten Sprache, wie unseren Handrücken. Eine Bewegung nehme ich im Augenwinkel wahr, ich denke ich habe Ewelein sehen können, die uns mit einer Anspannung ansah und erst jetzt den angehaltenen Atem ausstieß und sich wieder ihrer Arbeit zuwendet.
Noch warte ich kurze Zeit ehe ich, ohne was zu sagen, meine Arme öffne. Erst sieht es aus als ob sie sich nicht rührt und Jade schon aufsteht, als will er gleich in meine Arme springen. Doch dann löst sich ihre Starre und kommt zu mir, in meine Geste der Versöhnung, in meine Umarmung. Einer meiner Arme ist um ihre Taille, meine andere Hand ruht auf ihren Hinterkopf und drückt ihn an mich. Ihre Arme sind um meinen Thorax, doch ruhen ihre rechten Finger zwischen meinen Haarsträhnen. Mir kommt ein Wort auf die Zunge, mein Instinkt sagt mir dass es bei ihr auch der Fall ist, ein Wort dass wir in letzter Zeit nicht mehr gehört haben. Wir wissen es ohne dieses ebenfalls aussprechen zu müssen -- Schwester.

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#22 Am 01.10.2023 um 10.58 Uhr

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Kapitel 19.
Ich grummelte als ich zurück in mein Zimmer lief und gerade vom Kristallsaal kam, warum musste ich eine dämliche Strafe dafür bekommen, er hatte es doch wieder drauf angelegt als er mir über Nacht einen dämlichen und echt nicht lustigen Schnurrbart wachsen zu lassen wie er das hin bekommen hatte, naja ich rätsele immer noch auch wenn ich mir schon sicher war das ich vermutlich am Abend was in meinem Essen hatte aber ganz sicher war ich mir auch nicht und naja richtige beweise für meinen Bart hatte ich nun auch nicht, den Blue zählte bei Miiko nicht als Beweis, so ein mist. Ich schlug angepisst die Tür zu unserem Zimmer auf und schmiss sie danach wieder ins Schloss, sollte doch die anderen mit bekommen das ich eine scheiß Laune hatte und wehe dieser Elf läuft mir heute über den Weg, dann kann ich für nichts garantieren das ich meine Emotionen zügeln kann und eigentlich wollte ich es auch nicht. Blue sah vom Bett zu mir auf und schwieg erst mal, sicher um die Situation abzuschätzen, aber ich musste meiner Wut Luft machen. “Kannst du dir denken, sie haben mir einfach eine Staffe gegeben weil ich diesen miesen Elf Enthaarungsmittel zum Essen gab, als hätte ich nicht mein Recht nach seiner Aktion mich zu rächen und so schlimm war es ja nun auch nicht.” redete ich drauf los während ich aufgebracht in unserem Zimmer auf und ab ging und Jade und auch Monti mich schweigend ansehen. “Was hast du denn als Strafe bekommen?” fragte meine Schwester vorsichtig als hätte sie Angst das ich gleich durch die Decke gehe. ‘’Ich soll heute Abend, wenn in der Kantine nichts mehr los ist, den Vorratsraum unter der Kantine aufräumen als hätte ich nichts Besseres zu tun zwisch Staub und Mäusen herrum zu wüllen.’’ meinte ich weiter aufgebracht bis ich mit einem Seufzen auf ein Stuhl in meinem Bereich fallen ließ und Monti gleich zu mir kam und wohl versuchte mich zu beruhigen, den er rieb seinen kleinen Kopf an meinen Hals das mich schmunzeln ließ, wie bitte kann dieses kleine Geschöpf es schaffen mich so schnell zu besänftigen. So strich ich ihm kurz durch sein Schwarz glänzendes Federkleid bevor ich mich wieder Blue zuwendete. ‘’Was ist wenn ich dir dabei helfe, dann bist du auch schneller und es wird nicht ganz so langweilig werden’’. Ich gab ein grummeln von mir, sie war ja eigentlich immer noch verletzt auch wenn ich sie oft herumlaufen sah, ich will nicht wissen was ein gewisser anderer männlicher Vampir machen würde, wenn er das damit bekommen würde, dass sie sich nicht aus ruhte, aber das Bild wollte ich lieber nicht in meinem Kopf haben wie er sie dazu zwingt auf dem Bett liegen zu bleiben. ‘’Wenn du sicher bist dass du zwischen Staub und Mäusen den Abend verbringen willst, dann halte ich dich nicht auf, aber ich würde vorsichtig sein das er es nicht mitbekommt.’’ Sie verzog dabei das Gesicht als sie sicher daran dachte das er ihre Ruhe noch mal verdoppeln würde. ‘’Ich geh in den Garten ich muss meine Wut an irgendwas aus lassen, bevor ich ausversehen einen gewissen Elfen köpfe.’’ Meinte ich noch zu ihr während ich mich um zog fürs Training und anschließend mein Waffenholster um mich legte und noch nach meinem Bogen griff und ich noch ein genervtes Grummeln von ihr hörte als ich gerade gehen wollte. ’’Ich kann auch gerne eine gewisse Person fragen ob er dich in den Garten tragen kann’’. stichelte ich ein wenig das sie mich nur mit einem wehe-du-wagst-es-Blick an sah das mich lachen ließ und durch die Tür verschwand. So stand ich wenig später auf dem Trainingsplatz wo die Ziele aufgebaut waren. Monti setzte sich in einige Entfernung auf einen Baum der hier rum stand während ich erst meine Wurfmesser einzeln auf das Ziel fliegen ließ und seit dem Kampf wieder ins Schwarze traf, wie als hätte ich nie Probleme damit gehabt und es war befreiend,  genauso als ich später den Bogen wieder in meinen Händen hatte und ein Pfeil nach dem nächsten abschoss. Um so mehr ich trainierte um so schneller flogen die Pfeile hintereinander in die mitte der Zielscheibe und egal bei welcher es war ein befreiendes Gefühl und gleichzeitig fühlte ich mich auch wieder gut das ich wieder meine Leistung abrufen konnte wenn immer ich sie bräuchte. Nach Stunden in dem ich unter der Sonne stand entschloss ich mich das es für heute reichte und sammelte alles wieder zusammen und ging, gefolgte mit Monti zurück ins Zimmer, eine Dusche musste erst mal her, auch wenn ich in ein paar Stunden sicher wieder duschen konnte von all dem Dreck der uns erwarten würde. Blue lag immer noch im Bett und hatte ein Buch vor ihrer Nase als ich wenig später frisch geduscht wieder unser Zimmer betrat und mir gerade meine langen Haare trocken rieb um sie später wieder in einen Zopf zusammen zu binden.
So machten  wir uns spät am Abend auf in Richtung Kantine und da ich eine genau Beschreibung von Miiko bekommen hatte fand ich auch gleich die Falltür die als ich sie aufzog eine Treppe uns zum Vorschein kam wo wir hinunter gingen und ich die Tür hinter uns wieder schloss, ich wollte ja nicht das ausversehen jemand hier runter fiel. Meine Haut fing schon an zu jucken als ich den Dreck hier sah ich hasste Mäusedreck. Blue sah auch nicht gerade begeistert aus, aber sie war ja im gegenzug zu mir freiwillig hier und ich konnte mir denken dass sie gerade bereute mit gegangen zu sein. ‘’Lass es uns hinter uns bringen’’. meinte ich zu ihr mit angekeltem Blick das Blue und ich uns an die Arbeit machten. Ein paar Flaschen wieder aufeinander stapeln und Honigtöpfe wieder ins Regal richtig einräumen das gar nicht so leicht war den meine Finger blieben einfach bei fast jedem Gefäß dran kleben, ich entwickelte gerade so langsam eine Abneigung zu diesem gewissen Elfen der Honig mochte. So waren wir nach einer Stunde gerade dabei Glässer in ein anderes Regal zu stellen als wir über unseren köpfen eine Bewegung wahrnehmen und ich ein Nisser zurückhalten konnte als Staub von der Decke zu uns herunter viel. Oh war ich froh wenn ich unter der Dusche stehen konnte. Ich schaute Blue an die auch nach oben schaute und als ich zu ihr kam, bemerkte ich das sie einen Spalt wohl in der Decke gefunden hatte, wo sie hindurch schaute und mir auch so gleich Valkyon, Nevra und den Elfen, den ich für diese Arbeit hier noch mehr hasste, sich an ihren Tisch setzen während Nevra noch nur in die  Küche ging und so wir wir sehen konnte Getränke für die Runde holte. Ok, ich denke dieser Abend konnte doch noch spannend werden.So vergass ich einfach mal die Arbeit, sollte es doch jemand anderes machen, wir hatten gerade was wichtigeres gefunden. So saßen sie an dem Tisch und tranken ihre Getränke, während Valkyon und Nevra von ihrer letzten Mission redeten die in dem Dorf war wo ich fast drauf gegangen wäre. ‘Ich habe zwar nur wages gehört von diesem Dorf, was genau ist da eigentlich passiert?” fragte jetzt der Elf als hätten sie kein anderes Gesprächsthema, das war ja nicht gerade spannend ich dachte eigentlich ich würde pikante Neuigkeiten über sie erfahren. ‘’Als ich und meine Leute schon eingetroffen waren, ist die Situation schon eskaliert, aber was mich immer noch überraschte bei unserem Eintreffen war Blue.’’ Ich warf ein kurzen Blick zu ihr, die ihre Ohren aufgestellt hatte und wohl genau so gespannt war was er damit meinte. “Was genau meinst du, ich hab bis jetzt nur Einzelheiten gehört.’’ sprach ihr Chef aus. ‘’Ich dachte im ersten Moment dass sie die Aggressorin wäre, mit all dem Blut das an ihr klebte, um sie herum lagen Leichen die regelrecht zerfetzt waren und, als wir ankamen, hatte sie gerade noch einen Fairy ohne erbarmen auf ihn eingestochen hat. Im Vergleich zu wie ich sie jetzt kenne, kann das nicht die gleiche Person sein.’’ Es herrschte ein Moment Stille wo ich mich zu Blue drehte die ihren Kopf gesenkt hatte und ich ihr nur eine Hand auf die Schulter legte, das ihr Blick sich wieder hob und ich ihr nur zu lächelte, auch wenn ich es nicht genau wusste, konnte ich es mir denken warum sie Kontrolle verloren hatte, aber übel nehmen konnte ich ihr nicht dafür, ich denke ich hätte ähnlich reagiert. ‘’Ich hätte das diesem Winzling nicht zugetraut’’. Ich hört sie neben mir kurz knurren ’’Aber Nevra woher kanntest du sie eigentlich schon davor’’. Jetzt hatten sie meine ganze Aufmerksamkeit und ich hoffte für eine gewissen Vampir das er den Mund hielt, aber  dafür kannte ich ihn zu wenig . ’’Wisst ihr, ich hab sie in dem selben Dorf getroffen, wo ich vorgeschickt wurde um erstmal die lage zu sondieren und an einem Abend in der Taverne, hat Akira mich mit einer sehr deutlichen Reaktion zu ihrem Tisch eingeladen. Ich bin zwar nicht gleich darauf eingegangen aber ihr hättet sie an dem Abend Tanzen sehen müssen, da wärt sogar ihr schwach geworden.” Ich hatte mit mir zu kämpfen um nicht gleich da hoch zu stürmen und ihm zu erwürgen, wenn er nur noch ein Wort mehr über diese Nacht verlierte. ’’Ich konnte mir das bei der Erdarzie zwar nicht vorstellen das sie so direkt ist, aber bei ihrer Schwester kein Wunder, aber komm da ist doch sich noch mehr gewesen.’’ Spätestens jetzt wollte ich auch den Elfen erwürgen. ’’Naja, ich hätte an dem Abend auch nicht gedacht das ich mit beiden in meinem Zimmer in der Pension verschwinde.’’ Ich wollte nur noch da hoch und ihn umbringen aber gerade als ich hoch stürmen wollte zog mich Blue zurück und als ich ihr was entgegen schreien wollte, drückte sie mir einfach ihre Hand auf mein Mund und flüsterte. ’’Sei leise sonst fliegen wir auf’’. Ich verdrehte die Augen und schluckte als Nevra plötzlich still wurde und sich leicht umsah. Scheiße waren wir aufgeflogen? Ich hoffte doch nicht, auch für sein Leidwesen. Aber da er sich wieder den Tisch zu drehte konnten wir aufatmen das er uns doch nicht bemerkt hatte wie angenommen. ’’Wie mit beiden, das kauf ich dir nicht ab.’’ ‘’Naja es war Akira die sehr deutlich mir zeigte und auch mir zu flüsterte dass sie beide keine Probleme haben zu teilen.” Blue hatte immer noch mich in ihrem Griff und ihre Hand lag immer noch auf meinem Mund so das ich merkte wie auch sie ihm dafür leiden lassen will. Der Elf fing noch wirklich drauf an zu lachen als wäre das lustig, zumindest blieb Valkyon ruhig und seufzte auf. ’’Können wir das Thema wechseln.’’ “Warum, ist dir etwa das unangenehm, über so etwas zu reden oder hast du ein Auge auf eine der Beide geworfen.’’ stichelten fast beide gegen den Obsidian, der aber nur weiter ruhig blieb. ’’Ihr seid ja genauso schlimm wie alte Weiber.’’ zum Glück brachte er sie zum Schweigen damit und ich dankte ihm in dem Moment dafür, sonst wüsste ich nicht ob wir beide uns noch länger beherrschen konnten. Da die Gespräche jetzt auf ein anderes Thema wechselten verlor ich mein Interesse daran und versuchte, da wir ja eh ab warten müssten bis sie da oben verschwunden waren, deswegen versuchte wir noch so leise wie möglich hier weiter auf zu räumen. Bis sie irgendwann, als ich schon dachte sie würden nie gehen, endlich sich erhoben und die Kantine verließe. Wir warteten erst noch ein wenig bevor wir direktem Weg in unser Zimmer gingen und anschließend sofort zu den Duschen gingen, dieser Dreck musste so schnell wie möglich von meiner Haut weg.

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Die Nacht habe ich kein bisschen geschlafen, das Gespräch was wir aufgeschnappt haben… Eigentlich hätten wir es besser nicht tun sollen und doch waren selbst meine Ohren gespitzt gewesen. Dieser Schauer der meinen Rücken wieder hinab rann als ich daran dachte was passiert war, ich muss wie ein eiskalter Mörder ausgesehen haben als er angekommen war. Ich will nicht wissen was passiert wäre, wenn ich nicht meine Kontrolle wieder erlangt hätte und meine Waffen fallen gelassen hätte. Er hatte Recht, ich war da eine komplett andere Person gewesen und nicht wie sie mich bisher kannten. Mein wahres Gesicht, bin das ich oder die Andere? Und dann wie Nevra über diese Nacht geredet hat… Ich hätte schwören können wie die Wärme in meinem Körper wuchs und zu einem gewissen Punkt gewandert war. Argh, wieso spukt seine Stimme in meinem Kopf so intensiv nach? Weil ich sie jeden Tag hören konnte und daran erinnert werde, was er mir in mein Ohr geflüstert hatte. Wie hätte ich auch da schlafen können?! Zumindest nahm es meine Gedanken von meinem Bein weg, es tat zwar immer noch weh, wenn ich auftrat, aber nichts was ich eh schon gespürt habe, nichts im Vergleich zu einem gebrochenem Bein. Dem Orakel sei dank heile ich schneller als andere Fairies und diese Verletzung sollte in den nächsten zwei Tagen nicht mal mehr zu sehen sein, aber trotzdem wird meine Bettruhe wohl nicht aufgehoben werden. Ich werde trotzdem anfangen zu trainieren wenn die Wunde verheilt ist, ich darf nicht zu viel Zeit verschwenden.
Ich lag wach auf meiner Seite, als endlich die Sonne mit ihren Strahlen durch unser Fenster kam und uns streifte. Noch ein Tag an dem ich nichts tun soll… Ich hab aber das Buch von gestern eh fast durch, Der Keller, ein Buch aus der Menschenwelt von irgendeiner Sabine Thiesler, komische Namen die die Menschen haben… Es soll, wie hat Ykhar mir das versucht zu erklären? Ein Thriller, oder so? Ich weiß nicht was ich von dem Buch halten soll, vor allem wenn der Titel mich schon an den gestrigen Abend erinnern muss. Wieso??? Langsam wachte auch Akira an meiner Seite auf und streckte sich mit einem ausgiebigen Gähnen, hauptsache sie hat endlich mal ein wenig schlafen können, habe nicht bemerkt dass sie in der Nacht aufgestanden war. “Kannst du mir irgendetwas zu Essen mitbringen, wenn du zurückkommst? Ich würd ja selber gehen, aber ich will es jetzt noch nicht riskieren dass mich wer bestimmtes sieht, aber halt dich zurück okay?” grummelte ich von meinem Platz auf der Matratze aus. Sie grinste mich mit einem “keine Versprechen.” an während sie sich anzog und danach aus der Tür verschwand. Ich hab diese Wände sowas von satt… Jade scheinbar auch, weil er auch nur noch zum Fenster raus starrte. Ich wäre auch viel lieber da draußen als hier drin… Weißt du was Gewissen, ich riskiere es lieber für einen späten Spaziergang.
Ich war grad beim letzten Satz dieses Buches angekommen als die Tür aufflog, fast hatte ich es aus Reflex geworfen und so fast meiner Schwester an den Kopf geworfen. Sie jedoch sah aus als ob sie gerne wem den Hals umdrehen will, eigentlich ist das fast ihr Standart Blick, doch nun war er ernster. Ich ahnte nur was passiert sein könnte, doch trug er zwei Namen die mir in den Sinn kamen. “Ich will ihn umbringen! Sowas von umbringen!! Wie kann er nur?!” meckerte sie sofort los, bevor sogar die Tür ins Schloss fallen konnte “Ezarel oder Nevra?” fragte ich gekonnt und schnappte mir dass was sie mir mitgebracht hatte “Wer wohl? Der Elf natürlich! Stand grad neben diesem Idioten und der grinst mich an als er mich von Kopf bis zum Fuße unter die Lupe nahm! Dieses miese-” ab der Stelle hörte ich nicht mehr zu als sie immer weitere bunte Wörter fand. Ich wagte es nicht mal zu versuchen sie zu beruhigen und las nur ganz schnell den letzten Satz meiner Lektüre fertig. Kurz darauf nahm sie sich ihren Bogen und Wurfpfeile und stampfte gen Richtung Trainings Schießstand, bestimmt stellte sie sich den Kopf eines gewissen Alchemisten als ihre Zielscheibe vor. Ich für meinen Teil legte das Buch ab und konnte nicht anders als zu meinem Schreibtisch zu schauen, wenn ich erst bis Abend warten musste um zu gehen, könnte ich vielleicht ein bisschen Papierkram erledigen, vielleicht lässt mich ja wer noch helfen wenn ich glaubwürdig mein Bein nicht belastete, obwohl ich nichts mehr spürte.
Ich konnte nicht fassen dass die Zeit doch schneller rum war als ich kucken konnte, das Papier was ich mit was weiß ich voll gemacht hab stopfte ich in die Schublade, die Zeichnungen sollte keiner sehen. Dabei rollte der Brief hervor den ich vor nicht allzulanger Zeit verfasst hatte, den speziellen Brief falls mir was passiert. Kurz hielt ich ihn doch legte ich ihn genau an seine Ursprungsort zurück und schloss das Fach. “Komm Jade, die meisten müssen jetzt beim Essen oder sonst wo sein. Wir könnten einen kleinen Spaziergang machen.” Dass das Minaloo keine Freudensprünge vollführt hatte wunderte mich, doch war klar dass er sich freute mal endlich wieder rausgehen zu können. Gut dass ich ein Schatten war, aber vorher war ich auch in der Lage zu schleichen und dies trotz Verletzungen. So bemerkten mich niemand als ich auch quer über den Marktplatz ging und endlich das Refugium passiert habe. Ich nahm erstmal einen tiefen Atemzug von der frischen Luft und ging so wie ich wollte, es war befreiend und fast schon erlösend. Meine Füße trugen mich wohin sie wollten und Jade tollte herum, er tauchte in die Flora ein und war erstmal verschwunden. Mich störte es nicht als ich mich endlich dann beim Brunnen im Park der Quellen hin setzte. Mein Spiegelbild sah mich an, verzogen durch die kleinen Fische die ab und an vorbei schwammen. Das Gefühl von Gras unter mir, es fehlte mir so sehr. Ich weiß nicht wie ich noch so lange überleben soll, ohne all das hier. Meine Augen wollten wieder die Fische beobachten doch sprang ich mit einem Schrei aus meiner Haut, als ich jemandes Spiegelbild neben den meinen auf der Wasseroberfläche sah. Ich sah zu Nevra hoch der einen Ausdruck hatte, der eine Mischung von genervt und amüsiert zugleich war. “Ich frage mich langsam ob du überhaupt noch hören kannst.” entgegnete er mir mit verschränkten Armen vor der Brust “Ich belaste mein Bein nicht unnötig und ich musste mich bewegen, diese Wände machen mich langsam wahnsinnig.” keifte ich unbeabsichtigt, aber sie regten mich auf, ich könnte im Schlaf selbst eine ganz spezielle Unebenheit in dieser finden. Ein Seufzen entkam ihm darauf “Ich verstehe es ja, ich denke ich würde auch langsam wahnsinnig werden dieselben vier Wände anzustarren.” Ach, jetzt versteht er mich auf einmal… Aber es war gut ihn endlich allein anzutreffen und dann auch noch mit niemanden in unserer Nähe die gestört hätten. “Ich tue einfach so, als ob ich dich nicht außerhalb deines Raumes angetroffen hab. Auf dieselbe Situation, nachdem der Black Dog dich gebissen hatte, habe ich nämlich gerade keine große Lust.” “Gut, denn ich auch nicht,” antwortete ich ihm sofort aber jetzt nahm ich all meinen Mut zusammen, “aber ich möchte gerne über etwas mit dir reden.” Sofort legte er den Kopf ein wenig zur Seite, ich hatte seine Aufmerksamkeit schon mal. “Ich… Wollte dir für alles danken, was du für Akira und mich getan hast. Du hast uns vor einem schrecklichen Fehler bewahrt und sie vor so viel mehr, was ich nicht bemerkt habe.” meine Wangen wurden leicht warm, vielleicht ist es nicht so schlimm bisher. Er lächelte mich an und ließ eine kurze Gänsehaut aufleben “Ich hab nur meinen Job getan, Blue. Jeder hätte dies getan, doch im Endeffekt habt ihr beide wieder zueinander geführt, ohne dass wir euch zu einem Gespräch zwingen mussten. Ich geb zu, ich hätte nie gedacht dass Akira den ersten Schritt wagen würde.” er stemmte die Hände in seine Hüfte bei seiner letzten Bemerkung “Meine Schwester ist nun mal voller Überraschungen und so viel mehr. Aber, du hast es nicht allein aus dem Sinne der Pflicht getan. Als du mich genau hier gefunden hast, hättest du mich auch direkt zu Ewelein schleppen können. Doch hast du mich gestützt, mir zugehört und auch deinen Schal gegeben. Er,” jetzt war ich sicher, dass meine Wangen rot waren, “hat mich durch die Nacht gebracht und mich ruhig schlafen lassen können.” Eine überraschte Note gefolgt mit kaum bemerkbaren Erstaunen lag in seinen Augen “Ich konnte ja nicht so einfach eine Dame in Not zurücklassen.” mein Körper fühlte sich viel zu warm an, innerlich schrie ich einfach nur dass ich mich beruhigen sollte. Los Blue, du hast ihn jetzt soweit im Gespräch gehabt, frag ihn! “Ich habe mich gefragt ob ich das irgendwie wieder gut machen kann.” NEIN! Was sag ich da?! Er schüttelte auch kurz irritiert seinen Kopf, oh nein… Vermasselt!! “Wieso fragst du das? Du schuldest mir nichts.” gut er hat es noch nicht abgebrochen, zweiter Anlauf! “Oh, okay,” nicht die beste Wortwahl Madame… Was für eine Blamage, “ich hab mich trotzdem gefragt ob ich, uh, dich zu etwas zu trinken einladen könnte. Es geht auf mich.” Bitte sag ja, bitte sag ja, auch wenn ich dir für gestern Abend den Kopf abreissen könnte. Nevra hob eine Augenbraue und schaute mich genau an, sein linker Arm hing an seiner Seite herab während sein anderer noch immer sich mit der Hand an seiner Hüfte abstützte. “Zum Trinken? Ich weiß was du eigentlich sagen willst,” wie?! Meine Wangen müssten bestimmt jetzt schon glühen, “und meine Antwort ist nein.” ich starrte ihn mit weiten Augen an. Hab ich alles falsch gedeutet..? Er hat überhaupt kein Interesse an mir, ich hätte es mir schon denken sollen… Wer will mit etwas wie mir eine Beziehung eingehen… “Ich… Verstehe schon. Noch einen schönen Tag.” ohne auf eine Antwort zu warten ging ich an ihm vorbei und rief nach Jade, der sofort angesprintet kam, mir bereit bis ans Ende der Welt zu folgen. Ich schaute nicht zurück, denn seinen Blick wollte ich nicht sehen auch, wenn er seine Worte bereuen könnte. Ich verstand ihn, ich bin zwar eine hübsche Frau, doch mit der man sich nur mal vergnügen mag und mehr nicht.
Dieses Mal war es mir selbst egal ob Ewelein mich außerhalb meines Bettes sehen könnte, ich ging einfach zielstrebig auf unser Zimmer zu und schaffte es mit genug Beherrschung die Tür zivilisiert zu öffnen und zu schließen. Akira war wahrscheinlich noch unterwegs, so saß ich mich an den Schreibtisch und kramte aus dem Fach all meine Gedanken und Skizzen hervor, die ich, wo ich ihn nur als Fremden kannte und dann die wo ich seinen Namen kannte, gesammelt hab. Ohne groß zu überlegen zerriss ich das erste Blatt, nachdem ich einen letzten Blick über es schweifen ließ. Die Feuerschale, die genau in der Mitte stand, zog ich zu mir und warf die Schnipsel hinein. Ich ließ still meine Wut, meine Verärgerung, meine Trauer im Feuer aus. Als ich zu Gedanken und Bilder kamen die nicht über ihn waren legte ich diese beseitige, sie hatten nichts getan. Das einzigste Bildnis in meiner Sammlung dass überlebte war ein Gruppenbild mit Valkyon und Ezarel, gefolgt mit Gedanken wo sie vorhanden waren. Jade hatte mich die ganze Zeit einfach still beobachtet, auch als ich meinen Kopf auf meine verschränkten Arme, die auf der Tischplatte ruhten, ablegte. Das Einzigste was er tat war den Stuhl zurecht zu rücken und mein Bein auf etwas abzulegen damit ich es nicht belastete.                         

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Ich war gerade auf dem Weg aus der Kantine denn ich war für heute zumindest gesättigt und so schloss ich die Zimmertür wieder worauf ich gleich stehen blieb. Blue saß auf einem Stuhl, den kopf auf den Händen auf ihrem Schreibtisch abgestürzt und ihr verletzter Fuß auf einem anderen Stuhl abgelegt, ich wusste nicht was sie hatte aber irgendwas stimmte hier so gar nicht, so ging ich langsam näher und legte vorsichtig eine Hand auf ihre Schulter, sie zuckte nicht mal unter meiner Berührung. “Hi, was ist passirt wen muss ich für dich umbringen?” versuchte ich es sanft, auch wenn das nicht gerade meine Art war, so hatte ich die Seite gerade, wenn es um meine Schwester ging, auch in mir. Aber da sie weiter keine Regung zeigte, stellte ich mich an ihre Seite und legte einfach meine Arme um sie, zumindest so gut es ging. Erst als sie nach Minuten den Kopf hob, sah ich in ihren Augen das sie kurz davor war in Tränen aus zu brechen, so ging ich ein wenig vor ihr in die Hocke und zog sie einfach in meine Arme, ich wusste gerade nicht wer oder wen sie in diese Situation gebracht hatte, aber keiner verletzte meine Schwester ohne es auch mit mir auf zu nehmen. So saßen wir einige Minuten da, während ich sie an mich gezogen hatte, bis sie sich ein wenig beruhigt hatte und mich wieder los ließ und mich an blickte. ‘’Komm, was ist los, wer hat meine so gut gelaunte Schwester zerstört.’’ versuchte ich es auf meine Art und hoffte ihr ein Schmunzeln zu entlocken, aber es kam gar nichts von ihr. ’’Bring ihn nicht um, bitte’’. Ich schaute sie an ohne genau zu wissen, von wem sie sprach.’’Ich verspreche es, wenn du mir mehr erzählst, ja?” Sie seufzte kurz bevor sie mich lange an blickte. ‘’Nevra.’’ meinte sie, ich wusste nicht genau was er gemacht hatte, aber das war mir egal, denn er hat nicht das Recht meine Schwester in so einen Zustand zu versetzen und ich hatte andere Wege als ihn einen Kopf kürzer zu machen, um ihn daran zu erinnern das man nicht meine Schwester verletzte. ’’Komm lass uns ins Bett gehen und über Leute lästern, die wir nicht mögen’’. versuchte ich sie wieder auf zu heitern, so ließ sie sich von mir ins Bett begleiten wo sie sich an mich kuschelte als ich neben ihr lag. ’’Weißt du, egal was er getan hat, er ist es nicht wert wenn er meine liebenswerte Schwester, die so vieles schon erlebt hatte mit mir nicht sehen kann’’. Ich merkte nur wie sie kurz mit dem Kopf nickte. ‘’Ich hab dir eh noch nicht gesagt, dass ich eine Formel gefunden habe in dem Berg voller Bücher womit man sich die Haare nach belieben färben kann, also wie hättest du gerne deine neue Frisur?” ich glaube ich hatte noch nie so schnell eine Reaktion von ihr erhalten wie jetzt, das mich zum lachen brachte und ihr auch ein kleines schmunzeln hervor brachte. ’’Keine sorge, deine Haare sind so schön wie sie sind aber irgendjemand in der Garde bräuchte doch sicher mal eine Stilveränderung oder nicht’’. Jetzt hatte ich sie wieder, den ein kleines Grinsen legte sich auf ihr Gesicht. ’’Also mir würde da nur Ezreal einfallen, den ich kann es nicht abhaben das er die gleiche Haarfarbe wie ich hat.’’ Ein Grinsen legte sich auf mein Gesicht als ich mir den Elfen in anderen grellen Haarfarben vorstellen, aber ich hatte erst meine Strafe dafür bekommen und hatte nicht gleich Lust wieder dies Vorratslager auf zu räumen zu müssen. ’’Ist zwar eine lustige Idee aber ich habe nicht wieder lust ein Abend zwischen Staub und Mäusedreck zu verbringen, also das muss noch warten’’. meinte ich wärend Blue nur mit dem Kopf leicht nickte und mir recht gab. So saßen wir noch bis spät in die Nacht und zogen über einige der Gardenmitglieder her, aber ich versuchte einen Namen dabei nicht zu erwähnen. So schliefen wir beide ein als die ersten Sonnenstrahlen durchs Fenster in unser Zimmer fielen.
Als ich wenige Stunden später das Zimmer mit Monti verließ, schlief Blue noch tief und fest und ich wollte sie nicht wecken, sie brauchte den Schlaf und hatte ja eh noch frei. Ich musste mir ein Plan ausdenken, bevor ich einen gewissen Vampir antraf, mit dem ich ja auch noch so eine kleine Rechnung offen hatte, aber da ich wusste das er mit der Nacht bei seinen Freunden angab, hatte ich schon einen Plan im Kopf. Er denkt ja eh er hätte bei mir noch mal eine Changse mich in sein Bett zu bekommen, also lassen wir ihn das doch einfach mal das denken. Der Plan in meinem Kopf war zusammen gestellt, jetzt musste nur das gewisse Mittelchen für heute Abend noch herstellen und dann auf die Suche nach ihm zu gehen. Da ich wusste das Ezreal heute Morgen andere Aufgaben nach ging, hatte ich so ein paar Stunden für mich um einen gewissen blauen Trank her zu stellen, das ihn sicher heute Nacht nicht viel Schlaf schenken möge, aber vielleicht mal etwas Entspannung. So verräumte ich eine Stunde später gerade das Labor auf und hatte die Phiole in meiner Hose versteckt, gerade als der Farbtopf das Labor betrat und mich erst einen Moment an sah. ’’Was hast du dieses mal vor?’’ ’’Gar nichts auf was du gleich wieder kommst und ich bin hier eh fertig, also, wenn du keine neuen Aufgaben für mich heute hast, würde ich gerne mich wieder hinter meinen Büchern verkriechen.’’ Er schaute mich zwar auch erst noch ein wenig merkwürdig an, aber entließ mich dann da er heute nicht viel Zeit hatte für mich das mir zugute kam.
Mein Weg führte in den Garten wo meine Sinne mich hin leiteten den sie sagten mir dass ein gewisser Vampir nicht weit sein konnte und ich hatte Recht denn als ich bei dem Kirschbaum an kam trainierte er da gerade einer seiner Schützlinge so wie es aussah und ich setzte mich auf eine Bank und schaute ihnen eine ganz Zeit zu, er soll ja denken das ich vielleicht wegen seinen Muskel die man ab und an hervorblitzen sah weiter hier blieb. Mein erster Gedanke ging auch auf als sie das Training beendeten und er sich zu mir wandte als sein Trainingspartner ging. ‘’Na, hat dir das Schauspiel gefallen’’. meinte er während er auf mich zu lief, jetzt hieß es für mich perfekt schauspielern, das er keinen Funke bemerkte was ich eigentlich vor hatte. ’’Wenn ich gewusst hätte, wie gut du mit deinen Dolchen um gehen kannst wäre ich schon öfters vorbeigekommen’’. Sein Grinsen legte sich auf mein Gesicht und ich konnte jetzt schon wegen meinen worten kotzen. Er setzte sich neben mich auf die Bank und das nicht mit viel Abstand gerade das mich innerlich lächeln ließ aber ich äußerlich ihm interessiert anschaute. ’’War das alles wofür du gekommen bist.’’  Ich drückte meinen Rücken durch sodass meine Oberweite noch mehr zur Schau gestellt wurde, wo sein Blick auch kurz danach ruhte, ich hatte hierfür ja extra ein paar Bänder gelockert, so das man ein bessere Einsicht jetzt hatte. Sein Blick richtete sich wieder zurück zu meinen Augen Während ich mich ein wenig vor lehnte und ihm meine Hand auf sein Oberarm legte und ihm schon fast zu hauchte.’’Ich hätte gehofft das du heute abend mit mir was trinken gehen würdest’’. ich nahm meine Hand wieder zurück und zwinkerte ihm kokett zu während ich aufstand. ’’Ich warte heute abend nach Sonnenuntergang in der Kantine auf dich’’. und ließ ihn so noch meine provokante Hüftbewegung anstarren, während ich davon ging ich wusste das er angebissen hatte. So stand ich an diesem Abend in meinem Zimmer und bürste, nach einer Dusche, meine Haare die ich heute Abend auf lassen wollte denn er hatte mich noch nie mit offenen Haaren gesehen, während ich mich in meine Kurze hose zwängte und die Stiefel darunter an zog. Blue betrachte mich ein Moment aber fragte nicht nach zu ihrem Glück. Mein Korsett band ich nicht ganz so stark zusammen und ließ die Bänder wo man es schnürte nicht ganz so darunter verschwinden. So zeigte ich auf jeden Fall genug Haut für heute Abend das zumindest ein Sinn sich verabschiedete bei meinem Anblick. So drehte ich mich nur zu Blue nochmal um. ’’Könnte spät werden bei mir’’. Sie nickte nur und ich verließ darauf das Zimmer mit mit direktem Weg in die Kantine meine Phiole hatte ich in meinen Armbänder versteckt die gerade für Alchemisten aber auch Attentäter gemacht wurden und ich so in einer kleinen Phiole es geschickt versteckt hatte. In der Kantine waren die Lichter wie sonst auch als um die uhrzeit aus also perfekt für zwei Vampire die sich heute Abend hier treffen wollten und zu meiner Überraschung war er noch nicht da so setzte ich mich leicht auf den Tisch von ihnen und schlug die Beine übereinander und musste nicht lange warten als ich ihn auch schon wahrnahm und sein Blick gleich auf mir spürte, wie ich mit fast nacktem Hintern auf ihrem Tisch saß und auf ihn nur auf ihn wartet. Ich sprang aber darunter als er kurz vor mir ankam.’’Ich dachte schon ich müsste mich heute Abend alleine amüsieren aber da du jetzt da bist lass mich gleich mal was für und zu trinken holen’’. Sein Augen musterten mich von Kopf bis Fuß und ein leichtes Lächeln legte sich auf seine Lippen. So trat ich hinter die Bar und beugte mich für extra weiter nach unten um ihn mein Hintern zu präsentieren während ich unseren Trink für heute in zwei Gläser füllte und mich dann umdrehte und ihm sein Glas reichte, wo das Mittel jetzt schon drin war, das war sowas von leicht. Aber ich wollte ja auf Nummer sicher gehen und es machte mir auch gerade Spaß mit ihm noch ein wenig weiter zu spielen, so ging ich an ihm vorbei und streifte unauffällig über seinen Arm, bevor ich mich zu ihrem Tisch bewegte und da Platz nahm und er sich nicht zweimal bitten ließ und vor mir sich hinsetze und mich nicht mehr aus den Augen ließ. Ich nahm ein Schluck meines Bluts und er machte es mir nach, ohne sein Blick vo mir ab zu lassen. ’’Du solltest deine Haare öfters offen tragen, es lässt dich noch hübscher werden und es ehrt mich dass du dir soviel Mühe nur für mich gibst.’’ Meinte er während er sich ein wenig näher zu mir lehnte das ich im gleich nach machte. ‘’Weißt du ich mach das nur für dich’’. erwiderte ich und legte meine Hand auf die seine, wo er kurz mit seinen Augen ruhen blieb und sie dann in seine nahm und anfing Kreise auf meiner Haut zu malen. Ich schüttete mir mein Getränk nach hinten und wie schon erwartet machte er es mir gleich, das mich lächeln ließ. “Wie wäre es jetzt mit was Stärkerem?” Er ließ meine Hand wieder los und stand vom Tisch auf. ’’Keine Sorge das Getränk für die Lady kommt sofort.’’ ich lächelte breit in mir, das Ganze war so leicht das ich mir bei ihm nie gedacht hätte dass ich so leichtes Spiel mit ihm hatte. Er kam wieder und stellte mir mein Getränk vor mich und ich war erstaunt im ersten Moment den das was er mitgebracht hatte für mich war nicht gerade günstig, aber er lieferte mir damit die nächste vorlage. ’’Du verwöhnst mich ja regelrecht heute Abend.’’ ’’Weißt du für dich, ist mir nichts zu schade.’’ ich lehnte mich zu ihm vor während ich mit der Zunge meine Lippen befeuchtete und sein Blick gleich darauf fiel, aber ich nahm einfach mit einer Hand einer seine Haarsträhnen und zog ein wenig ihn so näher an mich während ich die zweite Dosis mit der anderen Hand in sein neues Getränk schütte. ‘’Und das sagst du jetzt schon obwohl der Abend doch noch gar nicht begonnen hatte.’’ ich ließ wieder von ihm ab und nahm ein Schluck meines Getränkes das er mir gleich machte aber nicht so wie ich nur ein Schluck nahm sondern es nach hinten kippte, so ließ ich meine Maske fallen und stand auf und beugte mich gleich zu ihm vor. ’’Nächstes mal, wenn du meiner Schwester weh tust, überlege es dir zweimal, ich wünsche dir eine entspannte Nacht.” und so ließ ich ihn alleine mit dem Gewissen, das es gleich seine Wirkung entfachte. Ich beeilte mich nur noch in mein Zimmer zu kommen und hatte an mir zu halten als mir Karenn entgegen kam und in Richtung Kantine unterwegs war, hatte ich ein Glück das ich es gerade noch rechtzeitig beenden konnte bevor sie uns so sah. Die Tür viel hinter mir ins Schloss und ich hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht und zum Glück, schlief Blue schon tief und fest.

Der nächste Morgen stand an und ich zog mich um den der Elf erwartet mich aller ernstes schon so früh im Labor, aber naja wenn er musste meine Laune ertragen nicht ich. So schloss ich meine Tür hinter mir den Blue schlief immer noch tief und fest das kein Wunder war den die sonne ging auch erst gerade auf als ich in Richtung Labor war nur dass mir ein sehr mitgenommener Vampir entgegen kam der nicht begeistert war mich zu sehen und auch noch irgendwas grummelte das ich nicht verstand, aber ich konnte nicht an mir halten als ihn mit einem breites Lächeln an zu sehen und als er auf meiner Höhe war den Satz fallen zu lassen. ’’Na angenehme Nacht gehabt’’. Er schaute in meine Richtung so dass ich aus Reflex auswich und versuchte in das Labor zu kommen.

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#23 Am 01.10.2023 um 19.54 Uhr

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Kapitel 20.
Durch ein Wunder wurde meine Zwangsruhe Zeit zwei Tage später verkürzt, nachdem Akira unterwegs war und aussah als ob sie jemanden ganz spezielles trift. Ich kann mir zich Szenarien ausdenken was passiert ist, aber ihr breites Grinsen, wann immer sie eine Phiole ansah, lässt mich so einiges vermuten. Na ja, das was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass der Vampir noch lebt. Wie, keine Ahnung. Aber ich frage nicht nach was sie getan hat, da ich eh denke dass sie es mir nicht sagen würde. Es tut immernoch etwas weh, aber das Leben geht halt weiter. Irgendwann werde ich, vielleicht den Richtigen finden… Aber das ist jetzt unwichtig, als ich endlich wieder meine Uniform anziehen konnte. Jade hat sie gerade wieder zurückgebracht und ich kann nicht anders als meine Nase in meinen Kragen zu stecken und einfach den Duft der frischen Wäsche zu inhalieren. Ich zucke eine Augenbraue nach oben, da ist noch eine andere Note dabei, aber bei aller Liebe kann ich nicht sagen was. Mein Schwert stecke ich in seine Scheide an meiner Seite und die Dolche befestigte ich, den speziellen Dolch mit den Blutsteinen im Schutz meines Oberteils. Auch wenn es schon so lange her ist, will ich es noch geheimhalten. Meine Füße tragen mich erstmal zur Kantine und Karuto schaut überrascht, als ich einfach an ihm vorbei gehe und in die Küche hinein “Blue? Schön zu sehen dass du wieder auf den Beinen bist!” entgegnet er mir als ich schon mit einem losen Band meine Haare etwas zusammen binde, nur einzelne Strähnen umranden mein Gesicht “Ja und du kannst dir nicht vorstellen wie toll ich mich nun fühle! Endlich darf ich mal wieder rumlaufen! Zwar noch keine Missionen oder Aufträge, aber rumlaufen ohne dass mich wer zurück schleifen will!” Ich habe echt schon damit gerechnet, dass mich ein gewisser jemand doch noch ans Bett fesselt, wenn ich nicht höre. Aber durch unseren letzten Austausch muss er sich erstmal darüber keine Gedanken machen.
Ich bin, neben den normal eingesetzten Mitgliedern, die Einzige die einfach in die Küche darf. Ich weiß nicht wieso, aber vielleicht hat mich dieser Satyr etwas ins Herz geschlossen, mit mir hat er auch noch nie wirklich rumgemeckert. Ich packe einfach mit an, egal dass mir ein Schwert von der Hüfte hängt, niemand scheint es zu stören. “Blue, kannst du dies bitte den Leitern bringen?” Bei der Stimme unterbreche ich mein Summen und drehe mich vom Topf, Karuto hat gerade ein Tablett für die Chefs fertig gemacht. “Natürlich Karuto.” so nehme ich es auf, auch wenn ich einen der drei am liebsten gerade nicht sehen will, schritt ich auf den Tisch zu und fange wieder an zu summen, an der Stelle wo ich aufgehört habe. Die Köpfe der drei drehen sich zu mir, wahrscheinlich wegen meinem Gesang “Sieht sich das einer an, die Frau ist vom Land der Krankenbetten auferstanden.” neckt der Elf mit seinem breiten Grinsen “Ach und ich dachte schon du würdest meine Trauerfeier einstimmen wollen.” gebe ich zurück worauf die drei überrascht schauen. Ezarel seufzt während er sich zwei Finger an die Stirn legt “Deine Schwester färbt langsam auf dich ab, wie es scheint. Vorher hast du mir eindeutig mehr gefallen, Erdazie.” ich gehe nicht darauf ein, selbst als die Gedanken versuchen zurück zu kommen “Auch egal, guten Morgen Jungs. Ich hoffe ihr habt Hunger.” und so stelle ich es in die Mitte des Tisches, was natürlich kommentiert wurde mit einem “Ah, da ist sie ja wieder. Dem Orakel sei dank, zwei von der gleichen Sorte hält keiner aus...” Nevras Auge zuckt bei der Aussage ein wenig, auch wenn ich nicht weiß warum, aber er schaut mich neutral an, als sei rein gar nichts passiert “Ich habe heute einen etwas eher freien Tag, wenn du willst können wir ein bisschen trainieren damit du wieder in Form kommst.” Meine Augen glitzeren in Valkyons Richtung und lässt mich lächeln “Das hört sich toll an! Danke Valkyon!” nachdem der Obsidian noch nickt, gehe ich zurück zu Karuto. Über meine Schulter sehe ich noch wie die beiden etwas verwirrt zu dem Riesen schauen, aber der nichts aussagt mit seinem Gesichtsausdruck, typisch großer Bruder.     
Ich helfe weiter bis Karuto sagt dass ich genug getan habe und gehen kann, der Obsidian wartet noch auf mich und zusammen gehen wir in Richtung der Trainingsfelder seiner Garde. Pfoten die auf den Boden ihren eigenen Takt trommeln kommen uns hinterher und werden mit einem sanften Piepsen begleitet. Floppy und Jade sehen einander wohl auch so langsam als Geschwister an.
Wir trainieren bis die Sonne weit über ihren Zenit schreitet. “Das ist gut, du hast kaum an deiner Kraft verloren.” komplimentiert er mich “Ich bin immer schon jemand der sich schnell erholt von Wunden, mich kann man nicht an ein Bett fesseln.” grinse ich ihm entgegen. Wir probieren auch andere Waffen aus, aber bei aller Liebe, wie soll ich denn bitteschön einen Hammer heben?! Das Ding wiegt doch, was weiß ich!! Ich lande auf jeden Fall auf meinem Hintern als ich versuche das Ding nach hinten zu schwingen um auszuholen. Ich wurde zwar von den anwesenden Kriegern belacht, aber sie verstehen es. “Ich habs dir ja gesagt, aber hörst du? Dein Schwert und deine Dolche sind perfekt für dich ausgelegt.” Valkyon hat es schwer sich mal das Grinsen zu verkneifen, ich habe ihn noch nie oft Lächeln gesehen, aber es füllt mich mit einem tollem Gefühl da es an mich gerichtet ist. “Es tut mir leid dieses freundliche Schauspiel zu unterbinden, aber ich brauch mal grad einen meiner Schatten.” Unsere Köpfe schießen zu Nevra der da steht. Wie lange er wohl uns schon zu schaute? Ich kann nur mit den Schultern zucken, aber erhebe mich vom Boden “Danke für deine Zeit Valkyon.” er nickt mir nur zu und ich schließe mich meinem Chef an, auch wenn ich einen riesen Schritt Abstand zu ihm halte. Er ist zwar neutral, aber ich will nichts riskieren. Wir landen auch ohne groß was zu reden bei den anderen und wir müssen uns irgendwas mit neuen Regeln anhören die von irgendjemanden aufgestellt wurden und neue Mitglieder. Ich will weiter trainieren… Wann immer sich mal unsere Blicke treffen, während wir uns das alles anhören müssen, erkenne ich dass er am nachdenken ist. Worüber konnte ich nur erahnen. Hat dies vielleicht mit dem was zwischen uns vorgefallen ist zu tun?   
Als wir endlich freigelassen werden eile ich zu unserem Zimmer und renne fast in meine Schwester, die auch gerade auf den Weg ist zu duschen. So wartet sie bis auch ich fertig bin und wir gehen zusammen, Jade bleibt zum Glück mal zurück. “Und wie war dein Tag bisher so?” fragt sie mich als wir über den Korridor gehen “Ach, ich hab in der Küche ne Hand geliehen und bin danach mit Valkyon trainieren gegangen, versuch nicht einen Hammer hochzuheben, schlechte Idee!” darauf lacht sie nur “Wir wurden dann unterbrochen und ich wurde zu einer Versammlung der Schatten gerufen. Weißt du aber was komisch ist, den ganzen Tag lang?” Ihr Kopf dreht sich zu mir mit einem fragendem Blick “Es ist… Ich weiß nicht wie ich es erklären soll, aber jemand tritt mir mit so viel Neutralität entgegen und hat dennoch einen so verwirrten und grübelten Ausdruck im Auge, er hat mich auch noch auf nichts angesprochen.” da fängt sie wieder an zu grinsen “Ach Blue, zerschlag dir doch nicht den Kopf wegen sowas. Das ist es nicht wert!” ist meine Antwort, worauf ich nur nicke, innerlich überlege ich noch weiter. Auch als wir in die Waschräume kommen und uns ausziehen. Ich denke jetzt an nichts anderes als das heiße Wasser dass auf mein Gesicht und Rücken ein prasselt. “Reichst du mir das Stück Seife rüber?” fragt mich Akira als ich gerade fertig bin und den Schaum noch mehr auf meinem Körper verteilt. Just als ich unter dem Wasser bin, wurde es auf einen Moment so kalt als wäre es aus den Bergen. Ich kreische mir die Seele aus dem Leib bei diesem plötzlichen Wechsel, Akira schreit genauso schrill los. Kaum eine Sekunde später stürmen wir raus, nur um ein Lachen zu hören und einen gewissen Elfen sehen der die Flucht ergreift “EZARAEL!!!!! KOMM ZURÜCK DU FEIGE SAU!! DAS WIRST DU NOCH BEREUEN!!!!” ich bin erstaunt wie schnell sie sich das Tuch umgelegt hat und dem Alchemisten hinterher ist, nur um bei der Tür plötzlich zu stoppen und sich so schnell auf dem Absatz umzudrehen, dass ich dachte sie fällt gleich hin. Als ich durch die Tür schaue weiß ich warum, Nevra steht davor mit seinem Tuch um den Nacken. Er ist wohl auch gerade auf den Weg gewesen zu duschen. Ein feiner rötlicher Ton legt sich auf seine Wangen, als er an mir herab schaut, ich folge seinem Blick um festzustellen dass mein Tuch noch immer bei meinen Klamotten liegt. Meine Reaktion ist es, mit meinen Armen mich zu umschlingen und in die Kabine zu springen. Scheiß auf das kalte Wasser, die andere Option ist nicht besser!! Als ob der Tag nicht noch schlimmer werden kann. Na ja, jemand ist wenigstens noch so freundlich das heiße Wasser wieder aufdrehen. Meine Vermutung liegt auf dem schwarzhaarigen Herren, der gerade auch die Waschräume betreten wollte. Ich hörte nur von rechts ein Murmeln, was aber sehr deutlich ist “Das gibt Rache!”

Letzte Änderung durch Issek (Am 01.10.2023 um 19.54 Uhr)

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#24 Am 01.10.2023 um 19.58 Uhr

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Kapitel 21.
Mit meinen Handrücken wischte ich mir noch über dem Mund um Blut wegzuwischen, mir ist das verfluchte Ding aus der Hand gerutscht, als ein pikanter Duft von Richtung des Kellers mir in die Nase stieg. Es roch nach frischem Blut. So rannte ich die riesige Treppe hinab und krachte fast in Leiftan, der mit Blut bedeckt war “Was zum Henker ist denn hier passiert?!” kam es doch etwas sehr laut über meine Lippen “Naytili, sie… Sie ist geflohen und hat… Hat jemanden umgebracht, ich… Ich konnte sie nicht retten…” auch wenn ich die Stirn runzelte entschied ich dem Lorialet zu helfen den Rest des Weges hochzugehen. Gerade als wir durch die Tür in die Halle der Pforten kamen rannte uns schon Valkyon entgegen als er uns sah, Leiftan taumelte ihm entgegen “Naytili… Ich konnte sie nicht… Man muss Miiko bescheid…” doch erschlaffte er in den Armen des Obsidians, welcher dann zu mir sah “Unterrichte Miiko hiervon, ich bringe ihn zu Ewelein.” Somit trat ich meinen Weg in den Kristallsaal, warum auch immer sie noch zu solch einer Stunde dort war. Die Kitsune drehte sich zu mir um als ich abgehackt ihr sagte was passiert sei, nur um ihr dann zur Krankenstation zu folgen. Kann sie sich nicht entscheiden wo sie sein will oder wieso hat sie so schnell die Richtung gewechselt. Irgendwas war komisch an all dem, das sagte mir mein Instinkt, etwas stimmt mit diesem Leiftan ganz und gar nicht! Nun lag dieser auf einer Liege und wurde von Ewelein untersucht die Stichverletzungen an seinem Körper behandelte. Das kann nicht… Sie sehen falsch aus, als ob sie nicht von jemanden ausgeführt wurden, sie sahen aus als ob sie selbst zugefügt wurden. Ich habe oft genug Blue welche verbinden müssen um zu wissen wie zichtausend verschiedene Stichwunden aussehen. Doch, was soll ich mit einem Gefühl und diesem Wissen erreichen? Nein, ich brauch mehr Beweise dafür um überhaupt eine Theorie aufstellen zu können. Miiko signalisierte mir dass ich gehen kann und das tat ich auch, zurück zu unserem Zimmer. Gerade wo ich die Türklinke runter drückte saß Blue kerzengerade im Bett und atmete schnell. Ich kniete mich neben sie aufs Bett und ergriff ihre Schultern als ihr Atem nur noch unregelmäßiger wurde “Hey, alles okay! Es war nur ein schlechter Traum! Schau mich an!” ich musste sie schütteln bevor sie zu mir sah und erst irritiert sich den Raum ansah. “Böser… Traum.” Als ob ich nicht selbst darauf gekommen wäre… Erst nachdem sich meine Schwester beruhigt hatte legten wir uns wieder hin und dieses Mal schlang ich von hinten meine Arme um sie, damit ihr Rücken gegen meine Brust ruhte. Kaum fielen mir die Augen zu hatte ich wieder die Stimmen im Kopf wie seit einigen Wochen, sie redeten immer wieder auf mich ein und zeigten mir vor meinen inneren Auge Bilder was passieren könnte, wenn mein Instinkt die Kontrolle über nimmt und ich erinnerte mich augenblicklich daran wie ich vor kurzem die Kontrolle verloren hatte und meine Schwester fast umgebracht hätte, hätte mich in der Situation keiner aufgehalten, ich wollte nie meiner Schwester was an tun, ich wollte keines dieser Monster sein das sie mir einreden. So entschied ich mich weil ich eh nicht schlafen konnte in meinen Stuhl mich zu setzen und ein wenig zu lesen, immerhin hatte das die ganzen wachen Nächte was gutes. Eine Hand legte sich auf meine Schulter und riss mich aus dem Schlaf und ich merkte erst als ich die Augen öffnete das ich wohl gestern abend auf dem Stuhl beim lesen eingeschlafen sein musste, dementsprechend tat mir mein Körper weh. “Alles ok bei dir?” fragte mich meine Schwester mit sorgenvollen Blick, ich schenkte ihr nur ein lächeln. ’’Alles gut, ich wollte gestern nur noch ein wenig lesen aber das war wohl keine gute Idee’’. Blue schaute mich zwar erst ein Moment nachdenklich an aber beließ es dann auch dabei. ’’Kommst du mit Frühstücken?”, mein Magen verkrampfte sich schon nur beid er Vorstellung. ’’Geh du lieber alleine, ich muss noch was für später durch lesen’’. sie nickte mir einfach nur stumm zu und verschwand aus dem Zimmer. So holte ich Monti aus seinem Nest der mich auch schon mit wachen Augen ansah. ’’Na immerhin konntest du gut schlafen.’’ Erlegte den Kopf schief während ich sein schwarzes Federkleid streichelte und schloss genießerisch die Augen als er die Streicheleinheiten genoss das mich lächeln ließ.
Als Blue später wieder ins Zimmer trat hatte ich meine Nase tatsächlich in einem Buch vertieft dass über gewisse Pflanzen und ihre Wirkungen beinhalten. Ich fragte mich auch augenblicklich als ich über eine Dornengewächs las dass wenn man die noch verblühten Knospen nahm und sie in einem Mörser zermahle und trocknete das sie auch gerne als Scherzartikel verwendet werden weil sie Juckreiz auslösen. ’’Warum gibt mir der Elf Bücher die mir helfen im das Leben schwer zu machen.’’ sprach ich wohl den Gedanken laut aus, den Blue blickte mich wieder an und trat an meine Seite. ’’Was genau meinst du?’’ ‘’Na schau mal es gibt da eine gewisse Pflanze, die eine Wirkung wie Juckpulver hat wenn man sie richtig verarbeitet.’’. Auf Blues Gesicht schlich sich ein schelmisches Grinsen wie meistens wenn mir selber Meinung waren. ’’Wir haben wohl unsere Rache für das kalte Wasser gefunden.’’ sprachen wir beide fast gleichzeitig aus das uns zum Lachen brachte aber durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen wurde. Blue öffnete die Tür um genau den davor zu finden, über den wir gerade gesprochen hatten und ich und auch Blue mussten uns ein lachen unterdrücken. ’’Ihr sollt jetzt in den Trainingsraum der Schattengarde kommen, es gibt Neuigkeiten die auch euch beide betreffen.’’ Wir nickten nur und schlossen zu dem Elf auf während mir Monti noch auf meine Schulter flog, bevor wir aus der Tür waren der kleine wollte wohl mit und nicht den ganzen Tag wieder im Zimmer bleiben. So folgten wir dem Elfen eine unendliche lange Treppe nach unten, also wenn sie die jeden Tag gehen mussten konnten sie sich das aufwärmen ersparen, keine Ahnung wie Blue das freiwillig mitmacht. Als wir unten ankamen stellten wir uns zu den anderen die hier schon versammelt waren während Ezreal zu Nevra ging und sich neben ihn stellte. Komischerweise waren alles sofort Still als der Leiter der Schatten anfing zu sprechen. ’’Es steht eine wichtige Mission bevor, ihr wurden ausgewählt weil ihr die Besten der Besten in euren Garden seit.’’ ein leises Raunen ging durch den Raum und auch ich blickte zu meiner Schwester, ich dachte auch nicht das ich nach so kurzer Zeit zu den Besten gehörte von meiner Garde. ’’Unsere Ziel ist mons mille vocibus, oder auch Berg der tausend Stimmen genannt wird. In letzter Zeit häufen sich in der Region seltsame Ereignisse, den wir auf den Grund gehen müssen.’’ Der Leiter der Schattengarde verstummte und Ezreal übernahm dann das Wort. ‘’Es sind Erdbeben in der Region aufgetreten, so wie Personen die spur los verschwunden sind und die sonst so friedlichen Fairies die in der Umgebung leben, werden ohne einen uns bekannten Grund immer feindlicher, auch sich selbst gegenüber. Also seid auf alles vorbereitet, gibt es dazu noch fragen?” irgendeiner hebte die Hand. ’’Es soll heißen, das es eine grausame Legende um diesen ort gibt, stimmt das?’’ ‘’Ja diese gibt es.’’ beantwortete Nevra. Die nächste Hand hob sich und ich hoffte das es sich nicht noch um Stunden ziehen würde. ’’Was ist das für eine Legende, das sie so grausam sein soll?’’ Ein Seufzen von den beiden Gardenleitern traf an meine Ohren und sie wechselten einen kurzen Blick miteinander. “Vor langer Zeit, kam ein Daemon in das Dorf und prophezeite von einem sehr schrecklichen Ereignis, welches bald über das Dorf fegen wird und es mit sich nehmen wird. Ihre einzigste Flucht war der heilige Berg, dem ein Schutzpatron zugeschrieben wurde, durch ihn wurde dieser Berg verehrt. Doch log der Daemon und sie alle fanden in dem heiligen Berg ihr Ende, da das Unheil nicht vom Berg abgehalten wurde. Es stieß zu ihnen und sie brachten sich alle um, um sich vor diesem Seelenfresser zu schützen, vor einer Ewigkeit der Qualen, falls er ihre Seelen in die Hände bekam. Seitdem leben all diese Fairies in dem Gestein des Berges, manche sagen dass ihre Schreie bis heute noch durch die Gänge hallen, die nach Erlösung suchen. Das Blut dieses Massakers, soll noch einige Stellen dieses heiligen Ortes entweihen.” erzählte mein Gartenleider ausführlich und ich tauschte ein kurzen Blick mit meiner Schwester, den ich hatte zwar von Erzählung einige Leute schon mal am Rande was davon gehört aber nie so ausführlich, Blue war wie parallelisiert, wie als hätte sie schon mal davon gehört, aber fing sich schnell wieder. Da jetzt keine Fragen mehr wohl im Raum standen sprach jetzt Nevra weiter. ’’Diese Mission wird in zwei Monaten stattfinden, bis dahin werden eure jeweiligen Gardenleiter euch einem speziellem Training unterziehen. Das wars dann auch für jetzt, versammelt euch in eure jeweiligen Garde, wenn es neue informationen diesbezüglich gibt werden wir euch zusammen rufen.’’ Ich schaute kurz zu Blue und wir tauschten ein kurzes Lächeln bevor ich mich uwand und schon bereute hier runter gekommen zu sein, denn jetzt durfte ich diese mörder Treppe wieder nach oben gehen das mich genervt seufzen ließ, aber da kam ich wohl nicht drumherum und naja meine Ausdauer sollte eigentlich noch gut genug sein um lebend da oben anzukommen.

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Ich musste grinsen als ich sah wie sich Akira zu den Treppe umdrehte und nun all diese Stufen wieder hochsteigen müsste. Ich muss die fast jeden Tag gehen und ich fürchte um alle Schatten wenn Nevra mal so richtig, richtig schlechte Laune hat, ich sehe uns schon die hoch und runter rennen bis er stoppt sagt oder wer zusammenbricht. Doch… Diese Mission, wieso wurde jemand wie ich ausgewählt? Ich bin erst gerade aus dem Krankenbett aufgestanden und allzu gut bin ich jetzt auch nicht, es gibt bestimmt Schatten die viel besser dafür geeignet sind als ich. Und diese Legende, ich hatte sie schon mal auf unserer Reise gehört, und schon damals ließ sie Unbehagen in mir aufsteigen. Ein Daemon, ein ehemaliger Aengel… Entweder stimmte die Legende so wie sie jetzt ist, oder etwas fehlte was über die Jahre vergessen wurde oder abgeändert wurde damit ihnen die Schuld gegeben wurde.
Ich wand mich aus meinen Gedanken als ich sah dass Nevra sich an uns wand, irgendwie sah er stolz aus, in seinen Augen waren wir mit die Besten der Besten, oder hat Miiko das so ausgesucht? “Gut, wir haben nur zwei Monate Zeit. Die Umgebung dieses Berges ist hart und vergibt keinen Fehler und ich gedenke jeden von euch wieder hier in meiner Garde zu sehen wenn die Mission vorbei ist, verstanden?” ich denke es wurden noch nie so schnell die Rücken durchgedrückt um ihn verstehen zu geben dass wir ihm nicht enttäuschen werden. “Gut, wir werden nun intensiv arbeiten und all unser Wissen auffrischen, alle verschiedenen Techniken die ihr, als Schatten, beherrschen müsst. Wir sind nicht nur diejenigen die im Hintergrund, unentdeckt, arbeiten, doch auch müssen wir unsere Kameraden schützen, egal den Umständen die sich euch entgegenstellen.” Ich habe ihn nur sehr selten mit solch einer Ernsthaftigkeit in der Stimme gehört, als keine Einwände kamen nickte er “Dann beginnen wir mit den Basics.” Ich kann nicht die einzigste sein die ihn dabei ein bisschen doof angeschaut hat, oder? Doch schien mein Glück nicht vorhanden zu sein als er mich ansah “Blue vortreten, wir werden diese demonstrieren.” Das Orakel bestraft mich doch!! Zur selben Zeit huschte ein Aufatmen durch meine Mitschatten, erst dann fiel mir auf, dass ich die einzigste Frau war in der Auswahl, Zufall? Nein dass kann nicht sein, Karenn ist doch auch ganz gut doch sehe ich sie hier nicht. Na toll, einzigste Frau unter nen Männerhaufen UND ich darf es auch noch vormachen…
So vergingen einige Stunden in denen ich Nevras Vorzeige Puppe war und wir demonstrierten die alten und auch die neusten Sachen, bis meine Muskeln schmerzen und ich einfach mich durchbiss, ich kann es mir jetzt nicht erlauben schwach auszusehen. “Bei der Übung wirst du all deine Waffen benutzen müssen.” Toll, sagte er mit meinem Schwert in seinen Händen, das letzte Übungsschwert hat leider einen Abgang in den kleinen Teich gemacht. Ein Schatten war immer noch danach am tauchen, wie weit hat er das bitte geworfen? Ich nickte und nahm doch zögerlich meine beiden Dolche in die Hand, der Blutstein drückte gegen meine Handfläche. Kurz sah er dahin und fing dann ganz still und unauffällig an zu grinsen, ich konnte seine Worte im Kopf hören ‘Ah, da ist er ja abgeblieben.’ Warum muss ich seine Partnerin in diesem Chaos sein? Hätte er sich nicht nen anderen Trainingspartner nehmen können..?
Irgendwann, nachdem der Typ auch endlich das Schwert geangelt hatte, klatschte er in die Hände “Gut, für heute reicht es. Wir werden uns morgen Mittag wieder hier treffen, kommt pünktlich.” Dann sah er zu mir, oh nö was denn noch? “Auf ein Wort Blue.” Einer der Kerle stieß mir mit seiner Schulter in den Rücken und gab ein doch deutliches Grinsen und einen Daumen hoch, als ob ich jetzt an meinen Chef springe… Er wartete bis sie weit genug weg waren und schaute die Treppe hoch, ich stand noch da wo ich beim Beenden der Einheit war, somit war er hinter mir. “Es ist schön zu wissen dass das Mitbringsel deiner Schwester dir gute Dienste erweist.” er war neben mir mit dem Dolch in der Hand, instinktiv packte ich dahin wo er eigentlich war, doch war das nutzlos da er ihn in der Hand hielt. “Ist das alles was du mir sagen willst?” kam es vorsichtig, aber respektvoll aus meinem Mund, immer hin war er noch mein Chef. Er ließ seinen Daumen über die Klinge gleiten “Ich weiß dass du dich hinterfragst, warum ich dich für diese Mission ausgewählt habe.” Also war es nicht Miiko, die Gardenleiter haben ihre Leute individuell ausgesucht. “Für jemanden deines Alters hast du ein bemerkenswertes Niveau bei deinen Fähigkeiten, außerdem sind deine Sinne viel schärfer als die anderer Werwölfe. Dein jahrelanges Training auf deiner Reise wird dies wohl auch unterstreichen, du trainierst um zu überleben, das hat sich heute auch nicht verändert. Darum habe ich Vertrauen in deine Fähigkeiten, und es passiert nicht oft dass mir was gestohlen wird, mein Geldbeutel hat es dir aber nicht gedankt.” Wah? Ich habe doch nur ein paar rausgenommen! Das hätte man doch nicht bemerkt! Er schien es zu genießen wie ich bestürzt wurde “Das war bei langen nicht das erste Mal dass ihr die Nummer abgezogen habt?” er spielte mit dem Dolch in seiner Hand, es stimmt, es war nicht das erste Mal dass wir dies gemacht haben und ja… “Akira war schon immer geschickter darin als ich, auch als Kind schon. Wo ich mich von einem verzweifeltem Griff an Moral halten wollte, fing sie sofort damit an, irgendwann habe ich dieses zerfetzte Konzept aus dem Fenster geworfen und mitgemacht.” Als ob ich mich an den Topf erinnerte, fasste ich mein rechtes Auge an, seine blutrote Farbe. “Man merkt es euch an, aber jeder Taschendieb fängt klein an. Ihr habt genug Narben dies zu bezeugen. Aber,” ich hob meinen Kopf wieder als er es betonte, “du stellst dich in den Schatten deiner Schwester. Du bist selbst eine Kraft mit der sich nicht jeder freiwillig anlegen will, auch wenn du mehr Kontrolle hast.” ich wusste was er ansprach, der Vorfall indem ich wild wurde. Doch führte er es nicht weiter aus als er den Dolch flippte und an seiner Spitze hielt, mir den Griff entgegen hielt. Irritiert ergriff ich diesen “Ich erwarte morgen nichts anderes von dir.” damit drehte auch er sich um und stieg die Treppe hoch und ließ mich verdattert stehen.         
Ich ging in Richtung des Zimmers und konnte etwas wahrnehmen und ich wedelte die Hand vor dem Gesicht. Als ich die Tür öffnete kam mir meine Schwester mit irgendeinem Beutel in der Hand entgegen, der komisch roch “Was zum Henker ist da drin?” zischte ich ihr entgegen da ich den Anflug von Kopfschmerzen wahrnahm “Komm mit und du findest es heraus.” Ich konnte nur mit den Schultern zucken und folgte ihr, uns kam Karenn entgegen und sie grinste uns extrem breit an und ich wank sie nur hinterher und zu dritt passierten wir die Tür des Alchemielabors, Akira machte den Beutel auf und irgendeine Art von Blüten waren darin. Dann erklärte sie uns was das für welche sind und ich musste an das Buch von heute Morgen denken, wir werden wohl Juckpulver herstellen, immerhin hatte ich Karenn versprochen sie informiert zu halten wenn es um Streiche ging. “Und wie wollen wir ihm das in die Klamotten streuen? Der lässt uns nicht mal ansatzweise in sein Zimmer.” schaute ich beide an und Karenn hielt nur einen Dietrich hoch, “wenn ihr mir Deckung gibt werde ich euch die Tür aufmachen und er müsste schon tief schlafen, also seid leise und schnell.” So grinsten wir und schlichen uns zur Tür des Elfen, wir mussten sehr vorsichtig sein denn wenn nur eine Tür aufging sind wir dran. Karenn hockte sich vor Ezarels Tür hin und setzte den Dietrich ein, Akira sah nach links, ich nach rechts während nach kurzer Zeit die Tür aufging. Wir nickten nur und schlüpften hinein, natürlich war alles dunkel und ich konnte eine schlafende Gestalt im Bett sehen, aha der Herr schläft auf dem Bauch. Aber er schien auch seine Kleidung auszulegen, perfekt. So hielt ich vorsichtig die Kleidung mit Karenn und Akira streute das Pulver, danach legte ich sie in den Ursprungszustand und merkte schon das Prickeln meiner Haut, Karenn eher nicht. Als wir sicher gingen dass nichts verändert war und der Elf schlief, waren wir geduckt zur Tür gegangen und, natürlich, musste ich rausschauen. Als niemand in der Nähe war ging ich raus und sie folgten mir, wir mussten uns jetzt schon bemühen nicht loszulachen und brachten uns schnell in die Sicherheit der Zimmer und brachen in Lachen aus. Das wird ihm so leid tun morgen!!   

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Wir waren gerade dabei uns anzuziehen als es wieder gegen unsere Tür klopfte. ’’Ein Moment’’. schrie ich gerade als ich meine kampfkleidung für heute mittag mir übersteifte und mit einem Auge wartete bis auch Blue angezogen war erst dann öffnete ich die Tür während ich mir noch mein Zopf nach hinten flocht mit beiden Armen, so da Nevra davor mir stand erst ein moment mich an schaute wie als würde er sich an einen gewissen Abend erinnern gerade aber sich auch gleich wieder fing. ’’Miiko will euch in der Besprechung die gleich stattfindet sehen.’’ ’’Wir sind auf dem Weg’’. meinte ich zu ihm während ich durch atmete, ich konnte es mir denken warum sie zumindest mit mir sprechen wollte, immerhin war ich es die Leiftan als erstens gefunden hatte. Somit gingen wir nach dem auch Blue fertig war zusammen in den Kristallsaal wo man uns schon erwartete und der Elf als ich ihn sah aus einem mir unbekannten Grund nicht entspannt aussah und ich mühe hatte mir nichts anmerken zu lassen, somit stellte ich und Blue uns zwischen Valkyon und Nevra. ‘’Da jetzt alle da, sind der erste Punkt den ich anspreche ist wie konnte Naytili fliehen, obwohl wir Sicherheitsmassnahmen ergriffen hatten? Deswegen wollte ich euch dabei haben, weil du, Akira, Leiftan als erstens gefunden hast. Wie kommt es das du an erster Stelle da warst?. Die gesamten Blicke lagen nun auf mir. ’’Ich kam aus der Kantine als ich frisches Blut roch und dem Geruch folgte wo mir Leiftan auf der Treppe nach unten schon entgegen kam und ich ihm half in dem ich in stütze nach oben zu gelangen, wo uns dann auch schon Valkyon entgegen kam, mehr weiß ich auch nicht.’’ Miko nickte nachdenklich bevor sie sich wieder den anderen zu wand. ‘’Wir müssen uns wieder fragen wie Ashkore unbemerkt in das Hauptquartier eindringen konnte.’’ Ich schaute Blue verwirrt an wer war das aber Miiko hatte unseren fragenden Blick wohl bemerkt. ’’Da ihr beide noch nicht im Bilde seid werde ich es euch kurz erklären. Ashkore ist seit einiger Zeit der Feind der Garde und wir immer noch nicht wissen wie er so einfach hier ins Hauptquartier gelangen kann und Gegenstände klaut und jetzt auch Naytili befreit hat, laut Leiftans bericht’’. Ich schaute wieder mit besorgtem Blick meine Schwester an, aber da ein Elf ein paar Schritte entfernt immer mehr von einem Fuß zum nächsten spang, vergaß ich erstmal meine Bedenken und auch die anderen schaute ihn jetzt mit einem seltsamen Blick an und Miko nahm ein Schritt Abstand von ihm, dass ich auf die Lippen beißen musste um nicht zu lachen. Nevra schaute uns mit einem wissenden Blick an das er sich sicher denken konnte dass wir wieder dahinter steckten, da der Elf immer hibbeliger wurde und auch Miko schaute kurz in unsere richtung ließ sich aber nichts anmerken und drehte sich zu dem Elfen um. ’’Du machst mich mit deinem rumgezappel noch verrückt, geh duschen.’’ Ezreal stürzte da schon die Tür raus das uns jetzt bei dem Anblick zerriss und wir lachen mussten aber wir nicht die einzigen waren die die Situation lustig fanden und Miiko hatte ein wissenden Blick auf uns gelegt.

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#25 Am 07.10.2023 um 17.30 Uhr

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Kapitel 22.
Die Tage vergingen voller Anstrengungen als die Vorzeige Puppe meines Cheffes, aber wenigstens zeige ich so keine Scheu vor den Männern. Ich geh vielleicht dem einen nur bis zur Schulter und bis zur Brust, aber man sollte sich nicht mit mir anlegen. Aber mein Fokus lag eher auf was anderem, Akira sah nicht gut aus, etwas lastete auf ihr und sorgte mich. Bestimmt war sie wieder wach wegen Alpträumen als sie auf dem Stuhl einschlief, und jetzt ist es schlimmer, sie sieht so schwach für mich aus, als ob sie nicht wirklich was zu sich genommen hatte. Doch hatte ich wegen diesem intensiv Training nie lange Zeit mit ihr zu reden.
Der Griff der mich am Kopf traf riss mich aus den Gedanken an meine Schwester und ließ mich frustriert aufheulen. Der Mann vor mir schaute mich überrascht aus seinem Auge an bei dem Geräusch, er fackelte nicht lange “Du, Pause.” meine Ohren legten sich an als ich trotzdem in Angriffsposition verblieb, er seufzte und spiegelte mich. Aber im Endeffekt hatte er Recht gehabt, eine Pause wäre wahrlich besser gewesen. Mein leicht brummender Schädel sprach Bände darüber über den Rest des ganzen Trainings hinweg. So schoss ich auch zusammen als er wieder klatschte und uns entließ. Seine Hand legte sich auf meinen Arm als ich an ihm vorbei ging, wieder warten wir bis alle weg waren. “Sei ehrlich, was liegt dir auf der Seele, sonst bist du, trotz Schmerzen, in Topform.” er verschränkte wieder die Arme vor der Brust. Sollte ich es ihm sagen, er hat auch beim letzten Mal helfen können, aber ließ es mich wieder an den Korb denken denn er mir gegeben hatte. Solange es Akira helfen kann, ja, dann rede ich. Und so kam es aus mir raus, meine Sorge, meine Angst für ihre Gesundheit und Sicherheit. “Weißt du irgendetwas was dies ausgelöst haben könnte? Etwas was ihr helfen könnte?” erst dann holte ich Luft und er legte eine Hand an sein Kinn um zu überlegen. “Ich werde mich umhören und versuchen was herauszufinden, in Ordnung? Dafür machst du dir keine Sorgen und konzentrierst dich auf dein Training, verstanden?” sofort nickte ich ihm zu und ging dann, etwas erleichtert, die Treppe hoch. Sie sind Vampire, sie haben engere Bände als wir, sie können einander viel besser verstehen als ich einen verstehen könnte. Verdammte Spezies, hätten wir so etwas nicht… Er konnte verstehen wie ich mich fühle, dass weiß ich, er war schließlich auch ein Bruder und er liebt sie über alles.

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Ich sah ihr nach, ihre Augen waren nie auf einen Punkt fokussiert wenn sie besorgt war. Sie huschten umher um nichts übersehen zu haben, keine Gefahr in einer Ecke. Akira darf nicht nochmal einen Kontrollverlust haben, in dieser kurzen Zeit könnte es nicht gut enden. Ein Vampir ohne Kontrolle… Im absolutem schlimmsten Fall müssten wir sie… Es würde Blue innerlich töten und bald auch richtig. Verlieren wir nur einen, sind sie Beide verloren. Einer verletzt, der andere nicht fokussiert und dass kann den Tod heraufbeschwören im Gefecht. Zumindest kann ich es versuchen, wieder auf sie zuzugehen um zu helfen. Hoffentlich ist sie nicht so abweisend wie das andere Mal, aber erst stelle ich Nachforschungen an um ein besseres Bild zu bekommen und sie mit den Informationen zu konfrontieren. So schlug ich als erstes den Weg zu Ezarel ein, vielleicht ist ihm etwas aufgefallen, zumindest etwas was mir helfen könnte es besser zu verstehen.
Er kam gerade aus seinem Labor raus, so rief ich seinen Namen und er begegnete mir mit seinem typischen Lächeln, dass es sich nicht eingebrannt hat ist wohl alles “Wie schlagen sie sich?” fragte er mich, also beschweren kann ich mich nicht, dieses Mal flog keins der Schwerter in den Teich… “Ich bin mir sicher dass wir deinen überbieten, wenn es ein einfacherer Wettstreit wäre. Doch wollte ich dich was fragen.” darauf runzelte er die Stirn und nickte mir zu dass ich schon fragen soll “Ist dir… Irgendetwas auffälliges aufgefallen in letzter Zeit?” der Elf überlegte, er schien sich doch zu sorgen “Ja, mir fällt auf dass in unregelmäßigen Abständen immer gewisse Zutaten für einen gewissen Trank fehlen, einem Energietrank der sich hauptsächlich gegen Schlaf wendet.” nachdenklich nickte ich, es war nicht viel aber es war ein Anfang. “Danke Ez, sag mir bescheid wenn dir was anderes einfällt oder auffällt.” Einen Trank um wacher zu bleiben, nicht zu schlafen. Wie oft habe ich beobachtet dass sie in den Garten gegangen war und erst kurz vor Sonnenaufgang zurück. Da gibt es eine Verbindung, doch würde es nicht den Zustand erklären den Blue mir beschrieben hat. Ein großes Teil fehlte…
Mein Kopf drehte sich zur Kantine, vielleicht hat das Problem dort einen Grund. Karuto lächelte mir zu, als ich an einer Gruppe von weiblichen Gardenmitgliedern vorbeiging. Ich habe gerade keine Zeit Ladies. “Nevra, harter Tag? Was kann ich dir bringen?” ich stützte mich auf dem Tresen ab “Informationen Karuto. Die Bilanz von den Blutkonserven, ist dir irgendetwas aufgefallen?” er würde es nie zugeben, aber er mag die zwei Schwestern sehr. Immerhin darf Blue ohne zu fragen in die Küche und einfach was machen, jeder andere wäre schon beim bloßen Gedanken tot. “Jetzt wo du es sagst, Karenn ist durchschnittlich und bei dir muss ich es nicht sagen, aber das Mädchen, Akira, es ist immer mehr übrig als die vorherige Nacht und nun seit ein paar Tagen ist nicht mal ein Schluck verschwunden.” Mein Auge sich weitete bei dem Alarm der in meinem Kopf losging. Sie trinkt kein Blut seit einiger Zeit, sie verweigert die Nahrungsaufnahme. Blue hatte allen Grund sich zu sorgen… Das kann nicht warten und Blue dass jetzt alles zu sagen wird sie nur besorgter machen. “Danke Karuto, du hast mir die Lösung gegeben.” ehe ich auf eine Antwort hoffen konnte war ich schon aus der Kantine raus, wo ist sie jetzt? 

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Zusammengekauert saß ich hier im Schatten des Kirschbaumes, alles an meinem Körper schmerzte und ich hielt mir die Ohren zu, ich wollte sie nicht hören, ich wollte die Bilder nicht mehr sehen. Ich wollte schreien und weinen zugleich aber ich hatte keine Kraft. Die Stimmen die riefen das ich ein Monster, eine Kreatur der Unterwelt wäre, die kein Recht hätte auf Leben, wurden immer lauter egal wie sehr ich sie versuchte an zu schreien oder sie zu ignorieren aber sie waren da, Tag und Nacht, sie wollten einfach nicht weg. Hunger hatte ich seit tagen nicht mehr mein Magen fühlte sich an als würde ein Stein darin liegen und nur beim Gedanken daran wurde mir schlecht, ich wollte nicht mehr, ich wollte diese Schmerzen, diese Stimmen und auch nicht die Bilder in meinem Kopf haben. Mit den Händen auf den Ohren und dem Kopf an meine angezogenen Knien saß ich hier und mir war alles egal ob mich jemand so sah oder auch nicht, ich war ein Abschaum und hatte kein Recht hier zu sein. Kein Wunder, war ich schon als Kind alleine, kein Wunder, konnte ich mich nicht an meine Eltern erinnern die mich auch nicht wollten, ob wohl ich es gerne gewusst hätte was ich ihnen getan hatte, aber ich hatte nicht mal ein Bild in meinem Kopf da war nur ein große schwarze Leere so wie in meiner Seele auch, ich hätte damals nicht weg laufen sollen hätten sie mich doch einfach damals schon umgebracht dann müsste ich jetzt nicht diesen Schmerz fühlen. Abschaum, Kreatur. Kein Recht zu Leben, schalte es in meinem Kopf immer und immer, wieder so das ich anfing zu schreien, die einzige Möglichkeit sie zum schweigen zu bringen. ’’SEID STILL’’. Ich nahm etwas neben mir wahr, beachte es aber nicht, viel zu laut waren die Stimmen in meinem Kopf, die sich immer und immer wieder holten. Erst eine Hand die sich auf meine Schulter legte, zuckte ich zusammen und schaute hoch nur um Nevra vor mir sitzen zu sehen der mich sorgenvoll an blickte, dann soll er halt meine Dämonen sehen wenn er wollte, er wird wie jeder andere, der meine Gesichte kannte, wieder mich verstoßen, aber was machte das jetzt noch, ich wollte eh nicht mehr, ich war viel zu sehr kaputt und Kraft um davon zu laufen hatte ich auch keine mehr. ’’Wer soll ruhig sein.’’ fragte er mich als würde er die Stimmen, so laut wie sie waren, nicht auch hören. Ich ließ einfach wieder den Kopf auf meine Knie sinken und drückte meine Hände weiter auf die Ohren. Seine Hand bewegte sich leicht um mir Trost zu spenden oder sowas, aber dafür war es zu spät auch wenn seine Nähe auf eine verdrehte Art und Weise gut tat und das meine Dämme, die ich hinter meinen Augen aufgebaut hatte, brachen und die erste Träne mir über die Wange lief während ich schniefte. ‘’Ich will nicht mehr, sie sollen einfach nur aufhören’’. Seine Hand ruhte weiter auf meiner Schulter. ’’Wer ist sie’’. Ich schniefte weiter während ich mein Kopf weiter auf meinen Knien lag. ’’Die Stimmen und Bilder in meinem Kopf, ich will das sie aufhören, ich will sie nicht sehen und hören wie sie mich anschreien.’’ Es herrschte darauf ein Moment Stille, sicher überlegt er sich ob ich verrückt geworden war, naja das war mir auch egal. ’’Willst du mir beschreiben was du siehst und hörst’’. fragte er mit einer sanften und beruhigenden Stimme so das ich erst einen Moment verharrte und seine Wärme, die von seiner Hand aus ging, spürte, bevor ich mich wieder aufraffte um ihn zu Antworten. ’’Es ist immer ein Bild das damit beginnt dass ich in einer kleinen Hütte auf wache….. dann ist da Feuer ..un..und wie ich versuche daraus zu kommen…...aber ..aber ...ich schaffe es nie….. und dann sind  da die Stimmen…… di...die. schreien das ich...ein Monster sei...un...und….kein ...Recht...auf Leben ..hätte.’’ Ich wusste nicht warum ich ihm das erzählte aber er war da und ich wollte das der Schmerz aufhörte der in mir war. ‘’Kannst du machen das er aufhört, der Schmerz, bitte.’’ Als er darauf seine Arme um mich schloss und mich an sich zog ließ ich es einfach mit mir machen, viel zu gut fühlte es sich gerade an das er da war. So lag ich mit dem Kopf erst eine Zeit auf seiner Brust während seine Arme um meinen Körper geschlungen waren. ‘’Ich werde dir helfen, wenn du es willst’’. Ich schniefte einfach nur, das er es wohl als stille Zusage deute. ’’Würdest du mir was von dir erzählen, wenn du willst’’. ich blieb ein wenig noch so bevor ich mich aus seinen Armen befreite und ihn an sah. ’’Was willst du wissen’’. ‘’ Fang am Anfang an.’’ Ich setzte mich mit dem Rücken an den Baumstamm bevor ich erst ein Moment in die Sterne, durch das Geäst, schaute und Luft holte ich hatte darüber noch nie mit jemanden gesprochen, nicht mal Blue wusste davon. ‘’Ich kann mich nicht an alles erinnern, da ist ein großes Loch einfach nur Leere, aber ich kann mich an die Zeit in einem Dorf erinnern, da war ich gerade mal vier, wo ich in einer Gasse aufwachte, allein mit nichts, wie mich die Dorfbewohner mit Hass an blickten und mich, immer wenn sie mich sahen, versuchten meinen Blick  zu meiden.’’ ich ließ eine kurze Stille entstehen und versuchte aus und ein zu atmen, denn auf diesen Teil meiner Gesichte war ich nicht Stolz und, wie als würde er ahnen, kam er wieder ein Stück näher und setzte sich neben mich, ich schaute weiter in die Sterne, ich konnte ihn nicht dabei ansehen. ’’Und dann kam die Nacht wo ich nicht stolz drauf bin … ich hab die Kontrolle verloren...und… ich war noch klein, ich hatte keinen in dem Moment der mich aufhielt als ich das.’’ Ich schloss die Augen, ich konnte es nicht aussprechen. ’’Sie war die Einzige, die keine Angst vor mir hatte, aber das hätte sie haben sollen.’’ ich öffnete wieder die Augen und starrte geradeaus, auf irgendeinen Punkt in der Ferne. ’’In derselben Nacht kamen die Dorfbewohner und brannten meine kleine Behausung nieder, hätte ich es da nicht raus geschafft, hätte ich die anderen Quallen nicht erleben müssen. Den ab da, war ich nur noch auf der Flucht, egal wo ich hin kam jagten sie mich, am Ende weil ich mich nicht unter Kontrolle hatte, bis ich nach zwei Jahren, in denen ich unterwegs war und mich immer mehr hasste, in der Gasse ankam, wo Blue mich am Ende, kurz vor dem Tod, fand. Ich hätte jetzt schon so viele Male tot sein sollen und doch konnte ich, aus einem unerfindlichen Grund, immer wieder überleben.’’ Nachdem ich das ganze ausgesprochen hatte, fühlte ich mich irgendwie leichter, ich wusste nicht warum, war es weil ich es ihm erzählt hatte egal was es war den Stein auf meinem Herzen war ein Stück weit leichter. So schwiegen wir erst eine ganze Weile darauf, bevor ich nach Minuten mich traute ihn an zu schauen, ich hatte auf irgendeiner Art Angst, wie er jetzt mich an blickte oder wie ich jetzt in seinen Augen aussehen mag. Aber ich legte einfach den Kopf wieder zurück auf den Stamm, und war überrascht als seine Hand sich auf meinem Arm legte und ich verwundert zu ihm rüber schaute. ’’Ist das der Grund, warum du zurzeit die Nahrungsaufnahme verweigert?’’ Ich seufzte er hatte es bemerkt, aber klar Karuto wird auf ihn zugekommen sein. ‘’Ich will nicht dass das nochmal passiert, ich könnte es mir nicht verzeihen wenn ich meiner Schwester was antun würde, nur weil ich mich nicht im Griff habe.’’ ‘’Es ist nie zu spät Kontrolle zu erlernen’’. ich schaute ihn überrascht an, wie ich konnte das immer noch lernen, wie ich meine Triebe, die ich hasste, zu kontrollieren. Als ich ihn so verwundert ansah schenkte er mir nur ein zartes, beruhigendes Lächeln. ‘’Wir können auch jetzt damit anfangen wenn du willst.’’ Darauf schaute ich ihn an und versuchte auf zu stehen aber mein Kopf drehte sich, so das ich um halt zu finden, mich am Baumstamm abstützen musste, aber bevor sich mein Schwindelgefühl beruhigt hat stürzte er mich schon am anderen Arm. Er schaute ein wenig belustigt dabei und so bewegten wir uns in Richtung des Hauptquartiers, er mich am führen und stürzen dabei. Niemand war mehr wach, so begrüßte uns eine gähnende Leere als wir den Weg zur Kantine einschlugen und er mich vorsichtig auf einen Stuhl niederließ um kurze Zeit später mit zwei Blutkonserven anzukommen, die eine stellte er zu mir und die andere war bei ihm. Er nahm neben mir Platz und beäugte mich besorgt “Aber bevor wir anfangen, musst du erstmal was trinken.” Dieser Geruch… Das Blut und seine rote Farbe… Meine Kehle war augenblicklich trocken, ich zögerte nicht und setzte die Konserve an meinen Mund, mir egal dass es nicht frisch schmeckte, ich schlang es runter als wäre es meine letzte Mahlzeit. Ich trank und trank, bis kein Tropfen Blut mehr in diesem war und stellte es ab, sofort fühlte es sich an als hätte ich einen Stück wieder, ein Stück von mir selbst. Nevra beobachtete mich während er an seiner genüßlich nippte “Gut, du siehst schon viel besser aus. Ab morgen werde ich dir helfen Kontrolle über deinen Durst zu erlangen. Ich hoffe du hast die genossen, in nächster Zeit wirst du nicht so eine große Konserve auf einmal inhalieren.” mein Schwindel war weg und so drehte ich meinen Kopf zu ihm um “Kannst du all das… Was ich dir erzählt habe, niemand sonst darf es erfahren, nicht einmal meine Schwester darf das. Versprochen?” Seine Hand legte sich auf die meine, die noch auf den Tisch ruhte “Versprochen.” Als er seine Konserve fertig hatte, standen wir auf und er begleitete mich zu der Zimmertür. Ich denke wir beide hatten damit gerechnet eine schlafende Blue vorzufinden, doch saß sie am Fenster und starrte hinaus. Bei dem Knarren der Scharniere sprang sie aus ihrer Haut und wirbelte herum. Bei unserem Anblick durchlief ihr Gesicht in binnen Sekunden so viele Emotionen durch, die ich nicht alle erkennen konnte. Ihre Arme wurden um mich geworfen als sie mich ganz feste an sich zog, ihre Hand strich durch mein Haar und ihr Gesicht ruhte an meiner Schulter, zitterte sie? Gegen meine Schulter konnte ich spüren wie sie Nevra dankend anlächelte und ihm zu nickte, darauf machte er die Tür zu und ließ uns alleine. Die Wölfin löste sich von mir und nahm mein Gesicht in ihre Hände, was hat sie? Dann drückte sie mir einen Kuss auf die Stirn, als ob sie wusste was zwischen mir und Nevra alles passiert ist, was er gemacht hat um mir zu helfen. Blue schien stolz zu sein auch wenn es nicht sie war, der ich mich geöffnet hatte, sie war einfach froh.   
Sie wollte nicht dass ich was erzähle, aber rang ich mich durch. Zumindest nur die Teile ohne meine Geschichte und all den Sachen die in meinem Kopf waren. Der Blick meiner Schwester war noch nie so komplex, Glück, Freude, Stolz, aber zur selben Zeit Trauer und auch leichten Schmerz. Denkt Blue vielleicht zu viel in die Sache hinein und spinnt die Tatsachen zu weit? Das tat sie nur allzu gerne. “Blue, ich hätte auch nie gedacht dass er so liebevoll sein kann, aber wir sind jetzt nicht zusammen falls es das ist was du vielleicht denkst,” ihre Ohrspitze zuckte auf, sie fühlte sich ertappt, “wir sind Freunde. Aber ich hab das Gefühl dass er es nicht meinte, was er zu dir gesagt hat. Etwas anderes steckte dahinter und er wollte dir nicht weh tun. Geb ihm einfach etwas Zeit und dir auch, okay?” Blue schien stumm zu sein als sie nur ihren Kopf gegen meinen lehnte, sie war klar erschöpft, doch schenkte sie mir ein Lächeln dass noch heller scheinen könnte als die Sterne.

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